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Mögliche Demenz oder Schlaganfall. Pflege zu Hause

y1ess!esnexee hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

Also wie in der Überschrift schon erwähnt, geht es um Demenz bzw Schlaganfall. Also der Vater meiner Freundin ist fast 85. Er wurde am Donnerstag letzter Woche in eine Klinik gebracht, weil sein Harn dunkelbraun war und er auch inkontinent wurde. Er war stark dehydriert. Hat vergessen zu trinken und teilweise auch zu essen. Im KK wurde er untersucht. Es kam eine Lungenentzündung heraus von der er sich gerade ein bisschen erholt hat und eine Darmentzündung.

Zur Vorgeschichte.

in den letzten 3-4 Monaten immer mal wieder vergessen welcher Wochentag ist. Das kam uns schon nicht normal vor. Dann hat er seinen Enkel mit dem Sohn seiner Schwester verwechselt. Der Sohn der Schwester ist 50 Jahre alt und hat einen anderen Namen und ist weiß. Der Sohn meiner Freundin ist 18 Jahre alt und ist schwarz. Ich erwähne dies nur wegen der Diskrepanz.

Weiterhin hat er einen sehr starren Tagesablauf, der nun völlig durcheinander war. Regelrechte Rituale fanden nicht mehr statt. Es hat an nichts Interesse. Starrt nur noch leer gerade aus. Wenn man ihm sagt das es Sonntag statt Montag ist grübelt er mitunter stundenlang darüber nach. Er hat aber wieder diese Momente wo ein außenstehender nichts bemerken würde.

Im KK sagen die Schwester was er doch für eine Charmeur sei und immer so nett lächelt. Ich kenne ihn nur als Brutler....Äh Meckerer.

So, am Freitag soll er entlassen werden. Meine Freundin ist selbständig und als Friseurin mit Terminen voll wegen Ostern. Wir wollten nächste Woche in den Urlaub fliegen was jetzt natürlich nicht geht. Zum Glück ist ihre Schwester gerade hier die 800km weit entfernt wohnt. Sie kann aber nur noch bis Freitag. Hatte eh schon um 7 Tage verlängert. Nun kann ihr Vater zu Hause vielleicht einigermaßen zurecht kommen. Aber er vergisst zu kochen und zu trinken. Autofahren will er auch noch. Hatte vor 2 Wochen seine eigene Schwester (82j)knapp verfehlt. Stopft Kaffefilter mit Pulver direkt in die Kanne statt dem Filter. etc etc

Nur was kann man kurzfristig machen? Er kommt alleine nicht zurecht. Das meinte auch die Ärztin. Das KK hat aber keinen Neurologen der etwas dazu sagen könnte. Meine Freundin ist überfordert. Sie hat durch ihr Geschäft schon viel am Hals. Ihre Schwester ist auch nicht belastbar. Ich versuche ihr unter die Arme zu greifen. Aber alle Infos muss ich ihr aus der Nase ziehen.

Sie haben auch schon mit dem sozialen Dienst geredet. Keine Ahnung was dabei herum kam. Vor allem für die kurzfristige Pflege.

Ich brauchte mich bisher nie mit diesem Thema auseinandersetzen.

Wie ist eure Erfahrung oder besser. Was kann kurzfristig gemacht werden?

Danke schon einmal

Antworten
yRessesxneee


Ach so. Ich erwähnte den Schlaganfall weil wir nicht wissen, ob die Demenzähnlichen Symptome von der Dehydrierung kommen oder ob er einen Schlaganfall hatte. Kein Neurologe im KK eben. Und ob die Symptome mit Flüssigkeit besser sind kann ich nicht wirklich beurteilen. Ich muss mir wohl selber ein Bild machen.

S9üLnOtxje


was beim Gespräch mit dem Sozialdienst herum kam, wäre schon interessant ;-)

Dieser ist ja für die Einleitung weiterer Maßnahmen zuständig, falls die Familie damit überfordert ist. Also hör doch erstmal, was mit dem Sozialdienst verabredet ist?

ykessues~neexe


Muss ich heute Abend gleich machen. Ich merke nur alle sind überfordert. Ich habe mal diverse Adressen ausgedruckt. Auch zahlt ihr Vater in "irgendeine" kirchliche Einrichtung ein. Ich weiß klingt diffus. Aber meine Freundin hat kaum Ahnung über die Finanzsituation ihres Vaters oder was er an Rente bekommt, um abschätzen zu können was evtl auf die zu kommt.

