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Antidepressiva ja oder nein?

PXlan5ete!nwxind


Was aber erwiesen ist (und da steht auch kein Hersteller dahinter ;-)), dass der "Depressive" die Welt in Wahrheit realistischer sieht als der "Gesunde".

Ach mist hab mich verlesen. ;-D

Aber auch hier: warum sieht der Depressiva die Welt realistischer als der Gesunde? Ernst gemeinte Frage. Ein Gesunder würde sagen, dass dies Blödsinn ist. ]:D

Xqira;ixn


Ich glaube nicht, dass ich ohne ssri + psychitgerapie noch hier wäre.

Ich glaube auch mein Körper selbst hätte irgendwann aufgegeben.

Ich denke ich hätte mir selbst irgendwann die Augen ausgekratzt...versucht mich von innen her zu töten.

Und ich hatte niemals aktive suizidgedanken...aber ich hatte wahnhafte wünsche, dass doch bitte ein Meteor auf die erde stürzt damit ich endlich endlich sterben kann. Nicht mehr weinen muss...nicht mehr meine gedanken ertragen muss. Nicht mehr mein leben ertragen muss...meine eigene Existenz. Nicht mehr antriebslos im bett liegen als wäre ein tonnenschwerer sack auf einem.

(Ist dir bei den worten unwohl gefühlt? Dann verstehst du zu einem Bruchteil wie schlimm es ist. Und mein leben ist für andre gar nicht so schlimm....immerhin hab ich ne wohnung und arbeit und essen.)

Momentan nehme ich keine tabletten...mein leben ist gut...ich hab in der therapie aufgeräumt. Ich kann aufmerksam auf mich sein...ich weiss was mir gut tut...

Und trotzdem fehlt mir jeglicher selbstantrieb....jegliche neugier aufs leben.

Blutwerte sind kontrolliert...vitamin d ist mangelhaft.

Wenn das ausgeglichen ist und es mir dann nicht besser geht,werde ich meinen ha fragen ob er mir das ssri wieder verschreibt... ich bin nicht traurig und höhst depressiv... aber komplett ohne antrieb....so will ich nicht leben.

L*ifemxid


Furchtbar, was hier einige von sich geben.

Serotoninmangel ist mittlerweile widerlegt worden..Kein Experte wird das noch als Ursache für eine Depression mit Kollegen diskutieren...es wird den Patienten erzählt, um sie ruhig zu stellen.

Nur bei ca. 10% handelt es sich um eine schwere Depression.

Die Nebenwrikungen sind sehr häufig!!

Studien wurden grösstenteil geschönigt, um nicht zu sagen gefälscht.

Die Wieksamkeit von AD bei leichten und mittleren Depressionen liegen auf Palcebo-Niveau...wer was anderes behauptet, der lügt!

Sie können extremste Entzugssymptome hervorrufen, die den Symptomen der Depression ähneln und schon ist man im Teufelskreis gefangen...

Wesensveränderungen sind ebenfalls häufig aufgetreten...sowie Suizide und aggressives Verhalten anderen gegenüber bis hin zum Mord, der selbst von Gerichten den AD zugeschrieben wurden.

Hole Dir mind. eine Zweitmeinung ein, bevor Du solche Medi nimmst.

X8iralixn


Hast du dafür wissebschaftlich solide Beweise? Also für das mit dem serotonin, was nicht stimmen soll.

Würde moch mal interessieren.

NW sind nicht selten, sie sind die regel. Die meisten sind aber reversibel.

Und ich denke von ausschleichen und absetzsymptonen hat inzwischen jeder gehört.

Nur deine serotonin ist nicht die ursache theorie hab ich noch nie gehört.

Gibt es seriöse studien?

Bei mir gab es mehr als einen placebo effekt, deswegen frag ich.

Ich habe monatelang irgendwelche bachtropfen genommen und trotzdem heulte ich spontan 3-4 mal am tag einfach los. Mit ssri liess das nach

P lan*et^e0nwind


Ich habe monatelang irgendwelche bachtropfen genommen und trotzdem heulte ich spontan 3-4 mal am tag einfach los. Mit ssri liess das nach

:)z Meine Mutter hatte es zunächst mit Homöopathie versucht, aber es hat gar nichts gebracht.

C&on-anDerZcerstärxer


Wenn der Verdacht für eine bestimmte psychische Erkrankung vorliegt experimentieren viele Ärzte (im wesentlichen) statistisch die Liste der für die vermutete Diagnose üblichsten Medikamente der Reihe nach von oben bis unten durch.

Ich trage jetz etwas dick auf wenn ich sage im Grunde bräuchte man dazu kaum einen Arzt, das würde man mit einer seriösen Eigenrecherche im Internet auch hinbekommen.

Es ist ja ein akzeptables Vorgehen.

Wichtig ist für mich die folgende Erkenntis:

Wenn man seinem Körper ein Medikament zuführt, mit den jeweiligen Nebenwirkungen, aber es tritt nach Wochen oder Monaten keine Besserung ein, also wenigstens irgendeine kleine, nennenswerte Besserung, dann muss man sich die Nebenwirkungen auch nicht geben. Denn man macht das für sich und nicht als Goldesel für irgendwelche Produktentwickler in der Pharmaindustrie.

