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Wie steht ihr zur Situation der Pflegeberufe/ Pflegepatienten?

Aonkaz101


Dass Kassenpatienten , die 18 mal im Jahr wegen Kleinigkeiten zum Arzt rennen, daran schuld

sein sollen, dass Pflegebufe schlecht bezahl werden , ist Unsinn.

Die Ärzte bekommen für einen Patienten im Quartal eine bestimmte Summe, egal wie oft der

Patient in die Sprechstunde kommt.

Selbst wenn Menschen seltener einen Arzt aufsuchen würden, wäre die Bezahlung in den Pflegeberufen

trotzdem schlecht. Meiner Ansicht nach müsste dieser Beruf ganz besonders gut bezahlt werden.

Denn die Arbeit ist anstrengend, körperlich wie psychisch. Und habe sehr viel Achtung vor

Menschen, die diesen harten Beruf gewählt haben.

Aber ich kann an der Misere nichts ändern.

SXüntxje


Übrigens spiegelt diese Faden auch ein klein bisschen das öffentliche Interesse wider.

Wer schreibt hier? Der TE und ein paar Pflegekräfte.

stimmt :)^

und ich wäre bei einem Streik sofort dabei. Von einer neuen Partei halte ich allerdings auch nichts, ich glaube, um eine Partei zu gründen muss schon etwas mehr Inhalt da sein, als das Thema Pflege ;-)

AZnkau10x1


Also, das Interesse an der besseren Bezahlung der Pflegeberufe und die allgemeine Zukunft dieses

Berufszweigs müsste eigentlich bei allen Menschen vorhanden sein. Jeder Mensch muss damit rechnen,

durch Unfall, Krankheit oder Alter mal zum Pflegefall zu werden. Zumindest hat fast jeder irgendwann

einen Angehörigen, der auf Pflege angewiesen ist. Insofern ist es eine Angelegenheit der Gemeinschaft.

Ich würde auch sofort bei einer Demo mitmachen, obwohl ich mich schon vor längerer Zeit dafür

entschieden habe, mein Leben freiwillig zu beenden, falls ich zum Pflegefall werde.

Aber das ist eben meine ganz persönliche Entscheidung.

Ich könnte niemals in einem Pflegeberuf arbeiten, da ich körperliche Nähe nur schwer ertragen kann.

Und so freue ich mich, dass es Menschen gibt, die damit kein Problem haben und sich für diesen

Beruf entscheiden.

Aber ich befürchte, dass sich ohne einen hartnäckigen "Aufstand" der Pfeger-/innen nichts ändern wird.

Die Bezahlung müsste über Steuergelder erfolgen. Das wäre doch eine Option, oder ?

c]lv


Aber ich befürchte, dass sich ohne einen hartnäckigen "Aufstand" der Pfeger-/innen nichts ändern wird.

Die Bezahlung müsste über Steuergelder erfolgen. Das wäre doch eine Option, oder ?

Ja , ein Aufstand ( andere Branchen nennen das Arbeitskampf, oder Streik ) müsste kommen..

Und die Mittel, die zu angemessenen Arbeitsbedingungen benötigt werden, müssten wahrscheinlich über eine Erhöhung der Beiträge zur Pflege/ Krankenkasse beschafft werden, oder tatsächlich durch Steuergelder bezuschusst werden.

Auf jeden Fall wird das auch den Rest der arbeitenden Bevölkerung treffen und das wird dann einen Aufschrei geben...

Und da sollte man einfach die Ohren auf Durchzug stellen.

So machen das jedenfalls andere !

A'nka1x01


Vielleicht gehe ich ja zu sehr von mir aus, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass die arbeitende

Bevölkerung durchaus Verständnis hätte für eine Erhöhung der Beiträge zur Pflege / Krankenversicherung oder

zu einer Steuererhöhung, wenn die Leute sicher wären, dass das Geld dann auch wirklich für die

bessere Bezahlung der Pflegeberufe verwendet wird.

