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Pflegestufe aber er will es nicht

P;exddi


Deine Worte beschreiben unsere Situation ziemlich gut.

Darum ist es wichtig, dass ihr offen mit ihm redet. Alles andere hat keinen Sinn. Denn sonst kommt der MDK und er erzählt dem Arzt, dass es noch alles alleine hinkriegt. Man glaubt gar nicht, was die älteren Herren dann noch so alles meinen zu können. Das ist aber nicht böse gemeint. Ich meine damit, erst muss die Einsicht kommen, dann muss die Akzeptanz kommen und dann muss der Wille kommen, sich von anderen Menschen helfen zu lassen. Und da hilft nur reden. Rechtlich würde auch nicht helfen, wenn es das so gäbe. Dann würde er sich immer noch nicht von Fremden helfen lassen. Er muss auch wollen. Das ist nun mal so.

e%l\ma2D9


Wenn die Kinder sich die Unterstützung aufteilen könne, ist es doch gut so.

Es nagt aber auch an unseren Kräften. Immer dann wenn wir arbeiten oder den größten Stress haben, muss er zum Arzt oder die Tabletten sind alle oder er will einkaufen. Das alles sofort. Er ist ja schon nicht mehr mobil

WNalk5ingG?hosxt


@ elma29

Wenn er sich weigert, seinen Pflegegrad feststellen zu lassen und Pflegegeld zu beantragen, dann stellst du ihm den entsprechenden Pflegegeldbetrag für eure Dienstleistungen eben in Rechnung. Vielleicht fällt ihm dann mal plastisch auf, dass er die Belastungen nur auf euch abwälzt, damit seinem persönlichen Ehrgefühl Genüge getan wird.

Ansonsten könnte man noch gerichtlich einen Betreuer bestellen lassen.

P7edxdi


Nein. Der Vater ist nicht Unmündig.

Aber wenn du die finanzielle Möglichkeit hast dann könntest du privat jemanden finanzieren, der den Vater fährt und ihm hilft. Das wäre für den Vater auch der Einstieg sich helfen zu lassen.

WCalkSingXGhosxt


@ Peddi

Nein. Der Vater ist nicht Unmündig.

Die Bestellung eines rechtlichen Betreuers ist keine Entmündigung. Das eine wurde 1992 durch das andere ersetzt.

C{he


Um es im Guten zu versuchen, könntet ihr damit argumentieren, daß die Pflegestufe, bzw der Pflegegrad, eine reine Formsache sind für den Fall, daß Ihr selbst mal verhindert seid. Man kann dann zwar noch schnell einen Antrag stellen, da die Pflegeleistungen dann ab Antragstellung rückwirkend geleistet werden, aber gerade in der Situation hat man da anderes zu tun.

Habt Ihr eine Vorsorgevollmacht?

Der Tip von Walking Ghost geht in die richtige Richtung.

Es ist egoistisch und auch dumm, wenn er Euch auf den Kosten sitzen läßt. Wenn er dereinst in eine Pflegeeinrichtung müßte, wäre genau das Geld, welches er jetzt auf Eure Kosten spart, ratz fatz aufgebraucht.

Seid Ihr euch einig?

C]hxe


Aber wenn du die finanzielle Möglichkeit hast dann könntest du privat jemanden finanzieren, der den Vater fährt und ihm hilft.

Warum sollte sie das selbst bezahlen??

Wenn er dem zustimmen soll, müssen die Kinder ja irgendwie begründen, warum sie selbst nicht können.

Dann jedoch sollte er wirklich nicht erwarten, daß die Kinder den Ersatz- Service bezahlen.

Cxhe


Übrigens fände ich den Faden im Unterforum Altenpflege viel besser platziert, da hast Du sicher mehr Feedback von ebenfalls Betroffenen.

Eine Verschiebung ist ganz einfach, kurze Meldung an die Moderation genügt.

e0lm;a2x9


Kannst du das bitte machen Che? Du bist doch offenbar Moderator.

Eqhemaleige.r Nutze^r (#42170x3)


Faden verschoben.

T2aps


Wie kommt man darauf, dass für Dienstleistungen die Allgemeinheit aufzukommen hat?

