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Erstmals Pflegegrad beantragen - Mdk kommt zu Besuch

h|eutew_hiexr hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Forengemeinde,

vielleicht könnt ihr uns mit euren Erfahrungen unterstützen. Das wäre sehr hilfreich, denn alles ging so schnell.

Bei meiner Schwiegermutter (81 Jahre) wurde sehr überraschend im März Brustkrebs festgestellt. Die notwendige OP erfolgte umgehend in ihrer Heimatstadt. Ihre Kinder und ich wohnen sehr viele 100 Kilometer entfernt und es war ein Kraftakt, sie und ihren Hausstand in unsere Stadt zu bringen. Auch hier Ärzte zu finden und alles was logistisch dazugehört.

Die Chemotherapie wurde sehr zeitnah begonnen und es hat natürlich heftige Auswirkungen. Wir haben bei der Krankenkasse eine Pflegeversorgung beantragt und sehr schnell einen Termin zum MDK-Besuch bekommen. Der musste erstmal abgesagt werden, weil zum einen die Kinder das nicht so schnell einrichten konnten, der Ma es sehr sehr schlicht ging und auch keine Zeit für eine vernünftige Vorbereitung war.

Jetzt ist gestern wieder kurzfristig ein neuer Termin eingetrudelt (nächste Woche Mittwoch), wir schieben alles hin und her terminlich, damit die pflegenden Personen anwesend sein können (Dienstreise absagen, Vertretungen suchen etc.) bei der Begutachtung. Wir haben auch viele Infos zusammengetragen und bereiten alles vor. Zum Glück war sowieso am Wochenende ein Familientreffen anberaumt, um die Vorbereitungen zu besprechen.

Wir wären sehr froh, wenn ihr uns mit euren Erfahrungen unterstützen könntet.

Es ist immer so schwer, wenn man etwas zum ersten Mal macht und auch viele Emotionen mit dran hängen.

Vielen Dank im Voraus für eure Rückmeldungen @:)

Antworten
n+el>la2x6


Ich führe immer über zwei Wochen ein Pflegetagebuch das kannst du dir übers Internet ausdrucken. Das ist gern gesehen beim MDK.

Auch wichtig sind alle Befunde Die ihr bis jetzt bekommen habt.

Aber am allerwichtigsten die Ruhe bewahren, es wird oft alles mehrmals gefragt.

Das schafft ihr schon @:)

hNeu5te_hMiexr


Danke nella, für deine schnelle Antwort!

Ohhhja, Ruhe bewahren ist ein gutes Stichwort. Alle inklusive meiner Person sind aufgeregt wie nur was.

Pflegetagebuch ist geführt und wird beim Treffen am WE nochmal überabeitet. Befunde und deren Kopien werden wir auch nochmal zurechtlegen und schauen, ob etwas fehlt usw. Das schwierige ist auch der kurzfristige Umzug - alle Kisten sind noch nicht ausgepackt.

Habt ihr den Besuch als freundlich erlebt?

Meine Mutter berichtete mir, dass sowohl bei der Begutachtung meiner Oma als auch bei meinem Cousin mit Down-Syndrom die Begutachter eine halbe Stunde eher vor Ort waren und hofften, den Antragsteller allein anzutreffen :-(

cwhi


Wichtig ist, dass die Schwiegermutter auch zeigt, wie pflegebedürftig sie ist. Meist wollen die Leute dann doch zeigen, was sie noch alles können und sagen auch Sachen wie "neinein, das kann ich noch allein", obwohl es allein eben meistens schief läuft.

Suünxtje


als mein Vater zügig ein Pflegefall wurde und wir den Antrag gestellt haben, kam eine sehr freundliche Dame vom MDK.

Wir hatten nichts vorbereitet und haben nichts schlechter geredet. Mein Vater hatte Krebs und Demenz und wir haben ihr gesagt, was wir für ihn tun. Sie hat ihn gesehen und ein Gespräch gesucht.

3 Tage später hatten wir den Brief im Kasten mit einer angemmessenen Pflegestufe (war vor 2 Jahren)

S[üznt3jxe


bitte ein m in angemmessen weg denken

Sochmiduti7x0


Meine Ma hat meiner Oma damals auch eingeimpft, doch bitte nicht aufzuspringen und demjenigen sofort einen Kaffee anzubieten...Aber ich weiß nicht, ob das überhaupt ein Thema ist bei Deiner Schwiegermutter.

BVenitVaBx.


Kann ich nur beipflichten, der zu pflegenden Person einzuimpfen, dass sie eben nichts kann. Zu sagen, dazu fehlt mir die Kraft, einfach ein paar passende Sätze mit ihr durchgehen.

