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Was tun? Meine Mutter war schon für fast Tot erklärt.

l#itBtl^e--kxey hat die Diskussion gestartet


Mit meiner Mutter, die nach 6 Herzinfarkten, einer geglückten und einer missglückten Herz-OP nun im Pflegeheim liegt, ging es auf einmal stark bergab. Sie ist schwer dement, kann sich nicht mehr artikulieren und muss komplett umsorgt werden.

Eines Nacht hat mal soeben eine Nachtschwester entschieden meine Mutter ins Sterbezimmer zu schieben, wo ich micht sehr erboste. Man erklärte mir es wäre der "Raum der Stille" und kein Sterbezimmer. Daraufhin erwiederte ich, dass es nachts kein Anlass dazu gibt, da ja die alten Herrschaften ja keine Party mehr machen und ein Arzt hätte am nächsten Morgen eine Entscheidung treffen können.

Dazu erwähnt: Meine Frau arbeitet auch in diesem Heim.

Einige Tage darauf kam die Hausärztin zum regelmäßigen Visite (die beste Freundin eines Heimes) und wurde gebeten mich zu kontaktieren, dass meine Mutter wohl sterben würde. Die Ärztin rief mich an und sagte: Gehen Sie davon aus, dass es in den nächsten 3 Tagen soweit sein wird.

Einen Versuch möchte sie natürlich noch starten und sie an den Tropf mit hängen um Flüssigkeit zuzuführen, da sie kaum noch trinkt. Auch die lebensnotwendigen Medikamente wie ASS etc. wurden abgesetzt, da meine Mutter schon im Halbkoma lag.

Nach 3 Tagen der Flüssigkeitszufuhr ging es nur noch bergauf, nach 5 Tagen hat man sie in ihr normales Zimmer zurück gebracht und seit gestern sitzt sie wieder im Speisesaal, ißt und trinkt selbständig (wenn man ihr den Becher auch nah genug ran stellt, was nicht Standard ist).

Da mir ja nun viele Zustände durch meine Frau bekannt sind und 60 % der Schwestern definitiv zu faul sind ihre arbeiten ordnungsgemäß zu erledigen, behaupte ich nun "Meine Mutter war verdurstet".

Was nun tun, meine Frau hat Angst ihren Job zu verlieren, da sie mir viel berichtet?

Lass ich alles durchgehen, könnte sie enden wie schon einige vor Ort... laut Hausärztin "Altersschwäche etc."

Die Berichte in den Medien sind keine Übertreibung sondern Untertreibung, Menschen sterben, werden auch geschlagen, liegen im Urin und Stuhl und keiner ist verantwortlich.

Alle die sich erheben sind entweder Lügnerinnen oder dement, die Vorgesetzten decken den Hintern, Berichte werden korregiert. Und wehe man kritisiert als Angehöriger die Zustände oder Pflegekräfte.......

Ich stecke in einer Zwickmühle, auch Behörden unternehmen nichts, ganz im Gegenteil, die weisen das Heim daraufhin, dass sie aufpassen sollen. Alte Menschen sind soooooo machtlos und unterworfen.

Antworten
I@cho_ToklIot


Was spricht dagegen, deine Mutter in ein anderes Heim zu geben ?


Wenn sich niemand traut, die Misstände aufzuklären, wird es immer so weiter gehen.

l<it=tle-,key


Der Gedanke ein anderes Heim ist gut.

Aber viele ehemalige Mitarbeiterinnen haben auch schon gewechselt und bestätigt, es ist nicht besser.

Und dann erfahre ich nur nichts mehr.

Und wenn ich alles offen lege, kann ich meine Frau beim Sozialamt anmelden?

Eine ehrliche und anonyme Anlaustelle wäre denkbar.

MgiMaMpaus


Was sagt denn das Heim dazu? Stationsleitung? Pflegedienstleitung?

