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Pflege der Eltern, wohnen aber weit weg

a-pf:ellgr_ün_ hat die Diskussion gestartet


Hi allerseits! :)

Meine Eltern sind beide zwar noch rüstig und fidel. Aber sie gehen auf die 70 zu und man macht sich natürlich schon seine Gedanken... :-/ Zumal beide sich auch nicht optimal eränhren, Papa kämpft mit ÜBergewicht und Typ II, Mama ist Kettenraucherin.

Mich interessiert, wie mit das mit der Pflege ist, wenn man weit voneinander entfernt wohnt. Außerdem will ich schon mal was zurücklegen für den Fall.

Es gibt keine Geschwister oder sonst wie Verwandte, die sich dann um sie vor Ort kümmern könnten.

Wir wohnen zur Zeit 871 km auseinander. Sie Bayern, ich Schleswig Holstein.

Wie ist das, wenn die mal Pflegefall werden, oder schlichtweg zu alt, um selbst klar zu kommen?

Ich möchte sie dann hier in die Stadt holen. An wen müsste man sich wenden, um sie hierher zu transportieren und mit welchen Kosten müsste man da rechnen ?

Dann möchten sie am liebsten in eine Residenz. Zu Hause pflegen geht bei uns nicht, das möchten sie auch nicht. Bekommen sie dann aber einen Platz in einem Pflegeheim oder einer Residenz? Denn ich habe gehört, dass die hier total überrannt sind. Und meine Eltern kämen ja von woanders. Einheimische würde wahrscheinlich vorgehen, oder?

Ich hoffe, jemand kann mir einen kleinen Anreiz geben, denn ich weiß absolut nicht, wie man sich verhält, wenn pflegebedürftige Eltern weit weg wohnen *:)

Antworten
kIobold`ine44


Nun, wäre ich in der Situation würde ich folgendes tun.

1. Klären...wollen die Eltern überhaupt im hohen Alter verpflanzt werden? Man hört und erlebt oft das an dem Spruch: alte Bäume verpflanzt man nicht, ziemlich viel Wahres steckt.

2. Wenn sie dies wollen , würde ich die zeit, die sie noch rüstig sind dazu nutzen sich diverse Residenzen in Deiner Gegend anzuschauen. Alternativ...falls sie nicht aus der alten Umgebung weg wollen..in ihrer Gegend.

In diesen Häusern kann man sich sicherlich auch auf so eine Art Warteliste setzen lassen, wenn einem dieses Haus gefällt.

Das wäre so meine Vorgehensweise solange die Eltern noch rüstig genug sind.

aMpfZelugr9ün_


Huhu, Warteliste klingt gut, das werden wir mal anpeilen *:)

Sie wollen tatsächlich bei Pflegebedürftigkeit dann hier hoch. Ich bin mir auch unsicher, weil sie da unten geboren und tief verwurzelt sind das ganze auch ein Kulturschock wäre :-/

Andererseits hat es natürlich seine Vorteile, so könnte ich sie hier regelmäßig besuchen mit den Enkeln.

ksobozlRdixne44


Diese Unsicherheit ist sicher richtig. Ich meine, jetzt sind sie noch zu zweit...alles gut mitOortswechsel usw. obwohl da auch schon die alten Bekannten fehlen werden. Aber stell dir mal vor einer verstirbt....meinst du der andere ist dann noch glücklich über den Ortswechsel?Genau sowas würde ich ansprechen und wirklich tiefgehend klären. Und dann die Große Besichtigungstour starten^^

c@rie?charlkie


Auf Listen setzen lassen und wenn es dann soweit ist, den Umzug planen, damit sie in der neuen Umgebung heimisch werden;

wenn sie das eh vorhaben, dann lieber schneller als später. Die meisten gehen zu spät. Und was meinst Du mit:

wie bekomme ich sie hierher?

Zug/Flugzeug/Abholen....

oder brauchen sie "dann" Liegendtransport? Beide? Woher weißt Du das?

