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Was tun? Meine Mutter war schon für fast Tot erklärt.

k atha/26


Es ist halt einfach nicht besser möglich. Meine Mutter brauchte teilweise 30 Minuten, bis sie ein Glas Wasser in meiner Oma "drin" hatte! Das geht im Pflegeheim einfach nicht.

Eine Alternative ist eine PEG-Sonde, was viele zu recht ablehnen. Meine Mutter half letztes Jahr einer Freundin ein Heim für ihre Mutter zu finden - es gibt hier mittlerweile Heime, die niemanden aufnehmen, der keine PEG-Sonde hat, wenn derjenige Hilfe beim Essen und Trinken benötigt...

hoeu`te_thier


Puh, das treibt einem echt die Tränen in die Augen, das hier zu lesen.

Meine 81-jährige Schwiegermutter ist gerade an Krebs erkrankt.

Sie war ihr ganzes Leben lang fit und engagiert für andere Menschen. Jetzt heisst es, alles zu vermeiden, dass sie nie in ein Pflegeheim muss.

Ich klopfe auf Holz.

Seinen Idealismus, sein Helfersyndrom und seine aufopfernde Hingabe wird man ganz schnell los dabei. Oder man geht kaputt. Und andere sollten diese Vorstellung auch mal endlich beiseite legen.

@ Süntje

Es geht nicht um Helfersyndrom, sondern einfach darum dass die Aufgaben erfüllt werden, für die man bezahlt wird. Das ist in anderen Berufen genauso (also zu dem Burger-Brater-Vergleich sag ich mal gar nichts). Da tragen die Menschen in ihren Tätigkeiten auch große Verantwortung.

Sonst würde die Gesellschaft nicht mehr funktionieren. Feuerwehr kann nicht ausfahren, wenn es brennt; Ärzte nehmen keine Patienten mehr auf; Müllabfuhr wird nicht mehr gewährleistet; der Supermarkt hat wegen Personalmangel geschlossen ...

F~rühlcingskLind5


@ heute-hier

Zitat: Es geht nicht um Helfersyndrom, sondern einfach darum dass die Aufgaben erfüllt werden, für die man bezahlt wird

Hm ist man verpflichtet diese Aufgaben zu erfüllen?

Meine Schwiegermutter ist 92 und seit vier Jahren in einem Pflegeheim, zum Glück gibt es sowas!!

Sie war/ist nicht so wie du deine Schwiegermutter beschreibst.

Meine war solang ich sie erlebt habe bei uns im Haus ein haßerfüllter neidiger falscher verlogener Mensch die sogar versuchte ihren Sohn meinen Mann immer gegen mich aufzuhussen.

Das ich sie somit nicht pflegen wollte, liegt, denke ich klar auf der Hand.

Ich denke wie man in den Wald hineinruft so kommt es zurück, vor allem im Alter wo ich dann vielleicht auf Hilfe oder Pflege angewiesen bin.

F6lamec8hen7H9


Es geht nicht um Helfersyndrom, sondern einfach darum dass die Aufgaben erfüllt werden, für die man bezahlt wird

Hm ist man verpflichtet diese Aufgaben zu erfüllen?

ja natürlich!

In erster Linie ist so eine Arbeit im Pflegeheim eine Dienstleistung, die da erbracht werden muss.

Man zahlt für die Pflege und Versorgung.

Du erwartest doch beim Friseur auch, dass man dir die Haare vernünftig schneidet und im Restaurant das bringt, was du bestellst und das Ganze auch freundlich...

(die Menschlichkeit jetzt mal außen vor gelassen, die sollte m.E. moralisch an 1.Stelle stehen, ansonsten event. mal die Berufswahl in Frage stellen)

F)lanmelchNen79


Ich denke wie man in den Wald hineinruft so kommt es zurück, vor allem im Alter wo ich dann vielleicht auf Hilfe oder Pflege angewiesen bin.

das kann man privat sicher so händeln....dienstlich oder beruflich sollte die zuerbringende Leistung im Vordergrund stehen.

dAjermxo


Ich finde es, sorry, anmassend, alle Pflegekräfte hier als "stinkend faul" zu verurteilen. :-o Ich weiss, dass die Umstände in Pflegeheimen nicht immer dem entsprechen, was man sich wünschen würde. Das will ich gar nicht abstreiten. Aber hier nur herumzuschimpfen und über das Personal zu hetzen finde ich echt daneben. >:(

Wie alt ist denn Deine Mutter überhaupt? Und weshalb gehst Du nun eindeutig davon aus, dass sie dehydriert war? Die Sache mit dem "Sterbezimmer" kann ich nicht beurteilen, so etwas ist mir bis zu dieser Schilderung bisher nicht bekannt gewesen. Andererseits kann ich verstehen, dass "Sterbende" aus dem Zimmer in ein anderes Zimmer verlegt werden. Der Bettnachbar muss ja nun nicht zwingend zusehen, wie jemand dahinsiecht. Oder was sind es für Gründe, dass es dieses Zimmer gibt? ":/

Bei aller Liebe zu Deiner Mutter und Verständnis für die beunruhigende Situation - Dein Ton stösst, zumindest mir, sauer auf. Wenn Deine Frau in dem Heim arbeitet kann sie eigenständig Missstände anzeigen und versuchen, etwas zu verbessern. Ohne darüber berichten zu müssen, dass sie ihren Ehemann auch über Interna in Kenntnis gesetzt hat.

