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Pflegegrad- es ist wie ein Supergau

c8ora{lin hat die Diskussion gestartet


So, ich muss ausholen.

Meine Omi kam vor einigen Wochen ins Krankenhaus wegen komplexer O.ps.

Die Ärzte dachten nicht, dass sie das überlebt, aber zur Freude aller hat sie das.

Danach ging der Alptraum aber erst richtig los. Beantragung des Pflegegrades und die bürokratischen Auseinandersetzungen.

Laut Aktenlage hat sie Pflegestufe 1, was absoluter Unsinn ist.

Wir sind sofort in den Widerspruch gegangen.

Sie weiß nicht welche Tabletten sie nimmt, die Demenz schreitet voran, sie ist nicht mobil, sie kann nicht einkaufen, nicht zum Arzt fahren.

Sie braucht ständig Hilfe.

Mit Pflegestufe 1 gibt es eine Haushaltshilfe im Wert von 125 Euro. Leute, das ist ein Witz!!! :|N

Als wir das Formular, mit dem der Gutachter das im Krankenhaus per Eilbegutachtung eingeschätzt haben gesehen haben, haben wir bald einen Lachkrampf bekommen. Die Oma soll zu Hause gepflegt werden. Laut Aktenlage kann sie Treppen steigen, sitzt aber laut Aktenlage gleichzeitig im Rollstuhl.

Kann mir jemand sagen, wie eine Person, die im Rollstuhl sitzt, Treppen steigen kann? Oder wie sie keine Verstopfung hat, obwohl sie Abführmittel aufgrund der Verstopfung bekommt?

Dann haben wir bei der KV angerufen. Das weiß die eine Hand nicht was die andere tut. Ich will das jetzt nicht vertiefen, weil ich eben auch nicht weiß wie viel ich hier im Forum preis geben darf, aber es ist wirklich der blanke Wahnsinn.

Meine Erkenntnis ist einfach folgende: Offenbar sollen die Pflegeheime reicht gemacht werden und es zielt darauf ab, dass man als Angehöriger alsbald die Nase voll hat von dem ganzen Papierkram.

Mit Pflegegrad 1 kommt sie natürlich auch nicht in die Kurzzeitpflege rein und es gibt auch keine Verhinderungspflege.

Das ist utopisch. Die Frau ist über 80 und hat 2 schwere O.Ps hinter sich!!!

Ich könnte mich den ganzen Tag über aufregen.

Meine Mama ist den ganzen Tag am telefonieren.

Das mit der Haushaltshilfe ist auch eine Lachnummer. Wir haben dann nachgefragt, da hieß es die Haushaltshilfe im Ort wäre gerade ausgefallen. Das würde eh nicht so einfach gehen. Dann haben wir uns nach den Leistungen erkundigt. Die würden einkaufen und den Haushalt machen, aber nicht Fenster putzen, weil da könnten sie ja raus fallen.

Das ist lächerlich. Den Einkauf bekommt meine Oma, aber zum Arzt fährt sie niemand oder was?

Welcher Mensch, der seinen Haushalt nicht bewerkstelligen kann, kann denn bitte noch allein zu Hause leben? Im Normalfall machen den Haushalt dann doch eh die Kinder oder Enkel.

Ich versteh die Welt nicht mehr. Sorry, ich bin einfach nur sprachlos.

Antworten
caoralixn


So viele Widersprüche und so unlogisch.

Im Altersheim hätte sie sofort die 2 bekommen.

MtsEi%nsaxm


Ic würde ich das nochmal mit den Trägern ansprechen. Vielleicht hilft es einen Termin zu machen? Oder sich entsprechend beraten lassen von Beratungsstellen, die sich auskennen.

Wohnt die Oma nicht bei Dir daheim? Ein paar der Probleme die Du ansprichst, wie Fensterputzen, stehen vielleicht nicht im Vordergrund?

coor~aliqn


Ich wollte mit dem Fensterputzen nur aufzeigen wie irre das alles ist.

Was bringt denn eine Haushaltshilfe, die nicht Fenster putzen darf?

Ein Gespräch bei einer Beratung, die langfristig Erfolge haben soll, kostet 200 Euro.

