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Ständige Angst vor Durchfall

nRasddxou


Hallo,

ich habe auch schon seit jahren ein ähnliches problem, mal schlimmer mal besser. Es fällt mir schwer darüber zu sprechen weil man sehr selten ernst genommen wird.

Alles fing an als ich vor gut 9 Jahren eine wichtige prüfung an der uni hatte. Da ich an dem morgen starke kopfschmerzen hatte, habe ich noch schnell eine tablette genommen u.mit orangensaft runtergespült. Das war ein großer fehler! Denn gerade als man anfing die prüfungsblätter zuverteilen bekam ich plötzlich starke krämpfe u. musste sofort aufs klo. Ich bat den aufseher mich aufs klo zu lasssen, zähneknirschend u. nur weil ich noch nicht mein prüfungsblatt gesehen hatte willigte er ein u. ich musste auch noch von einer aufseherin begleitet werden. Ich also schnell aufs klo, der durchfall wollte gar nicht mehr aufhören, und die aufseherin, die direkt hinter der tür stand, fragte mich jede 2 minuten (immer ärgerlicher) wann ich denn endlich fertig wäre. Ich habe dann versucht mich zusammenzureissen, bin dann wieder ins prüfungszimmer u. gerade als ich das prüfungsblatt in der hand hatte wurde es noch schlimmer. Ich bat den aufseher ob ich nochmal aufs klo durfte, er verneinte! Die krämpfe u. der drang wurden immer schlimmer, ich erklärte dem aufseher dass es wirklich dringend ist, der direktor wurde gerufen, der war richtig sauer weil ich bei so einer wichtigen prüfung die anderen stören würde. Er erklärte mir dass wenn ich jetzt den saal verlassen würde ich die "regeln" verletze und damit auch aus der prüfung ausgeschlossen werde. Ich schweissgebadet, mit heftigen krämpfen, hatte nur noch den einen wunsch aufs klo zu können, habe eingewilligt u. irgendein blatt unterschrieben dass er mir vor der nase hielt u. bin gegegangen.

Dazu muss ich sagen dass ich nicht in deutschland studiert habe, es eine nationale prüfung ist für die man sich 2 jahre vorbereiten muss um dann ein ingenieursstudium antreten zu können.

Erst als ich nach hause kam, realisierte ich was da überhaupt passiert ist. 2 jahre vorbereitung für die katz! und dass ich gleich aus den prüfungen ausgeschlossen wurde nur weil ich aufs klo wollte (die prüfungen dauerten 5 tage, als auch wenn ich diesen einen tag vermasselt habe, hätte ich noch trotzdem gut chancen gehabt).

Dann fing es an, ich konnte gar nichts mehr machen, wie auf knopfdruck hatte ich dann durchfall. Ich wollte ja unbedingt die prüfung nachholen u. mein studium beenden, aber ich hatte mich überhaupt nicht mehr unter kontrolle. Ich hatte total das vertrauen zu meinem körper verloren. Dann hatte ich eine therapie begonnen u. es ging mir wieder besser. Ich habe eingesehen dass es menschlich ist aufs klo zu müssen, das jeder, wirklich jeder, schonmal durchfall hatte usw. Ich konnte dann die prüfungen nachholen und mein studium beenden.

Dann nach einigen jahren hatte ich mal eine schlimme kolik mit durchfall. Die schmerzen waren so schlimm dass ich dachte ich sterbe, dazu hatte ich eine ganz heftige panikattacke. Und seitdem lebe ich jeden tag in angst. Diese angst beherscht mein leben!

Also ich habe nicht die angst dass wenn ich rausgehe ich durchfall kriege, sondern ich habe angst dass ich diese kolik wieder erleben muss. Bei dem kleinsten bauchweh kriege ich schlimme panikattacken oder wenn ich muss, also diesen drang verspüre und dazu schmerzen habe dann bin ich fertig mit den nerven.

Ich habe einen kleinen sohn u. wenn ich mit ihm alleine bin muss ich immer denken dass wenn ich jetzt durchfall kriege und ich vor lauter schmerzen in ohnmacht falle oder eine panickattacke kriege meinem sohn etwas passieren könnte. Mein mann geht schon soweit dass wenn er geschäftlich verreisen muss er morgens hinfliegt u. spät abends wieder zurückfliegt damit ich die nacht nicht alleine mit meinem sohn verbringen muss. Ich habe angst mit den schmerzen alleine zu sein, dass der durchfall nicht aufhört, dass ich in ohnmacht falle... Ich muss mich ja schon überwinden normal aufs klo zugehen.

Es hat gut getan mal darüber zu schreiben vielleicht gibt's auch noch andere die dieses problem?