Deine Worte kann ich nicht im Geringsten nachvollziehen.

Es ist schon so wie der TE sagt und hat sich auch nicht im Ton vergriffen. Er erwähnt sachlich Misstände, die Fakt sind und dringend beseitigt gehören und hier und da auch angezeigt.

D#ieKrxuemi


Meine an Alzheimer erkrankte Mutter war in einem hervorragenden Pflegeheim. Mein Vater mußte zwar knapp 2.000€ zuzahlen, aber bis zu ihrem letzten Lebenstag wurde sie sehr gut versorgt. Auch die Schwester, der meine Mutter in einem Wutanfall mal den Arm begrochen hatte ( also meine Mutter hatte den Wutanfall in ihrer Demenz, die Schwester den gebrochenen Arm) war danach immer noch freundlich zugewandt und hat sich liebevoll um meine Mutter gekümmert.

FA>hlingskxind5


@ Flamechen79

die Frage ob man verpflichtet sei bezog auf die Pflege zu Hause - also innerfamiliär und nicht auf die Pflege in einem Pflegeheim. Ebenso das mit dem Wald hineinrufen.

AsufjDerAxrbeit


Ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor. Es geht nicht darum, das Pflegekräfte faul sind oder ihre Arbeit nicht machen. Das Grundproblem ist, das aus Kostengründen zuwenig Pflegekräfte eingesetzt werden, um die Pflege zu gewährleisten.

Irgend ein Investor rechnet aus, das 2 Pflegekräfte für 20 Patienten ausreichen müssen. Die müssen ausreichen, damit am Ende des Monats genug Geld übrig bleibt um 3 Geschäftsführer zu bezahlen, den 7er BMW als Dienstwagen und 15% Rendite für den Kapitalgeber müssen auch übrigbleiben.

Die Arbeit bleibt an den Pflegekräften hängen, und die haben keine Chance. Nicht die geringste ihren Job richtig zu erledigen... sie müssen priorisieren: wechseln sie nun die Windel bei Bewohner A oder versuchen sie Bewohner B noch einen Schluck Wasser trinken zu lassen oder Bewohner C zu füttern? Schwierige Sache. Windel nicht zu wechseln führt dazu, das Bewohner A wund wird und schmerzen hat. Bewohner B nichts zu trinken zu geben... naja... fällt erstmal nicht so auf.

Und dann, nach 9-10 Stunden (meist ohne Pause) liegt die Pflegekraft dann in den Seilen und ist am Ende ihrer Kräfte. Bewohner B hat immer noch kein Durst, müßte aber Trinken. Bewohner D ist vor 30 Minuten aus dem Bett gefallen, aber das weiss noch keiner.

Und wer verlangt nun bitteschön von der Pflegekraft das sie (natürlich unentgeldlich, weil sie ja offiziell Feierabend hat) weiter arbeitet damit auch alle Bewohner gut versorgt sind?

Meine Mutter hat auch im Altemheim in der Pflege gearbeitet. Sie war immer sehr engagiert... sie hat immer mindestens 1 Stunde länger gerarbeitet als sie es gemusst hätte - ohne Vergütung. Und ihr Gehalt lag knapp über dem H4-Satz. Und trotzdem hat es nicht gereicht um alle Bewohner richtig zu versorgen. Und in dem Heim hat ein Platz bei 4000 Euro/Monat angefangen.

Ich habe den höchsten Respekt vor den unterbezahlten Pflegekräften, die jeden Tag ihren Job machen. Geld wäre genug da für eine ordentliche Versorgung - aber es wird an andere Stellen ausgezahlt und landet nicht in der Pflege.

FUlamecThenx79


@ Flamechen79

die Frage ob man verpflichtet sei bezog auf die Pflege zu Hause - also innerfamiliär und nicht auf die Pflege in einem Pflegeheim. Ebenso das mit dem Wald hineinrufen.

ah Ok, dann haben wir aneinander vorbeigeschrieben, denn das private Pflegen ist ja hier kein Thema...

das kann sicher jeder für sich entscheiden...

Fxl|ame0chxen79


aufderArbeit

sehr richtiger Beitrag... :)^ ist ja auch nicht nur in der Branche so. Leider.

Leider oder auch zurecht interessiert es aber den Betroffenen nicht..am Ende will der Pflegebdürftige zumindest Grundversorgt sein (Essen/trinken, sauberen Pops) und der Angehörige seine Mutter/Vater gut versorgt wissen.

