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Was ist mit meiner Mutter los?

Twa$pRs


und sich selbst und andere gefährden.

Und wie bereits mehrfach erwähnt, ist das der Fall.

Das habe ich schon verstanden.

Ich weiß nicht, wie ich dir den Unterschied zwischen "gefährlichen Verhalten" und "gefährlichen Verhalten" noch erklären soll.

Wie Monika65, Die Seherin und andere schon schrieben, Ihr müsst gedanklich erst mal sortieren in "wirklich gefährlich" und "unschön, aber was soll‘s". Schimmel auf Lebensmitteln z.B. gehört für mich in die 2. Kategorie. Wir wissen zwar heute, dass man ihn nicht essen oder nur wegschneiden soll, weil er vermutlich krebserregend ist, aber eine potentielle Gefahr in 20 oder mehr Jahren kann man im konkreten Fall wohl getrost vernachlässigen.

Wenn deine Mutter wissentlich Dinge macht, die sie gefährden, so darf sie das. Klar fällt es schwer, da zuzusehen, aber ältere Leute sind erwachsene Menschen, die hat man nicht wie unmündige Kinder zu behandeln, die das Leben noch lernen müssen. Das ist genau wie mit dem Rauchen, jeder weiß wie schädlich es ist, getan wird es trotzdem.

Der springende Punkt bei dem Ganzen ist doch, versteht deine Mutter noch, was sie da so tut und macht es trotzdem?

Anders sieht es aus, wenn jemand geistig nicht mehr in der Lage ist, die Folgen des Tuns abzuschätzen. Wenn also jemand gefährliche Situationen verkennt oder selbst verursacht. Zum Bestellen einer Betreuung gehören ganz andere Dinge, als vermeintlich dummes Verhalten.

Das Stichwort ist "Alltagskompetenz".

Wenn z.B. jemand Essen kocht und dann völlig vergisst, dass da was auf dem Herd steht, weil das Kurzzeitgedächtnis den Dienst versagt (nicht zu verwechseln mit dem normalen Vergessen, weil man abgelenkt ist), im Kalten sitzt, weil der kausalen Zusammenhang –wenn ich es warm haben will, muss ich vorher heizen- nicht mehr begriffen wird, wenn man bei Frost in Sommerkleidung das Haus verlässt und sich nicht mal wundert, dass die Leute einen komisch ansehen, man Dinge an Orte räumt, wo kein normaler Mensch drauf kommt, oder wenn man sich sonst wie unangemessen verhält.

Dann sind Appelle an die Vernunft völlig unangebracht. Dann MUSS man die Person vor sich selber schützen. Das war so etwa der Zeitpunkt, als ich drauf gedrungen habe, dass der Berufsbetreuer, den meine Mutter auf meine Veranlassung da bereits hatte, sie endlich "aus den Verkehr zieht" und einweisen lässt

Außenstehende, vor allem welche, die die Person nicht ständig vor sich haben, sehen da tatsächlich meist klarer. Beim Alter deiner Mutter gehe ich mal davon aus, das Du selbst Familie hast. Was meinen die denn zu dem Ganzen? Kommen denn Geschwister, Freunde, Bekannte deiner Mutter oder die Enkel sie gelegentlich besuchen und merken einen Unterschied im Verhalten? Wie oft siehst Du sie selbst?

Ihr müsst jetzt wohl erst mal den Termin beim Neurologen hinter Euch bringen. Vielleicht macht Ihr Euch ja grundlos (und damit meine ich jetzt nicht den Diabetes, der gehört natürlich ordentlich eingestellt) Sorgen.

Aber ich will da nichts beschönigen. Das Zerschnipseln von Papier deutet schon etwas in Richtung Demenz. Aber dann habt Ihr eine andere Handhabe, wie Ihr mit der Situation umgehen könnt. Habt Ihr Geschwister eigentlich die entsprechenden Vollmachten?

BIigBlu>eWolf


und damit meine ich jetzt nicht den Diabetes, der gehört natürlich ordentlich eingestellt

Warum hast du die Diabetes oben beim Erklären des gefährlichen Verhaltens ausgeblendet?

Ich weiß nicht, wie ich dir den Unterschied zwischen "gefährlichen Verhalten" und "gefährlichen Verhalten" noch erklären soll.

Das Schüren eines Herzproblemes und das Ignorieren einer Diabeteserkrankung gehört nach meinem Ermessen in die Kategorie "wirklich gefährlich". Ich wundere mich nur, dass du das offenbar anders siehst.

Wenn deine Mutter wissentlich Dinge macht, die sie gefährden, so darf sie das. Klar fällt es schwer, da zuzusehen, aber ältere Leute sind erwachsene Menschen, die hat man nicht wie unmündige Kinder zu behandeln, die das Leben noch lernen müssen. Das ist genau wie mit dem Rauchen, jeder weiß wie schädlich es ist, getan wird es trotzdem.

Der springende Punkt bei dem Ganzen ist doch, versteht deine Mutter noch, was sie da so tut und macht es trotzdem?

