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Was tun? Meine Mutter war schon für fast Tot erklärt.

S1üntxje


du hast da irgendwas falsch verstanden, wenn du denkst, dass das viele Geld was der Pflegeplatz kostet bei den Pflegenden ankommt %-|

oder nachweislich die Nachtschicht ihre Rundgänge nicht macht und morgens die Frühschicht eine Dame unter dem Bett an Unterkühlung verstorben aufgefunden wird

woher weißt du, dass sie an Unterkühlung verstorben ist? Und dass jemand erst im Frühdienst gefunden wird, der nachts aus dem Bett gefallen ist, das kann ich dir sehr einfach erklären: Eine Nachtwache für ca 60 Bewohner auf verschiedenen Ebenen, die ersten der letzten Runde hat man dann vor 4 Uhr das letzte Mal gesehen und der Frühdienst kann diese dann um 7 oder auch erst um 8 finden, das ist ganz einfach und passiert sicher überall.

Ja, du hast recht, nicht jeder spricht respektvoll mit Alten und Kranken, auch nicht jeder, der in diesem Beruf arbeitet und das ist kacke und dennoch ist es ein Beruf wie der des Burgerverkäufers, es ist ein Beruf, mit dem man sein Geld verdient!

Im übrigen ist der Tod bei deiner Mutter nicht beseitigt worden sondern aufgeschoben und solange sich nicht grundlegend was ändert, wird es nicht zu leisten sein, allen Kranken auseichend Nahrung und Flüssigleit auf natürlichem Wege zuzuführen, so beschämend das auch sein mag, aber von unterlassener Hilfeleistung zu sprechen ist meiner Meinung nach grundfalsch

FUlamPechzen79


ich kann dir nur raten, wenn du ein ungutes Gefühl hast, nimm sie da raus. Es gibt schon Unterschiede bei den Heimen.

Fjlame)chen7x9


Ja, du hast recht, nicht jeder spricht respektvoll mit Alten und Kranken, auch nicht jeder, der in diesem Beruf arbeitet und das ist kacke und dennoch ist es ein Beruf wie der des Burgerverkäufers, es ist ein Beruf, mit dem man sein Geld verdient!

jein und ich weiß bei der Aussage nicht, ob ich lachen oder heulen soll. NEIN, ein Mensch ist kein Burger, Ein BÜrger ja, aber kein BUrger :-/

FUlamec_henx79


Im übrigen ist der Tod bei deiner Mutter nicht beseitigt worden sondern aufgeschoben und solange sich nicht grundlegend was ändert, wird es nicht zu leisten sein, allen Kranken auseichend Nahrung und Flüssigleit auf natürlichem Wege zuzuführen, so beschämend das auch sein mag, aber von unterlassener Hilfeleistung zu sprechen ist meiner Meinung nach grundfalsch

also ich weiß nicht, ob ich irgendwie falsch denke oder was...aber WENN ein "junger" Mensch - sagen wir aufgrund eines Unfalles nicht in der Lage ist, selbstständig zu essen/zu trinken, dann wird er gefüttert.

Macht man das ab 80,85,90?? einfach nicht mehr,weil ...naja also wenn er nicht selbst kann, muss er eben sterben?? Was ist das für ne verschobene Theorie oder eher Praxis ???

MtiMa]Maus


es geht mir auch nicht darum, den Sterbeprozess aufzuhalten oder künstlich zu verlängern...es ist aber dennoch was anderes, wenn der Mensch im Zuge des Sterbeprozesses nichts mehr zusich nimmt - oder ob man dem Menschen einfach nix zu essen /zu trinken gibt.

Ah, ok das habe ich tatsächlich missverstanden. Ich habe den Pflegekräften jetzt nicht unterstellt, dass sie der Mutter Flüssigkeit verweigert haben, sondern bin davon ausgegangen das die Mutter nichts mehr zu sich nehmen will, was bei einer Demenz nicht unüblich ist.

@ TE

Deine Verärgerung ist verständlich...Doch wie löst du jetzt das Problem? Kommt die Pflege in der häuslichen Umgebung in Betracht? Ambulante Pflege?

Sgüntxje


@ Flamechen

das weiß ich sogar :-D

aber die blöde Glorifizierung darf endlich mal aufhören, das IST ein Beruf wie jeder andere, ein Beruf zum Geldverdienen, damit man über die Runden kommt. Seinen Idealismus, sein Helfersyndrom und seine aufopfernde Hingabe wird man ganz schnell los dabei. Oder man geht kaputt. Und andere sollten diese Vorstellung auch mal endlich beiseite legen.

S\üntjxe


Was ist das für ne verschobene Theorie oder eher Praxis

Praxis. Leider

M9iMa*Mauxs


Macht man das ab 80,85,90?? einfach nicht mehr,weil ...naja also wenn er nicht selbst kann, muss er eben sterben?? Was ist das für ne verschobene Theorie oder eher Praxis ???

Nee, die Menschen wollen/ können ganz oft nichts mehr essen und trinken!