Immerhin zahlt er ja dafür und irgendwie ist es ja auch ein Grundrecht, würdevoll behandelt zu werden (vollgeschissen und wund ist damit sicher nicht gemeint) und ein Recht auf Gesundheit man auch (demnach sollte die Grundversorgung schon gewährleistet sein).

Ich versteh trotzdem was du meinst :)z und geb dir da auch recht.

Deswegen find ich es völlig legitim,dass solche Missstände angesprochen werden, wenn sowas auffällt.

Auch wenn das Personal da nix für kann, es tolerieren...ala...."ist halt so" ist keine Lösung.

Auch so ein Heimleiter im fetten BMW lebt nur von Bewohnern seines Hauses. Und macht es die Runde, dass in "dem" Heim, die Patienten NICHT grundversorgt werden können, wird man Abstand davon nehmen, seinen Angehörigen da unterzubringen. (hat ja nicht jeder so ne böse Schwiegermutter ;-) , die er los werden will)

S2ünt$jxe


@ AufDerArbeit

:)^

als wärst du drin. So klar kenne ich die Aussagen nur von Pflegekräften selbst.

Aber der TE bezeichnet die Pflegekräfte durchaus als faul, das hast du gelesen?

@ heute-hier

Es geht nicht um Helfersyndrom, sondern einfach darum dass die Aufgaben erfüllt werden, für die man bezahlt wird.

ja, und genau das funktioniert nicht. Und deshalb hängen unzählige Pflegekräfte unzählige Überstunden an oder vor ihren Dienst, einfach nur, damit sie mit ihrem Gewissen leben können, ohne dass es irgendwen interessiert oder dass es jemand honoriert.

Ich kann mich nicht erinnern, wie oft ich schon um halb 6 statt um 6 meinen Frühdienst begonnen habe, freiwillig, ohne dass es als Überstunden bezahlt wird, um jemanden mal eine Dusche zu gönnen, statt nur Gesicht und Hintern zu waschen. Und und und...

Helfersyndrom eben.

Und deshalb funktioniert es ja auch noch irgendwie, wenn wir alle nur noch Dienst nach Vorschrift machen würden, was würde passieren.

Ach, wir hätten soviel Macht, wenn uns irgendjemand mal organisieren würde.

@ Flamechen

und ein Recht auf Gesundheit man auch

echt? Hat man das? Das ist jetzt keine Ironie, sondern eine ganz ernst gemeinte Frage, weil ich das noch nie gehört habe |-o

C`orneoliam59


Ich hab's selber auch bei meiner Mutter (heute 88) erlebt. Sie ist seit einigen Jahren in einem an sich guten Pflegeheim. Nach anfänglicher Einlieferung mit Pflegestufe 3 haben Pfleger, Physiotherapeut und wir Kinder es geschafft, daß sie wieder in Pflegestufe 1 kam. Bis sie zum ersten Mal krank wurde. Da dehydrierte sie dann sehr schnell, wollte nicht essen, baute generell in rasantem Tempo ab. Wir haben sie dann Knall auf Fall ins Krankenhaus verlegen lassen, wo sie an den Tropf kam. Die Essensversorgung im KH haben wir ebenfalls weitgehend übernommen, weil die Verpflegung grausam war. 1 Woche KH und dann ging's wieder zurück.

Inzwischen sind wir gewarnt, was Erkrankungen im Heim angeht. Wenn unsere Mutter erste Symptome zeigt, gehen wir in den 2-Schichten-Modus, das heißt sowohl vormittags wie nachmittags fährt einer von uns im Heim vorbei und schaut nach ihr. Die Pfleger haben einfach nicht die Zeit, stundenlang neben ihr zu stehen und sie mit dem Löffel zu füttern oder ihr schluckweise zu trinken zu geben, es geht einfach nicht anders. Und sobald sie in einen Verwirrungszustand gerät, trinkt sie eben nicht mehr selbständig. Da stößt jede Pflege an ihre Grenzen, das mußten wir einsehen.

Ich mache den Pflegern und dem Heim daraus keinen Vorwurf, die wissen ja selber kaum, wo ihnen der Kopf steht. Und das ist ein GUTES Heim, das sagt meine Mutter, die im Normalzustand absolut klar im Kopf ist. Und auch wir Kinder.

F{lameIchenx79


Süntje. .. Ich bin gerade unterwegs. ..Deshalb nur kurz. ..

[[http://www.humanrights.ch/de/internationale-menschenrechte/rechtsquellen/recht-gesundheit]]

Ja es gibt es tatsächlich dieses Recht

FVlam$echen7x9


https://de.m.wikipedia.org/wiki/Recht_auf_k%C3%B6rperliche_Unversehrtheit

Das Recht auf körperliche Unversehrtheit beinhaltet das auch.

Also jemanden "absichtlich " oder billigend in kauf nehmend, dass sein Pops sich entzündet, da nicht ausreichend Windeln gewechselt. ..Ist schon eine Verletzung der körperlichen unversehrtheit

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