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Ständige Angst vor Durchfall

I?ndi!angixrl


Man ich dachte ich fall vom glauben an.Ich dachte echt das ich das Problem allein habe.Ich habe es seit ein paar jahren.Es ist wenn ich das Haus verlassen muss und zu einem gezwungenem Termin muss z.b. Arzttermin wo ich weiss da musst Du hin und kannst nicht umdrehen.Oder wenn ich mit mein Mann und dem Auto unterwegs bin.Wenn wir dann über Landstrassen fahren habe ich dolles Magendrücken und ich muss ganz dringend auf die Toilette.Ich geh bevor wir losfahren bis zu 5mal aufs Klo und trotzdem muss ich dann noch.Bei mir ist es ich schäme mich woanders aufs Klo zu gehen und ich geh nur im dringsten Notfall.Wenn ich das Haus nicht verlasse habe ich bis zu 2 wochen verstopfung also genau das Gegenteil.Am Montag kommt jetzt ein Stromabzähler und ich muss dann die ganze zeit aufs Klo,weil ich angst habe das wenn ich auf dem Klo bin,der Typ gerade kommt.Seit kurzen bekomme ich auch starke Magenschmerzen wenn ich Nervös bin und Übelkeit.Früher als ich so 6 oder 7 war musste ich mich aus angst das ich kotzen muss jedesmal übergeben wenn ich bei meinem Bruder im Zimmer geschlafen habe.

d9er-txyp


wenn das schon so lange anhält würde ich echt mal in therapie gehen.

S8chnPebbxi


Auf jeden Fall körperlich durchecken lassen. meist ist da alles in Ordnung,muss aber sein um sicher zu sein. UND KEINE SORGE SO OFT WIE ICH JETZT BEI ÄRZTEN WAR UND DEN ALLEN VON DURCHFALL ERZÄHLT HABE IST DAS GARANTIERT KEIN TABUTHEMA MEHR!!! *G*G*G*

Und dann auf jeden Fall auf die Suche nach einen guten Psychotherapeuten machen. je eher desto besser, denn bedenkt die langen Wartezeiten von ca 3 Monaten in manchen Fällen auch noch länger. NUR MUT!!!! Vor allem im Umgang mit Ärzten!!!

Grüße Schnebbi

m8on2art


ich denke auch

das das ganze über die psychische schiene läuft. schaut mal da

[[http://wegweisen.heilpraktiker-potsdam.de/heilsein-koerper-organsprache.html]]

was da bei durchfall steht.

schonmal konkret und offen an das theama herangegangen?

Lieben gruß

M.

a|vencdh200x5


Hallo!

Ich habe dieses Forum heute durch Zufall gefunden, weil ich zur Zeit mal wieder sehr verzweifelt bin, was meine ständigen Ängste betrifft. :-( Ich dachte bisher immer, dass ich mit diesem Problem alleine wäre - ich gönne keinem diese Panik davor nicht rechtzeitig eine Toilette zu finden und ständig Durchfall zu haben und Magenkrämpfe und Übelkeit zu haben - aber es hat mich irgendwie doch beruhig, dass ich mit diesem Problem nicht alleine dastehe.

Bei mir fing es eigentlich schon als Kind an. Ich hatte nie Freunde, war fast immer Außenseiter und bin selten auf Klassenausflüge mit gefahren, aus Angst, dass mir schlecht werden würde und ich mich übergeben müsste und nicht rechtzeitig aufs Klo gehen kann. Meine Eltern haben sich schon früh scheiden lassen und ich hatte immer Angst auch noch meine Mutter zu verlieren.

Es ist eine sehr lange Geschichte ... Naja, seit über 2 Jahren bin ich nun mit einem sehr lieben Mann zusammen der versucht mich zu unterstützen wo es nur geht. Mit seiner Hilfe habe ich mich nun auch endlich getraut eine Therapie anzufangen. :-) Die Therapie hat mir zwar schon sehr geholfen und ich weiß nun auch wo meine Ängste her kommen, doch das Problem mit dem Durchfall ist bisher trotzdem weiter geblieben.