Aus Erfahrung wissen die Menschen, dass diverse Steuern irgendwann in ganz andere Bereiche fliessen,

als ursprünglich geplant. Ich habe ja noch nie verstanden, dass die Politiker so einfach über das Geld

der Bürger verfügen können. Und ich werde es auch nie verstehen.

Und es ist auch eine Tatsache, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil der KV-Beiträge in die Verwaltung

der KV fliesst. Das ist eine Sauerei, mal leger ausgedrückt.

Fnizzlytpuzzly


dass die arbeitende

Bevölkerung durchaus Verständnis hätte für eine Erhöhung der Beiträge zur Pflege /

Beiträge zur Pflegeversicherung zahlt nicht nur die arbeitende Bevölkerung, sondern auch alle Rentner. Diese werden auch dann angerechnet, wenn der Rentner längst in der Pflege ist. Und jede Erhöhung trifft die Rentner genauso wie alle anderen auch. Nur mal als Info.

Ich habe diesen Faden bis jetzt verfolgt. In einem ähnlichen habe ich mich bereits zur Situation der Pflegekräfte geäussert ??ich bin keine Pflegekraft, und nehme trotzdem teil ??. Die Situation für die Pflegekräfte bedarf dringend einer besseren finanziellen Aufwertung, sowie vernünftige Arbeitszeiten usw. Ich stimme hier der Meinung zu, dass die Pflegekräfte sich organisieren sollten/müssen, um evtl irgendwann auch mal politisch gehört zu werden. Denn es ist ein Politikum, mMn. Aber..... wenn sich die Pflegekräfte selbst nicht trauen - verschiedene Gründe wurden hier schon angegeben - wer soll sich denn darum kümmern? Die Alten und Kranken haben keine Kraft. Die Angehörigen haben oft keine Ahnung, sind selbst überfordert oder kümmern sich nicht um den Angehörigen in der Pflegeeinrichtung. Gründe gibt es auch hier viele.

In dem anderen Faden habe ich mitgeteilt, dass hier vor Ort die Einrichtungen wie Pilze aus dem Boden sprießen. Es scheint sich wohl für die Betreiber immer (schon) um eine gute Einnahmequelle zu handeln. Die, die auf der Strecke bleiben sind die Pflegebedürftigen. Und die Pflegekräfte, von denen immer zu wenig da sind. Ergo bleiben alle irgendwann auf der Strecke. Ich denke ich muss hier nicht auf die oft haarsträubenden Zustände eingehen. Und bitte nicht den Eindruck bekommen, dass ich generell alle Einrichtungen und Abläufe verdamme. Nur die "Guten" sind nach meinem Empfinden rar gesät.

Wenn sich etwas ändern soll, müssen die Kräfte an der Basis anfangen. Dann können und kommen sicher mehr Menschen zur Unterstützung dazu. Außerdem könnten so auch die "Unbeteiligten, Unwissenden, Ignoranten" ins Boot geholt werden. Aber das ist nur meine Meinung.

F#eenJmoxnd


Ich bin jetzt seit 1 1/2 Jahren Gesundheits und Krankenpflegerin.

Und mir richtig es ich will raus aus der Pflege.

Werde mich jetzt in naher Zukunft was suchen und Umorientiern.

Es passt alles hinten und vorne nicht.

Nicht nur das man dauernd unter Stress steht nein Patienten und Angehörigen werden immer frecher.

:-(

Man ist nicht mehr im KH sondern Hotel.

Tu mal, Mach mal aber bloß nich sagen

NJey$Graxy


Ich denke alle möglichen Berufe im Bereich der Pflege haben eine gute Zukunft. In Deutschland gibt es mittlerweile mehr alte als Junge Menschen. So steigt der Bedarf an Pflegekräften in Seniorenheimen ungemein an. Der Job ist zwar Verantwortungsvoll und mit allen Wassern gewaschen, aber er ist lukrativ, hat Zukunft und wird in gut 10-20 jahren an Ansehen nur so gewinnen und man hat (meistens) nette Menschen um sich herum, die schon viel erlebt haben.