Wenn man aber ein dutzen, oder ein paar dutzend Medikamente länger ausprobiert hat, und es war für einen nur Abfall, also hat nicht gebracht außer Nebenwirkungen, dann gelangt man zu dem Schluss dass man ohne Medikamente mit sich selber versuchen muss klarzukommen.

Also ausdrücklich nochmal: für den Fall, dass Medikamente nicht nennenswert/tatsächlich geholfen haben.

Ob du Antidepressiva nehmen sollst, wie im Eingangspost gefragt das kann ich dir übrigens (natürlich) auch nicht beantworten.

Wenn dein Arzt keinen Plan hat was er macht und eigentlich sonst gar nichts macht als zu experimentieren, und dir vorschlägt "irgendwas" zu machen, wenn du grad bereit bist deine Zustimmung zu allem zu erteilen, dann frag lieber nochmal einen anderen Arzt, der Grundkenntisse über sein Arbeitsgebiet besitzt.

Falls dein Arzt dich kennt und sich auskennt, dann probier Antidepressiva, wenn er dir das vorschlägt.

oQn_odisexp


In der Fersehwerbung werden zur Zeit drei Beruhigungsmittel angeboten (nix mit Baldrian und so) die rezeptfrei in der Apo zu erhalten sind, die alle bei mir gewirkt haben (sogar zu stark), die aber keine Veränderung an der Psyche, sprich den biochemischen Vorgängen im Gehirn machen (sonst wären es verschreibungspflichtige AD). Ich kann nur unverbindlich empfehlen, in dieser Richtung mal Euren Apotheker /-in zu befragen.

Pklüschmbiest


Was ich immer nicht verstehe, wenn jemand krank ist (Grippe, Durchfall etc.) dann geht derjenige zum Arzt und lässt sich Medikamente verschreiben. Sobald derjenige aber an Depressionen erkrankt, wird verzweifelt versucht die Krankheit auch ohne Medikamente in den Griff zu bekommen.

Warum ist das oft so? Warum bestehen bei Antidepressiva oft so große Bedenken?

Ich habe alles mögliche an AD ausprobiert, aber leider kaum eine Wirkung verspürt.

Das Einzige was passiert ist, ist dass meine Leberwerte LEICHT angestiegen sind.

PxlaneDtenwinxd


Was ich immer nicht verstehe, wenn jemand krank ist (Grippe, Durchfall etc.) dann geht derjenige zum Arzt und lässt sich Medikamente verschreiben. Sobald derjenige aber an Depressionen erkrankt, wird verzweifelt versucht die Krankheit auch ohne Medikamente in den Griff zu bekommen.

Naja ich kann nur von mir selbst sprechen, aber ich verweigere generell als mal Medikamente. |-o Also zumindest bei so Sachen wie Erkältungen, ich gebe zu ich würde mich auch bei Antidepressiva stur stellen. Aber ich habe auch meine Leidgrenze, wenn es wirklich gar nicht mehr anders geht, schlucke ich dann schon Tabletten. Soll heissen ich würde vielleicht auch Antidepressiva nehmen, wenns gar nicht anders geht.

s>chnaecke1x985


Meine Depressionen / PS hat mich fast umgebracht, mit den realen Auswirkungen der "verlorenen Jahre" kämpfe ich immer noch.

Ich wage hier mal die Analogie zu Krebs (in schweren Fällen, wie bei mir): Es gibt auch bei psychischen Erkrankungen den Scheideweg, wo es eigentlich nur noch besser werden kann. Weil man sonst stirbt.

Mir geht es dank der richtigen Medis (die Einstellung hat Jahre gedauert und war auch von therapeutischen Maßnahmen begleitet) heute wieder gut und ich bin ein produktives Mitglied der Gesellschaft.

Gerade im Bereich der psychotischen Störungen und bei schweren Krisen sind Medikamente Gold wert. In der Zeit in der Psychiatrie durfte ich miterleben, wie innerhalb von einer Woche aus schwer wahngestörten Patienten wieder funktionsfähige Menschen wurden. Das hat mich sehr beeindruckt.

s!chn@eck,e19x85


PS: Ich kann mich noch ganz genau an den Tag erinnern, als ich durch die Stadt lief und plötzlich bemerkte, dass ich mich normal fühlte. Dass der dunkle Schatten der Depression und das folternde Gefühl einer unbezähmbaren inneren Unruhe weg waren.

Die innere Unruhe, die sich so anfühlte, als müsse man sich sofort die Haut vom Körper reißen, als würde eine Nadel in den Augapfel stechen, permanent. Das ist Leid, das ist Verzweiflung, Auswegslosigkeit.

Cxytexx


Nur deine serotonin ist nicht die ursache theorie hab ich noch nie gehört.

[[http://www.bmj.com/content/350/bmj.h1771]]

Serotonin and depression-the marketing of a myth

C)y2tex


Bei mir gab es mehr als einen placebo effekt, deswegen frag ich.

Eine Wirkung gegen Depressionen haben sie schon, obwohl viele Doppelblindstudien nur einen Placeboeffekt nachgewiesen haben. Nur der Wirkungsmechanismus im Gehirn, vor allem wie die lokalen Konzentrationen an Neurotransmittern beeinflusst wird, ist unbekannt. Dieses Modell, es gäbe eine Neurtransmitter Dysbalance, welche sich mit Medikamenten einfach korrigieren lässt, wurde jedenfalls nie experimentell bestätigt. Es scheint nicht mal die Korrelation Depression-Serotoninmangel zu bestehen.

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