FAltamech7en79


aber die blöde Glorifizierung darf endlich mal aufhören, das IST ein Beruf wie jeder andere, ein Beruf zum Geldverdienen, damit man über die Runden kommt. Seinen Idealismus, sein Helfersyndrom und seine aufopfernde Hingabe wird man ganz schnell los dabei. Oder man geht kaputt. Und andere sollten diese Vorstellung auch mal endlich beiseite legen.

das schockiert mich, ganz ehrlich. :°( aber ich find es OK, dass du so ehrlich bist.

E*hemalige!r Nutze(r (#5931f79)


im übrigen ist der Tod bei deiner Mutter nicht beseitigt worden sondern aufgeschoben und solange sich nicht grundlegend was ändert, wird es nicht zu leisten sein, allen Kranken auseichend Nahrung und Flüssigleit auf natürlichem Wege zuzuführen, so beschämend das auch sein mag, aber von unterlassener Hilfeleistung zu sprechen ist meiner Meinung nach grundfalsch

Süntje

Ich hoffe sehr, dass Du nicht in der Pflege tätig bist mit dieser Einstellung.

Wenn es nicht mehr möglich ist , einem hilfsbedürftigen Menschen diese Grundbedürfnisse zu erfüllen, dann ist das unterlassene Hilfeleistung . Mich schauderts grad .

EShemalig?er INutzer% (#5b93179)


Seinen Idealismus, sein Helfersyndrom und seine aufopfernde Hingabe wird man ganz schnell los dabei. Oder man geht kaputt. Und andere sollten diese Vorstellung auch mal endlich beiseite legen.

Dazwischen gibt es noch noch ganz viel Möglichkeiten und wenn es wirklich so ist , dann melde ich das - akzeptieren und es auch so handhaben- ganz sicher nicht.

S&ükntjxe


little-key,

sorry, dass es grad nur indirekt um deine Mutter geht, aber ich möchte das kurz erklären, damit es hier nicht so kaltschnäuzig stehen bleibt.

@ Purzelbaumraum

ich arbeite seit 30 Jahren in der Pflege, daher weiß ich genau, wovon ich rede.

Und ich frage mich, ob ihr alle keine Zeitung lest und keine Medien verfolgt?

Ich erzähle nur ein einfaches Beispiel: 2 Pflegekräfte auf einer Station mit knapp 40 geriatrischen Patienten, mehr als die Hälfte ist dement. Aufgabe der beiden Pflegekräfte ist es allen Patienten ihr Abendbrot zu bringen, es zu richten bei denen, die es nicht können, anreichen bei denen, die noch weniger können, anschließend abräumen, zwischendurch Patienten aufs Klo bringen, aus der vollen Pampers holen oder aus dem Bett gefallene hienein zu wuppen, den Zugang, der grade kommt aufnehmen, erstversorgen, Angehörige beschwichtigen, die sich beschweren , dass Mutter schon 15min klingelt.... und wie erwähnt mal nur 2 aber mal auch 6 Leuten komplett das Essen und Trinken anreichen....... was glaubst du, wieviel bekommt man da hinein?

Das ist nicht wie bei Sr. Stefanie im TV wo sich eine Pflegekraft zum Patienten setzen kann und in aller Ruhe, auch wenn es 30min dauert, das Essen anreichen kann

FXlame5chexn79


Süntje

ich find es total gut, dasd du so ehrlich bist und es ist völlig legitim,dass du es so "kalt" betrachtest.

Ich bin Polzistin und erlebe viel...auch viel Leid. Ich ertappe mich auch dabei, wie ich nach einer "Leiche" genussvoll in mein Essen beiße |-o man stumpft schon ab...aber man darf den Respekt (NEIN, ich streite dir das nicht ab!!!!!) am Menschen nicht verlieren. Und ich versuche- trotz der bescheidenen personellen Lage auch bei uns- immer mein Bestes zu geben.

Ihr in dem Pflegeheim, seid die letzte Instanz im Leben und solltet alles dafür tun, damit diese Instanz schön ist. Mir ist dennoch klar, dass ihr nicht mehr leisten könnt, als ihr schafft.

Aber ihr bekommt - wie die Kinder im KIga-das Liebste anvertraut.

Ich habe großen Respekt vor eurer Arbeit. Das alles so ist, wie es ist, ist ein grundlegendes Problem...

E1hemalkiger Nutze~r= (#I593179)


Süntje

Ich weiß auch von was ich schreibe, ich kenne beide Seiten .

Smüntjxe


Flamechen,

ihr müsst euch sicher oft ähnliches anhören, "die Polizei macht sowieso nichts" ist doch ebenso geläufig, wie die kaffeetrinkende Schwester.

Aber ihr bekommt - wie die Kinder im KIga-das Liebste anvertraut.

Ich bin mir meiner Verantwortung sehr bewusst, und vielleicht trage ich eine größere als der Burgerverkäufer, aber dazu gehört für mich auch immer, ehrlich zu sein. Und die umfassende Versorgung, die wir uns alle wünschen, Pflege ebenso wie Patienten und Angehörige, die gibt es in den meisten Häusern die ich kenne nicht.

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