Anders sieht es aus, wenn jemand geistig nicht mehr in der Lage ist, die Folgen des Tuns abzuschätzen. Wenn also jemand gefährliche Situationen verkennt oder selbst verursacht.

Dazu habe ich ebenso bereits eine Erklärung abgegeben.

Beim Alter deiner Mutter gehe ich mal davon aus, das Du selbst Familie hast. Was meinen die denn zu dem Ganzen?

Außer dieser Familie habe ich keine. Ich habe das nicht explizit erwähnt, weil das ein Thema für sich ist und hier nicht hergehört.

Kommen denn Geschwister, Freunde, Bekannte deiner Mutter oder die Enkel sie gelegentlich besuchen und merken einen Unterschied im Verhalten?

Meine Mutter geht regelmäßig zu Bekannten zum Kartenspielen. Eine von den Bekannten kennt meine Mutter seit ca. 30 - 40 Jahren und sie hat uns auch rückgemeldet, dass sie sich teilweise anders verhält und anders äußert. Das ist übrigens die Bekannte, die ich im Eingangsbeitrag meinte; sie hat die Vermutung, dass es mit dem Blutzucker zusammenhängt.

Wie oft siehst Du sie selbst?

Ständig. Meine zwei Schwestern und ich wohnen bei ihr. Wir wollten sie nach ihrer Scheidung nicht alleine lassen und es war finanziell die beste Lösung für alle Beteiligten. Lange Geschichte.

Ihr müsst jetzt wohl erst mal den Termin beim Neurologen hinter Euch bringen. Vielleicht macht Ihr Euch ja grundlos Sorgen.

Ja, das kann man nur hoffen. Termin ist aber erst Ende August; Warteliste war wohl recht voll.

Habt Ihr Geschwister eigentlich die entsprechenden Vollmachten?

Nein, davon wüsste ich zumindest nichts. Was genau hat man denn darunter zu verstehen? Ist das etwa eine Art Verfügung? Wäre ja erstmal eher abschreckend.

T<axps


Warum hast du die Diabetes oben beim Erklären des gefährlichen Verhaltens ausgeblendet?

Du verstehst es wirklich nicht, oder?

Weil es ein Unterschied ist, ob ich bewusst sage, "Sch… egal" und die auftretenden Probleme wohlwollend in Kauf nehme (wie es deine Mutter anscheinend tut) oder jemand den Sinn der Medikamente nicht mehr versteht.

Ist das etwa eine Art Verfügung?

Lies dich mal durchs Internet nach Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsvollmacht.

Bwig7B,l0uehWol f


Weil es ein Unterschied ist, ob ich bewusst sage, "Sch… egal" und die auftretenden Probleme wohlwollend in Kauf nehme (wie es deine Mutter anscheinend tut) oder jemand den Sinn der Medikamente nicht mehr versteht.

Das hast du völlig falsch verstanden. Wie kommst du darauf?

MYoniYk?ax65


Ich habe das auch so aufgefasst. Sie will eben nicht Insulin spritzen. Ist sie denn insulinpflichtig?

B"igBlVueWxolf


Ihr Konsumverhalten könnte sie das mittlerweile durchaus machen. Sie möchte kein Insulin spritzen, das ist richtig. Sie hasst Nadeln. Darum geht es aber gar nicht. Es geht um den übermäßigen Verzehr von Süßwaren als Diabetikerin und das macht sie definitiv nicht, weil ihr die gesundheitlichen Konsequenzen gleichgültig sind, sondern weil sie ihr nicht bewusst sind.

Das Problem ist, dass wir aus den Werten nichts rauslesen können. Sie sagt, die Werte seien in Ordnung. Es wäre aber nicht das erste Mal, dass sie etwas vor uns verheimlicht.

Kennt sich jemand von euch mit solchen Werten aus? Mir würde das schon sehr helfen, um meine Besorgnis einzudämmen.

Sollten die Werte wirklich okay sein, dann wäre ein großer Streitpunkt abgearbeitet und ich würde keine Veranlassung mehr darin sehen, ihr da reinzureden. Das wäre echt hilfreich zu wissen.

MDoni'kax65


Dazu müsste man auch wissen, wie der Zucker überhaupt behandelt wird. Welche Werte meint sie? Nüchternzucker oder misst sie selber über den Tag verteilt? Langzeitzucker? Diät ist heutzutage nicht mehr Mittel der ersten Wahl bei Diabetes, aber ständig Süßigkeiten essen ist natürlich nicht ok. Habt ihr denn die Werte vom Arzt, also schwarz auf weiß, oder nur das, was sie sagt?

BsigBl(ueWolxf


Ich meine damit die Langzeitzuckerwerte. Messen tut sie selber nicht, obwohl sie ein Gerät dafür hätte.

Laut meiner Schwester haben wir die Werte tatsächlich schriftlich hier. Wir wissen aber alle nicht genau, nach was wir dort schauen müssten, um die Aussagen meiner Mutter entweder zu bestätigen oder zu widerlegen.

Ich frage heute Abend nochmal nach, nur bin ich mir jetzt nicht ganz sicher, ob ich die Werte ohne ihr Wissen irgendwo veröffentlichen dürfte. Da möchte ich mir nichts zu Schulden kommen lassen und sie damit hintergehen. Also am Besten dann bei ihr um Erlaubnis fragen oder wie sieht das aus?

