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Schwiegereltern - es geht nicht mehr!

H$anYne0x7 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

wir wohnen mit den Schwiegereltern (78 + 81) unter einem Dach, das Haus ist vor Jahren an meinen Mann überschrieben worden, Schwiegereltern haben Niesbrauchrecht.

Das Verhältnis meines Mannes zu seinen Eltern, insbesondere zum Vater, ist seit je her angespannt. Ich habe immer versucht, auszugleichen.

Die Hauptbeschäftigung meiner Schwiegereltern ist seit Jahren, sich gegenseitig in einer Lautstärke anzuzicken.

Schwiemu hatte eine HerzOP, ist jetzt nach 14 Wochen wieder zuhause. Sie war vorher noch im Pflegeheim, wo sie wieder etwas aufgepäppelt wurde.

Wir haben uns in der Zwischenzeit um Schwiegervater gekümmert, haben viele Informationen eingeholt, haben viel unserer Lebenszeit und Energie investiert, damit Schwiemu zurück nach Hause kann. - Alles soweit selbstverständlich.

Wir haben auch unseren Sommerurlaub gekürzt, um uns kümmern zu können.

Schwiegervater hatte alle Vorschläge die Wohnung pflegetauglich zu gestalten abgelehnt "Wir müssen ja erst mal gucken, was wird."

Schwiemu ist seit einer Woche zuhause, hat seitdem die Wohnung nicht verlassen. Treppenlift ist vorhanden, man hätte nur wollen müssen.

Letzte Woche kam sie abends nicht ohne Hilfe vom Bad ins Bett. Schwiegervater hat ihr die ganze Zeit Vorwürfe gemacht, was sie alles nicht kann und falsch macht. Ich hab versucht, zu beschwichtigen, weil er ja vielleicht mit seinen Vorwürfen Recht hat, die aber in dem Moment nichts bringen. Darauf sagte er mir, ich hätte ja keine Ahnung.

Das war zuviel. Ich habe ihm gesagt, dass wir seit Wochen viel Zeit und Energie hier investieren, dass sich aber nichts getan hat, weil alle Vorschläge ihn ja nicht interessiert hätten.

Und habe beschlossen, unter diesen Voraussetzungen die Wohnung der Schwiegereltern nicht mehr zu betreten.

Am Tag drauf begegnete mir Schwiegervater vor der Haustür, ich habe freundlich "guten Morgen" gewünscht, er hat das ignoriert.

Ich erwarte keinen Kniefall für mein Engagement. Aber ich bin nicht bereit, mich so herablassend und respektlos behandeln zu lassen.

Mein Mann, sein Bruder und meine Schwägerin kennen meine Entscheidung.

Am Montag haben mein Mann und sein Bruder mit den Eltern ein Gespräch geführt, wie es denn weiter gehen soll, was notwendig ist, z.B. Arztbesuche, Pflegedienst, Physiotherapie ... Schwiegervater hat alles abgenickt. Und? Was passiert? Bislang soweit ich das mitbekommen habe - nichts!

Wäre der Bruder bei dem Gespräch nicht mit dabei gewesen, wäre es vermutlich eskaliert.

O.k., sollen Schwiegereltern noch in ihrem Dreck ver....

Können wir dafür rechtlich belangt werden? Sie sind nicht entmündigt, treffen also selber die Entscheidung, ob sie zum Arzt gehen, ob ein Pflegedienst notwendig ist, um Schwiemu morgens fertig zu machen.

Es geht mir nicht um die moralische Seite. Es ist mir auch egal, was die Nachbarn denken - die kennen Schwiegereltern auch.

Ist es unterlassene Hilfeleistung, wenn wir nicht eingreifen? Strom, Wasser, Heizung ... alles da, und einkaufen und kochen können sie auch.

Am besten wäre es gewesen, wenn mein Mann das Haus damals nicht übernommen hätte. Jetzt wegen der schrägen Schwiegereltern aus dem eigenen Haus auszuziehen und sich irgendwo eine Mietwohnung zu suchen, kann es ja auch nicht sein.

