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Was ist mit meiner Mutter los?

BEigBCluexWolf


und auch als Tochter einer unter Betreuung stehenden Mutter.

Ebenso ein individueller Fall.

Nein, eine Kur (nicht zu verwechseln mit Anschlussheilbehandlung) hat als einziges Ziel die Wiederherstellung der Arbeitskraft. Von Wohlfühlen ist da keine Rede. Eine Kur (oder auch Reha) ist harte Arbeit, die Therapien oft Stress pur.

Du setzt hier Kuren mit Reha gleich. Das ist aber überhaupt nicht dasselbe.

Meine Mutter kam in Kur nach ihrem Herzinfarkt. Sie lebte damals in einer zerrütteten Ehe und die Kur galt der Erholung.

Regeneration =/ Rehabilitation.

hat als einziges Ziel die Wiederherstellung der Arbeitskraft.

Du unterstellst also, dass es dabei nicht um den Menschen geht, sondern lediglich um seine Leistungsfähigkeit? Ich hoffe wirklich, dass das nicht so ist. Ansonsten könnte man auch die wahren Motive eines jeden Arztes hinterfragen. Es sollte immer in erster Linie um den Mensch gehen und Gegenteiliges würde ich jetzt nicht pauschal unterstellen wollen.

Nebenbei gesagt hatte ich auch so ein wenig meine Schwiegereltern, ihre beflissenen Kinder und den Ausgang des Ganzen im Kopf.

Siehst du. Das bedeutet nämlich, du bist damit nicht mehr unvoreingenommen an das Thema herangegangen. Man kann nicht von einem Fall auf den anderen schließen.

DYieKrxuemi


Ebenso ein individueller Fall.

Man kann nicht von einem Fall auf den anderen schließen.

Weißt du, wir alle haben Eltern, und wenns gut läuft, werden alle Eltern alt. Mit dem Alter kommt dann der Starrsinn, die Krankheiten, vielleicht Demenz, Gebrechlichkeit etc

Ich kenne niemanden in meiner Altersklasse, der sich nicht über die mangelnde Krankheitseinsicht seiner alternden Eltern beschwert hat. Entweder sorgen sich die Eltern zu wenig um sich selbst und hängen nur noch faul rum, anstatt etwas für sich zu tun, oder sie übernehmen sich aus Sicht der Kinder ständig, sie gehen zu wenig oder zu oft zum Arzt, manche Eltern erdreisten sich sogar, ihre Kinder komplett im Ungewissen bezüglich ihrer Gesundheit zu lassen.....

Will damit sagen: für euch ist es eine neue, ggf auch sehr beängstigende Situation, aber jeder, der etwas älter ist und hier schreibt, hat Erfahrungen mit dem Thema--natürlich Einzelfälle, aber im Großen und Ganzen betrachtet, dennoch nichts Besonderes.

M<onik\a65


Das bedeutet nämlich, du bist damit nicht mehr unvoreingenommen an das Thema herangegangen.

Aber häufig sind die Angehörigen die, die am wenigsten unvoreingenommen sind. Neutrale Außenstehende sehen da oft viel klarer.

T'apxs


Ansonsten könnte man auch die wahren Motive eines jeden Arztes hinterfragen…

Ich kenne nur wenige Ärzte, bei denen wirklich noch das Wohl des Menschen im Vordergrund steht. Viele sind lediglich noch Verkäufer. Guck dir doch mal an, was manche so an (IGEL)Leistungen an den Mann/ die Frau bringen wollen. Aber das ist ein anderes Thema.

Dass es bei einer Kur letztendlich darum geht, eine Erwerbsunfähigkeit zu vermeiden, ist ja nun wirklich nichts Neues. Aber um Missverständnisse zu vermeiden, ich rede hier von Kuren auf Kosten des Rentenversicherungsträgers und nicht um Selbstzahler – sprich quasi "Urlaub".

ein individueller Fall

Ja was denn sonst?

Das bedeutet nämlich, du bist damit nicht mehr unvoreingenommen an das Thema herangegangen.

Weißt Du, hier in diesem Forum schildern User=Privatpersonen ihre ganz persönlichen Einzelschicksale, machen ganz eigene Gedanken öffentlich. Willst Du alle ihre Erfahrungen mit Füßen treten?