X4irmain


Beim umziehen würde ich selbst ca 2-4 wochen urlaub einplanen um die wichtigsten sachen einzupacken und per transporter oder umzugsdienst weg zu räumen.

Den rest würde ich einem entrümpler überlassen. Werdet vllt kein geld rausbekommen, aber wenn man so weit weg wohnt, ist zeit mehr wert als geld

Geld würde ich einrechnen dafür allein 5000-10000euro. Zur not habt ihr am ende einen puffer.

Umzugsdienst 2000-3000 (bei der entfernung sind die kosten höher), runter fahren 3-4 mal 500-800euro. Kisten eventuelle Handwerker für renovierung usw.

(Hängt aber von ab ob sie in einer Mietwohnung wohnen und wie lange schon. Bei haus würde ich dann einen makler beauftragen)

Bei mir sind beim umzug ein haufen unverhergesehene kosten aufgetaucht. Lampe beim transport kaputt gegangen. Werkzeug fehlt oder geht kaputt. Umzugskartons. Usw.

Deswegen habe ich den relativ hohen puffer angegeben.

Wenn man alles selbst macht, wirda sehr viel günstiger, aber dafür brauch man dann viel zeit ältere menschen können dann kaum noch selbst umzugskisten packen und tragen.

Und die werden vllt tüddelig und sentimental beim packen.

Xuiraxin


Hmpf.

Und SIE werfen tüddelig und sentimental.

Blödes handy.

Das is übrigens nich böse gemeint, aber wenn icj mir meine grosseltern anseh...die können sich von NIX trennen.

Xhirai}n


Ich gebs auf... werfen sie halt tüddelig... :)_

*weisse fahne schwenk*

H0annxe07


Sie gehen auf die 70 zu ....

Also haben sie ja hoffentlich noch ein paar Jahre vor sich.

Wenn sie tatsächlich von Bayern nach Schleswig-Holstein wollen, würde ich das rechtzeitig einstielen. Jeder Monat, in dem sie noch fit sind und sich in der neuen Heimat einleben können, ist ein Geschenk.

Gibt es bei euch "betreutes Wohnen"? Man hat seine Wohnung und bucht Betreuungslösungen nach Bedarf hinzu. Hat aber auch noch Selbständigkeit.

Wichtig ist, dass sie beide zusammen sich entscheiden. Sobald ein Elternteil auf dem Friedhof in der alten Heimat liegt, wird der andere nicht mehr dort weg wollen. ...

Was machen deine Eltern gerne? Gibt es bei euch entsprechende Vereine, Gemeinschaften etc. in die sie sich einbringen könnten?

Die Kinder und Enkelkinder können solche Kontakte nicht ersetzen, und du wirst nicht ernsthaft wollen, dass deine Eltern / oder das verbleibende Elternteil dann sich nur auf dich konzentrieren.

Zwischen meinem Vater und mir liegen "nur" 1 1/2 Stunden Autofahrt. Die Überlegung, ihn nach dem Tod meiner Mutter hier her zu holen, haben wir schnell wieder fallen gelassen. Er hat an seinem Heimatort seine sozialen Kontakte, Freunde, Nachbarn, ehemalige Kollegen, Kirchengemeinde etc.

Wir Kinder kümmern uns aus der Entfernung, sind aber regelmäßig bei ihm.

Hätten wir ihn hier her geholt, wären wir sein einziger Ansprechpartner - und das muss nicht sein. Er ist zum Glück noch fit genug.

Wichtig ist, dass du dich auf die Nachbarn / Freunde im Heimatort deiner Eltern verlassen kannst, d.h., dass sie dich informieren, wenn ihnen irgendwas auffällt, dass sie dich anrufen, wenn irgendwas ist. Eltern erzählen von sich aus ja auch nicht alles ...

Vielleicht möchten deine Eltern einfach mal ein paar Wochen bei dir in der Nähe wohnen? In einer Ferienwohnung z.B.?

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