Ich habe immer Angst, wenn neue Situationen auf mich zu kommen oder wenn wir weg fahren. Schon wenn ich in die Straßenbahn einsteige gucke ich wo ich das nächste Klo an der Haltestelle finde. Ich bekomme ich Bahnen schnell Platzangst, Angst davor nicht rechtzeitig aussteigen zu könne, dass die Bahn im Tunnel stecken bleibt, etc. Alle Sitationen über die ich nicht selbst die "Kontrolle" habe, machen mir Angst. Zudem kommt, dass ich nicht Essen gehe, weil es mir die Kehle zuschnürrt ich Magenkrämpfe bekomme und in der Öffentlichkeit nichts runter bekomme außer vielleicht bei Mecces wo der Anforderungen nicht zu hoch sind und ich auch draußen Essen kann. Ich hatte damals als Kind Bulemie und auch heute habe ich manchmal noch den Zwang mich nach dem Essen übergeben zu müssen. Ich habe immer Angst, dass ich anderen Leuten mit meiner ständigen Angst und meinem Durchfall alles versaue und verzichte so oft auf viele Sachen, die ich eigentlich gerne machen würde. Aber meine Angst hat mich total im Griff. :-(

Ich versuche dann immer die Entspannungsübungen zu machen, die meine Therapeutin mir begebracht hat. Dabei sage ich mir immer, dass bisher auch alles gut gegangen ist und ich jeder Zeit "Stopp" sagen kann und es nicht bis zum Ende aushalten muss egal was die anderen denken. Aber es ist verdammt schwer, weil ich mich ständig in einer extremen Anspannung befinde. Ich balle dann die Fäuste abwechselnd meine Beinmuskulatur an und so weiter.

Dennoch bleibt immer wieder der Gedanke wo ist das nächste Klo? Ist es auch so weit sauber, dass ich es benutzen kann? Ich erinnere mich da an eine Situation im Urlaub, wo ich extremen Durchfall hatte und das Klo im Zug total versaut war und alle anderen Toiletten komplett verriegelt waren. Ich hatte solche Panik, dass ich mir in die Hose mache und mir wurden alle Menschen zu viel und ich habe mich von jedem Geräusch wie errdrückt gefühlt. Wenn ich dieses Gefühl von Durchfall bekomme muss ich auch meistens. Wenn das Gefühl schon aufkommt, habe ich in der Vergangenheit oft Durchfalltabletten zur Vorbeugung genommen zudem auch MCP Tropfen gegen die Magenkrämpfe was mich jedoch bald in eine Abhängigkeit geführt hat. :-( Zudem habe ich immer eine "Kotztüte" und eine frische Unterhose in der Tasche. Ich fühle mich total verfolgt mit meiner Angst. Dabei habe ich in der Vergangenheit mit meinem Freund zusammen sehr vieles geschafft auch wenn es mich viel Kraft gekostet hat war ich nachher glücklich, dass ich es geschafft habe die Veranstalltung zu besuchen und bis zum Ende durchzuhalten. Doch so richtig locker lassen und genießen konnte ich bisher nie. :-(

Ich habe einfach total Angst, dass ich meinen Freund wegen meiner starken Ängste verliere. Immer wenn ein neues Ereignis ansteht kommen wieder diese extremen Ängste hoch und ich fühle mich hin und her gerissen ob ich mit gehen soll oder nicht. Meine Ängste haben mich mit der Zeit zudem zu einem Einzelgänger und Außenseiter gemacht. Ich habe vielleicht eine Freundin, mit der ich mich jedoch auch nicht all zu oft treffen kann, weil sie im Schichtdienst arbeitet.