F(lamecQhnen<79


Was sagt denn das Heim dazu? Stationsleitung? Pflegedienstleitung?

ganz genau, ich würde es dringend ansprechen.

Ist echt blöd,wenn man dem Heim vertraut- das ist wirklich eine ganz schlimme Vorstellung.

Wenn deine Frau dort arbeitet, besteht dann nicht die Möglichkeit, dass sie explizit drauf achtet, dass sie genügend Essen und Trinken bekommt? (das hilft zwar in dem Falle nur deiner Mutter und andere Menschen leiden weiterhin...) Ansonsten würd ich eben täglich hinfahren und selbst dafür sorgen,dass sie ausreichend versorgt ist (auch wenn das natürlich nicht der Sinn einer Betreuung im Heim ist)

Eine andere Möglichkeit - sofern es für euch in Frage käme- die Mutter nach Hause holen, Pflegedienst kommen lassen und noch eine "liebe Rentnerin" oder Arbeitslose suchen, die sich ehrenamtlich (oder für einen kleinen Obulus) um die Mutter kümmert.

So wurde das mit meiner Oma gemacht. Sie wohnte weiterhin auf ihrem Bauernhof ( meine Tante mit Familie wohnen auch da) Morgens und Abends kam der Pflegedienst und in der Nachbarschaft wohnte eine Arbeitslose,die sich liebevoll ein paar Stunden am Tag/ in der Woche um meine Oma gekümmert hat (Zeitung vorgelesen und so). Meine Oma ist mit 91 dann gestorben.

Sie war mal kurz im Heim als meine Tante im Urlaub war und die Zustände dort waren auch :(v ich habe sie da mal 17 Uhr besuchen wollen und da lag sie NOCH vom Mittagsschlaf im Bett. In den 3 Wochen baute sie derart ab,dass wir dachten, sie verlässt das Heim nicht lebend.

Zu hause hat sie sich dann recht schnell wieder erholt.

l;ittle-xkey


Die Heim- sowie Pflegedienstleitung verbitten sich solche Beschuldigungen...

Zitat:

"Wie haben ausgezeichnetes und fleißiges Personal...."

SPüntaje


warum soll sie denn noch nicht sterben dürfen?

Schwer dement, kann sich nicht artikulieren und muss komplett versorgt werden? Wäre es nicht ein Segen, wenn sie sterben dürfte?

SJapxienxt


warum soll sie denn noch nicht sterben dürfen?

Schwer dement, kann sich nicht artikulieren und muss komplett versorgt werden? Wäre es nicht ein Segen, wenn sie sterben dürfte?

genau das habe ich beim Lesen des Textes auch gedacht.

Aber in Deutschland "darf" man ja nicht einfach sterben. Entweder, weil man noch Geld einbringt oder weil Angehörige nicht loslassen wollen.

Ich finde es, sorry, anmassend, alle Pflegekräfte hier als "stinkend faul" zu verurteilen. :-o Ich weiss, dass die Umstände in Pflegeheimen nicht immer dem entsprechen, was man sich wünschen würde. Das will ich gar nicht abstreiten. Aber hier nur herumzuschimpfen und über das Personal zu hetzen finde ich echt daneben. >:(

Wie alt ist denn Deine Mutter überhaupt? Und weshalb gehst Du nun eindeutig davon aus, dass sie dehydriert war? Die Sache mit dem "Sterbezimmer" kann ich nicht beurteilen, so etwas ist mir bis zu dieser Schilderung bisher nicht bekannt gewesen. Andererseits kann ich verstehen, dass "Sterbende" aus dem Zimmer in ein anderes Zimmer verlegt werden. Der Bettnachbar muss ja nun nicht zwingend zusehen, wie jemand dahinsiecht. Oder was sind es für Gründe, dass es dieses Zimmer gibt? ":/

Bei aller Liebe zu Deiner Mutter und Verständnis für die beunruhigende Situation - Dein Ton stösst, zumindest mir, sauer auf. Wenn Deine Frau in dem Heim arbeitet kann sie eigenständig Missstände anzeigen und versuchen, etwas zu verbessern. Ohne darüber berichten zu müssen, dass sie ihren Ehemann auch über Interna in Kenntnis gesetzt hat.

