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Schlimme Angstzustände, Angst vor'm Tod

L ott.a19C9x7 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich habe fast vor genau einem Jahr aus unklarer medizinischer Hinsicht einen Aufenthalt im KH gehabt.

Ich konnte nicht einschlafen weil irgendwas auf meine Brust drückte, dann hab ich mich da so reingesteigert das ich meinte keine Luft zu bekommen. Mir wurde schwindelig und ich dachte ich Falle gleich um. Als der Notarzt da war tippte er erst auf eine Lungenentzündung oder Herz. Beruhigungsmedikamente ergaben dann kurzzeitig Besserung.

Alle Untersuchungen haben ergeben das alles OK ist. ich war eine Woche in der Klinik bin komplett untersucht worden...nichts!

Bis auf meinen Bluthochdruck!

Auch nach dem Aufenthalt ging es mir zuhause sehr schlecht, ich hatte ständig diese TODESANGST, Angst zu sterben ich war unfähig am "normalen" Leben teilzunehmen und immer diese Symptome....Druckgefühl in der Brust, beklemmendes Atmen, hoher Blutdruck, Schwindel, Mundtrockenheit, KOPFSCHMERZEN, Schluckbeschwerden usw.. Habe sämtlichen Ärzten die Praxis eingerannt, habe sämtliche Unteruchungen über mich ergehen lassen. Nichts!

Bis dann meine Hausärztin meinte es könnte alles eine "psyschische Ursache" haben. Da war ich "schwerkranke" empört. Erst weitere Ärzte die mir dies bestätigten und etliche Berichte die ich gelesen hatte, stimmten mich um.

Ein Neurologe hat mir das Medikament Amineurin 25 aufgeschrieben unter anderem für meine Kopfschmerzen.

Seit dem nehme ich seit ca. 8 Monaten das Medikament "AMINEURIN 25"

abends eine Tablette. Die Kopfschmerzen sind weg bzw. super gebessert.

Auch körperlich gehts mir eigentlich gut.

Heute denke ich das alles nur eine Panikattake in Folge einer schweren Deppression war.

Nur denke ich den ganzen Tag und vorm Schlafen über alles mögliche nach.....ich habe TODESANGST, Angst vor dem Tod, was kommt danach, wie wird es sein. Ich stelle mir vor das ich jung sterben muß...es geht immer nur um das eine Thema!

Dann kann ich so reinsteigern, das ich merke wie diese PANIK wieder in mir hoch steigt. Dann muß ich mich zwingen an was anderes zu denken, weil ich Angst vor einer Panikattake habe.

Ich habe bereits mehrere DepressionsTests im NET gemacht, alle Tests ergeben das es sich bei mir höchst wahrscheinlich um eine "schwere" Depression handelt....kann das sein?

Wie soll ich nun vorgehen ??? ?

Antworten
SLchoxko


Lotta

Es kann durchaus sein, dass Du eine schwere Depression hast, natürlich. Ich kenne das auch - man steigert sich in seine Ängste mehr und mehr rein, und es wird somit schlimmer und schlimmer, man kann sich nicht ablenken... das Herz schlägt wie verrückt, einem wird heiß, man bekommt schlecht Luft, das Gefühl, als ob jemand einem den Hals zudrückt, einem wird schwindlig, die Arme und Beine kribbeln... das kenne ich zu gut, leider. Habe auch Depressionen mit Angstzuständen.

Die Tabletten (Amineurin) habe ich auch bekommen, erst Amineurin 25, dann Amineurin 75, habe sie allerdings nach drei Monaten wieder abgesetzt, da sie bei mir nichts gebracht haben. Nehme jetzt andere.

Hast Du schon mal überlegt, eine Therapie zu machen? Ich mache eine und ich kann Dir versichern, wenn Du den richtigen Therapeuten gefunden hast, wird es Dir auf jeden Fall helfen! Du wirst irgendwann die Ursache Deiner Ängste finden und kannst gegen sie ankämpfen. Hat Dir noch kein Arzt bisher eine Therapie vorgeschlagen ???