Bin ja gespannt, wann Schwiegereltern mir vorwerfen, ich wäre hier ja nur eingezogen, um Miete zu sparen...

So, Danke für's Lesen. Ich musste mich mal ausko.... Aber für Kommentare und Perspektiven bin ich auch dankbar.

Viele Grüße

Hanne07

Antworten
Lhucgi3x2


Nein, das ist keine unterlassene Hilfeleistung. Sie sind zwei mündige Erwachsene und was sie tun oder lassen, ist ihre Sache. Auch wenn es schwierig ist anzugucken.

Du kannst ruhige Gewissens sie alleine lassen. Wenn es eskaliert, geh einfach weg. Der Schwiegervater ist scheinbar sehr stur. Lass ihm auf euch zukommen, wenn er überfordert ist. Vermutlich spielt Stolz eine Rolle und er kommt nicht ganz zu Recht mit die Krankheit seiner Frau.

H:annxe07


Danke, Luci.

Ja, Schwiegervater ist sehr stur! Und er weiß immer und überall alles besser - zumindest ist er davon überzeugt.

Dass er überfordert ist, denke ich auch. Aber das kann man auch sagen, und nach Hilfe fragen.

Mit der Krankheit seiner Frau ... Frauen haben zu funktionieren und das Essen muss auf dem Tisch stehen. Schlimm genug, dass sie seit Jahren nicht mehr in der Lage ist, die Wohnung zu putzen und das eine Haushaltshilfe macht. (Das sagt es zwar nicht so, aber es ist eben die klassische Rollenverteilung. Die Haushaltshilfe ist übrigens "sie" und nicht "Frau ....")

Schwiemu ist - und das ist ja nicht schlimm - inkontinent. Das will er auch nicht wahr haben. Wir haben Inkontinenzvorlagen besorgt und oben hin gelegt. Die werden wohl auch benutzt, und es soll auch nicht mehr so stark riechen.

Die Haushaltshilfe hat mir nach der Entlassung aus dem Heim gesagt, dass sämtliche Schlüpfer meiner Schwiegermutter nass wären.

F*rühalinngsfkind5


Hallo Hanne

hui das sind ja so ähnliche Zustände wie ich hatte........

die Betonung liegt auf HATTE; denn.... nachdem meine Schwiegereltern mich nicht akzeptiert haben (gemeinsamer Haushalt!) vor allem Schwiegermutter die sich sehr feindselig mir gegenüber verhalten hat - war ich natürlich auch nicht bereit sie zu pflegen.

Heute lebt sie seit einigen Jahren im Altenheim, wir haben unsere Ruhe zu zweit und genießen unser Leben.

Allerdings..........aber damit kann ich gut leben, werde ich von den gesamten Verwandten meines Mannes gemieden, weil ich ja böse bin und sie nicht pflege und sie darum im Altenheim leben muss.

Tja wie man in den Wald hinein schreit!

HWannQe07


Hallo Frühlingskind,

nein, wir haben ja keinen gemeinsamen Haushalt. Den würde ich weder mit den Schwiegereltern noch mit den eigenen Eltern haben wollen.

Wenn wir nicht unter einem Dach leben würden (in 2 Wohnungen) wäre es dahingehend einfacher, dass wir die Zustände nicht so mitbekommen würden...

Die Verwandtschaft meiner Schwiegereltern interessiert mich nicht die Bohne.

FjrühlWingskxind5


ja unter einem Dach ist immer ein Problem, selbst bei getrennten Wohneinheiten, zwar sicher leichter weil doch jeder seinen eigenen Bereich hat (gabs bei uns nicht) aber dennoch lebt man unter einem Dach - und ja nicht mal das würde ich aus meiner jetzigen Erfahrung wollen. :(v warum, merkst du bereits selbst.

H>anZne07


Hm, es war jahrelang soweit akzeptabel, weil man sich weitgehend aus dem Weg gegangen ist.

Und das werde ich jetzt weiter so machen, nur viel konsequenter!