FdlDamechxen79


warum soll sie denn noch nicht sterben dürfen?

ohne jetzt natürlich genau zu wissen, wie es tatsächlich in dem Heim zugeht: ist es doch aber ein Unterschied, ob jemand stirbt, weil er dehydriert oder an Altersschwäche bzw einfach eines natürlichen Todes.

Es geht hier glaub ich nicht darum,die Mutter auf Brechen und Biegen am Leben zu halten und künstlich Geräte anzuschließen,damit sie ja nicht stirbt. So lese ich das zumindest nicht heraus.

hdeute_hxier


Also ich finde es richtig, dass little-key seinen Ärger und seine Wut hier in Worte fasst. Es ist eine Ausnahmesituation. Einen geliebten Menschen dann so unnötig leiden zu sehen, ist nicht unbedingt für jeden leicht aushaltbar.

Die Pflegeversicherung wurde seinerzeit eingeführt, weil die Zustände in den Heimen nicht in Ordnung waren und Finanzierung dafür benötigte. Nunja, nachwievor ist der Verdienst in der Pflege echt lächerlich, dafür dass im Schichtbetrieb mit viel Verantwortung mit Menschenleben umgegangen werden soll. Man fragt sich, wohin die Gelder verschwinden.

Es ist als noch junger Mensch auch im Krankenhaus nicht wesentlich besser. Da wäre ich auch fast verdurstet im Hochsommer. Das teuere deutsche Gesundheitssystem krankt so sehr. Warum sollte man das nicht ansprechen dürfen?

Gibt es eigentlich ein anderes Land, was eine Pflegeversicherung schon bei jungen Leuten gesetzlich einzieht?

Das Schwierige an der Situation ist doch, dass es keinen wirklichen Ansprechpartner gibt, sich gegen solche Umstände aufzulehnen. Pflegedienstleitung und Stationszuständige wissen doch selber, wie es alltäglich abläuft und können wenig bis gar nichts ändern.

Warum sollte ein Mensch, der eine Lebensleistung hinter sich hat, nicht einen guten Lebensabend verdient haben?

@ little-key

Alles Gute für deine Mutter! Vielleicht gibt es doch eine Möglichkeit, sie anders zu betreuen als in einem Heim. Es kamen ja schon einige Vorschläge hier.

Von einem Heim zum nächsten ist da nicht so erfolgversprechend, denke ich.

M1iMZaM?auxs


ohne jetzt natürlich genau zu wissen, wie es tatsächlich in dem Heim zugeht: ist es doch aber ein Unterschied, ob jemand stirbt, weil er dehydriert oder an Altersschwäche bzw einfach eines natürlichen Todes.

So wird es aber letztendlich passieren! Die wenigsten alten Menschen schlafen friedlich, gut genährt und mit vollem Flüssigkeitshaushalt, einfach ein. Der Sterbeprozess beinhaltet meist diesen Weg, keine Nahrung und Flüssigkeit mehr zu sich nehmen zu können.

@ TE

Gibt es denn eine Patientenverfügung?

Fllame9chenz79


So wird es aber letztendlich passieren! Die wenigsten alten Menschen schlafen friedlich, gut genährt und mit vollem Flüssigkeitshaushalt, einfach ein. Der Sterbeprozess beinhaltet meist diesen Weg, keine Nahrung und Flüssigkeit mehr zu sich nehmen zu können.

es geht mir auch nicht darum, den Sterbeprozess aufzuhalten oder künstlich zu verlängern...es ist aber dennoch was anderes, wenn der Mensch im Zuge des Sterbeprozesses nichts mehr zusich nimmt - oder ob man dem Menschen einfach nix zu essen /zu trinken gibt.