Eine weitere sehr große Belastung kommt durch meine Arbeitslosigkeit hinzu. Im Moment habe ich nur einen 400 Euro Job und kann mir neben den Fixkosten kaum was leisten. Ich fühle mich total schlecht, weil mein Freund mich "mitdurchzieht" und ich nicht viel zum Unterhalt beitragen kann. Dabei weiß ich, dass mein Freund mich liebt aber es fällt mir schwer das anzunehmen genau wie ich nur sehr schwer mit Komplimenten ungehen kann und mich total minderwertig fühle und mir nicht vorstellen kann wie jemand mich nur lieben kann.

Im Moment fühle ich mich mit allem total überfordert auch wenn ich nur 1 1/2 Tage die Woche arbeite. Ich habe nun fast jeden Tag Durchfall und traue mich kaum noch aus dem Haus. Ich ziehe mich immer mehr in mich selbst zurück und sehne mich wiederum auch nach einer Freundin, die mich so nimmt wie ich bin.

Ich glaube, dass das bei mir alles schon in der Kindheit angefangen hat, weil meine Mutter mich zu sehr in "Watte" gepackt hat und mich nur selten meine eigenen Entscheidungen hat treffen lassen. Ich bin ihr jüngstes Kind und ich habe das Gefühl, dass es ihr auch noch heute sehr schwer fällt mich "gehen" zu lassen und meinen eigenen Weg zu gehen. Klar ich habe meine Mutter super liebt aber irgendwann ist meine Mutter nicht mehr und dann kann ich auch nicht am Grab stehen und fragen: "Mama was soll ich tun?"

In zwei Wochen habe ich wieder Therapie. Meiner Mutter habe ich davon bisher noch immer nichts gesagt, weil sie kein Verständnis für mein Problem aufbringt und meint ich würde mir das alles nur einbilden und ich solle mich nicht zu anstellen, was mir sehr weh tut. :°( Gerade von seiner eigenen Mutter wünscht man sich gerade in solchen Situationen Unterstützung.

Naja, ich gebe jedenfalls die Hoffnung nicht auf, dass ich irgendwann einmal mit weniger Ängsten durchs Leben gehen kann. Ein wenig Angst ist sicherlich normal und ein natürlicher Sicherheitsmechanismus aber zu viel macht einfach nur krank, depressiv und traurig.

Ich kann nur jedem Raten sich seinen Problemen der Sozialphobie, dem Reizdarm und den Panikattaken zu stellen und sich Hilfe zu suchen. Im Moment befinde ich mich zwar wieder in einem Tief - wobei ich glaube, dass das auch ein bisschen mit der drastischen Klimaänderung zu tun hat, da ich so hohe Temperaturen nur sehr schwer vertrage - , aber ich glaube, dass ich es mit Hilfe schaffen kann, dass es mit den Ängsten besser wird.

Ich wünsche allen Leidensgenossen alles Gute!

m#aschFi8]4


hallo gleichgesinnte.

bin froh durch zufall dieses forum gefunden zu haben und zu wissen das ich nicht alleine bin.

bei mir geht diese angst schon gute 4 jahre, aber die situation hat sich geändert.

seitdem ich einen neuen offenen partner habe, kann ich zumindest auf fremde toiletten gehen. er hat mir zumindest die angst genommen, das ich nur bei mir gehen kann.

trotz allem habe ich immer immodium bei und meide große verantstaltungen. ich finde echt immer nette ausreden ;-)

aber es bleibt weiterhin die angst durchfall zu bekommen und mich nicht gut zu fühlen gerade wenn ich unterwegs bin. ich kann mir gar nicht vorstellen wie es ist nicht mehr nur an stuhlgang und toiletten zu denken.

es würde mich sehr freuen wenn ich weiterhin kontakt zu leidensgenossen finden könnte. es ist schön mal ganz offen über die angst sprechen zu können.

