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Angst zu sterben, Angst schwer krank zu sein

Mtr. Cr9ank hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Erstmal möchte ich sagen, daß ich eure Community wirklich stark finde - bin vorab schon mal froh, dieses Forum gefunden zu haben...

Ich bin 28 Jahre alt und leide seit ich denken kann an massiven Angststörungen (nicht diagnostiziert, da ich auch noch massive Arztangst habe). Schon mit 12 dachte ich, daß ALLE Menschen in meinem Umfeld von "meiner unheilbaren Krankheit" wußten, außer ICH. Weitere Ängste wie "meine Eltern sind garnicht meine Eltern", Verlustängste, Angst schwer krank zu sein/werden, Angst keine wahren Freunde zu haben, etc...

Mit 17 Jahren fing ich dann an, körperliche Symptome zu entwickeln. Herzrasen, Schwindel, das Gefühl ohnmächtig zu werden, Todesangst. Seit meinem 18. Lebensjahr hatte ich dann alle paar Wochen was anderes: Herzinfarkt, Krebs, Gehirnhautentzündung, usw... Diese Symptome hatte und habe ich REAL und sie beschäftigen mich quasi rund um die Uhr. "Gut" geht´s mir eigentlich nur, wenn ich in der Früh aufwache und NICHT an irgendwelche Symptome vom Vortag denke. Aber nach spät. 1-2 Stunden bin ich wieder voll drin. Da ich derzeit beruflich nicht unbedingt ausgelastet bin (ich arbeite selbstständig von zu Hause aus), hab ich auch jede Menge Zeit, meine Symptome "auszuarbeiten". Mein Umfeld wie Familie, Freunde, Beziehung passt im Großen und Ganzen.

Vor 4 Monaten war ich so am Ende, daß ich mich zu einem Rundum-Check hinreißen hab lassen. Blutwerte, Herz & Lunge in Ordnung. Halswirbelsäule ein wenig in Mitleidenschaft gezogen und eine Beckenschiefstellung, die ich mit ortopädischen Einlagen korrigieren kann - aber sonst alles ok.

Aber REAL bin ich seit 1 Jahr (oder 2 Jahren oder schon mein ganzes Leben ???) immer müde, schlapp, um alles besorgt. Ich denke aber nicht, daß ich depressiv bin - eigentlich bin ich ein sehr lebensfroher Mensch mit freundlichem Umfeld.

Ich hab halt einfach ständig Todesangst! Seit ca. 2 Monaten bin ich eigentlich ständig am Zittern, beobachte bei anderen Menschen ob sich die in ihrer Hand befindliche Zeitung (Kaffeetasse, Speisekarte) auch bewegt, oder ob sie ganz still halten können. Auch hab ich in bestimmten Stellungen ganz eigenartige Muskelzuckungen - d.h. ich kann "provozieren" daß mein ganzer Körper "erbebt" (wie ein kleiner Hund, der Angst hat oder friert oder beides).

Seit über einer Woche hab ich am ganzen Körper ein ganz eigenartiges Gefühl - wie wenn ich meine Seele spüren würde. Kennt ihr das Gefühl, wenn man eine Vorahnung hat oder besondern traurig ist? Das hab ich nicht ein paar Sekunden (wie ich es kenne), sondern seit eben über 1 Woche mehrmals täglich über einen längeren Zeitraum. Irgendwas zwischen Übelkeit (aber nicht erbrechen müssen), Angst (wie vielleicht Prüfungsangst oder so), weichen Knien und beginnender Panik. Ich fühl mich, wie wenn ich kotzen, husten, schreien, rennen und scheissen gleichzeitig müßte. Ein Gefühl das tief in den Eingeweiden und im Kreuz und im Magen und in den Beinen und überall gleichzeitig ist.

Körperlich belastbar bin ich eigentlich ganz gut - bin seit 2 Monaten 2x die Woche 2 Stunden im Fitness-Studio und merke da keine körperliche Erschöpfung oder ähnliches (außer ich bekomm Panik und lass meinen Puls gegen 200 schnellen).

Sollte ich gesund sein, bin ich eigentlich schwer krank! Wieso ist das so? Warum quält man sich selbst so? Wo führt das hin? Macht man das so lange, bis man körperlich wirklich schwer krank ist?

