» »

Hilft Citalopram gegen Angstzustände und Panikattacken?

B0lac:kbEaron hat die Diskussion gestartet


Seit ca. 3 Jahren leide ich unter Angstzuständen und Panikattacken. Ich habe davor ein "ganz normales"Leben geführt. Jetzt kann ich schon nicht mehr alleine einkaufen gehen. Sobald ich ein Geschäft betrete wird es mir schwindelig und ich denke, ich falle jeden Moment um. Schlimmer wird es, wenn ich an der Kasse stehe. Ich bin schon sweit, daß ich solange im Geschäft rumlaufe, bisnur noch ein oder zwei Kunden vor mir sind.

Draußen, d.h. im Restaurant oder Pommesbude, kann ich auch nicht mehr essen gehen. Es kommt mir vor, als ob mir Jemand den Hals zuschnürt. Auch dort bekomme ich diese Angstanfälle.

Es ist nicht so, daß ich mich zu Hause verkrieche. Ich gehe schon noch einkaufen und raus. Ich möchte meinen nneren Schweinehund überwinden und sage mir dauernd, daß mir nichts passieren kann Aber es hilft beim besten willen nicht.

Körperlich ist alles in Ordnung bei mir. Auch die Blutuntersuchung hat gezeigt, daß mir nichts fehlt.

Aus diesem Grund kann ich auch nicht arbeiten gehen. Hört sich vieleicht blöd an, ist aber so. Mir fällt die decke auf den Kopf.

Dabei habe ich noch 2 Kinder, denen ich auch gerne mal etwas bieten möchte. Ih kann mit den Beiden noch nicht mal auf den Spielplatz hinterm Haus.

Dabei bin ich nervös und gereizt. Das heißt jetzt nicht, daß ich wegen jeder Kleinigkeit ausraste, aber wenn die Kinder mal was lauter sind, werden sie von mir schon mal angemeckert. Aber nicht geschlagen!!!

Dann kamen noch Depressionen dazu mit Selbstmordgedanken. Aber das mit den selbstmordgedanken hat sich mittlerweile erledigt.

Nun habe ich vom Arbeisamt einen Job zugewiesen bekommen. Ich hab mich dort vorgestellt und zuerst einmal mit einem Psychologen reden müssen. Dieser hat mich an einen Psychiater verwiesen. Ich kam mir irgendwie "blöd" vor. Zu einem Psychiater? Ich? Niemals dachte ich mir. Aber der Besuch hat mich vom Gegenteil überzeugt. Es tat mal richtig gut mit Jemandem darüber zu reden, der auf meine Probleme eingeht.

Von meinen Verwandten und meiner Verlobten hörte ich immer nur:" Stell Dich nicht so an." "Das wird schon wieder." "Reiß Dich mal zusammen."

Jetzt hat die Psychiaterin mir Citalopram 30 mg mitgegeben und mir gesagt, daß ich davon nach dem Frühstück eine halbe Tablette nehmen soll. Gegen 12 Uhr mittags habe ich eine halbe Tabl. genommen. Davor habe ich aber gut gegessen. Um 13.30 Uhr habe ich mich ins Auto gesetzt um meinen Sohn vom Kindergarten abzuholen. Während des Fahrens wurde mir rgendwie komisch. Als ich dann aussteigen wollte, ging es nicht und ich schleppte mich mit Mühe und Not in den KIGA, wo mich mein Vater dann abholen mußte. Am nächsten Tag hatte ich die Symptome immer noch. Schwindel, Pudding in den Beinen, Apptitlosogkeit, Herzrasen und Schlaflosigkeit.

Mir wurde von der Psychiaterin nicht gesagt, daß man kein Auto fahren darf. Auch auf die schweren Nebenwirkungen hat sie mich nicht hingewiesen. Zwangsläufig las ich mir die Packungsbeilage durch, wobei mir die Symptome klar erklärt wurden.

Die Psychiaterin meinte ich könnte die Tabl. weiternehmen oder es auch sein lassen.

Da ich jetzt hier in den Beiträgen gelesen habe, daß Citalopram erst nach einigen Wochen wirkt, überlege ich ob ich diese Tabl. weiternehmen soll und die ganzen Nebenwirkungen in Kauf nehmen soll.

Können diese Tabletten süchtig machen?

Wer hat Erfahrung mit Citalopram?

