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Erste Hilfe Maßnahmen bei falscher Medikamentengabe

SItefx97 hat die Diskussion gestartet


Hey,

ich habe vor kurzem einen Beitrag gelesen, wo eine Bewohnerin aufgrund falscher Medigabe durch PK gestorben ist.

Nun habe ich gegoogelt was da mann machen kann als erste Hilfe Maßnahmen. Habe aber nichts hilfreiches gefunden.

Es kommt natürlich immer auf die Gabe welches Medikaments an.

Nehmen wir mal an ein Bew. bekommt anstatt parkinson medikament, wie z.b. levodopa, ein blutdrucksenkendes Medikament. Nun hat der Bew. niedrigen Blutdruck und ist immobil. Dann sinkt der RR noch niedriger.

Was man machen könnte wäre ja wechselduschen (warm auf kalt). Aber das ist ja ziemlich unpassend finde ich aus dem Grund, da die Person 1. Kleidung an hat und 2. aufgrund des niedrigen Blutdrucks auch in Bewusslosigkeit fallen kann.

Wenn die Bew. eine Synkope bekommt weis ich was ich machen muss. Aber was kann man denn alles machen wenn noch die Bew. ansprechbar ist?

Und habt ihr auch Beispiele zu anderen Medikamentenvertauschungen was da machen kann als Erste Hilfe Maßnahme ?

Antworten
RThelxia


Du machst erst mal nichts anderes, als den Arzt darüber zu informieren. Sobald der Fehler erkannt wurde.

Der Arzt entscheidet, was zu tun ist, abhängig vom Medikament und Zustand des Patienten.

Falsche Medikamentengabe sollte nicht passieren. In der Praxis passiert es leider. Wichtig ist es, den Arzt darüber in Kenntnis zu setzen und nicht zu verschweigen.

Als Auszubildender oder KPH darfst du übrigens keine Medikamente ausgeben.

g`alza4xyxs


Im privaten Bereich würde ich sagen, dass Erbrechen immer noch die beste Möglichkeit ist, sofern es um eine orale Einnahme geht welche noch nicht lange her ist. Natürlich umso flüssiger und umso schneller verfügbar ein Medikament ist, umso weniger bringt das. Aber mit Tabletten, insbesondere die, die so konzipiert sind, dass sie sich erst im Darm auflösen, da ist das vermutlich die beste Erste Hilfe Maßnahme. Und natürlich trotzdem einen Arzt aufsuchen. Falls es keine Tablette war, die Einnahme länger her ist oder ähnliches, dann den Notdienst oder die Vergiftungszentrale anrufen. Manchmal ist es ja nicht schlimm, wenn man mal was falsches erwischt, auch nicht, wenn die Dosis höher ist. Nimmt man zB unabsichtlich Ibuprofen statt Betablocker, dann wird genau nichts passieren. Auch nicht, wenns paar Tabletten sind.

Im medizinischen Umfeld gilt immer, sofort den Arzt zu konsultieren, wenn es den Patienten akut schlecht geht, falsche Maßnahmen unternommen wurden usw. Der Arzt hat die Verantwortung und ist somit die letzte Instanz (was MEDIZINISCHE Anliegen betrifft, nicht pflegerische). Du hast nicht die Befugnis die Medikamente selbstständig zu wechseln - wenn unabsichtlich eine Verwechslung passiert, muss umgehend der behandelnde Arzt informiert werden, wenn es noch nicht so lange her ist, kann der Wirkstoff zB noch mit Kohle gebunen werden, eventuell ist es notwendigt den Magen auspumpen zu lassen, sofern die Medikation wirklich verheerende Folgen für den Patienten hätte. Falls es doch schon länger her ist und eventuell sogar erste Symptome auftreten, dann wird der Patient eine Gegenbehandlung bekommen müssen, damit sich Blutdruck, Kreislauf etc stabilisieren.

Da ich selber eine medizinisches Studium abgeschlossen habe und auch seit mehreren Jahren mal mehr oder weniger intensiv in dem Bereich arbeite, kann ich dir sagen - pass auf, dass du dir nicht zu viel raus nimmst. Überschätze deine Kompetenzen und Verantwortungsbereiche nicht und überschreite diese niemals. Das kann dich den Job kosten.