Mir persönlich gefällt der Job sehr... Ich kann mit Menschen reden, etwas lernen, etwas "mitnehmen" und trozdem sozial sein und anderen helfen. Der Job ist jedoch sehr anstrengen da er Körperliche und Seelischebalstung voraussetzt und man (in der Tat) blöde Schichtzeiten hat, wo man gerne mal Springer spielen darf...

MD!sJs_Delixcious


Ich bin 31 und ebenfalls examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin. :[] Seit 2008 ausgelernt, und war in diversen Krankenhäusern, OP und selbst auch ambulanter Pflegedienst: In allen drei hat sich bestätigt, wie schon damals der Personalmangel 2008 ausgeprägt war. Aber stetig zunehmend bis dato 2017!! Arbeite auf einer Internistischen Station in einen Privat-KH, teils auch Kardiologie dabei. Ich merke, das ich meinen Beruf wirklich sehr liebe. Es ist ein schöner Beruf, soviel Dankbarkeit zu bekommen für Kleinigkeiten, was in dieser Gesellschaft doch schon ausgestorben ist. Kranke Menschen sind sehr sehr dankbar!!!! x:) x:) Der Beruf erfüllt mich!!! Selbst auch der Lohn ist sehr zufriedenstellend für mich!!!! :)^

Leider schlimmstes Thema ist Mobbing. :-/ Immer und immer wieder musste ich es erleben. Nicht in jeder Abteilung/Krankenhaus, aber in vielen. Ich kompensiere das, weil mir meine Patienten so viel geben und mich stärken, mich nicht schlechtreden, als wie die Kollegen, sondern mir viel Lob und Anerkennung schenken. Auch ganz klar hätte ich gerne auch an manchen Wochenenden frei oder feiertags, dann merke ich wie eingeschränkt mein Leben doch ist, durch diesen Schichtdienst. Soziale Kontakte leider kaum vorhanden. :(v Man fühlt sich öfter mal einsam und verlassen.

Die Arbeit ist körperlich zwar schwer - auch psychisch!!! geht einen das ein oder andere doch sehr zu Herzen, doch das ist nicht das was mich persönlich fertig macht (Psyche). Auch ich bin oft nach nur 1!! Tag erschöpft und am Ende. Es ist der Umgang einiger Kollegen, wie sie mit kranken, älteren Patienten reden oder auch handeln. Unverschämt, ohne jegliches Einfühlungsvermögen reden sie mit Patienten, sagen Dinge wie "Die Klingel ist nur für absolute Notfälle da" usw... ??? Ich wundere mich nur warum diese Menschen einen sozialen Beruf gewählt haben, das Geld kann es nicht sein, da man dadurch kein Millionär werden kann.

Und traurig auch, durch Personal - und damit der verbundene Zeitmangel, wie Patienten abgefertigt werden (müssen).

s5unnxy80


Halli Hallo

Jetzt muss ich auch mal was schreiben ...

Ich bin selber ausgebildete Gesundheits und Krankenpflegerin :)

Und ich wusste auch schon vorher worauf ich mich eingelassen habe. Ja ich Liebe meinen Beruf und ja ich habe trotzdem noch Familie und Freunde (nicht nur aus dem Kollegenkreis) .

Seit meiner Ausbildung bin ich in dem gleichen KH angestellt und kann nur immer wieder sagen ....

Es ist durchaus (zumindest für mich) machbar alles unter einen Hut zubringen. (Dreischichtsystem und Feiertags und Wochenende )....

Und ich kann mich auch nicht über mein Gehalt beschweren (zum Glück)....das einzige was mich nervt ist der stetige Personalmangel . Ich wäre sogar bereit auf Lohnerhöhungen zu verzichten ,wenn wir dafür mehr Kollegen auf Station bekämen ;-)

Mit lieben Grüßen

Sunny 80

éjpi(nxe


Der Job ist zwar Verantwortungsvoll und mit allen Wassern gewaschen, aber er ist lukrativ, hat Zukunft und wird in gut 10-20 jahren an Ansehen nur so gewinnen und man hat (meistens) nette Menschen um sich herum, die schon viel erlebt haben.

Lukrativ? Ist das Dein Ernst? :-o

Und nette Menschen? Ich glaub ich mach was falsch.... ;-D

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