Sie wissen was sie evtl bekommen könne (Pflegeversicherung etc) aber irgendwie kommen wmir die Geschwister gerade sehr hilflos vor. Vor allem weil keine Neurologe den Vater bisher gesehen hat. Und seit dieser Woche auch kein Arzt. Das war alles letzten Donnerstag bzw Freitag

R5helixa


Beantragt mit dem Sozialdienst einen Pflegegrad.

Ihr habt die Möglichkeit, ihn zunächst in Kurzzeitpflege zu geben.

Allerdings wäre eine neurologische Abklärung zuvor dringend notwendig.

HNypePrxion


Nur was kann man kurzfristig machen? Er kommt alleine nicht zurecht.

Verlegung in eine Akut Geriatrie. Wenn er Potential hat, es viele Baustellen gibt könnte er geriatrisch komplex werden und ca 2 Wochen bleiben und 20 Physio/Ergo Behandlungen bekommen um wieder auf die Beine zu kommen.

Haypefri^on


Z.B.

[[http://www.petrus-krankenhaus-wuppertal.de/medizin/kliniken/klinik-fuer-geriatrie/akutgeriatrie/]]

[[http://www.klinikum-bochum.de/akutgeriatrie-marien-hospital-wattenscheid.html]]

[[http://www.evkk.de/kliniken/akutgeriatrie-und-fruehrehabilitation/]]

Dort wird auch die häusliche Situation besprochen, Hilfsmittel für zu Hause besprochen, Pflegedienste organisiert, notwendige Schritte vom Sozialdienst eingeleitet.

yHe)ssesDneexe


Also Danke erst einmal für die Antworten. Es soll endlich ein Neurologe hinzugezogen werden. Bis Montag bleibt er deswegen wohl in der Klinik. Er meint ja immer noch fit zu sein. Dabei weiß er nicht einmal genau warum er im Krankenhaus ist....

Es wird gerade herumtelefoniert nach einer Kurzzeitpflege. s scheint sich wohl jetzt in planbare Bahnen zu lenken. Ich berichte wie es weiter geht.

y*esse?sneee


Mal ein Update:

Also er war wieder im Krankenhaus. Beidseitige Lungenentzündung mit Rippenfellentzündung. Nun ist er seit einer Woche wieder daheim. Hat einPflegebett und der soziale Dienst kommt 2 mal am Tag vorbei. Eine der Töchter kümmert sich tagsüber. Abends kommt meine Freundin dazu.

Problem: Er trinkt viel zu wenig. Gestern mal gerade 4 mal am Tee genippt. Nix gegessen. Die 3 Tage davor hat er gegessen. Nun hat er wieder Schmerzen. Er greift sich mit der Hand ans Genick und an die rechte Seite auf Rippenhöhe. Ins Krankenhaus will er nicht. Hat seit 4 Tagen keinen Stuhlgang mehr. Wenn man ihn fragt ob er Schmerzen hat kommt ein NEIN. Und dann wird man angegoscht wie man hier sagt. Dann später sagt er es tut ihm was weh. Aber er sagt nicht was. Dann fragt man ihn was er will. Gesund werden sagt er. Dann sagt man das er dazu trinken muss und essen. Will er dann aber auch nicht. Meine Freundin und ihre Schwester sind verzweifelt weil sie nicht wissen was tun. Notarzt mault nur rum und Hausarzt kommt nicht heim.

Er hat eine Patientenverfügung, wonach keine Lebensverlängernden Massnahmen durchgeführt werden dürfen. Soll man ihn einfach verdursten lassen ???

jnerxi


Nein, ihr müsst ihr nicht verdursten lassen. Ich denke, ihr sollte dem Hausarzt klipp und klar sagen, dass der Mann dehydriert ist und nach Infusionen fragen. Das geht zu Hause.

Lebensverlängernde Maßnahmen unterlässt man nur, wenn sie einen unvermeidbaren Sterbeprozess und Leid verlängern würden.

yYess'e5snZeexe


Danke schon einmal. Ich hoffe der kommt dann auch.

Stünetje


was macht denn seine Demenz?

yZessJensnexee


Immer mal wieder so Phasen. Er vergisst schlicht zu essen und zu trinken. Dann hat er wieder helle Phasen, da scheint er ganz normal. Deswegen haben die Töchter auch so Probleme sich ein Bild zu machen.

yless5esnxeee


Heute Abend kommt auch ein Arzt der ihm eine Infusion gibt. Morgen früh dann auch. Kann man eigentlich auch selber glaube ich. Soviel ich weiss muss die Nadel nur unter die Haut.

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