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PatientIn bittet um Sterbehilfe

bFee2tl1ejuic$e2x1


Wenn er noch bei vollem Bewusstsein und Herr oder Frau seiner Sonne ist kann man alles tun und das ist dann trotzdem keine Sterbehilfe. Man unterlässt nur ggf eine Intervention

p3ie\plaxnt


Und ja es ist grausam zu erleben, insbesondere wenn es sich um völlig überforderte/ hilflose Patienten ( meist Senioren ) handelt, in welchem Zustand eine Wunde sich präsentieren kann

Da sind schon ganz andere Dinge vorher schief gegangen

Hier müssen nicht selten die persönlichen Grenzen von Ekel überschritten werden, immer unter Berücksichtigung des Selbstwertes und Respekts des Patienten

ysuksumxu


[...]

Nsail~ougxa


Es gibt nichts, was ich nicht schon an Extremen gesehen und behandelt habe. Stinkende Wunden incl. Maden gehörten nicht dazu.

Und dann behauptest du, alles gesehen zu haben? ":/ Faulende Wunden, ja, auch mit tierischer Besiedelung sind nicht besonders exotisch. Die kommen dann von zuhause oder aus Pflegeheimen, die nicht besonders fit sind. Es kann auch sein, dass Maden erst nach einigen Tagen im KH schlüpfen, dann waren die Eier aber schon vorher da. Tatsächlich ist das dann oft der Zeitpunkt, in dem die Wunde wieder besser aussieht - die Maden fressen das infzierte Fleisch weg. IM Krankenhaus darf das aber nicht vorkommen.

Ich gehe einfach mal von der bestmöglicher Versorgung aus, manchmal ist soetwas nicht in den Griff zu kriegen. IMO sollte der Patient aber in einem Akutkrankenhaus versorgt werden oder in einer Einrichtung, die sich mit schwierigen Wunden wirklich gut auskennt, in Hospizen oder Pflegeheimen ist das nicht immer gegeben.

doa%naxe87


[(...) Bezug auf gelöschte Inhalte]

Mh, Nailouga, aber da muss man doch irgendwas tun können oder?

-lvietnaHm[esixn-


Die Beschreibung klingt schon sehr hart. Ich finde es ja fast schon unverständlich das sich niemand diesem Patienten annimmt in Sachen Sterbehilfe. Es gibt immer Wege und Möglichkeiten, gerade bei einem so Ausweglosen Fall, es ist absolute Quälerei, schlimmer geht es ja gar nicht mehr, da liegt ein Mensch, der bei lebendigem Leibe verrottet und zerfressen wird, um es mal knallhart zu sagen.

Auch das der Patient im Wachzustand ist, es gibt doch immer die Möglichkeit diesen irgendwie in einen dämmernden Zustand zu bringen, auch dauerhaft.

Alles in allem denke ich, es geht nicht mehr lange. :)- :)-

NUai(lougxa


Wundexperten zurate ziehen, aber ich denke, dass das schon geschehen ist. Testrale kann hier ja schlecht alles erzählen, dann macht das mit der Anonymität keinen Sinn mehr. Man setzt auch (extra gezüchtete) Maden zur Therapie ein, enzymatisches Debridement etc, aber wenn letztlich alles versucht wurde, lässt sich daran nicht mehr viel ändern. Falls der Krebs nur lokal fortgeschritten wäre (gibts auch), könnte der Patient noch eine "erschreckend" lange Lebenserwartung haben, dann ist das mit der Sedierung auch schwierig. Da müssten sich dann die Palliativmediziner mit auseinandersetzen, was sie verantworten können.

Für das unmittelbar behandelnde Team ist es wichtig, jede Hilfe in Anspruch zu nehmen ":/

dianage8x7


Wenn ich das richtig sehe muss der Patient oder die Patientin über eine Kanüle mit Atemluft versorgt werden oder? Wäre es nicht möglich diese Maßnahme nach einer Willensbekundung des ja offenbar noch voll zurechnungsfähigen Patienten zu beenden und das Sterben dann mit einer großzügigen Dosis Morphium zu erleichtern? Solange der noch voll da ist müsste er eine Maßnahme doch abbrechen lassen können oder?

bFeetluejui>ce21


Man kann eine trachealkanüle ohne jegliche beatmung haben und damit Jahrzehnte leben.

Aber es gibt immer Möglichkeiten freiwillig selbstbestimmt aus dem Leben zu gehen.

Exit oder dignitas zb ist immer eine möglichkeit und das ohne strafe

dLanfae8Y7


Aber dafür muss man in die Schweiz verlegt werden können oder?

