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"Polin" legal

Sechla:bbermxaul hat die Diskussion gestartet


Wie sieht es denn mit den EU-Pflegerinnen ("Polin") aus. Sind sie nun legal oder nicht?

Kürzlich stand in der Zeitschrift "Test" der Stiftung Warentest, dass dies legal sei. Eine Sendung bei "Arte" (Karawane der Pflegerinnen) stellte das jedoch als Schwarzarbeit dar und wies auf drohende hohe Geldstrafen und Nachzahlungen von Sozialbeizträgen hin und sprach von unzumutbaren Arbeitsbedingungen und Ausbeutung.

Was ist nun richtig?

Nebenbei bemerkt: Der Eigenanteil bei der vollstationären Pflege beträgt unabhängig vom Pflegegrad ca. 1900 - 2000 Euro/Monat. Wenn man bedenkt, dass bei der häuslichen Pflege noch Kosten wie Miete, Strom etc. anfallen, ist diese schon mit einer EU-Kraft wesentlich teurer als das Pflegeheim.

Würde man eine Pflegekraft nach deutschem Recht fest anstellen, wäre das für die allermeisten Senioren schier unbezahlbar.

Antworten
Tuaps


Wie sieht es denn mit den EU-Pflegerinnen ("Polin") aus. Sind sie nun legal oder nicht?

Es wird wohl beides geben. Daraus resultieren dann auch die unterschiedlichen Berichte. Stiftung Warentest wird wohl kaum illegal Beschäftige heranziehen, während sich im Fernsehen reißerische Aussagen bekanntlich gut machen.

Nebenbei bemerkt: Der Eigenanteil bei der vollstationären Pflege beträgt unabhängig vom Pflegegrad ca. 1900 - 2000 Euro/Monat.

Das kannst Du so pauschal nicht sagen. Bei meiner Mutter hatte sich der Eigenanteil mit der Höherstufung nahezu verdoppelt.

Wenn man bedenkt, dass bei der häuslichen Pflege noch Kosten wie Miete, Strom etc. anfallen, ist diese schon mit einer EU-Kraft wesentlich teurer als das Pflegeheim.

Ja, aber es ist schon ein Unterschied, ob jemand im gewohnten Umfeld bleiben kann, oder nicht. Eine Pflegekraft, die nur eine Person zu betreuen hat, kann auf diese auch individueller eingehen. Wobei ich auch arge Zweifel habe, wenn die Sprachbarriere dazukommt.

Für eine gewisse Zeit und zu Beginn einer Pflege kann man das machen, aber viele kommen nicht drum herum, dann doch nach einem Heim zu suchen. Einzelpersonen sind mit der Betreuung –gerade dementer Personen- relativ häufig überfordert. Und mehrere Betreuer kann sich dann wirklich kaum nochjemand leisten.

Würde man eine Pflegekraft nach deutschem Recht fest anstellen

Nach welchen Recht sollten die legal Beschäftigten sonst angestellt sein?

bQeetlebjuixce21


Wir haben eine legale. 2000 euro ziemlich genau. Würde ein heim auch Kosten Plus der "Hotel Kosten " dann lieber im gewohnten Umfeld und 1:1

S/chlLabbeOrmaxul


Das kannst Du so pauschal nicht sagen. Bei meiner Mutter hatte sich der Eigenanteil mit der Höherstufung nahezu verdoppelt.

Der Eigenanteil bei Pflegegrad 2-5 ist immer gleich, der Mehraufwand der Pflege bei höheren Pflegegraden wird ausschließlich mit dem Kassenanteil ausgeglichen. Der Eigenanteil bei Pflegegrad 1 ist als einziger ca. 150 Euro höher.

Der Eigenanteil umfasst Unterbringung Verpflegung, Investitionskosten etc. sowie einen festen Anteil an den Pflegekosten. Daher kann er nicht variabel sein.

