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Ausbildung zur Fachkraft machen?

Moit{teryn8cht hat die Diskussion gestartet


Guten Abend *:)

Seit Tagen stelle ich mir immer wieder die Frage ob ich eine Ausbildung zur Altenpflegefachkraft starten soll oder doch nicht und hoffe dass mir nun ein paar "Kollegen" bei der Entscheidung helfen können (und verzeiht bitte den langen Text |-o )

Zu mir:

Ich bin 28 Jahre jung, habe vor knapp 7 Jahren meine Umschulung zur Altenpflegehelferin gemacht und habe anschließend auf einem Bereich mit gut 10 höchst demenziell veränderten Menschen allein gearbeitet.

Ich liebe meinen Job und die Arbeit mit den älteren Menschen sehr und was die Rückmeldungen meiner bisherigen Bewohner angeht mache ich auch selbigen garnicht schlecht, ganz im Gegenteil, aber:

Seit März bin ich nun der Liebe wegen in ein ganz neues Bundeland gezogen, von NRW nach Hessen und muss hier feststellen, dass die meisten Betrieben mir für 30h soviel zahlen wie ich in NRW für knapp 20h bekommen habe.

Die einzigen, die gute 1600€ brutto gezahlt haben waren arbeitstechnisch und kollegial nicht zu ertragen, sodass ich seit dem 1.7 bei eben einem kleineren Haus angefangen habe, die grade mal 1300€ bezahlen, sprich am Ende des Monats hab ich knappe 1000€ raus...bei 30h Stunden...in NRW gabs das wie gesagt für 20h...

Aktuell lebe ich mit meinem Partner zusammen und komme daher mit meinem eigenen Gehalt sehr gut aus, aber das liegt zum Großteil leider auch an meinem Partner...er zahlt offiziell die Miete (die halbe Miete zahle ich auf ein Sparbuch, das wir für den Notfall haben, sprich es müssen neue Elektrogeräte angeschafft werden oder mit unseren Autos ist mal was oder, oder, oder), Einkäufe und Co teilen wir uns, meine eigenen Fixkosten (Auto, Versicherung u.ä) trage ich selbst.

Wie gesagt, aktuell bleibt nach Abzug aller Kosten für mich genug übrig bzw warte ich mal ab, was jetzt tatsächlich bei der neuen Stelle unterm Strich raus kommt(bei Steuerklasse 1 die oben genannten 1000€ +/-) aber insgesamt stinkt mir das geringe Gehalt bei der harten Arbeit (nein, bitte keine Grundsatzdiskussion an dieser Stelle), aber da sich Vater Staat/die Arbeitgeber/die Politik nicht groß ändern wird muss ich das wohl selbst tun, denn ich will mich auch nicht ewig auf dem Geld meines Partners ausruhen bzw auch von meiner Arbeit leben können sollte es mal zur Trennung kommen oder gar irgendwelche gesundheitlichen Dinge bei ihm, die mich zum Alleinverdiener machen (an dieser Stelle sei mehrfach auf Holz geklopft!).

Daher meine Überlegung die Ausbildung zu machen und dann die Karriereleiter weiter hoch zu gehen, wo man mehr verdient und es körperlich weniger anstrengend wird, sprich WBL oder sogar EL.

Mit der Frage:

In der PFK Ausbildung durchläuft man einige Einrichtungen wenn ich mich nicht irre, richtig?

Sprich stationäre, ambulante Pflege, Krankenhaus etc....wie schaut das aus, wenn ich dann im Praxisteil bin, denn ich befürchte, dass man mich während der Ausbildung von vorne herein wie eine volle Kraft auf dem Dienstplan mitzählt, da ich ja wie gesagt schon einige Jahre Erfahrung hab und das ja selbst bei ungelernten, wirklich frischen Azubis standard ist (was man auf dem Papier nicht darf und in der Praxis macht, wissen wir wohl alle!)

Auch frage ich mich, wie einfach/schnell ein Wechsel geht, wenn die Einrichtung in der ich den Praxisteil übernehmen soll so absolut nichts für mich tut/ich da nicht klar komme?

Wie schnell gehts nach der PFK_Ausbildung weiter in Richtung WBL-Schule, wie läuft sowas ab, übernimmt so eine Weiterbildung der aktuelle Arbeitgeber, der mich nach meiner Ausbildung einstellt?

Lohnt sich sowas wie WBL tatsächlich finanziell?

Und was mir noch sehr, sehr wichtig ist:

Inwiefern arbeitet man in solch einem Job wirklich noch MIT den Bewohnern?