Und wenn ich deine anderen Beiträge so lese, unter anderem den Fieberbeitrag in dem ich auch geantwortet habe, bin ich mir nicht ganz sicher...bist du gerade am Beginn der Ausbildung? Weil ich aus deinen Beiträgen sehr viel Unsicherheit und eventuell sogar fehlenden Hausverstand (ich möchte dir nichts unterstellen, aber jeder andere sucht sich die Fachliteratur oder googelt nach den richtigen Stichwörtern...auch deine Fieberfrage ließe sich einfach mit Google beantworten, bzw einfach mit Hausverstand) herauslese. Solltest du nicht gerade ein absoluter Anfänger sein, überlege dir vielleicht, ob es wirklich ganz deines ist? Weil Unsicherheit und fehlender Hausverstand sind im medizinischen Bereich sehr hinderlich. Ich hatte selber Kolleginnen, die mich (damals direkt nach dem Studium) ständig gefragt haben, ob ich den Befund so freigeben würde, ob ich mir die Kreuzprobe noch mal anschauen kann, weil sie ja nicht wollen, dass dem Patienten etwas passiert usw...sicher schmeichelt es einen, wenn die Kollegen, die seit 15 Jahren im Beruf sind, die Meinung schätzen und einen so sehr mögen und einem vertrauen, dass sie immer nur zu einem kommen und niemanden anderen fragen. Aber wenn man selber einen Berg Arbeit hat, dann wird das nervig und fällt irgendwann negativ auf, dass jemand keine eigenen Entscheidungen treffen kann. Wenn du deine Unsicherheit nicht überwinden und Verantwortung übernehmen kannst, wirst du es schwer haben. Ich meine das nicht böse, ich kenne dich nicht und ich möchte dich wirklich nicht persönlich angreifen - es ist nur eine Überlegung, weil ich weiß welche Leute sich im Job leichter tun und welche irgendwann den Job verlieren oder so zugrunde gehen - und deine Texte hatten einfach diese Wirkung auf mich.

ahknaxf


Falls kein "Vorgesetzter" oder Arzt unmittelbar erreichbar ist, würde ich zuerst in die Packungsbeilage schauen. Je nach Mittel vielleicht auch den Giftnotruf anrufen? Und sonst, bevor was schiefgeht: Notaufnahme vom KH anrufen bzw. gleich RTW rufen.

Sowas kann ja völlig ungefährlich bis zu ganz dramatisch sein, Abhängig vom Mittel und Zustand der Person. Da wirst Du keine allgemeinen Tipps finden.

NPa ilougxa


Wenn die Bew. eine Synkope bekommt weis ich was ich machen muss. Aber was kann man denn alles machen wenn noch die Bew. ansprechbar ist?

Und was würdest du dann warum tun?

XCi(ra7ixn


Es wird ein arzt gerufen und symptomatisch behandelt, denn in den meisten Fällen wird man garnicht so schnell erkennen, dass es eine falsche medikamentengabe war.

":/

SHtefx97


Vielen Dank für die Antworten...

Ich bin frisch examinierte Pflegefachkraft. Und muss erst meine Erfahrung sammeln als Fachkraft.

@ galaxys :

Ok. Danke.

Im medizinischen Umfeld gilt immer, sofort den Arzt zu konsultieren, wenn es den Patienten akut schlecht geht, falsche Maßnahmen unternommen wurden usw. Der Arzt hat die Verantwortung und ist somit die letzte Instanz (was MEDIZINISCHE Anliegen betrifft, nicht pflegerische). Du hast nicht die Befugnis die Medikamente selbstständig zu wechseln - wenn unabsichtlich eine Verwechslung passiert, muss umgehend der behandelnde Arzt informiert werden

Das ist mir auch bewusst und klar. Jedoch habe ich es nochnie erlebt oder gesehen was man speziell bei falscher Medigabe machen soll. Also in diesem Bereich noch 0% Erfahrung! Und da hier ein Bereich für Kranken-/ Altenpflege ist stelle ich hier auch fragen wo ich nix dazu finde. Habe ja schon gesucht!