T+oiletNtenhoxcker


Hi,

ich hab das problem seit 4 Jahren. Ich bin nur noch daheim bekomme deswegen keinen Job weil ich die Vorstellungsgespräche entweder vorher absage oder so unruhig bin das die Chefs glauben ich hätte sie nicht mehr alle. Ich kann nur zu Hause auf Toilette weil es mir wo anders zu peinlich ist. Natürlich muss man irgenwann raus, dafür bin ich ausgerüstet mit parfüm,feuchten Toilettenpapier und mit geübten Hustenanfällen. Mich hat auch kein Arzt mehr ernst genommen und jeder wusste etwas anderes. Jetz weiß ich was ich habe weil ich auf meinen Körper gehört habe und mit einen super Arzt zusammen arbeite. Es ist psychosomatisch und besteht bei mir wie der name schon sagt aus psyche aus einem Reizdarmsyndrom und einen Candida Hefepilz im Darm. Ich lese von vielen von euch das ihr imodium akut nehmt. Ich sage euch lasst es. Der scheiß hat mich erst so richtig Krank gemacht. hier ein paar tipps. Nehmt statt imodium perucor forte, das ist auf pflanzlicher Basis und die könnt Ihr futtern wie Gummibärchen ohne das sie euch Schaden.

s-vexde


sag mal toilettenhocker, wenn du jetzt weißt dass es die psyche ist, machst du was dagegen? irgendwelche übungen oder ne therapie? hab ein ähnliches problem mit dem durchfall oder aber auch übelkeit und sich übergeben müssen, hatte helicobacter die jetzt behandelt wurden, aber die angst bleibt. im moment gehts mir meist nur schlecht, wenn ich weiß, dass ich was vor habe. habe dadurch schon zzwei super wichtige prüfungen versaut. würd so gern wieder unbeschwert leben. ch bin schlislich erst 23.

also wenn du noch ien paar tipps hast ???

danke

s<vedxe


sag mal toilettenhocker, wenn du jetzt weißt dass es die psyche ist, machst du was dagegen? irgendwelche übungen oder ne therapie? hab ein ähnliches problem mit dem durchfall oder aber auch übelkeit und sich übergeben müssen, hatte helicobacter die jetzt behandelt wurden, aber die angst bleibt. im moment gehts mir meist nur schlecht, wenn ich weiß, dass ich was vor habe. habe dadurch schon zzwei super wichtige prüfungen versaut. würd so gern wieder unbeschwert leben. ch bin schlislich erst 23.

also wenn du noch ien paar tipps hast ???

danke

TdoilOettenghockexr


weiter gehts. Wenn euer problem psychischer natur ist und ihr auch noch angst oder panik vor den durchfall habt rate ich zu agentum nitricum. Das ist ein homöophatisches mittel (kügelchen) erkundigt euch aber auf jeden fall ob das mittel auf eueren typ und zu euren krankheitsbild passt (GU kompass von Sven Sommer) außerdem Auch Tapletten von der Passionsfrucht bekommt ihr in jeder Apotheke rezeptfrei aber leider teuer. Versucht leichten Sport zu machen wie Spazirengehen notfalls mit windel. Trinkt mindestens 2 liter pro tag. verzichtet auf alles was mit zucker oder Honig ist nehmt Ahornsirup oder Rohrohrzucker, Dinkel statt Weizen. Wichtig. Geht zum Arzt egal wie peinlich es euch ist. Wenn ihr merkt er nimmt euch nicht ernst dann sucht den nächsten. Ich empfehle alles außer Schulmedizin. Versucht auf euren Körper zu hören. Und wenn ihr merkt es ist die psyche dann geht bitte in Therapie. Wenn es dumm läuft werdet ich das Problem ein leben lang haben aber ihr könnt lernen damit umzugehen und es so hinzunehmen wie es ist. Lasst euch nicht von eurem körper einsperren, kämpft und versucht euch ein schönes leben zu machen. *:)