Antworten
s6kyjdanc~er_02


Insidon

Hallo,

Erfahrung habe ich mit diesem Präperat zwar keine, aber ich kenne die Situationen und die Anfälle wie du sie ier beschreibst auch nur zu gut. Bei mir war es auch so schlimm geworden, dass ich schließlich mein Studium hin geschmissen habe, weil ich in jeder Vorlesung dachte, dass ich verrückt werden würde. Leider hat ich mit der Wahl meines Psychologen keinen so guten Griff gemacht, der meinte, das würde schon alleine wieder vorbei gehen, aber pustekuchen, nichts war.

Mein Hausärztin hat mir daraufhin das Mittel Insidon verschrieben, es ist ein sehr leichtes mittel, wirkt aber leider auch erst nach 2 Wochen. Nehme es jetzt schon ne ganze weile, sage aber ehrlich, dass ich auch manchmal an seiner wirkung zweifle, weil die Anzahl der Anfälle zwar kleiner wird, aber wenn mal wieder einer ommt, dann richtig. Besser ist aber, das das Medikament so gut wie keine nebenwirkungen zeigt, also du kannst noch auto fahren etc.

Vielleicht versuchst du es auch mal damit ??

hnau=smaXnn


Mailbox

hab gepnt, langer Text, Antwort wäre schön

h>aus{manxn


hab vergessen

ich nehme sie immer auf nüchternen Magen, als erstes morgens, ich muss davor nichts essen, hab Glück, keine Magenprobleme mit der Tablette. Eher, wenn der Magen schon voll ist.

MQaryc211


Hallo Blackbaron

ich habe Erfahrung mit Citalopram und meine Erfahrungen sind wirklich gut. Ich hatte die gleichen Symptome wie du, das kam anfangs sehr selten, dann immer öfter, bis das auf einmal überhaupt nicht mehr anders wurde. Ich lag nur noch rum, war ständig kaputt und müde, schleppte mich nur noch durch den Tag und habe auch meinen Job geschmissen. Ich war Arzthelferin. Und mein Chef hat sofort erkannt, dass es sich um Panikattacken handelt. Er hat mir Citalopram verschrieben und ich hab mit 10 mg angefangen. Die ersten zwei Wochen waren die Hölle. Mein Mann hat schon gemeint, ich soll diese blöden Tabletten wieder weg lassen, aber ich hab hier im Forum immer wieder gelesen, dass das Medikament mindestens 2-3 Wochen braucht, bis es wirkt. Also dachte ich, ich muss durchhalten. Mein Chef meinte auch, ich müsst das wirklich durchhalten, sonst würde das nie besser werden. Nach den ersten zwei Wochen ging es dann tageweise aufwärts. Ich hab dann auf 20 mg erhöht und mit dieser Dosis komme ich super zurecht. Das einzige, worauf ich noch mit Panik reagiere sind Schmerzen. Besonders Zahnschmerzen. Aber da kann man ja Abhilfe schaffen. Nur habe ich halt so panische Angst vorm Zahnarzt, dass ich lieber Schmerztabletten schlucke. Aber ich kann wieder Autofahren, ich kann mit meiner Familie wieder ganz normal leben, ich habe einfach wieder viel mehr Interessen.

Ich kann dir nur raten - halte durch und du wirst sehen - es lohnt sich!!!

Alles Liebe und gute Besserung *:)

e*asy2x2


Citalopram

ich kann mich Mary nur anschliessen.

Habe nach der Einschleichphase sehr gute Erfahrungen mit dem Medikament gemacht. Bei mir entfaltete sich die volle Wirkung jedoch erst nach 6 Wochen, zumindest war das mein Gefühl.

Für mich war Citalopram die letzte Chance wieder zu einem normalen Angst und panikfreien Leben zurückzufinden.

Weltweit wurden damit schon über 30 Mio Menschen behandelt.

*:)

Ich nehme es seit gut 6 Monaten und werde vorraussichtlich in 3 Monaten die Medikation über 4 Monate ausschleichen und reduzieren.