HILFE! Ich kann und mag so nicht mehr weitermachen! Das ist doch kein Leben, wenn man ständig an Leid und Tod denkt!

Ich hab überhaupt keine Energie mehr und bin nervlich am Ende!

Noch dazu bin ich ziemlich unsicher und alles andere als entschlussfreudig. Hab mir jetzt 2 Möglichkeiten für meine weitere Vorgehensweise überlegt:

1) Kinesiologie

2) eine Verhaltenstherapie

Habt ihr auf diesen Gebieten Erfahrung?

Würd mich sehr über Feedback freuen.

MfG, Mr.Crank

Antworten
JeunXgh`axns


jaja wer kennt das nicht. also kann dir nur zustimmen und fast alles so wieder geben also ich hab auch schon alles gehabt. krebs, ms, parkinson, tumore, blutgerinsel und und und

bei mir war es ehr ein traumatisches ereigniss...

eigentlich weiß man das alles nur von der psyche kommt aber wenn man seinen körper beobachtet und was festestellt ist diese realität sofort wieder verflossen

ich hatte schon soviel symphtome...

schwindel,kopfschmerzen ja auch händezittern was vom vegetativen nervensystem kommt und was NORMAL bei angstzuständen ist also mach dir keine sorgen. kribbeln, neben sich stehen, benommenheit,schmerzen am ganzen körper, neue flekcen am körper festgestellt, selbst bei einer Ader die ich entdecke denke ich der tod lauert in mir. derzeit spüre ich richtig wie ein virus in mir ist. und eigentlich hab ich schon mit dem leben abgeschlossen aber dem ist nicht so!!!

und so solltest du auch denken. alles psyche!!!!

also such dir einem psychotherapeuthen, nur der kann helfen... und wenn der knoten gelöst ist hast du noch ne rosiege zukunft vor dir!!!

LWupjo049


Hallo Mr. Crank,

*puuh*, für mich kaum vorstellbar, praktisch das ganze Leben schon unter solchen Ängsten zu leiden, dazu jahrelang unter den entsprechenden Symptomen (...mir haben 7 Monate gereicht) zu leiden. Ausserdem, Krankheitsangst gepaart mit Arztangst, naja das kann auch Vorteile haben, der Nachteil ist sicherlich, dass der eigenen Phantasie dann fast keine Grenzen gesetzt sind und man - mit Hilfe von "Dr. Google", sich immer wieder neue Leiden erroieren lassen.

Zunächst sollte ein guter Psychiater feststellen, ob für die Therapie ein tiefenpsychologischer Ansatz oder eine Verhaltenstherapie besser geeignet sind. Ich kann Euch was über Verhaltenstherapie erzählen. Hier werden z.B. so was wie Kindheitserlebnisse nur am Rande bzw. zum besseren Verständnis angerissen. Im wesentlichen geht es um das hier und heute und eben um einen gesunden Umgang mit der Angst, systematische Reduzierung der Angst. Wie das am wirkungsvollsten geschieht, muss halt ein guter Therapeut individuell bei jedem Patienten feststellen.

Aber klar ist, dass hier keine "Wunderheilungen" geschehen, es kann ein sehr langer Weg sein, gerade wenn die Störung und auch die Symptome sich teilweise schon jahrelang eingeschliffen. Aber es lohnt sich, irgendwann die richtige Richtung einzuschlagen und den Teufelskreis Angst / Symptome / Angst zu verlassen bzw. umzukehren.

LG

Lupo

MSr.9 Crxank


danke...

...für euer Feedback!

@Lupo049

Ich les da irgendwie raus, daß Verhaltenstherapie für dich mehr Symptom-Bewältigung als Ursachenforschung bedeutet. Hast du da Erfahrungen gemacht?

Eine bekannte Psychologin hat mir eher zur Verhaltenstheapie geraten, weil es auf diesem Gebiet angeblich bessere Methoden für die Angst-Therapie gibt...

Naja, ich werd mal ein Erstgespräch mit einem Verhaltenstheapeuten halten und schaun, ob ich mich da wohl fühl.

Nochmal danke & alles Gute!