Liebe grüße und viel Glück

euer Toilettenhocker

T<oileSttjenhocxker


Hi Svede

ja ich bin selbst seit gestern in Teraphie. Aber nicht bei einem Psychiater sonder bei einer Psychotherapeutin das ist besser. Dauert zwar länger aber wenn du guter Dinge bist dann wird das schon. Man kann auch stadtionär gehen da musst du dich mal erkundigen. :)^

EMx_tanixer


Hey, hab auch eine ähnliche Problematik wie ihr,

es hat bei mir auch in der Schule angefangen, dass ich in der ersten Stunde saß und sich mein Magen/Darm/12-Fingerdarm was auch immer zu wort gemeldet hat und ich musste auf´s Klo (Stuhlgang). Es war die reinste Qual diese Stunden zu überstehen, weil man auch nich mitten im Unterricht raus kann und für Minuten aufs Klo kann, die blicke von den andern wenn man zurück kommt sind der reinste Horror, die wissen genau dass man "scheißen" musste und wenn das jeden Tag muss wird sich schnell über ein lustig gemacht. Lernen kann man so schonmal gar nix.

Und das Problem weitete sich bei mir auch aus, in Prüfungen fing es auch an dass ich aufs Klo musste, ich hab dann auch teilweise Prüfungen vorzeitig abgebrochen und 5er & 6er in Kauf genommen weil ich es sonst einfach nicht mehr ausgehalten hätte.

Aber auch die Situationen aus dem restilichen Alltag sind mir bekannt, bein Einkaufen, beim Zahnartz z.b. ist es mir auch schon passiert dass ich wiedermal nicht von der Toilette kahm und so mein Aufruf verpasst hatte.

Aber auch in Angst/Stresssituationen wie Vorstellungsgesprächen, Einstellungstests oder Dates passiert es mir immer wieder dass ich einfach nicht anders kann und auf die Toilette muss weil sich mein Darm zuwort meldet.

Ich weiß dass es nur eine Kopfsache bei mir ist, aber allein die Angst davor aufs Klo zu müssen in Situationen wo man eigentlich nicht aufs Klo kann, fürt dazu, dass ich aufs Klo muss.

Bei mir ist es sogar schon so weit, dass ich auch am Wochenende in der Disco oder auf Konzerten aufs Klo (stuhlgang) muss, einfach aus dem gewissen raus eig. nicht aufs Klo gehn zu können meldet sich das gefühl aufs Klo gehn zu müssen.

Ich war auch schon deswegen beim Arzt und der riet mir zu autogenem Training, was aber nichts bringt da man sich in Prüfungen oder Disco usw. nicht hinsezten kann und damit anfangen kann, ich fühlte mich dort missverstanden. Ich hab auch schon versucht mir vor Situationen vor denen ich jene "Stuhlangst" befürchtete Medikamente gegen Durchfall einzunehmen, welche dass ganze aber nur verschlimmerten.

Wenn Ihr also irgendwas habt was mir helfen könnte, lasst es mich bitte wissen, man kann die schönsten Momente im Leben nicht mehr geniesen mit so einem Problem und die wichtigsten Momente kriegt man auch nich mehr auf die Reihe durch dieses Handycap.

EVxtfanijer


ich würde mich auch freuen wenn jemand mit ähnlichen oder dem selben Problem mir seine ICQ-Nummer oderso geben könnte, würde mich gerne noch näher mit dem/derjenigen darüber unterhalten, hab das gefühl es tut gut sich mit leuten darüber auszulassen die das selbe Problem haben thx *:)

oGhner L|ebensfrxeude


hallo,

ich dachte schon ich wäre total alleine mit meinem Problem. habe die ständige Angst aufs klo zu müssen obwohl es eigentlich Schwachsinn ist. Aber kriege dann immer Herzrasen, mir wird heiß und hab kalte Hände. Selbst einfache Dinge, wie zu meiner Oma fahren, wohnt nur nen Kilometer weg und auf dem Weg dazwischen sind 2 Tankstellen wo man auch aufs klo könnte, krieg ich Krämpfe und hocke aufm klo.