Siehe Beispiel:

[[http://www.pflegeheim-stgeorg-schrobenhausen.de/doks/Preisliste.pdf]]

Sschla`bbermxaul


Wir haben eine legale. 2000 euro ziemlich genau. Würde ein heim auch Kosten Plus der "Hotel Kosten " dann lieber im gewohnten Umfeld und 1:1

Wenn eine alleinstehende Person ins Pflegeheimmuss, fallen aber Kosten für Miete, Nebenkosten sowie Rundfunk, Telefon, Hausratversicherung etc. weg. Dass kann einige hundert Euro oder gar über 1000 Euro im Monat ausmachen. Hotelkosten sind aber in den ca. 2000 Euro Eigenanteil bereits enthalten.

Leben beide Eltern, so sieht die Sache natürlich anders aus.

LLucix32


Polin ist legal - EU Bürgerin. Solange Sozialversicherung und Steuer bezahlt werden natürlich. Je nach wo die Polin ihre Hauptwohnung hat ist die Krankenkasse Anteil auch zu bezahlen (falls Deutschland). Heisst 2000 € brutto. Bei Steuerklasse 1 bleibt für sie ca. 1400 übrig.

a:nfangAmitCfr)eude


Was ist nun richtig?

ich denke, richtig ist dass es eu-bürgerinnen gibt, die aus polen, litauen oder anderen osteuropäischen ländern stammen und vollkommen legal hier in D zur pflege arbeiten. die verdienen dann entsprechend, steuern und sozialabgaben werden gezahlt, alles ist legal.

was es eben aber auch gibt sind leute, die sich die ca. 2000 euro nicht leisten können oder wollen. und die machen das ganze dann eben schwarz. da bekommt die pflegekraft das selbe nettogehalt, was sie auch legal bekäme, vielleicht noch ein wenig mehr, um sie davon zu überzeugen, es schwarz zu machen und die angehörigen sparen sich so einige hundert euro an sozialabgaben, steuern usw.

das ist dann eben illegal. ;-)

SPchlaabbserm^au7l


Siese Seite habe ich gerade gefunden:

[[www.gute-wesen.de]]

Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass EU-Pflegerinnen legal sind. Lediglich die Sendung bei ARTE hat mich verunsichert.

Die Angaben auf obiger Seite sind aber wohl richtig.

bPeetnlejueice2x1


Wie dieser Link gibt es zig tausende Agenturen im Netz sowohl deutsche wie auch polnische

Und ja seit Anfang 2017 kostet es gleichviel. Letztes Jahr war es noch PflegeSTUFEN abhängig wie taps schreibt.

Findest du es schlimm das es teurer ist?? Ich finde nur schlimm das dies nicht vom Sozialamt getragen wird ein heim aber wohl wenn kein Geld da ist.

SnchlabSbermkauxl


Ich finde nur schlimm das dies nicht vom Sozialamt getragen wird ein heim aber wohl wenn kein Geld da ist.

Das liegt daran, dass das Sozialamt (wenn die Angehörigen finanziell nicht dazu in der Lage sind) das Geld lieber in öffentliche oder gemeinnützige Einrichtungen wie Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz, Arbeiterwohlfahrt.. steckt als in private Tätigkeiten, zumal es sich bei letzteren um keine Fachkräfte handelt.

Tmapxs


Der Eigenanteil umfasst Unterbringung Verpflegung, Investitionskosten etc. sowie einen festen Anteil an den Pflegekosten. Daher kann er nicht variabel sein.

Mm, ich habe jetzt bzgl. der Pflegekosten für das Heim meiner Mutter folgende Aussage gefunden:

Hinweis: Der Eigenanteil an den pflegebedingten Aufwendungen und der Ausbildungsumlage ist seit 2017 in einer Einrichtung in jedem Pflegegrad gleich hoch (einrichtungseinheitlicher Eigenanteil). Pflegebedürftige Bewohner, welche bereits vor dem 01.01.2017 von der Pflegekasse einen Zuschuss zur vollstationären Pflege erhalten haben und deren einrichtungseinheitlicher Eigenanteil höher als der bisher gezahlte Betrag ist, haben einen sogenannten "Besitzstandsschutz".