Vielleicht hab ich mich etwas umständlich ausgedrückt :-/

Bei meiner Oma war das etwas anders. Sie lebte 2 Tage vorher plötzlich nochmal richtig übertrieben auf....sie wollte plötzlich aufstehen und sich anziehen (was sie schon seit Wochen nicht mehr tat)....2 Tage später schlief sie ganz ruhig ein. Gegessen und Getrunken hat sie aber vorher.

S=üntaj6e


ohne jetzt natürlich genau zu wissen, wie es tatsächlich in dem Heim zugeht: ist es doch aber ein Unterschied, ob jemand stirbt, weil er dehydriert oder an Altersschwäche bzw einfach eines natürlichen Todes.

eigentlich nicht, denn das gehört ja zum Alter und zur fortschreitenden Demenz dazu, dass die Nahrungsaufnahme und Flüssigkeitsaufnahme eingeschränkt wird.

Schlimme Zustände in Heimen und Krankenhäusern soll und muss man ansprechen, selbstverständlich.

Aber das Umschieben in ein anderes Zimmer durch die Schwester, denn das ist durchaus unsere Verantwortung, die Benachrichtigung durch die Ärzte an dich zeigen doch eher einen sehr gewissenhaften Umgang mit deiner Mutter.

cnriech]arxlie


Pflege zu Hause? Sozialstation bzw. Pflegerin einstellen?

lkittle-xkey


Vielen Dank für die zahlreichen Antworten und/oder Vorschläge, besonders an diejenigen, die die Problematik erkannt haben.

Es geht tatsächlich nicht um das "Leben erhalten" auf biegen und brechen. Es geht um die Tatsache, dass nach einer Flüssigkeitszufuhr "der Tod" beseitigt wurde. Somit ist das unterlassene Hilfeleistung und viele hier sollten es wissen: Die jetzige alte Generation hatte in Armut gelebt und ihr letztes Hemd für die Kinder und Enkel ausgezogen.

Die jetzige junge Generation ist im Reichtum aufgewachsen, die meisten jetzigen Pfleger sind aus dieser Generation und ich behaupte für diese ist das einfach nur ein Job, wie bei McDonalds Hamburger zu verkaufen.

Ich selbst habe es erlebt beim abholen meiner Frau, wie lustig sich gerade diese Generation über die alten Herrschaften machen, weil sie z. B. aus dem Bett oder Rollstuhl gefallen sind.

Sollte meine Mutter an Altersschwäche oder an den Folgen der Infarkte sterben, dann hat sie meinen Segen.

Doch wie mit diesen Menschen umgegangen wird ist beschämend, wie auch einige Aussagen hier.

Für die nicht alles gelesen haben: 60 % bezeichne ich als faul und dazu stehe ich, oder man erkläre mir, wie Medikamente besonders BTM im Nachtschrank aufbewahrt werden kann oder nachweislich die Nachtschicht ihre Rundgänge nicht macht und morgens die Frühschicht eine Dame unter dem Bett an Unterkühlung verstorben aufgefunden wird. Und das ist Standard und die Leitung will das gar nicht wissen.

Das Pflegestärkungsgesetz ist witzlos, die Gelder steckt sich das Heim zusätzlich in die Tasche statt Personal zusätzlich einzustellen.

Ich weiß, es ist ein verdammt schwerer Job und würde mich freuen wenn jeder mal darüber nachdenkt:

Früher oder später werde ich hier vllt. liegen und wer wünscht sich dann so behandelt zu werden?

Und noch was:

Wenn ich 3.040,-- für eine Autoreparatur zahle, verlange ich das es bedenkenlos läuft. Darf ich das nicht für die Pflege im Heim verlangen? Einige sollte sich die Summe mal zu Gemüte ziehen... Da sind noch nicht mal die Windeln enthalten.

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