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Immer Ärger mit Vater

H]udip/fupfx1 hat die Diskussion gestartet


Hallo

Ich muss mir jetzt einfach mal meinen Ärger von der Seele schreiben.

Mein Vater wird 85 Jahre alt. Vor einem Jahr ist er beinahe gestorben. Er war sehr erkältet und hatte einen hartnäckigen Husten. Durch eine falsche Medikation, von seinem EX-Hausarzt verschrieben, wurde dann eine schwere Lungenentzündung mit Sepsis, Herzinfarkt und Nierenversagen daraus.

Er lag 9 Wochen im Krankenhaus, drei davon im künstlichen Koma auf der Intensivstation.

Es dauerte etwa ein halbes Jahr, bis er sich beinahe vollständig davon erholt hatte, was ja schon an ein Wunder grenzt.

Während der Zeit im Krankenhaus war er schon sehr stur und hat zeitweise die Medikamente ins Waschbecken gekippt und das Essen verweigert, weil es ihm nicht passte.

Als es ihm dann im Herbst wieder gut ging, passte an der Hobelmaschine nicht auf und hobelte sich die halbe Handfläche weg.

Also wieder Notfall und zusammenflicken.

Im Dezember war er praktisch wieder hergestellt, bis auf eine Verengung des Harnleiters, deren Verlauf beobachtet wurde.

Ihm ging es blendend, er fühlte sich jung und stark, daher achtete er überhaupt nicht mehr auf seine Gesundheit.

Er erkältete sich erneut und hustete. Wir sagten ihm immer wieder, dass er doch bitte zum Arzt soll.

Nein, wegen einer Bagatelle geht man schliesslich nicht zum Arzt. Er sah fürchterlich aus, nahm extrem ab, konnte nur noch im sitzen schlafen.

Als er dann wegen des Harnleiters zur Urologin musste, wies diese ihn sofort Notfall ins Krankenhaus ein.

Wieder eine Lungenentzündung! Eine Woche Krankenhaus.

Kaum Zuhause hatte er Blut im Urin. Er meinte ich soll ihm in der Apo ein AB holen. Als ob das so einfach wäre.

Vor einem Monat musste er den Harnleiter operieren, was er sehr gut überstanden hat.

Er meinte danach, jetzt sei er wieder ganz gesund, so wie vor seiner ersten Krankheit.

Tja und es kam wie es kommen musste.

Letzte Woche, bei der Kälte zu leicht angezogen, lieber die Sommerjacke, als die warme, die ihm meine Mutter empfohlen hat.

Mittlerweile hustet er wieder kräftig, ist erkältet und denkt nicht daran zum Arzt zu gehen. Ist ja nur eine Bagatelle.

Dieses Mal hat er aber keinen Termin bei der Urologin.

Diese meinte zu uns, er sei ein Sturkopf und habe ein paar mal richtig Glück gehabt, denn es sei eigentlich immer zu stät gewesen.

Ich bin echt frustriert, er hat überhaupt nichts aus der Vergangenheit gelernt. Glaubt er kann das ewig so machen.

Ist doch selbstverständlich, dass er immer wieder gesund gemacht wird.

Jetzt haben wir entschieden, wenn es schlimmer wird, rufen wir seinen Arzt an, er soll vorbeikommen.

Ich wollte mich einfach mal ausk......

Helfen kann mir wohl niemand, oder hat jemand Erfahrung mit Sturköpfen?

Antworten
Cthsoupette*_Finnxian


Mein Opa ist auch so. Ich sage mir mittlerweile, dass er erwachsen ist und mündig. Das klappt für mich ganz gut. Irgendwann sterben wir eh alle, ich finde es sinnlos darüber zu lalmentieren ob man nicht doch noch hätte drei Erklärungen miterleben könnte, wäre man doch zum Arzt gegangen...

P.lüsc0hbViest


Bestell den Hausarzt zu ihm.

Habe ich mal gemacht, weil eine alte Dame nicht zum Arzt wollte.

Ephemaalige]r Nut-ze=r (#5323x52)


Mein Opa ist leider ganz genauso. Das kann einen wahnsinnig machen.

Wir lassen den Hausarzt jetzt immer kommen, wenn es wirklich schlimm ist. Freiwillig bekommen wir diesen Sturkopf ja doch nicht zum Arzt.

H4udiPpfupxf1


Seit einer Woche ist alles anders. Wir haben erfahren, dass er unheilbar und fortgeschritten Nierenkrebs hat.

Leider haben wir das nur erfahren, weil ich Kontakt zu seiner Urologin aufgenommen habe.

Die Ärztin meinte, er wisse das schon länger, sie sei immer offen zu ihm gewesen und ich glaube, er hat gar nie verstanden, was sie ihm mitgeteilt hat.

Er ist fast taub und weigert sich seit Jahren ein Hörgerät anzuschaffen.

Jedenfalls ist es ihm jetzt bewusst.

Im Moment merkt man von seiner starken Persönlichkeit nicht mehr viel und er ist ein gebrochener Mann.

Sitzt nur noch teilnahmslos da, isst nichts mehr, will in Ruhe gelassen werden.

Jedenfalls wird er von jetzt an zu seinen Arztbesuchen begleitet, entweder von meiner Mutter, oder von meinem Bruder und mir.

Er soll jetzt einen Nierenkatheter bekommen, damit er wieder mehr Lebensqualität bekommt.

Wie lange es noch dauert weiss keiner.

Wir müssen uns überlegen, wie die Pflege aussehen wird, wenn er welche benötigt.

Wir haben da an eine Betreuerin aus dem Ostblock gedacht, damit er bis zum Ende Zuhause bleiben kann, aber er will natürlich keine fremde Person im Haus.

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