H"at*sch(epsut_


Ja, das war auch unsere Erfahrung: Meine Großmutter wollte dann unbedingt zeigen, was sie noch kann, obwohl sie im Alltag nicht mal alleine mehr sich die Hose auf dem Klo hochziehen konnte. Das erste Mal ging es dann auch schief beim Besuch - beim zweiten Mal beim Widerspruch war meine Oma dann vorbereitet, sich ruhig zu verhalten.

h-eut6e_hxier


Danke für eure Rückmeldungen. Das hilft alles sehr.

Tatsächlich war die Schwiegermutter immer eine tolle Gastgeberin. Wir sehen alle das Problem, dass sie das auch bei den MDK-Gutachtern sein wollen wird.

Morgen ist "Impftag". Mal schauen wie es klappt und was sie davon hält. So richtig versteht sie die Materie nicht. Ihr geht es sehr schlecht zur Zeit. Die Chemotherapie nimmt sie sehr mit. Am gefährlichsten ist, dass sie immer noch Auto fährt. Davon darf sie kein Sterbenswörtchen berichten. Wenn der MDK-Termin absolviert ist, werden wir als nächstes schauen müssen, wie wir sie vom Auto fern halten können. Ein Pflegegrad würde da schon sehr helfen, wenn sie nicht selber einkaufen fahren muss z.B. oder denkt das tun zu müssen. Familiäre Hilfe bekommt sie ja.

Ich melde mich später noch einmal. Heute habe ich etwas Zeitnot.

SDcwhmi.dti70


Wenn der MDK-Termin absolviert ist, werden wir als nächstes schauen müssen, wie wir sie vom Auto fern halten können. Ein Pflegegrad würde da schon sehr helfen, wenn sie nicht selber einkaufen fahren muss z.B. oder denkt das tun zu müssen. Familiäre Hilfe bekommt sie ja.

Ob der mögliche Pflegegrad sie davon abhält? Das ist leider ein verbreitetes Problem. Mein Schwiegervater war da auch wenig einsichtig. Der sehr kranke Vater meiner Freundin ist neulich am Lenkrad bewusstlos geworden und hat ein paar parkende Autos gerammt. Hat ihn aber auch nicht nachdenklich gemacht. Leider ist das wohl oft die noch empfundene Freiheit, die das Auto bietet.

hCeutZe_hhiuer


@ Schmidti

Das mit dem Pflegegrad ist von uns ein wenig hoffnungsvoll um die Ecke gedacht ]:D

Also in dem Sinne: Wenn Ma Unterstützung von Pflegehelfern bekommt, dann klingelt es bei ihr eher, dass es auch um ihre Fähigkeit zum Autofahren nicht mehr so gut bestellt ist.

Momentan ist das kein Thema, weil sie eh andere Probleme hat.

Das Beispiel vom Bewusstloswerden am Lenkrad werde ich ihr auf jeden Fall erzählen, wenn das Thema auf den Tisch kommt.

hleute:_hier


Heute war Familienberatung bei Kaffee und Kuchen. Mit der Einsicht meiner Schwiegermutter sieht es sehr gut aus. Zum Glück sieht nach dem Umzug noch nicht alles picobello aus.

Wir haben viel darüber gesprochen, dass sie beim Besuch gar nichts macht und die drei anwesenden Personen das übernehmen werden. Im Herzen ist sie eben noch die gute Gastgeberin und ist heute auch gleich aufgestanden, um noch Kaffe zu machen.

Eine wichtige Frage hätte ich noch

Medikamentenplan, Arzt- und Krankenhausdokumente sind da.

Wir haben heute eine Liste von all ihren Beeinträchtigungen zusammengestellt (die ist leider irre lang). Zuerst war mein Vorschlag, dass als internes Dokument an die Familienmitglieder zu geben, damit bei dem Termin nichts vergessen wird. Jetzt, wo ich die Liste schreibe, frage ich mich, ob man die den MDKlern nicht auch geben sollte.

Was meint ihr?

h"eu<te_hixer


Pflegetagebuch ist auch da ... hab ich grad vergessen.

T^hruxd


Meine Oma war auch so: ich kann noch dies und das und schauen Sie mal. %-|

Am besten die betroffenen Person beim Besuch des MDKs ins Bett packen und sagen, dass es ihr schlecht geht. Und wie die anderen bereits schrieben: dringend deiner Schwiegermutter sagen, dass sie nichts weiter erzählen soll.

Falls es beim ersten Mal nicht klappt, auf alle Fälle Einspruch einlegen.

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