LG

n{addoxu


die dieses problem kennen? |-o

r>avenx55


hallo,genau daran leide ich auch..habe furchtbare angst vor durchfall,das essen ist mir verleidet,seit schon 2 monaten--nach dem mittagessen nehme ich täglich eine perenterol forte ein,zum glück nur hefe....und wenn es grummelt bekomme ich panik...nicht ,dass dann kein klo in der nähe ist,das ist zweitrangig,nein,ich denke dann,dass der durchfall nie mehr aufhört und ich daran sterbe,weil ich nix mehr drin behalten kann...darm,blutbild,ultraschall aber in ordnung...mittlerweile mein stuhlgang auch wieder,leider habe ich vor einigen tagen sauerkraut gegessen und wumm..nur ein bisschen und einmal,aber ich habe dann stundenlang gezittert vor angst...gehe in kein restaurant mehr,seit der durchfall kam,keine salate, keine rohkost...keinen kaffee,nur tee....und immer perenterol und immodium griffbereit.....bin in psychatrischer behandlung.

e;nd^l3ss`.summexr


Ich hab das gleiche Problem wie viele hier...

Bereits seit ca. 10 Jahren -.-

Damals durch Mobbing usw. entstanden.

Hat inzwischen jemand eine Lösung gefunden? :-/

PGanamWa 1x78


Hi Leidensgenossen :(

Ich habe das Problem schon seid 4 Jahren :(v ich gehe auch nur noch raus wenn es unbedingt sein muss, trinken und essen draußen egal ob Restaurant oder Freunde geht überhaupt nicht. Ich schäme mich so sehr dafür, ich Denk immer wie dumm bist du eigentlich und lässt dir von deinem Kopf ( Gedanken ) dein leben so schwer machen. Ich mein es interessiert wahrscheinlich niemanden das ich auf die Toilette muss. Es ist ja nichts schlimmes normalerweise für mich schon. Ich habe schon Hypnose getestet was mir zum Teil geholfen hat.

Vor 3 Monaten wurde eine fructose Unverträglichkeit bei mir festgestellt, ok ich weis jetzt das nicht alles psychisch ist. Jetzt achte ich darauf nichts mit fructose zu essen was sehr schwer ist weil es fast in allem drinnen ist:( naja seid zwei Wochen nehme ich zwei mal täglich flohsamen zu mir und muss sagen das es mir bis zum Mittag echt viel besser geht :) Ab Dezember fängt meine Verhaltenstherapie an mal schauen ob es mir hilft, ich will endlich wieder ein normales leben führen.

Es ist schön mit Leidensgenossen zu schreiben es versteht uns ja eh sonst keiner...

PSariserTpraxda


Hallo, Leute,

der letzte Beitrag ist nun mehr als 8 Jahre her. Aber ich poste hier einfach mal, vielleicht liest das einer von euch noch und antwortet mir.