****

Bisher habe ich meine Ausbildung zur Fachkraft immer von mir geschoben, da die PFKs die ich kennen gelernt hab eher weniger MIT dem Bewohner zu tun hatten, als vielmehr mit dem PC/den Akten, den Ärzten, den Angehörigen, sodass sie oftmals den Bewohner um den es nun geht garnicht mehr kannten und die paar verdienten Kröten für mich allein ausgereicht haben.

Auch was die spätere event. WBL angeht, gruselts mich da eigentlich ein bisschen, denn in meinen fast 7 Jahren in der Pflege hab ich nun gut 3 WBL kennenlernen dürfen und die waren alle meist vollkommen überhäuft mit Arbeit und hatten nie ansatzweise Dienst nach Dienstplan (sprich immer länger da, als sie laut dem Papier sollten/mussten).

Kann mir da irgendjemand ein bisschen die Angst und Sorge vor der Aus- und späteren Weiterbildung nehmen/aus Erfahrung berichten?

Antworten
MZarliex34


Fachkräfte werden dringend gesucht, so dass man dann mehr Auswahl bei Neuorientierung im Berufsleben hat. Unbedingt anuzraten. Zumal die Ausbildungsvergütung nicht viel weniger ist

MViMa6Mauxs


Ich würde dir auch raten die Ausbildung zur Fachkraft zu machen! Gerade wenn du dir vorstellen kannst und den Ehrgeiz hast dich fort- und weiterzubilden :)^ .

In deiner Ausbildung wirst du verschiedene Bereiche kennenlernen. Sollte es in irgendeinem Bereich zu Problemen kommen oder du fühlst dich dort wirklich sehr unwohl, so kannst du sicher mit deinem Praxisanleiter/ WBL oder PDL gemeinsam nach Lösungen suchen. Natürlich ist die Schule dafür auch ein Ansprechpartner.

Wenn du deine Ausbildung absolviert hast, so war es in unserem Haus üblich zwei Jahre Berufserfahrung zu sammeln um dann entsprechend Weiterbildungen zu besuchen. Die Regel war meist sich zunächst zur Praxisanleitung weiterzubilden und dann, je nach Ehrgeiz/ Interesse WBL usw..

Meine Weiterbildung zur PDL wurde komplett vom Arbeitgeber übernommen. Es ist aber noch oft so, dass der Mitarbeiter einen Eigenanteil leisten muss. Häufig in Form von "Stunden" auf dem Zeitkonto oder Verzicht auf Fortbildungsurlaub etc.

Finanziell lohnt sich der "Job" WBL nicht wesentlich...ich wurde damals nach AVR bezahlt und hatte netto ungefähr 100 € mehr raus. Vorteile sind natürlich die selbständige Dienstplangestaltung usw.

Mir persönlich war es damals IMMER wichtig noch selber mit in die Pflege zu gehen!! Einfach, um nicht zu fern ab der "wirklichen" Arbeit zu geraten und um meine Mitarbeiter in ihren Sorgen und Nöten auch immer noch verstehen zu können. Als WBL war mir das sehr wichtig...als PDL ging das allerdings nicht mehr. Trotzdem ist es wichtig, als WBL delegieren zu können! Es macht auch wirtschaftlich keinen Sinn, als WBL jeden- ich sag mal Mist- zu machen, den auch ein Praktikant oder eine Hilfskraft erledigen kann.

Denn dann kommt es häufig zu überlasteten WBLs...die können nämlich oft nicht Arbeit abgeben ;-) .

Ich arbeite (derzeit Elternzeit) in einem großen Betrieb mit mehreren Einrichtungen rund um das Thema Gesundheit. Altenheime, Krankenhäuser und Psychiatrie gehören mit darunter. Die Organisationstruktur ist dort top :)^ . Es gibt kaum Überstunden, die Mitarbeiterzufriedenheit ist hoch und die Bezahlung plus Sonderleistung erfolgtnach Tarif...allgemein hat unsere Holding einen sehr guten Ruf.

Es gibt also auch "gute" Einrichtungen! Man muss sie nur finden. ;-)

1600€ brutto halte ich für Ausbeutung! Da kannst du definitiv auch gleich die Ausbildung machen, denn die Ausbildungsvergütung ist nicht wesentlich geringer.

Bai^rkvenzwweig


auf jeden fall machen!

allerdings DARF man dich nicht als fachkraft händeln, solange du keine bist. sprich: alleinige verantwortung in einer schicht tragen geht nicht. es muss immer jemand da sein, der "über" dir steht

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