L{ot%ta&19a97


Danke!

Nein ich habe bisher mit noch keinem Arzt nach meinem KH Aufenthalt darüber gesprochen.

Was soll ich dem Therapeuten den sagen...bzw. wie finde ich den Richtigen?

So hab ich nämlich keinen Bock mehr weiterzumachen.

Ich habe die gleichen Symptome wie Du bei solch einer "Reinsteigerung"......

Nur jetzt weißs ich ja das ich "ANGSTattaken" habe und nicht gleich sterben werde.....

Nur ich möchte das diese Angst verschwindet...diese Angst vorm Tod oder Krankwerden.....

Liebe liebe grüße

Nicole

k&afyexs


Liebe Lotta,

das alles kommt mir sehr bekannt vor.

Habe ähnliche Symptome und auch bei mir sind ständig diese negativen Gedanken da.

Leider kann ich Dir keine grossen Tips geben, da ich selber nicht mit mir klar komme.

Aber ich möchte Dir hiermit sagen, dass Du nicht allein bist.

Ich hoffe, wir finden bald einen Weg nicht mehr ständig an Krankheit und Tod denken zu müssen.

Liebe Grüsse,

Aqlerxandexr A.


Ich kann dir den Versuch einer Antwort anbieten.

Da ich im KH fast gestorben wäre und über mehrere Wochen im Koma lag, kann ich dir sagen, was dich wohl erwartet. Nichts.

Mehr kann man dazu nicht sagen. Es ist still und leer. Ende.

Davor muss man keine Angst haben. Ich habe inzwischen durch dieses Erlebniss auch keine mehr. Schlimm ist es nur, wenn man langsam bewußt ausblutet bspw. nach einem Unfall. Das Sterben an sich ist schlimm, nicht der Tod.

Ich hoffe ich konnte dich ein wenig beruhigen. :-)

AulexandeYr AD.


Übrigens, der Test im Internet [...]

Bei mir ergab sich auch, dass ich schwere Depressionen habe. Selbst jetzt ist das noch so. Doch ich sehe das ganze etwas anders. Es hat auch positive Seiten, wenn man bspw. unter Paranoia leidet. Man ist oft zuhause und kann lernen und arbeiten.

Trinkt keinen Alkohol (Kontrollverlust) und ist auch ansonsten diszipliniert. Ich mag es, denn es hilft mir.

LqottXa1x997


>Das ist es ja.....

Hallo!!!!

@Alexander....ne Beruhigt hast Du mich leider nicht....das ist es ja wovor ich Angst habe...das Sterben an sich! Das da nicht "viel" danach kommt kann ich mir auch vorstellen, möchte es aber eigentlich lieber anders haben!!!!

Aber wer weiß das schon ???

@Alexander...ja das mit den Tests ist so ne Sache, wenn ich meine "Symptome" unter die Lupe nehme dann kommt das schon raus....Anzeichen für schwere Depressionen.

Bei mir kommt es leider immer nur Abends wenn ich zur Ruhe komme. Tagsüber bin ich viel unterwegs und habe viel zu tun.

Sobald ich mich abends auf die Couch setze fängt das an, da kann ich nichts gegen tun. Es ist einfach der Horror!

@Kayes...ja ich habe durch viele andere gesehen das ich nicht die "einzige" bin...nur leider immer wieder schwer sich das vorzustellen...ich wünschte es wäre anders! Auch für Dich und alle anderen!

Liebe Grüße

Nicole

S9chokxo


@Nicole

Wie Du den richtigen Therapeuten findest: Geh doch einfach erstmal zu Deiner Hausärztin, vielleicht kann sie Dir jemanden empfehlen. So war es bei mir auch, meine Hausärztin hat mich zu meiner jetzigen Therapeutin überwiesen und ich war sofort völlig begeistert von ihr. :-D Wäre das eine Möglichkeit für Dich?