Was für ein Personenkreis schwebt dir denn vor, der dir hier antworten soll, wenn nicht Betroffene/ Leute mit persönlichen Erfahrungen auf dem Gebiet?

Oder anders gefragt, warum hast Du hier überhaupt geschrieben, wenn Du überhaupt keine Tipps und abweichende Meinungen hören willst? Wolltest Du lediglich Euer Vorgehen als richtig bestätigt wissen?

B!igBlIueWoxlf


Dass es bei einer Kur letztendlich darum geht, eine Erwerbsunfähigkeit zu vermeiden, ist ja nun wirklich nichts Neues.

Mir ist das neu (also zumindest was Kuren angeht) und ich finde es alarmierend. Aber in der Tat, anderes Thema.

Willst Du alle ihre Erfahrungen mit Füßen treten?

Ich frage mich, wo du das rausliest. Ich habe damit lediglich anzweifeln wollen, dass der hier geschilderte Fall den gleichen Verlauf nimmt wie die dir bekannten Fälle.

Was für ein Personenkreis schwebt dir denn vor, der dir hier antworten soll, wenn nicht Betroffene/ Leute mit persönlichen Erfahrungen auf dem Gebiet?

Kein bestimmter. Es geht mir nicht um die Personen, die mir antworten, sondern um den Inhalt dieser Antwort. Und hin und wieder muss ich mich eben schwer wundern, zu was mir hier geraten wird.

Oder anders gefragt, warum hast Du hier überhaupt geschrieben, wenn Du überhaupt keine Tipps und abweichende Meinungen hören willst?

Wenn eine Person aussagt, ich solle das gesundheitsgefährdende Verhalten meiner Mutter ignorieren, habe ich doch wohl das Recht dazu, diese Aussage anzuzweifeln.

Tipps sind nicht nur völlig okay, sie sind das was ich möchte. Abweichende Meinungen gibt es immer; ich habe nun mal meine eigene dazu und die darf ich genauso äußern.

Wolltest Du lediglich Euer Vorgehen als richtig bestätigt wissen?

Nein, so kann man das nicht sagen. Aber wenn man das "lediglich" weglässt, würde ich dem nicht einmal widersprechen. Finde ich jetzt auch überhaupt nicht verwerflich.

Natürlich ist man in dieser Situation besorgt und unsicher und fragt sich irgendwann, ob man sie richtig handhabt. Liegt in der Natur der Sache. Warum sollte ich nicht danach fragen dürfen?

BNigBluYeWolxf


Ich kenne niemanden in meiner Altersklasse, der sich nicht über die mangelnde Krankheitseinsicht seiner alternden Eltern beschwert hat. Entweder sorgen sich die Eltern zu wenig um sich selbst und hängen nur noch faul rum, anstatt etwas für sich zu tun, oder sie übernehmen sich aus Sicht der Kinder ständig, sie gehen zu wenig oder zu oft zum Arzt, manche Eltern erdreisten sich sogar, ihre Kinder komplett im Ungewissen bezüglich ihrer Gesundheit zu lassen.....

Na siehst du. Mir wird aber genau das hier vorgeworfen und ich solle mich doch bitte aus ihren Angelegenheiten raushalten.

Was macht mich denn jetzt zu einer Ausnahme?

TGaxps


Nichts.

Aber darum geht es ja gerade, dass alle Eltern Dinge tun, Marotten haben, die einem selbst nicht gefallen. Müssen sie auch nicht. Eltern dürfen sich unvernünftig verhalten. Eingreifen sollte man erst, wenn sie die Folgen Ihres Handelns geistig nicht mehr begreifen und sich selbst und andere gefährden. Diesen Zeitpunkt zu erkennen, ist eigentlich das Schwierigste daran.

DAS kann Euch niemand abnehmen. Da solltet Ihr Euch wirklich Hilfe von Außenstehenden suchen, die unvoreingenommen sind.

Aber wir drehen uns im Kreis.

MConiYkax65


Eingreifen sollte man erst, wenn sie die Folgen Ihres Handelns geistig nicht mehr begreifen und sich selbst und andere gefährden. Diesen Zeitpunkt zu erkennen, ist eigentlich das Schwierigste daran.