MMar%y,21x1


Hallo easy

wie viel mg Citalopram nimmst du täglich? Ich komme mit meiner Dosis von 20 mg eigentlich ganz gut klar, hab aber hin und wieder so Tage mit innerer Unruhe dabei. Da habe ich dann auch so komische Herzstolperer, obwohl kein ersichtlicher Grund für Aufregung etc vorhanden ist. Manchmal denke ich, ich müsste evtl. nochmal erhöhen, bin aber dann doch froh, wenn ich mit meinen 20 mg wieder zurecht komme. Hast du auch manchmal so "komische" Tage dabei? Ich denk mir da nicht gar so viel, denn jeder hat mal blöde Tage, keiner ist jeden Tag gleich gut drauf oder gleich leistungsfähig. Und trotzdme - auch bei mir ist es so, dass ich es ohne dem Medikament wahrscheinlich wirklich nicht mehr geschafft hätte, wieder auf die Beine zu kommen. Selbst, wenn es mit dem Absetzen wirklich so schwierig werden sollte, es hat mir im Moment geholfen und das war für mich und meine Familie sehr wichtig. Mein HA meint, ich sollte das Medikament auch wirklich erst nach der lichtarmen Jahreszeit absetzen, also Frühling/Sommer, wenn die Tage wieder länger werden und man von Haus aus wieder mehr Schwung hat. Mir ist das ziemlich egal, selbst, wenn ich das Medikament fünf Jahre lang nehmen müsste, Hauptsache, es geht mir gut damit...

Ich wünsch dir auch weiterhin alles Gute,

viele Grüße :-)

e*assy2x2


Hallo Mary

ich nehme 40 mg täglich und komme mit dieser Dosierung sehr gut zurecht.

Diese komischen Tage kenne ich auch, sie werden aber mit der fortschreitender Dauer immer weniger.

Aktuell habe ich diese "komischen Tage " nicht mehr.

Über das Absetzen mache ich mir auch keine Sorgen.

M;arty21x1


nochmal an easy :-)

Kennst du eigentlich deinen Auslöser? Bei mir kommt da so viel zusammen, dass ich gar nicht wüsste, wo ich anfangen sollte. Aber es war halt zu der Zeit enormer Erziehungsstress mit meinem älteren Sohn, da kam so viel auf einmal zusammen, dass es mich halt aus den Latschen gekippt hat. Und solange das nicht besser wird (wir sind deswegen auch in Therapie), werde ich auch bei den Citalopram bleiben. Ich bin jedenfalls froh, dass es sowas gibt, denn sonst wär ich ja echt aufgeschmissen gewesen und meine ganze Familie mit. Die ersten drei Wochen dachte ich ja wirklich, das wird immer schlimmer, das hilft nix, aber dann kam doch die Wirkung. Und sehr viel hat mir dabei immer wieder dieses Forum geholfen, weil einfach so viele Menschen ihre Erfahrungen austauschen und einen auch ermuntern durchzuhalten. Ich find das echt super.

Nen schönen Tag noch, liebe Grüße,

S}ugzanxna


Citalopram

Hallo Mary, hatte lange Zeit Agoraphobie (Platzangst) mit Schwankschwindel und Panikattacken. Konnte nicht mehr allein das Haus verlassen. Nehme jetzt seit 6 Monaten Citalopram und mein Problem ist viel geringer geworden. Habe auch mit 10 mg begonnen und nehme jetzt 40 mg täglich ohne Probleme. Bin ruhiger geworden. Panik und Schindel deutlich reduziert. Viele Grüße von Suzanna

M"ary21^1


Hallo Suzanna,

Danke für deinen Beitrag. Es tut immer wieder gut auch von anderen zu hören bzw. zu lesen, dass es mit Citalopram keine Probleme gibt. hattest du auch anfangs solche Nebenwirkungen? Und wie war dann die Umstellung nochmal auf 40 mg? Waren da die Nebenwirkungen auch nochmal so schlimm? Manchmal habe ich den Eindruck (Besonders jetzt, da die Sorgen wieder richtig akut sind), dass mir die 20 mg zu wenig sind, da bekomme ich wieder Herzstolpern und so. Dann denke ich mir, ich sollte es vielleicht doch mit 30 mg versuchen. Aber dann denke ich wieder, wenn ich es irgendwie mit 20 mg schaffe, ist es doch auch besser. Hm. Das ist echt schwierig. Aber ich war ja auch soweit, dass ich nicht mehr selber Auto fahren konnte usw. Da bin ich froh, dass das endlich wieder richtig gut klappt und ich auch ohne Probleme einkaufen kann und so. DAs war ja wirklich schlimm. Das war wohl auch dein Problem, nehme ich an. Aber es ist wirklich interessant, wie unterschiedlich die Menschen darauf reagieren. Einer braucht nur 10 mg, andere brauchen bis zu 80 mg. Mein vorheriger Chef und Hausarzt meint eben auch, dass eben jeder Mensch unterschiedlich reagiert, weil jeder Mensch halt auch anders ist. Irgendwie logisch. Aber er freut sich auch mit mir, dass es mir damit jetzt wieder so einigermaßen gut geht. Wenn die ständigen Sorgen mit meinem Sohn nicht wären, ginge es mir wahrscheinlich noch viel besser, bzw. wäre das alles gar nicht so weit gekommen. Aber da helfen mir diese Tabletten sogar, alles etwas gelassener sehen zu können und darüber bin ich ganz froh.

