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Übernimmt die KK Kosten für Wundversorgung des Rückens?

mEaraA32maqy hat die Diskussion gestartet


Hallo in die Runde, ich bin hier neu und hoffe, dass ich vielleicht hier einen Rat bekomme. Folgendes Problem: Mein Vater ist 87 Jahre und wohnt in einer relativ ländlichen Gegend. Zum Hautarzt fährt er 30 km. Er hat weißen Hautkrebs großflächig auf dem Rücken. Von der Ärztin hat er eine Salbe verschrieben bekommen, die er täglich auftragen soll. Auf die Frage, wie er da ran kommen soll, hatte die Ärztin nur die Antwort, dass sie ihm jedenfalls nicht den Rücken versorgt. Jetzt meine Frage, hätte die Ärztin nicht irgendein Rezept ausstellen können, womit sich mein Vater an einen örtlichen Pflegedient wenden könnte? Oder ist das wirklich so, dass er dafür allein verantwortlich ist, wer die Wunden bzw. wie die Wunden versorgt werden. In seiner "Not" hat er beim Roten Kreuz angerufen und dort wurde gesagt, es wird eine Schwester täglich vorbeigeschickt, er muss die Kosten aber allein tragen. Ich kann das gar nicht glauben. ( Wohne selber 130 km weit weg.)Was würdet ihr machen, die Krankenkasse befragen, noch mal bei der zuständigen Ärztin anrufen oder muss er das so hinnehmen. Freue mich, wenn mir irgendjemand einen Tipp geben könnte. Ganz vielen Dank im Voraus.

Antworten
FGizazl,yupuzxzly


Hallo mara,

Ich finde die Art und Weise der Hautärztin im Umgang mit deinem Vater mehr als beschämend. Die Salbe die er braucht muss/kann aber auch der Hausarzt verschreiben. Dann wäre es eine Erleichterung für deinen Vater, wenn das Rezept direkt zur Apotheke geschickt und das Medikament von der Apo zu deinem Vater gebracht wird. Hier machen das alle so. Wenn dein Vater das nicht organisieren kann, sprich mit seinem Hausarzt und such dir eine Apo in seiner Nähe aus. Da dein Weg sehr weit ist, kannst Du das auch zunächst tel. ansprechen.

Leider ist es so, das jede noch so notwendige Leistung privat bezahlt werden muss. Nur Hausbesuche und Behandlungen durch den HA werden immer von der KK übernommen.

Ruf deshalb unverzüglich bei der KK deines Vaters an und lass dir einen Antrag für die Feststellung in eine Pflegestufe zusenden. Umgehend ausfüllen und zurück senden. Nach Feststellung wird das rückwirkend ab Antragstellung oder ab Folgemonat gewährt. Im Moment habe ich die Fakten nicht parat. Damit Du für deinen Vater das auch aus der Ferne regeln kannst, sollte dir dein Vater eine Vollmacht dafür unterschreiben. Diese Auskunft wird dir auch von der KK gegeben, wenn Du fragst.

Wenn dein Vater noch oder ab und an zur onkologischen Nachsorge in die Klinik muss, hat er ein Recht auf Beförderung durch ein Taxi. Auch hier die KK mit Fragen löchern. Im Normalfall muss die Klinik den Taxischein für die Hin- und Rückfahrt ausstellen. Hole für deinen Vater alles an finanzieller Hilfe und Unterstützung raus was ihm zusteht. Umsonst und schon gar nicht aus Nächstenliebe, wird kein noch so kranker Mensch behandelt.

Sollte dein Vater in der Nachbarschaft eine vertrauensvolle Person kennen die ihm evtl hilft, ein Versuch wäre es wert diese anzusprechen. Wenn Du noch Fragen hast, nur zu. Alles Gute.

BCenitxaB.


Kann er sich denn bewegen?

Mein Vater mußte sich auch immer auf dem Rücken eincremen. Er hat die Creme an den Türrahmen geschmiert in entsprechender Höhe und sich die Creme dann auf die Haut geschubbelt. Das klappte hervorragend.

S8chmsidti87x0


Es gibt auch solche Cremehilfen mit Stiel. Hatte ich mir mal von Tschibo gekauft nach ner Schulter OP. Allerdings bedingt auch das noch eine gewisse Beweglichkeit....

MXoniBkax65


hätte die Ärztin nicht irgendein Rezept ausstellen können, womit sich mein Vater an einen örtlichen Pflegedient wenden könnte?

Es gibt keine Rezepte zum Verabreichen von Medis. Der Pflegedienst wird kostenpflichtig für ihn, wenn er keine Einstufung hat. Was hattest du erwartet? :-/

Rthe2lxia


Häusliche Behandlungspflege kann verordnet werden, auch ohne Pflegestufe.

Frage bei der Krankenkasse nach und weise die Ärztin darauf hin.

B)riLSchMxo


Auch ohne Pflegestufe kann ein Arzt deinem Vater die häusliche Behandlungspflege (mit Angabe der Gründe) verordnen und dann wird es auch von der Krankenkasse übernommen.

Ich habe es bei der Dekubitusbehandlung meiner Mutter erlebt. Und in der Nachbarschaft bekommt eine alleinstehende alte Dame auf Verordnung ihres Hausarztes täglich ihre Kompressionsstrümpfe morgens angezogen und abends wieder ausgezogen.

Hier in dem Link wird das auch erklärt. Aber es gibt viele Seiten im Internet, wo das nachzulesen ist.

[[http://www.hauspflegeverein-bielefeld.de/de/finanzierung/krankenversicherung/behandlungspflege]]

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