Und wenn ich deine anderen Beiträge so lese, unter anderem den Fieberbeitrag in dem ich auch geantwortet habe, bin ich mir nicht ganz sicher...bist du gerade am Beginn der Ausbildung? Weil ich aus deinen Beiträgen sehr viel Unsicherheit und eventuell sogar fehlenden Hausverstand (ich möchte dir nichts unterstellen, aber jeder andere sucht sich die Fachliteratur oder googelt nach den richtigen Stichwörtern...auch deine Fieberfrage ließe sich einfach mit Google beantworten, bzw einfach mit Hausverstand) herauslese. Solltest du nicht gerade ein absoluter Anfänger sein, überlege dir vielleicht, ob es wirklich ganz deines ist? Weil Unsicherheit und fehlender Hausverstand sind im medizinischen Bereich sehr hinderlich.

Fehlenden Hausverstand ? Ich habe wie gesagt, nicht richtig nachgedacht. Unsicherheit? Es ist so, dass ich bei Dingen, welche ich noch nicht zu 100% weiß einfach google, nachschlage in meinen Büchern oder wenn ich im Internet z.b. nix finde frage ich hier einfach. In meinem Buch steht auch nichts drin was man in dem Fall (siehe Diskussionsüberschrift) machen soll! Und da ich denke, das in so einem Forum bestimmt auch erfahrene PFK, Ärzte,... sind. Und wenn ich nichts hilfreiches finde und wenn ich was finde, mit dem ich nicht zufrieden bin dann frage ich sicherheitshalber nochmal nach.

Das Problem ist auch, dass meine Berufsfachschule nicht alle Themen die wir wissen müssen durchgemacht hat. Sie haben zum Ende der Ausbildung alles reingedrückt was noch sehr wichtig ist. Aber vieles, dass wir doch wissen müssen wurde nicht gemacht.

@ Nailouga :

Und was würdest du dann warum tun?

Wenn Synkope auftreten sollte, Beine hochlagern. Wenn dann der Bew. nach 30 Sekunden - 1 Minute nicht zu Bewusstsein kommt dann 112 wählen.

So habe ich es gelernt und denke, das es auch richtig ist.

S tefX9x7


Bei Synkope zuerst noch überprüfen ob Atmung und Herztätigkeit vorhanden ist. Wenn ja dann die Beine hoch. Wenn das nicht hilft. Dann stabile Seitenlage und 112 wählen.

Wenn Atmung/Herztätigkeit nicht vorhanden ist mit Wiederbelebung beginnen und 112 wählen.

g-alaqxyxs


Wie bereits geschrieben, mit bisschen googlen hättest du dir die Fieberfrage selber beantworten können. Daher würde ich persönlich mal daran arbeiten sich selber Informationen zu beschaffen. Da du immer von "mein Buch" schreibst, gehe ich davon aus, dass du nicht diverse andere Fachbücher zu Rate ziehst und bezüglich der Googlesuche wäre es auch möglich, dass du dein Vorgehen da noch optimieren könntest, sonst hättest du es ebenso bei Google gefunden. Ich habe selbst während meinem erstern Studium ein wenig gekämpft gute Quellen zu finden, Informationen zu suchen, wissenschaftliche Publikationen gezielt zu suchen und passende Fachbücher zu finden. Aber wenn man das dann während dem Studium lernt, dann geht es einfach so viel einfacher und wenn man eine Frage hat, hat man die schnell selbst beantwortet. Falls du gezielt Pflegekräfte ansprechen möchtest, es gibt einige Foren für Pflegekräfte, da wirst du sicher sehr genaue und vermutlich auch mehr Antworten bekommen.

Nqa5iloxuga


Wenn Synkope auftreten sollte, Beine hochlagern. Wenn dann der Bew. nach 30 Sekunden - 1 Minute nicht zu Bewusstsein kommt dann 112 wählen.

So habe ich es gelernt und denke, das es auch richtig ist.

und wenn jemand einen extrem niedrigen Blutdruck hast, und du eine Bewusstlosigkeit fürchtest, wäre das nicht auch dann eine sinnvolle Maßnahme? ;-)

Wenn dir die Verwechslung auffällt und der Patient keine Symptome zeigt - Packungsbeilage und Arzt konsultieren. Wenn Symptome auftreten, Symptome behandeln (und Hilfe holen, eh klar). Also zB niedriger Blutdruck, Beine hochlagern. Bewusstlosigkeit -> Atemwege sichern durch stabile Seitenlage etc

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