Und auch das, was nicht vollumfänglich gelingen wird. Genauso wenig, wie man jemandem vom Rauchen abhalten kann, obwohl er sich damit schadet. Sich selbst schädigendes Verhalten hat fast jeder von uns zumindest gelegentlich im Repertoire, und das sogar wider besseren Wissens.

Selbst wenn sie mal in ein Heim käme, würde es niemals eine Betreuung geben, die jegliche Gefährdung ausschaltet. Dazu gehört stürzen, weglaufen, verschlucken, Medikamente nicht nehmen etc. pp Insofern ist das eine echte Gratwanderung. Die Gratwanderung hier in diesem Fall ist sogar sehr buchstäblich, das kilometerlange bergauf gehen. Mich wundert, dass sie es kann, was eigentlich den Schluss zulässt, dass es nicht schadet. Andererseits, wenn es wirklich so schlimm ist, warum dann nicht für sie einkaufen? Wenn man es selbst nicht einrichten kann, gibt es Leute, die man dafür engagieren kann. Wahrscheinlich, vermute ich, weil sie nicht will. Also geht sie bergauf, und es schadet ihr vielleicht. Weiß man nicht. In kleinerem Umfang ist das in einem Heim auch nicht anders. Damit müssen wir (erwachsenen Kinder) leben lernen.

DCie dS4ehxerin


ich beobachte gerade eine sehr ähnliche veränderung bei meiner schwiegermutter und kann deine sorgen, bedenken, fragen und deine ratlosigkeit gut verstehen.

vorausgeschickt: zwar bin ich keine medizinische fachkraft, habe aber über viele jahre alte menschen begleitet, damit sie so lang wie möglich zuhause leben können.

quacksalberei hat etwas sehr wichtiges gesagt, nämlich dass ihr eure sorgen (also die themenfelder) mal genau sortieren solltet. sortieren in "ja mei, dann schneidet sie halt kartons" und in die "die diabetis darf nicht ignoriert werden".

das hat für beide seiten den vorteil, dass zum einen euer kopf nicht platzt vor lauter baustellen, die es zu beackern gilt - und zum anderen wird deine mutter manche dinge auch leichter an sich heranlassen, wenn sie nicht ständig mit vorschlägen, sorgen, vermeintlicher bevormundung konfrontiert wird (das verwirrt nämlich oft noch zusätzlich!).

und was noch ganz wichtig ist: geht nicht mit eurer logik an bestimmte verhaltensweisen/schrullen heran, sondern fragt sie, warum sie dieses oder jene vermeintlich unsinnige tut :)_

BiigBLlueWWolf


@ Taps

und sich selbst und andere gefährden.

Und wie bereits mehrfach erwähnt, ist das der Fall.

Der Termin beim Neurologen steht zumindest. Wir hoffen sehr, dass wir danach mehr wissen als jetzt.

@ Monika65

Mich wundert, dass sie es kann, was eigentlich den Schluss zulässt, dass es nicht schadet.

Ich habe sie öfters zu ihrer Krankengymnastik begleitet und habe mit eigenen Augen gesehen, wie ihr das zu schaffen macht. Sie benötigte eine mehrminütige Pause, weil sie so außer Atem war.

warum dann nicht für sie einkaufen?

Das tun wir bereits. Meine große Schwester ist die Einzige in der Familie mit Auto, da bietet sich das an. Wir wissen mittlerweile sicher, dass meine Mutter sich beim Einkaufen Süßkram und Zigaretten besorgt. Ich bin jetzt zwar nicht gerade glücklich darüber, aber finde es unverschämt, wie sich meine große Schwester deswegen ereifert und regelmäßig zusammenfaltet. Das darf es nicht sein. Da kann man nur mit Verständnis rangehen.

Heute hat sie übrigens meinen Rat befolgt und ist in den anderen Nachbarort gelaufen. Von der Entfernung her gleich weit - dafür ohne Steigung. Und sie erschien mir auch glücklich mit dieser Entscheidung zu sein.

@ Die Seherin

sortieren in "ja mei, dann schneidet sie halt kartons" und in die "die diabetis darf nicht ignoriert werden".

Ich bin gerade dabei, das in meinem Kopf zu sortieren und versuche, meinen Schwestern dieses vehemente Verbieten auszureden und auch Partei für meine Mutter zu ergreifen.