Ich wünsch dir alles erdenklich Liebe und dass es dir auch weiterhin so gut geht. Liebe Grüße,

A*nneL266


Hallo

Ich bin Neueinsteiger und hätte gern gewusst, wann man Citalopram am besten einnimmt. Mein Arzt hat mir geraten am Morgen ca. eine halbe Stunde nach dem Frühstück, aber dann fühle ich mich den ganzen Tag etwas reaktionsträge. Deshalb dachte ich, vor dem Schlafengehen wäre besser, dann bekomme ich den einsetzenden Wirkungsschub nicht mit. Schlafstörungen, wie mein Arzt zu bedenken gab, habe ich keine, also dürfte nichts gegen mein eigenwilliges Handeln sprechen, oder?

E8DIx00


halooo.....also ich nehme citalo. jetzt seit 7 tagen und ich merke keine besserung im gegenteil hab totall schlafstörungen und wach auch oft auf... %-|

ich nehme zwar nur 10mg ,,,,trau mich nicht 20mg einzunehmen.....wegen den nebenwirkungen...

(müde , kopfweh und schwindel) ....... {:(

ich hoffe nur dass es bald besser wird.....ich hab dass schon seit januar bin aber nie zum arzt gegangen weil ich dachte dass geht von allein weg ,,und naja nach ner zeit wurde es schlimmer......ich konnte nix mehr machen nicht mehr unter leute kein weggehen....bin ja auch noch so jung %-| und hab es auch nicht verstanden was überhaupt los ist..

ich weis gar nicht mehr wie es sich anfühlt normal zu sein......aber ich hoffe es wird alles gut..... :)z

Tla%mToxm


@ EDI00

Ich nehme Citalopram jetzt seit ca 7 Wochen. habe mit 10mg angefangen und nach 10 Tagen die Dosis auf 20mg erhöht.

Nach ca. drei Wochen setzte langsam bei mir die Wirkung ein und kann nur sagen, das es mir dadurch besser geht. Ich hatte aber auch die gleichen Ängste, das die NW durch die Dosiserhöhung schlimmer werden, obwohl mir nur am ersten Tag übel war und ich einige Tage mit Kopfschmerzen zu kämpfen hatte.

Ich fühle mich durch Citalopram nicht fremd bestimmt oder so, sondern, mir geht es wieder besser. Meine Ängste sind nicht mehr so massiv und meine depressionen auch nicht.

Die einzige NW die ich noch habe ist Mundtrockenheit, damit kann ich leben.

Gegen die Übelkeit (die sollte aber auch recht schnell abklingen) kann ich nur Nux Vomica D6 empfehlen. Gibt es so in der Apo.

t^heca+llxing


ich nehme Citalopram 20mg seit genau eine Woche. Meine Ärztin hat mir angeraten, die ersten vier Tage jeweils nur eine halbe Tablette zu nehmen, was ich auch brav getan hab. Bereits nach einige Tagen hat sich merklich was verändert. Die Schweissausbrüche waren insgesamt eigentlich noch die angenehmste Nebenerscheinung, auch mir den Ejakulationsschwierigkei kann ich (zur Zeit noch) umgehen, das diese allesamt innerhalb von 2 Wochen verschwinden sollen. Was mir mehr zusetzt ist die Tatsache, dass sich die Symptomatik, sprich die Angstzustände nicht weniger, ich Gegenteil mehr geworden sind. Bei mir meldet sich das jeweils mit Unwohl sein an, dann Schweissausbrüche, dann der Gedanke, dass dich alle beobachten und du denkst, was passiert, wenn ich gleich erbrechen muss oder einfach in Ohnmacht falle. Nehm in ganz schlimmen Fällen noch Temesta, ein Beruhigungsmittel, das mit vor dem vollständigen Kollaps rettet.

Ich hoffe nur, dass man den Worten in all den Foren, welche ich verfolge glauben schenken kann und die anfänglichen Nebenwirkungen akzeptieren muss, um anschliessend mit weniger Beschwerden, Angst durchzukommen. Es ist für mich zur Zeit extrem schwierig daran zu glauben!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH