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PatientIn bittet um Sterbehilfe

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Was sagen der Familie des Patients? Sie gehören ja auch dazu.

Ich finde es schwierig zu glauben, dass der Patient nicht sediert wird. Das wäre eigentlich üblich. Der Patient kann jederzeit darum bitten, auch von sich aus. So kommt er im Dämmerschlaf und kriegt kaum etwas mit.

Ich kann mir vorstellen, dass das mit die Wundreinigung sich schwer gestaltet. Nicht nur medizinisch sondern auch hygienisch.

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Wir wollen dem/der Patientin helfen, aber außer Morphium können wir nichts geben.

Jede Sekunde seines/Ihres Lebens ist eine einzige Qual... Jeden Tag fragt er/sie nach Erlösung...

Klassischer Fall, warum man sich rechtzeitig mit dem (möglicherweise beabsichtigten) Sterben, und dem praktischen HowTo dazu beschäftigen sollte. Nach so einer ähnlichen Situation in meiner Familie würde ich nie darauf vertrauen, dass man "in Deutschland beim Gehen nicht leiden muss".

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@danse die ja nie müsste er sich selbst ziehen und man dürfte nichts mitbekommen sonst ist es aktive Sterbehilfe.

Die wenigsten schlaftabletten bringen einen um... seufz.

Die meisten bringen nur Leber und nierenversagen

bweetlAejui+cex21


Die Kanüle natürlich

FIizz?lypuzxzly


Jedes Mal, wenn ich aus dem Zimmer komme muss ich weinen! Wir wollen dem/der Patientin helfen, aber außer Morphium können wir nichts geben.

Testrale

Ich meine eine gewisse Hilflosigkeit zu erkennen. Und ja ich nehme dir dein Mitgefühl ab. Auch wenn ich hier sehr erbost über die gesamte Versorgung gepostet habe, bitte ich dich das nicht persönlich zu nehmen. Du wirst mit Sicherheit alles geben, was dir möglich ist. Dafür wünsche ich dir von Herzen viel Kraft.

Ntailoouga


Und für Pflegende hält sich mein Mitgefühl in Grenzen, schließlich ist dieser Mensch der/die Leidtragende. Wer das nicht kann, sollte es lassen und die Pflege abgeben. Sorry, aber das ist und bleibt meine Meinung.

Für mich klang das nicht, als würde Testrale nach persönlichem Mitgefühl fragen. Wenn nur diejenigen pflegen dürften, die die Lage des Patienten kalt lässt und denen selbst in Extremfällen der Atem nicht einmal stockt, sähe die Pflegesituation in diesem Land noch viel beschissener aus. Aber jedem seine Meinung.

Allerdings habe ich derartige Auswüchse über Jahrzehnte nicht erfahren. Vllt ist es diesen Menschen erspart geblieben, weil ich mich darum gekümmert habe - konsequent.

Das ist ja wirklich toll, für deine Patienten und ich meine das gar nicht so ironisch, wie es vielleicht klingt . Vielleicht kommst du aus einer Gegend, in der die Welt noch in Ordnung ist. Hier wo ich wohne, kommt mindestens 1x im Monat ein offenes Brustkrebsgeschwür ("seit gestern"), meistens bei älteren Bäuerinnen, die sich um alles andere als sich selbst kümmern. Oder eben Obdachlose oder alte Menschen mit Durchblutungsstörungen, die ihre abgefaulten Zehen so lange verstecken, bis es nicht mehr geht. Großstadt mit gründem Umland, tolle Region :)* Manchmal geht das ganz fix, da ist mit der richtigen Pflege alles schnell wieder verheilt, manchmal zieht es sich ewig und wird nicht mehr gut.

Und da ich an das Gute glaube, denke ich, dass Testrale sich um seine Patienten mindestens so gut kümmert wie du dich um deine. Aber manchmal führt man einen Kampf gegen Windmühlen und der Teufel ist ein Eichhörnchen. Einfach sagen, dass es sowas nicht geben kann, hilft da nicht weiter.

dranape8x7


beetlejuice

Echt? Auch wenn der Patient darauf besteht die Maßnahme zu beenden? Das ist hart. Dann hoffe ich das da noch anders was geht, so will ja nun wirklich niemand sterben müssen.

G3rfottixg


Gibt es Verwandte, die involviert sind? Wenn nicht, würde ich ihn sterben lassen. Zumal der Tod inabdingbar ist. Aber das ist nur meine Meinung.

Als mein Opa mit Mitte 90 zusammengebrochen war, wurde er nochmal zurückgeholt. Mein Vater hat zusammen mit den Ärtzen entschieden keine weitere Reanimation durchzuführen. So ist er gestorben. Ich weiss nicht, ob man das rechtlich vergleichen kann.

Cxhe


Eine Patientenverfügung wäre da gut... Wenn dieser Patient noch bei klarem Verstand ist, kann er solch eine Verfügung noch treffen. Z.B. auch über eine starke Sedierung, die lebensverkürzend wirken könnte.