Fbizz&lypuzxzly


Die kommen dann von zuhause oder aus Pflegeheimen, die nicht besonders fit sind. Es kann auch sein, dass Maden erst nach einigen Tagen im KH schlüpfen, dann waren die Eier aber schon vorher da. Tatsächlich ist das dann oft der Zeitpunkt, in dem die Wunde wieder besser aussieht - die Maden fressen das infzierte Fleisch weg. IM Krankenhaus darf das aber nicht vorkommen.

Nailouga

Ja ok. Allerdings habe ich derartige Auswüchse über Jahrzehnte nicht erfahren. Vllt ist es diesen Menschen erspart geblieben, weil ich mich darum gekümmert habe - konsequent. Dazu gehörte für mich auch die Auseinandersetzung mit Ärzten, Pflegekräften und Angehörigen. So heilten z. B. tiefe Decubitusstellen innerhalb kürzester Zeit durch konsequente und intensiver Behandlung, wofür ich auch schriftlich die Verantwortung übernommen habe. Die staunen alle heute noch. Mehr werde ich dazu nicht sagen.

Und nein, es ist keine Selbstbeweihräucherung. Ich weiss jedenfalls was wie geht, möglich ist.

Wenn der/die Pat. wirklich unter diesem Ausmaß leiden muss, kann ich für eine derartige Versorgung nur ein Armutszeugnis ausstellen.

Und für Pflegende hält sich mein Mitgefühl in Grenzen, schließlich ist dieser Mensch der/die Leidtragende. Wer das nicht kann, sollte es lassen und die Pflege abgeben. Sorry, aber das ist und bleibt meine Meinung.

bmeetle6juic|e2x1


@danae nicht zwingend.. ich kenne einige patienten die einen notfall-ausstieg in pillenform in der Schublade haben.

Nur wie weit vorher man sich da Hilfe suchen muss weiß ich nicht.

Wenn es aber unerträglich ist kann ich auch auf Steuerung etc bestehen. Nur extra viel morphin wird er nicht regulär bekommen.

hKeute_Yhiexr


@ yukumu

Eine sehr infame Behauptung, die du da in den Raum stellst.

[...]

Es ist ein außergewöhnlich schwieriger Fall. Deshalb wendet sich der TE hier ans Forum, weil offensichtlich eine große Art von Hilflosigkeit besteht.

Schau dir einfach mal die anderen Fäden vom TE an. [...]

@ Topic

Leider habe ich keine medizinischen Erfahrungen in dieser Hinsicht.

Immer wenn ich erfahrungslos vor einem wichtigen Problem stehe, versuche ich Rat von Experten einzuholen. Das wären in diesem schwierigen Fall die behandelnden Ärtze.

Was sagen sie denn zu dieser höchst misslichen Situation?

Und prinzipiell bin ich Befürworter von Sterbehilfe in aussichtslosen medizinischen Fällen.

Depression und die damit mögliche Suizidalität sind z.B. nicht aussichtslos. Das wurde in der Schweiz viel besser geregelt.

cOriecvhcarlixe


..wie gesagt,

ich würde dem Patienten erklären, was gemacht werden müsste (!), das Risiko von Blutungen etc.. aber sehr groß ist.

Und wenn er sich damit einverstanden erklärt und es geht schief, dann ist es seine Entscheidung. Ich kenne dieses Vorgehen aus Erzählungen meiner Arztverwandtschaft. Ist über die Jahre nicht oft Thema, aber schon ab und zu mal.

daana{e87


@danae nicht zwingend.. ich kenne einige patienten die einen notfall-ausstieg in pillenform in der Schublade haben.

Nur wie weit vorher man sich da Hilfe suchen muss weiß ich nicht.

Wenn es aber unerträglich ist kann ich auch auf Steuerung etc bestehen. Nur extra viel morphin wird er nicht regulär bekommen.

In Ordnung, als es bei meiner Oma soweit war ging das noch nicht. Die hat heimlich Schlaftabletten gesammelt weil sie an etwas anderes nicht ran kam. Ich hab halt gedacht man könne im Notfall einfach die Kanüle ziehen, denn die ist ja gelegt worden damit der Patient problemlos atmen kann. Aber vermutlich würde das nur das Atmen erschwehren und es so noch schlimmer machen ohne das es wirklich sofort lebensbedrohlich wird. Mh.

Testrale, lebst und arbeitest du derzeit eigentlich in Italien oder in Deutschland? Denn in Italien mag die rechtliche Lage ja noch einmal ganz anders aussehen.

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