M<onikna^625


Frage doch bei deinem Arzt nach. Im Internet gibt es auch Tabellen diesbezüglich, laborunabhängig natürlich, aber den Referenzwert habt ihr doch.

T+apxs


Da ist zwar hier nicht das Diabetesforum, aber da sich deine Sorgen vor allem um den Diabetes drehen, jetzt mal Klartext.

Ich meine damit die Langzeitzuckerwerte. Messen tut sie selber nicht, obwohl sie ein Gerät dafür hätte.

Wer nicht insulinpflichtig ist (die Frage, ob sie es ist hast Du ja nicht beantwortet) , bekommt von der KK auch keine Teststreifen bezahlt.

Vielleicht liege ich ja falsch, aber Ich habe so den Eindruck, Du gerätst aufgrund der erhöhten Zuckerwerte deiner Mutter in Panik, weil ja in den Medien verbreitet wird, wie schädlich das ist und was das für schlimme Folgen das haben kann, ohne wirklich konkrete Anhaltspunkte zu haben.

Du musst hier auch keine Werte posten. Wie es sich damit verhält, kannst Du alles selbst ergoogeln. Ich gehe mal davon aus, dass Deine Mutter Diabetiker von Typ 2 ist?

Aber mal so als Anhaltspunkt für den Langzeitwert. 6,5 Pozent (48mmol/mol) wäre ideal, der Grenzwert liegt bei 7. Über den genauen Grenzwert sind sich die Ärzte allerdings selbst nicht so ganz einig. Wenn Ihr einen Ausdruck der Laborwerte habt, der Referenzwert steht eigentlich immer dabei.

Sie möchte kein Insulin spritzen, das ist richtig. Sie hasst Nadeln.

Ich habe es so verstanden, dass deine Mutter schon genügend Medikamente nimmt und Du ihr wegen befürchteter Nebenwirkungen weitere ersparen willst. So funktioniert das aber nicht. Man führt den Köper ohne zwingenden Grund kein Insulin zu. Davon abgesehen erfolgt die Insulingabe heutzutage selten durch klassische Spritzen (Strichwort Pen, Insulinpumpe).

Welche Medikamente deine Mutter nehmen soll, kann nur der Arzt entscheiden.

Ich (und da bin ich nicht allein) stehe auf dem Standpunkt, so lange wie möglich mit Tabletten auszukommen.

Durch Metformin hat es noch niemand aus meinem Umfeld geschafft, in den Unterzucker zu gelangen. Durch Spritzen von Insulin sehr wohl.

Stell dir das nicht so einfach vor. Die Menge des zu spritzenden Insulins wird anhand des aktuellen Wertes vor dem Spritzen (Messen!!!) und des geplanten Essens berechnet. Wenn man dann aber aus welchen Gründen auch immer gar nicht, nicht genügend oder das falsche (im Sinne der Kohlehydratverwertung) isst, hat man schnell ein Problem. Wie wollt Ihr das umsetzen? Ich vermute mal, Eure Mutter wird bei dem ganzen Procedere nicht mitspielen.

Laut meiner Schwester haben wir die Werte tatsächlich schriftlich hier. Wir wissen aber alle nicht genau, nach was wir dort schauen müssten, um die Aussagen meiner Mutter entweder zu bestätigen oder zu widerlegen.

Specht auf jeden Fall mit dem Hausarzt, lasst Euch die Werte genauer erklären und die Möglichkeiten der Behandlung.

Und fragt auch nach der Teilnahme an einer Diabetikerschulung. Auch Angehörige können daran teilnehmen. Da wird dann auch erklärt, wie das mit den Süßigkeiten und den verschiedenen Kohlenhydraten so ist. Fett z.B. verzögert die Aufnahme. Überspitzt ausgedrückt ist in diesem Sinne fette Sahnetorte weniger schädlich als Streuselkuchen

Vielleicht geht Ihr dann auch nicht mehr so verbissen mit dem Thema um.

SCil8ber~monxdauge


Taps :)^ :)^ :)^

B|igaBlueWgoVlf


@ Taps

Danke für die guten Tipps und Hinweise :)^

Ja, das ist leider immer wieder ein sehr großes Streitthema bei uns. Daran sollten wir arbeiten und danach schauen, genau zu wissen was jetzt eigentlich Sache ist.

Ich werde vorschlagen, sich in absehbarer Zeit mal gemeinsam an einen Tisch zu setzen und das zu besprechen. Es bleibt nämlich so Einiges was wichtig wäre unausgesprochen und gegenseitige Anschuldigungen und Vorwürfe helfen in dieser Situation überhaupt nicht weiter.

BCigB|lueoWoxlf


Jetzt taucht tatsächlich ein weiteres Problem auf:

Meine Mutter setzt sich wohl mittlerweile über die von ihrem Arzt verschriebene Dosierung bei ihren Tabletten hinweg und nimmt hin und wieder einfach mehr.

Hat mich schon auch etwas schockiert.

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