Die Chemie muss jedenfalls zu 100 % stimmen, sonst kann keine Vertrauensbasis aufgebaut werden und das ganze wird nichts bringen.

Was Du dem Therapeuten sagst? Einfach erstmal das, was Du hier geschrieben hast. Erzähl von Deinen Ängsten, das reicht für´s erste. Daraus werden sich die Gespräche dann ergeben.

Wäre schön, wenn Du es schaffen würdest, Dir Hilfe zu holen. Ich kann Dir leider aus Erfahrung sagen, dass man das allein nur sehr schwer bzw. nicht in den Griff bekommt. Irgendwo liegt die Ursache für die Ängste und die gilt es zu erkennen und zu bekämpfen.

LG

A lUexaVnd&exr A.


Des Nachts, wird es still...

@Nicole

Es stimmt schon, dass es nachts schlimmer wird. Das kann ich nur bestätigen. Mir hilft es auch immer, wenn im Laufe des Tages gute Freunde anrufen, denn dann fühle ich mich geborgen.

Von den Internettests rate ich inzwischen jedem ab, denn die Daten die abgefragt werden, sind unzureichend, um ein solch schwerwiegendes Urteil wie "Schwere Depression" fällen zu können.

Du scheinst ein lieber Mensch zu sein, denn dafür spricht bspw. deine Homepage. Ich habe auch einen Hund den ich über alles liebe und es hilft mir auch, wenn ich mit ihm Gassi gehe oder ihn streichel. Tiere sind in manchen Punkten die besseren Partner.

S;choXk:o


Nicole,

hab´ gerade erst gelesen/gesehen, dass Du einen Hund hast! :-D Habe auch einen. Ist es bei Dir auch so, dass, wenn Du mit ihm zusammen bist, für diese Zeit alles um Dich rum vergessen kannst? Ich sage immer, er ist mein privater Therapeut! ;-)

L=ot{ta1x997


Da habt Ihr Recht....

@Schoko & @Alexander.....ich werde mich in der nächsten Woche einmal mit meiner HA in Verbindung setzen und mal schauen, das ich einen Therapeuten bekomme....nur leider gibt es da ja imense Wartezeiten..leider!

Heute ghets mal wieder etwas besser, gestern wars halt wieder schlimm....diese Scheiß Angst!

Ja mein Hund ist mein ein und Alles....und natürlich noch meine 3 kleine Hasen....Die Tiere und natürlich auch meine Kinder bringen mir viel Abwechslung...aber wie schon gesagt, Abends wirds still, da hast Du recht Alex!

Zu Still!!!! Was ist eigentlich mit Euch? Nehmt Ihr irgendwelche MEDIS oder Welche ??? ? Würd mich mal interessieren.

Habt Ihr auch Hunde oder andere Tiere?

Ich bedanke mich für Eure Mühen mich "aufzumuntern" ! Aber es klappt! Vieles wird besser wenn man mit jemanden darüber sprechen kann der weiß was man meint!!! Ich denke mal Ihr wißt was ich meine...

Es ist ja auch schon was komplizierter....die Psyche oder? Und ich hätte mal nie gedacht das es "MICH" mal treffen wird...aber so kann man sich irren!

DANKE!

ABlexaCnder Ax.


Keine Frage. :-)

Freut mich, dass ich dich aufmuntern konnte. Ich war auch schon oft in einem solchen tief und dann braucht man jemandem, mit dem man reden kann, sonst frisst es Einen auf.

Medikamente nehme ich aus Prinzip nicht. Ich sage mir, dass ich es in der Realität auskämpfen muss. Medikamente würden mich selbst doch nur über meinen realen Zustand hinwegtäuschen.

Die Lösung ist, für mich zumindest, ist doch recht einfach. GESELLSCHAFT.

Doch so leicht man es sagt, so schwer ist doch die Umsetzung.

