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Antidepressiva = bewusstseinsverändernde Drogen

G=atxsu hat die Diskussion gestartet


Hi an alle,

ich habe ein paar fragen, die ihr mir hoffentlich beantworten könnt.

da ich ein wenig die beiträge gelesen habe und oft beschrieben wurde, dass nach einnahme von antidepressiver arznei ein positives glücksgefühl verspührt wird, kommt mir doch die frage auf, welcher unterschied zwischen Drogen und jener Arznei besteht.

außerdem wird dadurch nur das symptom behandelt, aber nicht dir ursache.

also nach meiner ansicht nach, sollte man solche mittel wirklich nur in notsituationen verschreiben. Denn ist man nach der einnahme immer noch man selbst. Ich weiß, dass sie oft ein notwendiges übel sind, aber ich würde sie nicht nehmen, auch wenn es mir noch so schlecht geht.

mich würde interessieren was ihr darüber denkt.

thx Gatsu *:)

Antworten
epasy2x2


Gutsu

ich kann Deiner Wahrnehmung nicht folgen und halte sie für unsinnig.

ADs haben mit Drogen rein gar nichts zu tun :

1.) zunächst machen die meisten ADs nicht abhängig, dorgen schon

2.) haben die Drogen eine zerstörende Wirkung

3.) bekämpfen ADs nicht nur Symptome sondern therapieren auch.

Die Einnehme von ADs sind ein bewährtes Mittel gegen Angst und Depressionen. In vielen Fällen sind sie der einzige Weg, der einen

Menschen wieder in Leben zurückführt.

Z$i0ma


???

Ich habe nicht viel Ahnung von Anti-Depressiva

aber ist es nicht so das AD den Menschen abhängig macht?

Vielleicht nicht so wie eine Droge, aber ich meine, wenn man sie absetzt, bekommt man dann nicht wieder die selben Depressionen? Oder vielleicht noch stärkere?

Ich habe manchmal auch Depressionen, zumindest Anfänge davon und ich habe Angst davor. Mein Freund meint ich sollte zum Psychlogen gehen, aber davor habe ich Angst und meine Familie würde es nicht respektieren.

Da habe ich auch mal an AD gedacht, aber vielleicht ist es dazu ja nicht stark genug... und Angst vor einer Gewissen Abhängigkeit besteht auch.

Aber in wie fern therapiert AD denn?

G3ats0u


hi easy

ich kann auch dir nicht ganz zustimmen.

laut anderen foren und inet-pages können AD's, wie du sie nennst, sehr wohl zur abhängigkeit führen.

und damit man mich besser versteht.

drogen verändern das subjektive Empfinden. dh durch einnahme der droge, wird/werden das umfeld, die probleme anders wahrgenommen.

alles scheint nicht mehr so schlimm zu sein.

durch das lesen von erfahrungsberichten die AD's einnehmen oder eingenommen haben, wird genau dieser effekt beschrieben.

da liegt doch die vermutung nah, oder nicht ?

G0atsxu


Die Einnehme von ADs sind ein bewährtes Mittel gegen Angst und Depressionen. In vielen Fällen sind sie der einzige Weg, der einen

Menschen wieder in Leben zurückführt.

ich gebe dir da recht. oftmal gibt es keinen anderen weg.

aber meiner meinung werden AD's viel zu oft verschrieben.

ich meine, es muss doch einen grund geben, warum ein mensch an depressionen oder angstzustände leidet.

und ich meine jetzt nicht neurosen oder gar psychosen(ich hoffe ich habe psychosen jetzt nicht falsch benutzt).

ich habe oft gelesen, dass menschen zum psychiater gegangen sind und das erste was sie bekommen haben, war ein AD.

natürlich bin ich kein arzt und ich weiß demzufolge natürlich nicht, ob dies wirklich notwendig ist. aber trotzdem bin ich ein wenig skeptisch.

e!asyL2x2


mein lieber Gatsu... worauf willst Du eigentlich hinaus ?

ADs mit Drogen gleichzusetzen halte ich für unzulässig.

es mag sein dass einige ADs abhängigkeitssymptome bei einigen Patienten hervorrufen. Die meisten tun dies jedoch nicht.

Ob jetzt die ADs zu früh verschrieben werden kann ich nicht beurteilen. Es ist bestimmt auch abhängig von dem genauen Krankheitsbild und von den Erfahrungen des Behandlers.

G2atsxu


ich will eigentlich damit nur sagen, dass AD's die selbe wirkung haben, wie zum beispiel canabis. nur eben niedriger dosiert, aber ich weiß nicht, wieviel man canabis rauchen muss, damit man was "spürt".

und wenn dem so ist, ist das dann nicht der falsche weg. jemanden unter drogen zu setzen, als sich mit seinen problemen zu beschäftigen.

verstehst du wirklich nicht, was ich damit sagen will?

eNas}y22


ich will eigentlich damit nur sagen, dass AD's die selbe wirkung haben, wie zum beispiel canabis

das stimmt aber nicht. Es ist sogar völliger Unsinn.

Die Wirkungsweise von Cannabis ist völlig anders als die eines SSRI Antidepressivum.

Ein SSRI reguliert und verbessert die Serotonindichte zwischen den Zellen. Dieser Botenstoff ist bei Depressiven in zu geringem Maße vorhanden.

Das AD reguliert diesen Botenstoff nach oben.

Mit einem Cannabisrausch hat das überhaupt nichts zu tun.

Es findet keine Vernebelung und Wahrnehmungsvertrübung mit Einnahme eines AD statt.

Es ist somit schwer, ein biochemisches Problem mit dem

seinen problemen zu beschäftigen.

zu lösen.

Ich hoffe dass Dir jetzt einiges klarer wird.

G/astsu


wenn ich zb in diesem forum über 2 lese, die ihre erfahrungen austauschen mit ADs, dann hört sich das für mich fast an, als wenn sich 2 junkies unterhalten.

ich wollte eigentlich nur wissen, ob das jemand ähnlich sieht wie ich.

aber anscheinend ist das für jeden klar,dass AD's keine drogen sind, nur für mich nicht.

es wurden keine argumente geliefert die meine entkräften, also bleib ich einfach bei meiner meinung. ok.

naja, hatte mich auf eine interessante diskussion gefreut.

man kann halt nicht alles haben.

G1atsu


das mit canabis, war doch nur ein beispiel, weil mir gerade keine andere droge einfiel. kanns du mir dann die genau wirkungsweise erklären. ich verstehe es im moment nocht nicht.

vielleicht verändert es ja irgend einen anderen botenstoff. es wird sicher nicht nur den einen geben, oder es beeinträchtigt auf eine andere weise. irgendwas muss es doch verändern, sonst hätte es nicht diese wirkung.

GWatsxu


kanns +t .... noch -t .... dann passt es ;-)

T]rinyxx


Hallo Gatsu,

ich halte die Gleichsetzung Antidepressiva = bewußtseinsändernde Droge ebenfalls für unzulässig. Wer an Depressionen leidet, hat eine "gestörte" Wahrnehmung seiner Umwelt. Alles erscheint hoffnungslos, traurig, verzweifelt. Selbst bei banalen Dingen ist ein Depressiver nicht mehr in der Lage, es in einer angemessenen Sichtweise zu sehen. Oftmals ist es auch gar nicht mehr möglich Positives wahrzunehmen, weil die Last der Probleme, Sorgen und Ängste alles überschattet. Antidepressiva machen nun nichts anderes als diese Last beiseite zu nehmen und wieder Platz für ein adäquates Wahrnehmen und Interagieren mit der Umwelt zu schaffen. Therapeutisch wirken AD insofern, weil man wieder merkt, daß die Dinge gar nicht so grau sind, wie man sie vorher gesehen hat, weil man sich wieder über schöne Dinge freuen kann, weil man sich selbst wieder mehr zutraut und sich nicht mehr so ausgeliefert fühlt. Das heißt aber nicht, daß man unter AD alles rosa sieht. Man reagiert einfach nur angemessener als ohne. Schöne Dinge machen Freude, traurige Erlebnisse machen traurig. Man hat weiterhin bzw. endlich wieder das gesamte Gefühlsspektrum zur Verfügung. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, daß AD deine Persönlichkeit oder dein Bewußtsein nicht verändern. Ich bin mir da deshalb so sicher, weil sich auch nach Absetzen des Antidepressivums das Denken und Fühlen nicht ändert.

Fazit: Die bewußtseinsverändernde Droge ist meiner Meinung nach der Serotoninmangel im Gehirm, das AD holt dich von diesem "Trip" wieder runter, in dem es das Defizit wieder ausgleicht.

Was den Vergleich mit Canabis angeht... (ich hoffe, ich bekomme jetzt keine Probleme ;-) aber das fühlt sich ganz anders an. Sehr gedämpft... da hatte ich eher das Gefühl, daß ich nicht eins bin mit meinem Denken und Handeln. Ich hab's nur zweimal (Jugendsünde ;-)) probiert, insofern bin ich mir nicht sicher, ob ich das wirklich beurteilen kann. Ich weiß auch nicht, wie Canabis wirkt. Die Voraussetzungen sind aber schon mal andere. AD bringen etwas was vorher nicht in Ordnung war, wieder in Ordnung. Drogen bringen nichts in Ordnung, sondern ändern etwas, was eigentlich im Gleichgewicht ist.

Zur angeblichen Abhängigkeit: Hier kann ich nur für SSRI sprechen. Ja, es kann zu Absetzproblemen kommen. Das ist aber keine Abhängigkeit. Die Probleme resultieren daraus, daß sich während der Einnahme von AD der Stoffwechsel im Gehirn ändert und sich nach dem Absetzen nicht so schnell wieder umstellt. Normalerweise kann man durch langsames Ausschleichen des Medikaments diesen Absetzproblemen aus dem Weg gehen. Es gibt aber leider auch Fälle, wo das nicht so einfach geht.

Ich hoffe, das hat ein paar deiner Fragen geklärt. Wenn nicht, dann probier ich's gerne nochmal ;-)

m@ythoAs18x0


thx Trinyx

also ich glaube ich habe es verstanden.

eine depression ist sozusagen ein schlechter trip. und AD's sind sozusagen die Drogen, die jemanden von diesem trip wieder runterholen (ein antiserum halt).

math.:

- * - = +

ich ging von etwas anderem aus.

ihr schreibt so als wären depressionen eine anomalie die im gehirn auftritt. wie zb der Serotoninmangel.

ich hingegen dachte immer, dass depressionen aus lebenssituationen heraus entstehen, die für einem nicht gerade positive erinnerungen wecken und die er noch nicht verarbeitet hat.

da liegt der hund begraben :-)

ich glaube ich habe es verstanden ...

ich werde noch einmal gründlich darüber nachdenken und wenn was unklar ist, frage ich halt wieder.

G8axtsu


MIST ... mein zweiter nickname ist aufgeflogen ;-)

naja egal

L+only/withdxream


;-D

*hihi* jetzt wissens aaaaalle ;-D. Schäm dich

Grüßlies von der Lonly

:)D

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