Ein bisschen leid tut's mir für Schwiegermutter, aber auch nur ein bisschen. Denn sie hat sich dieses arrogante und sture Verhalten von Schwiegervater auch zu lange bieten lassen. Und sie ist diejenige, die einen Pflegedienst brauchen würde, der aber immer noch nicht bestellt ist. Sie ist diejenige, die seit 8 Wochen keinen Arzt mehr gesehen hat, und das nach einer schwierigen OP, Krankenhauskeim, Diabetes (seit Jahren nicht vernünftig eingestellt und entsprechende Folgeschäden), die dringend Phyisiotherapie zur Mobilisierung brauchen würde.

Ich kann's nicht ändern.

Und es ist auch nicht meine Verantwortung.

FGIhlinmgskIincdx5


Zitat

Und es ist auch nicht meine Verantwortung.

:)^ genau

Ferühl{ingsYkixnd5


Und es ist auch nicht meine Verantwortung.

genau

(hoffe jetzt hats geklappt mit zitieren)

Syheixlagh


Nein, das ist keine unterlassene Hilfeleistung. Sie sind zwei mündige Erwachsene und was sie tun oder lassen, ist ihre Sache.

:)^

Allerdings sind sie wie es scheint überfordert mit der Situation, und müssen erst lernen, dass es alleine nicht mehr gut klappt und, von außen (Pflege-)Hilfe anzunehmen.

Das ist ein schwieriger Prozess.

Geh' nicht so hart mit ihnen ins Gericht. :)_

h@eutme_hxier


Kann dein Mann nicht einmal Klartext mit dem Vater reden?

In dem Alter deiner Schwiegereltern benehmen sich die Herrschaften mitunter sehr weltfremd und jenseits dessen, was angebracht ist. Erlebe ich derzeit mit meiner Schwiegermutter. Da muss man schon mit Engelszungen Überzeugungsarbeit leisten.

Ich sehe hier die Verantwortung bei den Kindern der Schwiegereltern. Kümmern sollte man sich schon, dass die richtigen gesundheitlichen Maßnahmen in Gang gesetzt werden.

Deine Aufgabe ist es nicht.

Hcannex07


DIe beiden Söhne haben am Montag versucht, mit den Eltern zu reden. Alles, was anstand, wurde abgenickt und zugesagt.

Getan hat sich noch nichts.

Mit Schwiegervater reden ... das ist nicht möglich, weil er alles besser weiß und alles anderen sowieso nur dumm sind. So ist er aber schon seit Jahren.

stunnyaKrielxle


Getan hat sich noch nichts.

Mal ne andere Idee - ist SchwieMu noch nicht wieder so weit hergestellt, dass sie telefonieren

kann wegen der Pflege ? Wenn er nix tut muss sie eben selbst ran....

h\eutew_hixer


@ Hanne

Ein einmaliges Gespräch ist leider nicht ausreichend.

Mit Engelszungen reden heisst zu verdeutlichen welche Folgen ein Nichthandeln hat, aufzuzeigen dass sich die Situation komplett geändert hat und verbindliche Termine vereinbaren.

Danach heisst es dran bleiben. Nachfragen, ob und mit welchem Ergebnis etwas erledigt worden ist. Diese Kontrolle mehrfach und zwar auch in einem netten Ton. Das ist anstrengend, aber so sind manche Eltern in dem Alter nunmal.

Wir machen das mit der Schwiegermutter durch. Häufig vergisst sie auch die Sachen einfach. Das gehört zum Älterwerden dazu.

HZannex07


@ sunnyarielle

Stimmt, das könnte Schwiemu selber tun.

Allerdings hat sie in der klassischen Rollenverteilung schon lange aufgegeben, sich selbst um irgendetwas organsiatorisches zu kümmern. Das macht immer Schwiegervater.

Aber du hast Recht: Wenn sie einen Pflegedienst braucht, dann kann sie da anrufen. Wenn sie einen Arzttermin, eine Physiottherapie braucht, kann sie sich auch drum kümmern. Die ist ja nicht bettlägerig.

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