Die Träger reden sich momentan alle heraus. Da weiß die eine Hand nicht, was die andere tut.

Die KV schiebt alles auf die Pflegekasse und umgekehrt.

c{oranlixn


Ja, wohnt sie.

Und da brauche ich auch keine Sachleistungen.

Da wäre es viel sinnvoller, dass man den finanziellen Ausgleich bekommt, damit man in Hinsicht auf die Arbeit und wenn man nicht 40 Stunden arbeiten kann wegen der Pflege,Vergünstigungen hat.

Zumal meine Oma mindestens den Pflegegrad 2 hätte.

naemxue


Meine Mutter hat bis jetzt noch gar keine Pflegstufe bekommen.....das ist echt unfassbar....und jetzt wo du es so schreibst.....könnte hinkommen, daß die einen so in den Wahnsinn treiben wollen, bis man aufgibt >:( :|N ":/ :(v

n"adqdel8x6


Widerspruch einreichen und begründen was laut Gutachten falsch eingeschätzt wurde. Gehe Punkt für Punkt vor und beründe genau, am besten mit Zeiten.

Wenn du das richtig machst, kommt ein neuer Gutachter, bei dem Termin sei dabei und begründe auch da.

Telefonisch wirst du eh nichts erreichen, ihr habt auch nur eine kurze Frist für den Widerspruch. Also reg dich ab und handle. Es bringt weder dir noch deiner Oma was, wenn ihr da jeden Tag irgendwo rumtelefoniert und dadurch die Fristen versäut.

Viel Erfolg

bleet.l5ejuixce21


Voll krass was ihr alle schreibt. Ich hab direkt 4 für meine Mutter bekommen... viel Hilfe und null Probleme. Jedoch hatte ich die prüfungsfragen selbst schon beantwortet und nur mit mdk abgeglichen

S5üUntje


war bei meinem Vater ebenso beetlejuice.

Ich kann das auch nicht nachvollziehen.

h)euteo_hiexr


ok, die TE ist nicht mehr so glaubwürdig nach ihren anderen Threads

Seit 2017 wurde das Pflegegesetz geändert. Wie auch immer das intern beim MDK geregelt ist, weiss kein Mensch.

Bei der Pflegegrad-Einstufung meiner Schwiegermutter ging es ähnlich zu wie von der TE berichtet. Ich möchte mich grad nicht daran erinnern, denn die Begutachtung war unterhalb der Menschenwürde.

Widerspruch ist das wichtigste (Fristzeit beachten). Das Allerwichtigste ist, deine Emotionen im Griff zu haben und sachlich auf dieses Gutachten zu reagieren. Auf der Seite der Begutachter sitzen auch nur Mitarbeiter, die Anweisungen empfangen und diese durchführen müssen. Da ist nichts menschliches dabei und hat nichts mit der zu begutachtenden Person zu tun.

Informieren, es gibt die unabhängige Patientenberatung, die ist kostenfrei und kompetent. Wichtig ist, zu wissen was für die Pflegegrad-Bestimmung ausschlaggebend ist. Fensterputzen sicherlich nicht.

Das sind halt die Optimierungen im Gesundheitssystem, mit dem wir alle konfrontiert sind.

Alles Gute für deine Oma!

cWora^lin


Danke und schön zu lesen, dass es anderen ähnlich geht.

Der Pflegegrad 1 ist wohl ein Witz an sich. Was bringt die Haushaltshilfe im Wert von 125 Euro?

Sie bekommt mit diesem Grad weder einen Pflegedienst, noch Pflegegeld, noch kann sie in eine Kurzzeitpflege.

Meine Oma ist über 80, nicht mehr mobil, kann nicht alleine kochen etc.

Wenn ich meine Oma 10 km entfernt aussetzen würde, würde die morgen tot sein. Die bekommt nichts allein auf die Reihe.

Alles idiotisch.

