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Erstehilfemaßnahmen bei einem Notfall

S*ünyt]je


Ich bin Krankenpfleger und leider muss ich sagen, das Pateintenverfügungen grundsätzlich immer ignoriert werden!

das stimmt so einfach nicht

RLhel)ia


Der Punkt ist doch der - wer kann in der Notfallsituation entscheiden, ob die Verfügung jetzt greift?

Wenn es um die Einstellung von lebensverlämgernden Maßnahmen geht, wird das "in Ruhe" kommuniziert.

Wenn ein Patient seit Tagen präfinal dämmert, ist auch klar, dass dann keine Reanimation begonnen wird.

Aber, wenn ein Patient -nicht absehbar- vom Stuhl fällt, entscheide ich es ganz sicher nicht.

Und das war ja das Anliegen des TE. Was tun, wenn ein Bewohner bewusstlos wird? Und da der TE wahrscheinlich Hilfskraft ist oder einen nichtmedizinischen Beruf hat, ist klar was zu tun ist. Lebensrettende Sofortmaßnahmen, bis jemand da ist, der die Verantwortung einer entsprechenden Entscheidung tragen kann und darf.

HYype2rion


Hm

Ich bin Krankenpfleger und leider muss ich sagen, das Pateintenverfügungen grundsätzlich immer ignoriert werden!

Das kann ich aber so jetzt auch nicht bestätigen. Das habe ich bisher noch nicht erlebt.

HTypeLrion


Um auf den TE zurückzukommen. So wie Rhelia sagt.

Und das war ja das Anliegen des TE. Was tun, wenn ein Bewohner bewusstlos wird? Und da der TE wahrscheinlich Hilfskraft ist oder einen nichtmedizinischen Beruf hat, ist klar was zu tun ist. Lebensrettende Sofortmaßnahmen, bis jemand da ist, der die Verantwortung einer entsprechenden Entscheidung tragen kann und darf.

B"la?ckTIonxi


Ich schließe mich Hyperion, Rhelia und fuersti an. Außerdem sollte der TE sollte einen Erste Hilfe oder LSM Kurs (Lebensrettende Sofortmaßnahmen) besuchen. Im diesen beiden Notfällen würde ich die entsprechenden Maßnahmen einleiten, einer weiteren Person den Auftrag geben die Akte des Patienten zu besorgen und sie dem hinzugerufenen Notarzt vorzeigen.

Aber ehrlich gesagt weiß ich nicht wer, außer dem Notarzt, die Befugnis hat die Maßnahmen zu beenden. Darf ein Altenpfleger nach Überprüfung der Pat. Verfügung in diesem Fall selbst entscheiden, dass die Reanimation beendet werden darf bzw. sie gar nicht erst durchgeführt werden soll?! Ein Arzt muss so oder so hinzukommen um im Falle des Todes diesen feststellen. Wie fuersti schon geschrieben hat und ich das eben auch so aus dem Rettungsdienst kenne, dürfen die Rettungsdienstler das nicht entscheiden- außer bei sicheren Todeszeichen.

@ Süntje

würde die Beine hochlagern bei Bewusstlosigkeit

Bitte nicht! Eine bewusstlose Person mit Atmung sollte in die Seitenlage gebracht werden. Ohne Atmung beginnst du mit der CPR.

S_üntxje


@ Blck Toni

wir sprachen von Bewohnern im Heim.

Wieviele alte Menschen haben eine Synkope, weil ihnen der Blutdruck versackt? Beine hoch und die Mehrzahl ist wieder da, hilft das als Sofortmaßnahme nicht, dann in die stabile Seitenlage.

Zum Rest sag ich jetzt nichts mehr, ich sehe nicht, wieso eine Verfügung nur Ärzte betreffen sollte, das habe ich anders gelernt, seis drum

SUte[f97


Zuerst mal danke für eure Antworten. Ja ich werde ein Erste-Hilfe-Kurs nochmal absolvieren. Bin mir noch zu unsicher.

In der Patientenverfügung steht der Wille des Verfassers (d.h. im Pflegeheim der Bewohner welches eins verfasst hat). Da kann beliebiges drinstehen. Und wenn man diese als Arzt bzw. pfleger missachtet, wird es strafrechtliche Folgen haben. Denn das Gesetz schreibt es vor das die Verfügung nicht misachtet wird. Wenn jetzt ein Bewohner in dieser Patientenverfügung reingeschrieben hat, das Wiederbelebungsmaßnahmen sowie KH-Einweisung nicht mehr erfolgen sollen/dürfen, dann muss man sich auch daran halten.

Als PFK sollte man besser wissen wer eine hat und was in etwa drin steht fals ein Notfall ist (ob erlaubte/nicht erlaubte Reanimation, KH-Einweiseung,...), und es dort um Leben und Tod geht. Natürlich wird man zuerst die betroffene Bewohner versorgen, und nicht in die akte schauen, das wäre mehr als grob fahrlässig. Die PFK wird trotzdessen den Notarzt rufen, weil es schließlich die Entscheidung des Notarztes ist, denn mehr können wir nicht machen.

H>ypeJrioxn


Ja ich werde ein Erste-Hilfe-Kurs nochmal absolvieren. Bin mir noch zu unsicher.

Unbedingt. Das gibt dir die nötige Sicherheit.

Es gibt auch viele Bücher zu dem Thema oder Google mal. Je besser dein Wissen ist, desto sicherer fühlst du dich auch 8-)

D'espeIro


Ich finde es schwierig, denn Patientenverfügungen müssen auf die Situation genau passen.

Bei uns wurden (meist präfinale Patienten) Patientenakten mit einem dicken DNR (do not reanimation) markiert. Daran wurde sich immer gehalten, aber das war auch auf Station (KH).

Im Krankenhaus ist es eigentlich Pflicht einmal im Jahr ein REA-Kurs (basic life support) zu besuchen. Bei euch nicht? Erste Hilfe ist umfangreich. Hier steht nicht nur REA im Vordergrund.

Sonst stimme ich Rhelia auf Seite 1 zu. Sie hat den Vorgang super erklärt. :)^

Sgtefx97


Ich habe bisher 1nen Erste-Hilfe-Kurs von der Berufsschule aus absolviert, welcher aber schon 2 Jahre her ist. Bei meiner Einrichtung bekommen nur manche PFKs Erste-Hilfe-Kurse, nichtmal alle, was ich echt scheiße finde. Ich bin noch Auszubildender und hatte bis vor kurzem noch nie einen "Notfall". Und das meiste eigentlich vom erste hilfe kurs vor 2 Jahren vergessen.

Ja das mit dem über alle Patientenverfügungen bescheid wissen ist schon schwierig. Ich würde dann nur die mir merken, welche für ein Notfall relevant sind. Oder mit den Markierungen, wie Despero geschrieben hat, ist schon ne gute idee.

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