Ich habe übrigens einen Hund. Er heisst "Herman" und ist unendlich weich und auch schwarz. ;-)

Seit ich ihn habe gehe ich regelmäßig an die frische Luft und lerne mich und meine Angst zu beherrschen.

Ich habe dir übrigens meine E-Mail-Adresse geschickt.

Wenn du Zeit und Lust hast, dann kannst du mir einmal etwas über deine Kinder erzählen.

LG Alex

Lcotta1<997


MailAddi

@Alex.....Dankeschön habe ich bekommen!

Mit der "Gesellschaft" hast Du recht! Bei tritt es wirklich ganz ganz selten auf wenn ich Unterhaltung etc. habe. Am schlimmsten ist es wenn ich alleine bin!

Und schlimm ist es für mich wenn ich im Bett lange wachliege und "denke"....versuche das mal abzustellen!!!!

Die letzten zwei Nächte hab ich zum Glück gut einschlafen können....was war ich froh!

Wenn ich morgens aufwache freue ich mich jedesmal das es mir doch "gut" geht! Wenn es dann abends wird geht es wieder los....ich denke mal das liegt auch daran, das ich meinen "ersten" Anfall auch nachts bekommen habe so gegen 2.00 Uhr....! Ist bald übrigens 1 Jahr genau her, am 30.10.....mir graut es schon vor diesem Datum!!!

Vergessen kann ich Ihn auch nicht, den das ist der dritte Geburtstag meiner kleinen Tochter.

Mal sehn es wird schon nicht so schlimm werden!

Danke noch mal!!!!

B+asil5arixs


Ablenkung

Hallo

Nun, ich behaupte einfach mal, alle Menschen haben Angst vor dem Tod! Liebe Lotta, Du bist also nicht die/der Einzige ;-)

Ich bin 39, habe schon eine Herz-OP hinter mir (Sterberate = 5% hat mit der Chefarzt vor der OP trocken mitgeteilt), und immer wenn ich daran denke, was nach dem SCHÖNEN!!! Leben kommen könnte, bekomme ich Angst.

Es geht mir genauso...

Die Begründung dieser Todes-Angst ist sehr einfach:

Niemand kann sich seine eigene Nicht-Existenz vorstellen, sich vorzustellen, nicht mehr da zu sein, nicht mehr zu sehen, zu hören, zu fühlen, zu riechen, zu schmecken...!

Depressionen und Todesängste sind ein rein psychologisches Phänomen. Die einen überspielen/unterdrücken das locker, andere haben mehr Mühe damit.

Ich sage Dir, je ausgefüllter Dein Leben ist, desto weniger denkst Du daran.

Hobbies, Familie, Sport (sehr wichtig!), Natur, Ernährung, Reisen, Kommunikation, Beruf, aber auch besinnliche Stunden, usw. sollen Deinen Tag ausfüllen.

Hat DEIN Leben für DICH einen Sinn und es macht DICH glücklich, dann denkst DU gar nicht mehr viel über Tod und Sterben nach...

Gruss

LPoxttan1K997


Das stimmt......

das was Du sagst habe ich auch schon bemerkt...wenn ich mich Ablenke durch Gesellschaft, oder sonstiges habe ich keine Probleme. Es ist ja das Problem....sobald ich alleine bin!!!!

Ich kann ja nicht den ganzen Tag Action um mich rum haben...,oder?

Ich weiß auch das ich an meinem gesamten leben und lebensstil viel ändern muß und das ich da nicht drum rum komme. Nur es ist halt schwer....ich habe viele Situationen wo ich mich unwohl oder unverstanden fühle.

Früher war ich ein absoluter Gesellschaftstyp...aber mit den Jahren habe ich mich immer mehr zurückgezogen....keine Freunde etc.

Das nagt schon sehr an mir....! Nur halt immer nur Familie.

Also mal einfach ausgedrückt, Glücklich bin ich schon lange nicht mehr, weder mit mir oder mit sonst irgend was....

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