Inzwischen geht das aber schon und ich kann zu meiner oma fahren und auch wieder zurück. Ich hatte auch Arbeit gehabt und da ging es mir besser, ich hatte was zu tun was mich davon abgelenkt hat andauernd an Klos zu denken. war auch bei verschiedenen Ärzten, der eine meinte Lebensmittelvergiftung und hat Blut abgenommen und 24-h-EKG gemacht, aber war alles ohne Befund. hatteschon Telefonnummer von nem Psychologen in der Hand aber mir ar das immer zu peinlich dort anzurufen... Bin dann wieder zu meinen eltern gezogen und seitdem gehts mir wieder beschissen, ich kann nicht einkaufen fahren, selbst vor nem arztbesuch mach ich mich verrückt. besonders wenn die ampel auf rot umschaltet, dann denk ich immer "jetzt musst du noch länger ohne klo aushalten, hoffentlich springt die gleich auf grün..." ich fluche dann auch im auto wenn mir die anderen nicht schnell genug fahren und hupe dann auch schon mal, weil ich das gefühl habe wenn ich nicht gleich auf ein klo kann ist es vorbei.

habe mir neurexan aus der apotheke geholt, ist irgendwas homöopathisches, wirkt aber nur im ersten Moment. Nehme dann meistens solche Chemiekeulen wie lopedium, aber auf Dauer geht das nicht. hab jetzt freitag nen Termin bei einer Psychotherapeutin, ich hoffe die kann mir helfen. Meine eltern gehen mir ja auch schon auf den Geist, ich soll mich zusammenreißen und das kann ja wohl nicht wahr sein, dass man sich mit mir gar nichts mehr vornehmen kann, usw... ist echt frustrierend wenn einen die "eigenen" eltern nicht ernst nehmen und denken man simuliert nur. :°(

habt ihr noch was anderes unternommen außer zum psycologen zu gehen ??? habe schon an hypnose gedacht, aber wer weiß was der noch so mit einem macht wenn man da so liegt bei dem..... ;-)

Würde mich über Antworten freuen..

I2ttipwitt


Hallo ihr Lieben!

Unglaubliche Freude und gleichzeitig Traurigkeit überkamen mich, als ich dieses Forum gefunden habe. Freude, weil ich nich allein bin- Traurigkeit, weil soviele andere Menschen diesen Leidensweg auch durchleben müssen.

Wie ihr euch schon denken könnt, gehöre ich auch zu der Gruppe Menschen, die ihr Leben auf Toiletten fixiert hat...

Bei mir hat alles schon sehr früh angefangen. Als ich 14 war war ich auf einer Jugendfahrt mit dem Bus. Auf der Rückfahrt bekam ich auf einmal schrecklichen Durchfall. Ich ging zu dem Busfahrer und bat ihn anzuhalten, aber da wir "nur noch" eine halbe Stunde vom Ankunftsort entfernt waren wollte er nicht anhalten. Ich ging wieder zurück, setzte mich auf meinen Platz und wartete. Das das nicht lange gut ging muss ich euch wohl nicht erzählen. Ich bin immer wieder nach vorne gegangen, weil ich einfach nicht mehr konnte. Das Schrecklichste war, dass es im Bus eine Toilette gab, ich diese aber nicht benutzen sollte, da die Reinigung zu teuer war. Ich sagte mehrmals, dass meine Eltern das bezahlen, aber er war uneinsichtig. Als ich zum 10. Mal vorne stand (mit einer Tüte in der Hand und der Drohung, dass ich auf dem Flur des Busses in die Tüte "scheiße", wenn er nicht sofort anhält), hielt er endlich. Allerdings nicht an einer Tankstelle, sondern mitten an einer Bundesstraße, wo nur ein paar Bäume standen und dahinter ein weites Feld ragte. Mir war das natürlich egal- ich war froh meinem Drang nachgeben zu können. Allerdings fanden das alle Jugendlichen total lustig und klebten an den Scheiben des Busses, als ich mich hinter den Baum zwängte und meine Notdurft verrichtete.