LG, Crank

Mer. CZranxk


übrigens:

Ich hab in "Dr.Google" (wie Lupo049 so schön anmerkte) einen interessanten Link gefunden bezüglich Angststörungen:

[[http://www.lifeline.de/cda/ci/health/show_print/0,1925,30003,00.html]]

Ich kann mich definitiv in "Krankheitszeichen nach ICD-10" einordnen - wie ist das bei euch?

LG, Crank

B*erlinNerTixtan


Auf jeden Fall zum Therapeuten

Ich leide seit wenigen Monaten unter einer Angststörung und auch ich wurde an die Ärzte verwiesen, auf der Suche nach einem Befund. Ich kann jedem nur raten, sich unverzüglich psychotherapeutisch beraten zu lassen ... das ist das Einzige was euch helfen wird .... es hört sich wirklich hart an, aber durch Depression wird es niemals besser. Ich habe offensiv ebenfalls die Situationen (bei mir sind es bsp. Höhen und wichtige (Vorstellungs-)Gespräche) gesucht und es ist von mir langsam besser geworden. Nun habe ich gerade eine Therapie angefangen, und ich hoffe, dass sie mir hilfe. Ich hoffe, dass dir geholfen wird ... alles Gute !

s3milxla


Hallo Mr.Crank,

überlege nicht lange und versuche eine guten Verhaltenstherapeuten zu finden. Ich hatte diese Symptome auch und mir hat es sehr geholfen. Kinesiologie ist auch gut...habe ich auch gemacht...aber es ersetzt auf keinen Fall die Therapie.

Unterstützend kann es aber durchaus helfen.

Liebe Grüße :-)

qvuietsec:heen3tchen


kann das alles verstehn...

hallo...klingt irgentwie wie nach mir... außer das ich keine arztangst habe...

leide seit februar unter einer angst- und panikstörung, hab stationäre behandlung hinter mir und nun ambulante therapie...

mir hat das zwar geholfen, aber therapeuten können niemanden probleme abnehmen und niemals den weg für dich gehn, sie zeigen dir, wie du gehn sollst und du tust es dann...

bewundernswert finde ich, das du schon so lange, jahrelang unter den körperlichen symptomen leidest und immer noch lebst!!

glaub mir, ich bin auch schon viele tode gestorben... und leb auch noch, aber glauben tut mans eh nicht...immer wenn das herz stolpert oder rast oder rhytmusstörungen kommen, vorallem abends, dann hab ich angst, ich könnte sterben oder ich habe eine herzkrankheit, obwohl ich gesund bin...auch wenn organisch nichts ist...der teufelskreis angst ist nicht einfach zu durchbrechen und ich hab irgentwie angst, das herz könnte schaden davon tragen...aber das das nicht so ist, beweist dein fall...du hast das schon länger als ich...glaub mir, du bist nicht allein!!

gruß,

quietscheentchen

hDipp3ogrexif


bin auch ein hypochonder...

erstmal mein herzliches Beileid. Kenne das selbst. Man hört irgendwo von einer Krankheit und meint immer, das könnte ich auch haben. Dann informiert man sich bei Google oder im Forum über die Symptome und dann hat man sie selbst. Alle,manchmal nacheinander oder gleichzeitig. Man geht zum Arzt und hat Herzrasen vor Angst todkrank zu sein. Ich habe und hatte wirklich Symptome für alle Krankheiten und auch wenn mein Arzt sagt ich sei körperlich okay, habe ich trotzdem noch Angst.

Mach jetzt seid über einem Jahr Psychotherapie und es tut auch wirklich gut sich alles von der Seele zu reden, aber die Angst, die bleibt.

Also Kopf hoch, solange man es trotzdem noch schafft sein Leben bis auf die Angst (die es manchmal sehr schwierig macht) einigermaßen normal weiterzuleben, geht es auch. LG

J]ulia@00d0x6


Hi ich habe im Moment dauernd Panik Attacken und Angst davor zu sterben oder krank zu werden. Deswegen Schlaf ich auch so gut wie gar nicht. Ich schlafwandle und habe sehr große Angst davor mich selbst umzubringen. Das geht schon seit fast einem ganzen Jahr so. Ich will das es aufhört und ich einfach normal schlafen kann.

Ich schreibe das hier damit ich mich besser fühle.

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