Dann hat sich das mit der Umstellung auf die Pflegegrade geändert. War mir nicht bewusst.

Als meine Mutter vor 6 Jahren ins Heim kam, wurden für jede Pflegestufe noch andere Pflegekosten angesetzt. Als sie von der 1 in die 3 kam, musste sie von einem Monat zum anderen etwa das Doppelte an Eigenanteil bezahlen. Die haben da richtig zugeschlagen.

Ich müsste mir die Abrechnung zwar mal genauer ansehen, aber für sie hatte sich (soweit ich mich erinnere) durch die Umstellung in der Summe nichts geändert.

Nichtsdestotrotz werden die Nichtpflege- und Pflegekosten in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen "angepasst". Billiger geworden ist es noch nie.

LUucix32


Die Diakonien haben auch ambulante Pfleger. Vielleicht auch da schauen? Wird aber vermutlich teuerer für weniger Leistungen sein.

Ich hatte eine für 4 Wochen und einige waren eine Katastrophe.

a.nfa-ngmitfxreude


Das liegt daran, dass das Sozialamt (wenn die Angehörigen finanziell nicht dazu in der Lage sind) das Geld lieber in öffentliche oder gemeinnützige Einrichtungen wie Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz, Arbeiterwohlfahrt.. steckt als in private Tätigkeiten, zumal es sich bei letzteren um keine Fachkräfte handelt.

ich denke mal, es geht da fürs sozialamt ein stück weit auch einfach um kostensenkung. denn das sozialamt bekommt sein geld ja auch nur vom steuerzahler und kann dieses nicht nach lust und laune verschenken. und in einem heim kann eben eine ausgebildete kraft relativ effektiv mehrere pflegebedürftige versorgen. bei der privaten pflege hast du eben immer nur eine kraft pro pflegebedürftigem. das ist vom kosten-nutzen-faktor her für das sozialamt nicht tragbar. zumal man bedenken muss, dass wir immer älter werden und dann eben irgendwann millionen von pflegebedürftigen irgendwie versorgen werden müssen - da kann das sozialamt nicht millionen von osteuropäern einstellen.

was ich eher bedauerlich finde ist, dass der druck für pflegende angehörige sehr hoch ist. die pflege wird nicht angemessen auf die rente angerechnet, es gibt keine möglichkeit, dauerhaft bei vollem gehalt die arbeitszeit zu reduzieren und auch sonst gibt es absolut keine psychosoziale betreuung.

die familie von kindern, die vom jugendamt betreut werden erfahren mehr aufmerksamkeit und unterstützung, als die familien von pflegenden angehörigen. das ist aus meiner sicht ungerecht und sollte sich ändern.

die kosten fürs sozialamt minimieren könnte man z.b. durch pflegesharing. also eine polin, die dann eben 2, 3 oder 4 pflegebedürftige betreut. manche müssen ja nur morgens mal gewaschen werden und brauchen sonst nur sehr basische hilfe. ob die pflegekraft nun für eine oder 3 pflegebedürftige einkauft oder kocht ist ja kein allzu grosser unterschied.

bpeeTtlejDuic"e21


Aber das heim erhält vom Sozialamt ja soviel pro Kopf es ist also teurer. Und so viele Heime sind privat.... nix diakonisch oder DRK...

Das Argument mit der Fachkraft versteh ich halb. Jedoch zählt ein Sozialamt ja auch andere Dinge ohne fachbezug.

b~eetlpejueice21


Dann müssten diese alten Leute nur in wgs ziehen

Denn zur zeit ist die Polin bei uns 24h in mutters Wohnung und da würden nicht noch zwei pflegefälle rein passen

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