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Mdk lehnt Einstufung zum Pflegegrad ab - Widerspruch sinnvoll?

h`eutec_hieGr hat die Diskussion gestartet


Diese Woche kam die Ablehnung für einen Pflegegrad für meine Schwiegermutter (81 Jahre, krebskrank, kann vieles selbständig nicht mehr erledigen).

Das Schreiben liegt mir im Originaltext noch nicht vor, wurde telefonisch informiert und werde mir das Schreiben schicken lassen.

Wie sind eure Erfahrungen mit Widersprüchen zu MDK-Gutachten für die Pflegekasse?

Der Besuch der Gutachterin war sehr unfreundlich und wenig zugewandt. Alle Beteiligten haben bei dem Termin geahnt, dass es nur auf eine Ablehnung hinausläuft. Hätte man beim Widerspruch einen anderen Gutachter oder wird eher nach Aktenlage entschieden?

Danke für eure Erfahrungen @:)

Antworten
S%ereniVty19285


Hallo!

Also ich habe selbst aktuell mit dem MDK zutun aufgrund meiner Erkrankung.Bei mir hat es weder als es noch die Pflegestufen gab noch jetzt bei den Graden irgendwie geholfen Widerspruch einzulegen.

Bei einem Widerspruch kommt eine neue Gutachterin und die redet dann alles was man sagt runter....

Zb: Haare waschen bei der Stufe: Zitat:" Nehmen Sie doch ein 1-Liter Gefäss wie eine Wasserflasche und kippen Sie die über den Kopf." (kein Scherz) Am Ende bekam mein Mann der mich pflegt genau 1 Minute für zwei Mal Haare waschen pro Woche.

Auch jetzt wieder einen Antrag gestellt.Hier war es genau dasselbe,die schreiben einfach nicht alles mit und wenn doch dann ordnen die es falsch zu.Im jetzigen Gutachten ist im geschriebenen Teil drin das mein Mann ( 70std pro woche zugestanden bekommen im gutachten) komplett den Haushalt macht,ich nichts mehr alleine kann,zb brauche ich Hilfe beim Aufstehen aus dem Bett oder vom Sofa.Er muss mich waschen und anziehen,laufen kann ich auch nur noch mit Hilfe.Zudem habe ich panische angst das mein mann und meine schwiegermutter, die sich mit um mich kümmert ( 15 std pro woche), an meinen bauch kommen könnte beim waschen oder abtrocknen.oder beim täglichen spaziergang den ich machen muss damit der darm in bewegung bleibt.(muss wohl dazu sagen das ich einen schweren verwachsungsbauch nach blinddarmentfernung habe.ich kann nicht mehr normal sitzen nur in halb liegender Position,was auch aufgenommen wurde.wenn ich mich "normal" hinsetzten will habe ich massive schmerzen wodurch ich es dann garnicht erst versuche sondern mich zurückfallen lasse.Eine leichte berührung am bauch wie zb vom wasserstrahl beim duschen,verursacht extreme schmerzen.die angstzustände werden abgetan mit: ach sie haben ja einen hausarzt der auch psyocholgie macht,dann geht es ja." was das aufstehen aus liegender position anbelangt heißt es das ich doch möbel vor meine couch stellen kann um mich hochzuziehen oder meinen rollator dazu benutzen.auf die erklärung von uns dreien (mann schwiegermutter und ich) das der rollator doch umkippen würde wenn ich überhaupt drankäme was ich garnicht schaffe da ich mich nicht soweit nach vorne lehnen kann,blieb auch abgetan mit: "doch das geht."

habe jetzt auch einen anruf bekommen das es immer noch nur 25 punkte sind. sprich es wurde wieder nichts mehr aufgenommen! weder das ich hilfe beim austehen brauche noch die angstzuatände geschweige die anderen sachen die allerdings keine punktevergabe im gutaachten erhalten. Die gutachterin hatte zwar ihren laptop mit und auch angemacht aber alles was wir besprochen hatten schrieb sie auf ein blatt.dadurch war uns allen klar was es bedeutet.

ich sollte noch sagen das die erste gutachterin mich schon vom vorjahr kennt und mir 2 minuten enthielt ,dieses mal 2 punkte... sie sahte allerdings als sie da war das ich jetzt jedes halbe jahr besuch vom pflegedienst bekomme.im anschreiben mit dem bescheid steht es auch als anlage ist nur durchgestrichen worden.hatte mich informiert im netz was das heißen sollte.und siehe da: das bekommt man nur bei pflegegrad 2!

also meine erfahung sagt mir,versuch es aber mach dir keine hoffnung.du solltest den weg gehen! das ist wichtig.

ich wünsche dir und deiner familie unendlich kraft!

euer schicksal ist sehr tragisch doch leider höre ich es nur so.

eine arbeitskollein von meinem mann hatte vor kurzem ihre tochter an krebs verloren.sie lag im hospiz.aber sie bekam auch nicht den höchsten pfegegrad weil man sie ja noch in den rollstuhl setzten konnte....

h8eutse_hixer


Danke für deine ausführliche Antwort, Serenity1985 @:)

Das ist so harter Tobak solche hahnebüchenden Berichte zu lesen. Vielleicht bekommen die Gutachter ein entsprechendes Training. Bei uns wollten alle Beteiligten (höflich erzogene Menschen), die Gutachterin aufgrund ihre Unfreundlichkeit, Dreistigkeit und Unverschämtheit am liebsten vor die Tür setzen.

Kann man sich in so einem Fall an die Patientenberatung wenden? Irgendwo muss man sich Hilfe besorgen können, oder?

Widerspruch wird geschrieben - aber vorerst mit geringer Erwartung auf Erfolg.