Soweit ich das anhand der wenigen Infos verstanden habe, benötigt der Vater eine Haushaltshilfe und keine Pflege. Ihr könnt es natürlich probieren, aber ich denke nicht, dass es überhaupt auf einen Pflegegrad hinauslaufen wird.

Und geschäftsunfähig wird der Mann sicher auch nicht sein, so dass eine gerichtlich angeordnete Betreuung gerechtfertigt wäre. Und ich glaube kaum, dass der Betreuer den Herrn durch die Gegend kutschieren würde.

Natürlich soll der Vater nicht verhungern. Aber in meinen Augen ist es völlig normal, dass man sich –in welcher Form auch immer- um die Belange betagter Eltern kümmert, also im Haushalt hilft, Wege erledigt und Fahrdienst spielt.

Obwohl meine Mutter längst im Pflegeheim lebt, was meinst Du, wie oft ich heute noch alles stehen und liegen lasse und mich auf den Weg zum Bahnhof mache, weil wieder jemand meine Unterschrift braucht.

Lasst Euch vom Vater deines Mannes die Aufwände erstatten oder besorgt ihn auf seine Kosten eine Haushaltshilfe, wenn er es zulässt.

Wenn er dass alles nicht einsieht, muss er mit der Einschränkungen leben, dass ihr die Dinge erledigt, wann ihr Zeit habt. Oder der Mann muss sich ein Taxi rufen.

Ich sehe erst mal nichts, was man sonst tun könnte.

P'radaWT(eu7fexl


Nach einem Pflegegrad hört sich das für mich erstmal auch nicht an, sondern eher danach, dass er eine Haushaltshilfe benötigt und vielleicht mal ein Taxi zum Arzt.

Könnte es sein, dass er letztendlich einfach nur einsam ist und froh ist, wenn er euch wenigstens dann zu solchen Gelegenheiten regelmässig sieht?

Für einen Pflegegrad müsste schon etwas mehr im Argen sein, als nicht mehr mobil zu sein. Kann er sich noch komplett allein in seiner Wohnung versorgen? Anziehen? Sich waschen? Nahrung zubereiten und zu sich nehmen? Ist er orientiert? Findet er sich in seinem Alltag grundsätzlich noch allein zurecht - oder wirkt er schon leicht dement?

Wenn das alles noch gut funktioniert und es eigentlich nur um's Einkaufen geht und die Fahrerei zum Arzt kann ich irgendwie verstehen, dass er sich gegen einen Pflegegrad wehrt.

Ich verstehe im Gegenzug aber auch, dass das für euch zeitlich nicht immer so schaffbar ist. Aber... ist der Vater und es geht "nur" um Fahrten zum Arzt und um's Einkaufen. Richtig?

Ich würde ihm erklären, das ihr gerne dazu bereit seid, er sich aber wenn möglich ein Stück weit nach euch richten muss. Sprich, Arzttermine möglichst am Nachmittag und wenn es mal nicht anders geht, auch mal mit dem Taxi. Einkaufen könnt ihr ja dann, wie ihr Zeit habt.

Wie ist er finanziell gestellt? Könnte er sich einmal die Woche für 2 Stunden einen Haushaltshilfe leisten, die mal durchwischt und das Bett bezieht und vielleicht ne Maschine Wäsche anwirft?

e3lUm<a29


Er will weder Haushaltshilfe noch Pflegedienst und niemand fremdes ins Haus lassen.

Srhei'laxgh


Er will weder Haushaltshilfe noch Pflegedienst und niemand fremdes ins Haus lassen.

...na, DANN muss er sich eben auch genau mit dem Umfang und Timing der Hilfe die von Euch kommt zufriedengeben, und den Rest selbst erledigen. :=o

Er kann ja nicht alles haben.

PwradaeTeuxfel


Das sehe ich wie Sheilagh. :)^

Wenn er das alles nicht möchte, dann muss er sich eben nach euch richten. Danach, wie ihr Zeit habt und ihn unterstützen könnt. Einkaufen am Wochenende, nicht wenn er das wünscht und Arzttermine so gut es geht nach Feierabend.

Macht ihr denn sonst noch was mit ihm? Besuche, Ausflüge o. ä.? Also über die Hilfe hinaus?

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