Da hat der ein oder andere Beitrag hier für gesorgt und mich zum Nachdenken gebracht. Das möchte ich jetzt auch nach und nach mit meiner Familie kommunizieren; dass hier etwas die Spannung und Dynamik herausgenommen wird.

Ansonsten schöner Beitrag von dir. Dem schließe ich mich gerne an.

MOonXika6x5


Von der Entfernung her gleich weit - dafür ohne Steigung. Und sie erschien mir auch glücklich mit dieser Entscheidung zu sein.

Super! Vielleicht hat sie einfach auch ein wenig gebraucht, um sich einzugestehen, wo ihre Grenzen liegen und du hast den richtigen Ton angeschlagen.

Wie reagiert sie denn auf die rigorose Art deiner Schwester?

Wir wissen mittlerweile sicher, dass meine Mutter sich beim Einkaufen Süßkram und Zigaretten besorgt.

Ich kenne das von meinem Vater. Nach seinem Schlaganfall gingen wir alle davon aus, dass er nicht mehr rauchen würde, weit gefehlt. Er hat geraucht bis zum Schluss und ich konnte lange nicht damit umgehen.

B5igBolueFWolf


Wie reagiert sie denn auf die rigorose Art deiner Schwester?

Manchmal nur etwas beleidigt, manchmal sehr verletzt.

Meine Mutter ist zwar zickiger und empfindlicher geworden - so erklärt zumindest meine Schwester ihre Reaktionen - das ist aber in diesem Fall wohl kaum der Grund.

Meine Schwester meint, dass es nichts hilft, es im Guten zu versuchen, weil das ungehört verpuffen würde; aber das kann keine Rechtfertigung darstellen, sie niederzumachen.

Ja, meine große Schwester ist ein schwieriger Fall. Sie wirkt sehr autoritär und bevormundend; auch wenn sie es vermutlich nicht mal böse meint, ihre Veräußerung dessen geht echt gar nicht. Da geht mir der Hut hoch. Man darf sie deswegen aber auch nicht zurechtweisen, denn sonst hat man direkt einen handfesten Streit vom Zaun gebrochen.

Mfoni2kaa65


Man darf sie deswegen aber auch nicht zurechtweisen, denn sonst hat man direkt einen handfesten Streit vom Zaun gebrochen.

Das würde ich ehrlich gesagt in Kauf nehmen. :-/

D:ieK'rue5mxi


Ja, meine große Schwester ist ein schwieriger Fall. Sie wirkt sehr autoritär und bevormundend; auch wenn sie es vermutlich nicht mal böse meint, ihre Veräußerung dessen geht echt gar nicht. Da geht mir der Hut hoch.

ohhh das kenne ich nur zu gut! Meine große Schwester spricht mit meinem Vater wie mit einem Kind "Papaaa, zieh dir mal ein frisches Hemd an, was sollen denn die Leute denken" blabla Sag ich was dazu, pöbelt sie auch noch mich an, wie ich alles immer so entspannt sehen kann. Es würde doch auf SIE zurückfallen, wenn Papa mit einem Fleck im Hemd einkaufen geht...aha....

B.igBLlBueWoxlf


ohhh das kenne ich nur zu gut! Meine große Schwester spricht mit meinem Vater wie mit einem Kind "Papaaa, zieh dir mal ein frisches Hemd an, was sollen denn die Leute denken" blabla Sag ich was dazu, pöbelt sie auch noch mich an, wie ich alles immer so entspannt sehen kann. Es würde doch auf SIE zurückfallen, wenn Papa mit einem Fleck im Hemd einkaufen geht...aha....

Haben wir die gleiche große Schwester? ]:D

Das würde ich ehrlich gesagt in Kauf nehmen.

Ja, das tue ich hin und wieder auch und sag ihr klipp und klar, dass es Grenzen gibt und sie doch bitte etwas Respekt haben soll. Ich hasse aber dicke Luft. Ich bin sehr harmoniebedürftig. Deswegen gehe ich solchen Sachen gerne aus dem Weg; auch wenn es falsch ist und ich ihr damit diesen Raum überhaupt erst anbiete.

Wie dem auch sei, irgendwie müssen wir uns da eben "rausmerkeln" (eine gemeinsame Lösung finden - (c) Angela M.).

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