SAerebni-ty19x85


Hallo!

Also mein widerspruch wurde abgelehnt,nicht das es mich wundert....

begründung:

1. ich kann meine möbel auf seite räumen und den rollator zum hochziehen benutzen ( ich glaube ich erwähnte schon das bei mir "sitzen" wie normal garnicht möglich ist,ich habe immer eine halbliegende position weil ich es bei der berührung vom bauch an die beine nicht aushalte.das ist ja wie einer hochschwangeren zu sagen setzt dich mal nach vorne und zieh dich am regal hoch...)

2. die ängste von mir bei der pflege sind nett umschrieben " nicht tragisch und unser problem".... sie meint das die angst vor den pflegerischen maßnahmen wie anziehen oder duschen nicht bewertet werden muss da es zu gering sei.steht wirklich so im gutachten!

3. sie fragte nach einer schmerztherapie,auf unsere antwort das ich gar keine opiate nehmen darf erstens weil opiate über den darm abgesondert werden was nur noch mehr schmerzen bedeuten würde,und ausserdem darf ich die schmerzen nicht mehr unterdrücken da man sonst den ernstfall wie verschlingung oder verschluss garnicht rechtzeitig merken würde, (vom prof.für gastroentologie anweisung erhalten) meinte sie "nein ,das stimmt garnicht.opiate gehen nicht über den darm",ja auch sehr patzig. Sie war übrigens eine krankenschwester meinte sie.

tja auf den rest ist die dame vom mdk garnicht erst eingegangen...

mir kommt es ja nicht auf die punkte oder den grad an,ich will nur das die wahrheit drin steht und aufgenommen ist! ich verzichte ja auf die höherstufung wenn die wollen hauptsache alles wird mal anerkannt! :-(

ich verstehe das neue begutachtungsverfahren nicht.es ist total unlogisch! wenn jemand hilfe im haushalt braucht weil man es vor lauter schmerzen nicht schafft,egal wie sehr man es auch will,es ist nur für den Vater Staat,für die Statistik,erklärte uns die Frau des mdk.ich zb kann garnichts mehr alleine.noch nicht mal eine suppe warm machen auf dem herd da mir die wärme am bauch tierisch weh tut.

ich weiß das es für keinen der es selber hat,nachvollziehbar ist.aber warum hören die leute nicht zu?ich erzähle ja keine märchen,sondern die fakten.

ich weiß das mein alter das problem ist.ich bin erst 31 jahre alt und wenn die mein restliches leben zahlen müßsten bei einer höherstufung... klar wollen die das nicht. ich kann es ja verstehen.aber ich will die wahrheit,mehr nicht.

ob man also einen widerspruch schreibt oder nicht ist wohl wirklich irrelevant.die halten an dem ersten gutachten fest.die zweite person die kommt,kennt das gutachten,geben die immer zu,obwohl die es garnicht dürfen,da sie unparteiich sein müssen.naja,was soll's? ich habe echt nicht mehr die kraft immer wieder für mein recht kämpfen zu müssen.wir beraten noch ob wir unseren anwalt befragen sollen,aber ich denke das es auch dann nichts wird... :-(

das letzte mal ,also bei der stufe noch, wollten die uns zwingen eine neue wohnung zu beziehen wenn wir den widerspruch weiter gehen würden.um uns das zu sagen kanm extra eine pflegeberaterin.ich muss sagen das es in der wohnung wirklich schwer war mit meiner pflege. mein mann musste mich im flur washen das das bad echt winzig war und viel zu eng.haben jetzt eine wohnung aufgrund meiner pflege bekommen,aber die haben mich sogar noch weiter "selbstständiger" geschrieben als vorher im gutachten vor einem jahr! :-(

ich wüncshe dir und deiner famile ganz viel mut und kraft!

LG Serenity1985

h=eute~_hier


Ich habe das Schreiben von der Krankenkasse einige Tage ruhen lassen, damit meine Wut sich legt. 0,00 Punkte bei einer schwerkranken Seniorin, die nicht mehr Treppenlaufen kann. Jedesmal, wenn ich das Schreiben lese, wird mir übel.

Widerspruch wird eingelegt und zum Glück hat man 4 Wochen dazu die Möglichkeit.

Ich tendiere zu einem einfachen Widerspruch ohne große Begründung. Ich denke, die Argumente werden einfach nicht wahr genommen und nur die Tatsache des Widerspruchs. Dann gibt es eine erneute Begutachtung.

@ Serenity

Wie hast du deine berechtigte Wut in den Griff bekommen? Du machst soviel durch und dann solche Ohrfeigen vom MDK zu bekommen - das ist alles andere als leicht :°_

Hat hier noch jemand Erfahrung mit der Pflegegradeinstufung?

Irgendwie wäre es schön, dass man den harten Weg über das Sozialgericht vermeiden könnte.

S#chladbberqmauxl


Hat hier noch jemand Erfahrung mit der Pflegegradeinstufung?

Unsere Mutter war schon im Pflegeheim (noch ohne Pflegegrad) und sollte einen solchen bekommen.

Der MDK-Pfleger war sehr freundlich und nahm sich sehr viel Zeit. Er befragte die Heimleiterin und mich über die pflegebedürftige Person. Er studierte die Arztbriefe der letzten Krankenhausaufenthalte und erkundigte sich ausführlich über die Maßnahmen, die bei unserer Mutter erforderlich sind. Er untersuchte weiterhin unsere Mutter.

Die Prüfung dauerte ca. 90 Minuten. 1 Woche später erhielten wir das Gutachten mit dem entsprechenden Pflegegrad. Eine Befristung des Pflegegrades erfolgte nicht, bei weiterer Verschlechterung sollten wir einen neuen Antrag stellen.

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