L]ucix32


Aktive Sterbehilfe ist in Deutschland ist verboten, allerdings gibt es viele Wege das Sterben zu erleichtern und schmerzlos zu handeln.

Eine davon ist sich in eine Narkose setzen zu lassen. Allerdings ist es hier nicht klar wie die Lebenserwartung des Patients aussieht. Handelt sich um Tage oder ein paar Wochen, ist eine Vollnarkose machbar. Handelt sich potential um Monaten scheidet diese Möglichkeit aus. Auch mit ein TK ohne Sauerstoffzuführ kann man ewig leben. Da hilft Unterlassen nichts.

Eine Patientenverfügung geht nur mit klaren Verstand. Ggf. auch ein Problem.

Schwierige Fragestellung.

CIaraBmal-a 43


Ich habe in Krankenhäusern selbst schon so manches erlebt. Hilflosigkeit von Ärzten und Pflegern und Überlastung sind da keine Seltenheit.

Beispiele fallen mir zur genüge ein. Hygiene in deutschen Krankenhäusern, so wie ich sie erlebt habe, ist nicht immer das, was sie sein sollte. Damit meine ich nichts Übertriebenes, sondern Grundlegendes. Und nicht immer muss es ein Hygieneproblem sein, wein etwas einfach zu spät erkannt wird, weil im häuslichen Bereich schon vieles aus Unwissenheit einfach schiefgegangen ist.

Menschen, die kaum Körperpflege betreiben, wollen oder können oder die entsprechende Wunden haben, werden auch von Fliegen vermehrt heimgesucht. Diese riechen das, bevor man es selbst riecht. Und zu Hause oder im Krankenhaus wird auch einmal das Fenster aufgemacht. Bei einer offenen Wunde kann etwas passieren und bis man es merkt, kann es schon zu spät sein.

Was Sterbehilfe angeht, so halte ich Deutschland für rückgängig. Die Argumente zählen für mich nicht, dass man ein Geschäft damit machen will. Man macht aus allem ein Geschäft, wenn man Bedürfnisse nicht selbst befriedigen kann und andere, dafür etwas geben sollen oder müssen. Das ist in der Nahrungsmittelbranche so und auch im Gesundheitswesen usw. Der Gedanke dahinter, ist nicht unbedingt nur ein negativer, aber die Umsetzung dann etwas, was in letzter Konsequenz auch Schaden anrichten kann. Man macht auch ein Geschäft damit, wenn man das Leiden der Menschen, mit entsprechenden Maschinen und Medikamenten verlängert. Gesetze, die Extreme verhindern wollen, die sollte es geben, aber der Rest sollte eine freie Entscheidung jedes einzelnen Menschen sein, wenn er unheilbar krank ist, körperlich oder psychisch.

Selbst für den Tod über Tabletten zu sorgen, ist eine heikle Sache, die sehr leidvoll sein kann, wenn man sich hier nicht richtig auskennt.

Wenn man Glück hat, dann funktioniert eine Schmerztherapie gekoppelt mit Opiaten, wenn man Pech hat nicht. Das dumme bei hohen Morphiumgaben und Schmerzmitteln kann Übelkeit sein. Gut, die kann man mit Medikamenten ausschalten, sofern man diese verträgt. Wenn eine solche Therapie nicht gut gelingt, dann bindet einem der Staat die Hände. Jedes leidvoll gestorbenes Leben ist eines zuviel.

Es gibt ja jetzt auch das Sterbefasten. Genauso so eine Sache mit einigen Nebenwirkungen. Verhungern und verdursten freiwillig, damit man dem Gesetz in Deutschland Rechnung tragen kann. Alleine kann man das auf keinen Fall machen, weil alleine schon die Mundhygiene zu einer Katastrophe wird in Sachen Gestank, durch die Austrocknung der Schleimhäute und der entsprechenden Fehlbesiedelung durch Bakterien.

In deinem Fall, würde ich mit den Ärzten sprechen, Testrale und das versuchen, was die Gesetzeslage halt hergibt. Eine Bekannte von mir mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, hat an ihrem Sterbetag eine hohe Dosis von Opiaten verlangt, weil sie endlich einmal wieder hat schlafen wollen. Der Wunsch ist ihr gewährt worden. Sie ist nicht wieder aufgewacht. Sie hat auch sterben wollen, war aber zum Schluss in einem Hospiz.

CGara(mala x3


Soll natürlich anstatt wein - wenn heißen.

TUestrxale


Der PatinIn möchte nicht in ein Hospiz.

TPestfrale


Also, wir kümmern uns gut um den Patientin. DerPatientin möchte nicht in ein Hospiz aus folgendem Grund. Der Krebs wird früher oder Später ein großes Hallsgefäss zerstören und dann wird das Blut in die Atemkanüle und somit in die Lunge strömen. In diesem Fall können wir das Blut absaugen, so das erste/sie nicht am eigenen Blut ertrinkt. Der/die Patientin befürchtet, das ein Hospiz in solch einem Fall überfordert wäre.

L`ucix32


Das macht die Sache natürlich schwieriger.

Wird er/sie palliativ im Krankenhaus behandelt?

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