F{izzl ypuzzlxy


Dafür das Du dich erstmalig mit zu pflegenden Personen beschäftigen musst und keine Ahnung von dem hast was überhaupt jemandem zusteht, haust Du ganz schön auf die K...e. Komm erst mal runter, bevor Du hier alles und jeden aus dem Pflegebereich runter machst. Zu deiner Info:

Es gibt keine Pflegestufe mehr sondern Pflegegrade. Wenn dir die Einstufung nicht passt, kannst Du in den Widerspruch gehen..... und dann erst mal abwarten.

Zuständig ist nicht die KK, sondern die Pflegekasse als eigenständiger Bereich.

Was bringt die Haushaltshilfe im Wert von 125 Euro?

Auch diesen "Sonderzuschuss" gibt es erst max. 2 -3 Jahre. Dieser Betrag reicht u. U. für nur 4 Std, da die Std. mit ca. 30,00 Euro angesetzt wird... überwiegend. Und vorgesehen sind diese 125,00 Euro für eine Einkaufshilfe. Wenn der Haushalt geputzt werden soll, müssen ohne Ausnahme alle privat bezahlen. Die Pflege bezieht sich nur auf die Person, nicht auf den Haushalt.

Kann mir jemand sagen, wie eine Person, die im Rollstuhl sitzt, Treppen steigen kann? Oder wie sie keine Verstopfung hat, obwohl sie Abführmittel aufgrund der Verstopfung bekommt?

Warum sitzt sie denn im Rollstuhl? Hat sie vorher auch schon im Rollstuhl gesessen? Und unter Verstopfung leiden auch junge und gesunde Menschen. Viele durch Einnahme von Morphinen. Wegen Verstopfung wird sich der Pflegegrad sicher nicht gravierend erhöhen.

Welcher Mensch, der seinen Haushalt nicht bewerkstelligen kann, kann denn bitte noch allein zu Hause leben? Im Normalfall machen den Haushalt dann doch eh die Kinder oder Enkel.

Genau so ist es, wenn ihr sie nicht in ein Pflegeheim bringen wollt. Und bezahlt bekommt ihr diese Leistungen nicht.

cVoaralxin


Im Gegensatz zu dir, weiß ich wenigstens dass es diese Pflegegrade und Pflegegrad 1 mit Haushaltshilfe nicht für ein paar Jahre, sondern erst seit 2017 gibt.

Also dafür, dass ich gar keine Ahnung habe, weiß ich offenbar schon mehr als du.

Dir erschließt sich ja nicht einmal, dass damit der Widerspruch an sich gemeint war.

Wie kann jemand im Rollstuhl sitzen und Treppen laufen?

Wie kann jemand keine Verstopfung haben und Abführmittel brauchen aufgrund von Verstopfung?

Finden Sie das Problem.

Und lass mich drei Mal raten: Vermutlich arbeitest du als Pflegerin im Pflegeheim und möchtest hier Werbung machen 8_)

n addEel86


Nur mal so am Rande, da du das nicht zu wissen scheinst. Die Pflegegrade beziehen sich darauf, ob die zu pflegende Person sich noch UM SICH SELBST kümmern kann. Hier ist der Haushalt quasi egal. Sprich kann sie sich allein anziehen, allein auf Toilette, sich waschen usw. Ob die Fenster geputzt werden oder nicht ist herzlich egal. Meine Mutter hat den Grad 3. Du kannst nachlesen was wir dafür bekommen. Sie sitzt im Rollstuhl weil sie halbseitig gelähmt ist nach einem Schlaganfall und allein so gut wie gar nichts mehr kann. Sprich sie braucht für extrem viel Hilfe. Wie stehts bei deiner Oma speziell? Nur weil jemand über 80 ist und einige OPs hinter sich hat, ist er noch lang nicht automatisch ein Pflegefall. Was kann sie denn nicht mehr?

Statt dich hier aufzuregen würde es mehr bringen du würdest Fakten nennen. Sonst wird dir niemand helfen können

c8oralixn


Meine Oma hatte 2 schwere Herz O.Ps und hat Probleme sich selbst anzuziehen, zu waschen usw.

Einkäufe und Arztbesuche gingen davor schon nicht ohne Hilfe. Da konnte sie sich aber selbst waschen, ohne Hilfe fortbewegen und anziehen... :-/

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