Bei mir fing alles damals mit einer unerfüllten Liebe an. Ich war damals 18 (bin nun 21) und immer wenn ich ihn sah, bekam ich Durchfall. Dass das psychisch war, ist klar. Irgendwann verging die Zuneigung zu ihm und das Problem verging. Dann lernte ich meinen jetzigen Partner kennen und alles war erstmal gut. Aber dann, es war ein Sonntag, bin ich meinem Mann zuliebe mit ins Fußballstadion gefahren. Damals habe ich Pepsi light wirklich gesuchtet. Davon habe ich dann im Stadion richtig schlimmen Durchfall bekommen. Es war für mich grauenhaft, meinen Liebsten auf seinem Platz quasi alleine zu lassen und mich auf so ein miefiges Klo zu hocken. Nach ner dreiviertel Stunde war aber wieder alles gut. Danach hatte ich meine Ruhe, bis ich mit meinem Mann schwimmen war. Mitten beim Schwimmen habe ich Durchfall bekommen. So saß ich dann plitschnass vom Schwimmen auf der Toilette und entleerte mich, während er mit unseren Handtüchern vor der Damentoilette stand und auf mich wartete. Seitdem begann das ganze Drama. Es verging seit den beiden Vorfällen, was nun anderthalb Jahre zurückliegt, keinen Tag, an dem ich das Haus verlasse und nicht an Durchfall dachte/denke. Zuhause habe ich alles im Griff. Aber sofern ich rausgehe, leide ich. Es gibt für mich kein schlimmeres Gefühl, als dass, zu grübeln, was ich mache, wenn ich Durchfall bekomme und keine Toilette in der Nähe zu haben Durch die Panikattacken leidet meine Lebenslust. Ich mag nicht mehr rausgehen. Ich mag nicht mehr irgendwo hinfahren, ohne zu wissen, ob es da eine Toilette gibt, die für mich in Ordnung ist. Wenn ich meine Panikattacken habe, kann mir niemand helfen. Dann bin ich quasi in einer Art "Blase" und fange an schrecklich zu weinen und habe Schweißausbrüche, während ich friere. Ich kann diese Gefühle, die ich verspüre, einfach nicht beschreiben. Ich leide sehr. Ich war zwischenzeitlich schon bei einem Psychotherapeuten. Der hat mir auch zuerst geholfen. Er meinte, ich sollte nur Sachen machen, die ich auch wirklich will. Denn dann würde ich sicher gehen, dass ich nicht an Durchfall denke. Aber leider war es nicht so. Eine Darmspiegelung habe ich mittlerweile auch hinter mir. Schlimm war es nicht. Außer, dass ich das Abführmittel nicht vertragen habe und mehr davon kotzen musste, als kacken. Es wurde aber nichts festgestellt. Lopedium akut ist seit anderthalb Jahren mein bester Freund. Ich habe immer eine Packung im Portemonnaie und eine in meiner Louis Vuitton-Agenda. Damit ich für den Fall der Fälle immer was dabei habe. Mein Problem mittlerweile ist: Damals hatte ich NUR Angst vor Durchfall, es passierte nix. Nun, seit ein paar Monaten, ist meine Angst so verstärkt, dass ich mich so in diese Angst reinsteiger, dass ich Durchfall kriege. Ich gehe davon aus, dass es psychisch ist, aber ich bin an einem Punkt, dass ich mir immer einrede, dass ich stark bin, aber dann zusammenbreche, wenn die Angst wieder aufkommt. Früher habe ich Lopedium akut genommen, wenn ich Durchfall hatte. Seit die Angst stärker wurde, nehme ich die Tabletten auch, wenn ich nur das leiseste Gefühl habe, Durchfall zu bekommen. Dieses Mittel ist mein einziger Weg, ein wenig mobil zu sein. Anders würde ich mich niemals mehr raustrauen. Damals kamen meine Panikattacken nur, wenn ich eine längere Reise vor mir hatte und mir das Reiseziel toilettentechnisch nicht bekannt war. Nun ist es so, dass für mich jeden Tag der Weg zur Arbeit eine Herausforderung ist. Dabei habe ich eigentlich schon das Glück, dass mein Mann mich jeden Tag von zu Hause bis quasi vor die Bürotür fährt.

Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Der letzte Anfall kam heute morgen. Denn ich wachte gegen 05:30 Uhr auf, weil ich dieses schreckliche Gefühl bekam, Durchfall zu bekommen. So war es dann auch. Und ich habe wirklich hundert Mal hin und her überlegt, ob ich nicht zu Hause bleibe. Aber da schaute mich mein Mann an und sagte mir: "Schatz, du schaffst das – ich bin bei Dir". Auf halbem Weg – der eigentlich sowieso nur eine 11km-Strecke ist, die 15 Minuten Fahrtweg bedeuten – musste er dann einmal anhalten, um mich zu beruhigen. Ich hatte das Gefühl, ich muss SOFORT auf Toilette. Aber ich habe es auf Arbeit geschafft.

Manchmal überlege ich, ob mein Leben noch lebenswert ist. Ich traue mich nichts mehr. Ich traue mich nicht in eine Großstadt zu fahren. Der Gedanke, keine Toilette zu finden, macht mich wirklich krank. Oder in einem Laden zu fragen, ob ich auf Toilette darf und es mir nicht gestattet wird. Sowas ist mir nämlich schon mal passiert. Da war ich Sonntag morgens in Hamburg und habe Durchfall bekommen. ich bin also in den einzig offenen Laden gegangen – eine Apotheke – und wollte auf Toilette. Die Dame hat es mir aus Hygienegründen nicht erlaubt. Mein Glück war, dass zwei Straßen weiter eine Tankstelle war. Wäre die nicht gewesen, wüsste ich nicht, was passiert wäre. Auf jeden Fall traue ich mich in keine Großstadt. Ich traue mich nicht mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zu fahren (vorallem Bus), ich traue mich nicht in Urlaub zu fahren (der Gedanke, vom Flughafen mit einem Bus OHNE Toilette dann in mein Hotel zu fahren bringt mich um).

Ich könnte noch tausend Dinge aufzählen, aber ich denke, die Paradebeispiele habe ich genannt.

Manchmal wünschte ich mir, es wäre alles anders. Ich kann so nicht mehr leben. Mein einziges Glück: Meine Eltern und mein Mann – die verstehen mich.

Aber mir kann niemand helfen. Psychotherapie hilft nicht. Darmspiegelung hat nichts gebracht. Ich bin verzweifelt.

P@aris(erUpradxa


Oh, ich sehe gerade, es gab mehrere Seiten.

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