Das da kein Trauma zurückbleibt muss ich hoffentlich keinem erzählen!!! Der Rest der Fahrt gestaltete sich ebenfalls als Problem, denn nach 5 Minuten musste ich schon wieder. Unter Schweißausbrüchen und starken Krämpfen fiel ich dann aber endlich meinen Eltern in die Arme und rannte dann sofort aufs Klo.

Im Nachhinein bereue ich es sooo sehr, dass wir dieses Schwein von Busfahrer nicht verklagt haben...

Das ist nun zehn Jahre her und ich kämpfe mal mehr, mal weniger mit den gravierenden Folgen dieser Fahrt und dieses schrecklichen Erlebnisses. Es war in der Zeit danach immer ein absoluter Horror morgens in den Schulbus zu steigen. Ich habe damals schon immer morgens einen genauen Zeitplan gehabt, wo jede Sekunde genau verplant war, damit ich genug Zeit für den Toilettengang hatte. Ich konnte das Haus ohne Lopedium trotzdem nicht verlassen. Meine Mutter bekam schnell Wind von der "prophylaktischen Tablette" und ermahnte mich mehrmals dies zu unterlassen. Ich war dann bei einer Kinesiologin, die mir den Zwang "wegklopfte" und nahm morgens anstatt Lopedium, getrocknete Heidelbeeren, welche mir auch vorerst halfen.

So ging es ersteinmal weiter und es war in Ordung- bis es letztes Jahr richtig ausbrach.

Seit letztem Jahr ist mein Leben die reinste Hölle. Ich kann kein normales Leben mehr führen. Normale Tätigkeiten, wie mit dem Auto in ein Geschäft zu fahren sind unmöglich geworden oder die reinste Folter. Ich möchte behaupten, dass ich in der Stadt in der ich lebe, jede Toilette kenne und dennoch bleibt Angst.

Angst, es nicht rechtzeitig zu schaffen.

Angst, Respekt zu verlieren vor den Menschen die mir wichtig sind.

Angst, ausgelacht und begafft zu werden.

Angst, dass sich mein Darm auch nur ein wenig bewegt.

Angst, mein soziales Leben zu verlieren.

Angst, mein Leben zu verschwenden!

Ich könnte noch Stunden so weiter schreiben- ich denke, dass ihr sehr gut wisst was damit alles zusammenhängt.

Ich befinde mich schon seit über einem Jahr in einer tiefenpsychologischen Behandlung, allerdings habe ich das Gefühl, dass mein Therapeut masslos mit der Situation überfordert ist und ich mir selber besser helfen kann. Mich würde mal interessieren, bei welchen Therapeuten ihr euch befindet!! Tiefenpsychologie oder Verhaltenstherapie?

Ihr habt mir alle schon so aus der Seele gesprochen, dass ich gar nichts Neues hinzusteuern kann. Rote Ampeln, ein Stau (auch, wenn es nur einer an der Kasse im Laden ist), ein Kinobesuch oder ein Bummel über die aktuelle Kirmes sind zur reinsten Tortour geworden- kaum das Haus verlassen, schon meldet sich dieses wiederliche Gefühl aufs Klo zu müssen.

Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass ich mein Leben wieder leben kann, dass ich mein Leben wieder lieben zu lernen und einen Spaziergang oder auch nur einen kleinen Einkauf im Supermarkt nebenan genießen und stressfrei erleben kann!

Die Hoffnung stirbt zuletzt und es ist mir eine große Hilfe zu wissen: Ich bin nicht allein!!

Ich denke an euch alle und wünsche euch ganz viel Kraft und Glaube an euch selbst!

Ps: Es würde mich sehr interessieren, wie es den Menschen geht, die hier vor 5 Jahren gepostet haben!!!

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