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Antidepressiva = bewusstseinsverändernde Drogen

Ejscafelowxne


@Käsebrötchen Grüße

ich gehe vollkommen konform mit deiner Meinung aber Antidepressiva bestehen nicht nur aus Seretonin sondern auch aus anderen Botenstoffen: Noradrenalin Adrenalin... Oder irgendwelchen Hemmern, die wie der Name schon sagt halt eine Aufnahme oder Abgabe von Botenstoffen stoppen oder fördern.

Wollte ich nur mal mit anmerken weil leider da auch Vorurteile bestehen.

Liebe Grüße Markus

G>atsxu


ihr versteht mich einfach nicht...

ich wollte nie AD's schlecht machen. nein, ich habe sogar oft erwähnt, dass es sinnvoll sein kann sie einzunehmen. nur ich habe halt die beobachtung gemacht, dass bei einnahme von AD's oft der selbe effekt beschrieben wird, wie bei einnahmen von irgendwelchen drogen.

eben, dass die welt mit anderen augen betrachtet wird.

und ich bin immer noch der meinung, dass AD's, wenn man sie in höheren dosen verabreicht bekommt, den selben effekt haben, wie andere drogen. nur eben die dosis macht das gift. und ich bin auch der meinung, dass AD's viel zu leichtsinnig verschrieben werden.

ich habe zu oft gelesen, dass beim ersten besuch eines Therapeuten gleich ein AD verschrieben worden ist. auch wenn der arzt noch so gut ist, und eine depression aus einer meile entfernung diagnostizieren kann, bin ich trotzdem der meinung, dass man das nicht in der ersten stunde sagen kann.

ich hoffe damit ist meine meinung besser verständlich.

thx

LHonlyIw:itchdrexam


*:)

ich habe zu oft gelesen, dass beim ersten besuch eines Therapeuten gleich ein AD verschrieben worden ist. auch wenn der arzt noch so gut ist, und eine depression aus einer meile entfernung diagnostizieren kann, bin ich trotzdem der meinung, dass man das nicht in der ersten stunde sagen kann.

da muss ich dir total recht geben. Das beste beispiel dafür wäre z.B. Saida.

Die jenigen, die sie hier im Forum vielleicht etwas beobachtet haben würden wohl niemals auf die Idee kommen ihr AD's anzuraten. Aber ihr Therapeut hats dennoch gemacht.... und das noch nicht mal in der ersten stunde.... *grummel*.. also das ist so ein klassische beispiel dafür.

Grüßlies

Lonly

TRri'nyx


@Gatsu

na endlich mal eine befürwortung meiner these.

Ich denke nicht, daß das deine These untermauert. Julia H. hat ein falsches Medikament bekommen! Sie hatte eine Virusinfektion, wurde aber so behandelt als hätte sie eine Depression, die auf AD anspricht. Daß sie daraufhin mit Nebenwirkungen in Form von Aggressionen uä. reagiert hat, ist ganz klar, weil die Voraussetzungen für eine adäquate Wirkungsweise des AD nicht gegeben war. Das würde bei jedem anderen Medikament ebenso passieren oder glaubst du, daß ein gesunder Mensch ohne Bedenken beliebige Arzneien einwerfen kann, ohne einen Schaden davon zu tragen?

und ich bin immer noch der meinung, dass AD's, wenn man sie in höheren dosen verabreicht bekommt, den selben effekt haben, wie andere drogen. nur eben die dosis macht das gift.

Was heißt in höheren Dosen? Antidepressiva haben so wie jedes andere Medikament auch eine empfohlene Tagesdosis, an die sich auch jeder Arzt halten wird. Man kann die Dosis nicht einfach beliebig nach oben schrauben, so nach dem Motto "mehr hilft mehr". Wahrscheinlich wirst du dich auch wie unter Drogen fühlen, wenn du die fünfache empfohlene Tagesdosis eines Schmerzmittels oä. nimmst.

und ich bin auch der meinung, dass AD's viel zu leichtsinnig verschrieben werden

Das wird wahrscheinlich so sein, ist aber nicht nur auf AD zu beschränken, sondern ein generelles Problem der Schulmedizin. Wenn ich mir da ansehe, was meine Mutter bis vor kurzem an Medikamenten genommen hat, bis ihr ein befreundeter Arzt endlich mal die Hälfte davon weggenommen hat. Es geht ihr auch ohne diesen ganzen Kram gut - eigentlich besser denn je...

GQatsxu


Zitat: "und ich bin immer noch der meinung, dass AD's, wenn man sie in höheren dosen verabreicht bekommt, den selben effekt haben, wie andere drogen. nur eben die dosis macht das gift."

Was heißt in höheren Dosen? Antidepressiva haben so wie jedes andere Medikament auch eine empfohlene Tagesdosis, an die sich auch jeder Arzt halten wird. Man kann die Dosis nicht einfach beliebig nach oben schrauben, so nach dem Motto "mehr hilft mehr". Wahrscheinlich wirst du dich auch wie unter Drogen fühlen, wenn du die fünfache empfohlene Tagesdosis eines Schmerzmittels oä. nimmst.

ja hab ich etwa das gegenteil behauptet. ich will damit doch nur untermauern, dass ein AD's die selbe wirkung hat, wie drogen. nur halt in abgeschwächter form. man liest halt nur das was man lesen will.

canabis ist im prinzip auch nur ein AD, nur wird es in viel zu hohen dosen genommen, sodass der gegenteilige effekt auftritt.

thx

E3scaCfloownxe


@Gatsu Grüße

ich habe zu oft gelesen, dass beim ersten besuch eines Therapeuten gleich ein AD verschrieben worden ist. auch wenn der arzt noch so gut ist, und eine depression aus einer meile entfernung diagnostizieren kann, bin ich trotzdem der meinung, dass man das nicht in der ersten stunde sagen kann.

Das mag sicher bei vielen "Therapeuten" der Fall. Und um etwas richtig zustellen: ein Therapeut darf nur therapieren nicht Tabletten verschreiben, dass darf nur ein Facharzt (das wir nicht an uns vorbeireden). Es gibt wirklich verdammt viele schwarze Schafe unter den Psychiatern was die Behandlung und das verschreiben von Medis anbelangt. Aber du kannst nicht einfach so behaupten das ein guter Arzt nicht einschätzen kann, in wie weit ein Mensch therapierfähig ist, dafür wurde er schließlich jahrelang ausgebildet, und wenn dem nicht so wäre hätte wir wahrscheinlich einiges mehr an Suizidfällen und gar keine von der Krankheit geheilten (befreiten) Patienten, besonders bei den schwereren Formen der Depression.

Man kann nicht therapiert werden, wenn man nicht einigermaßen etwas von seiner Umwelt mitbekommt und sich im "hier und jetzt befindet". Ich glaube dir fehlt da einfach die Erfahrung mit dieser Krankheit (soll nicht heißen dass du sie jemals bekommen solltest) bzw. wenn man es nicht hatte, kann man es sich einfach nicht vorstellen. Und in Folge alles zu pauschalisieren ist nun mal die einfachste aber sicher nicht die korrekteste Art und Weise mit Unbekanntem umzugehen. Ich wünsche zumindest niemanden diese Krankheit es ist der Horror pur.

Liebe Grüße Markus ;-)

G$atsxu


ich gebs langsam auf ...

es kommt immer noch so rüber, als ob ich ADs verteufeln würde.

ganz im gegenteil, der der sie benötigt soll sie nehmen, ich würde ihn sogar zwingen sie zu nehmen, wenn es sein muss.

aber das threadthema lautet: Antidepressiva = bewusstseinsverändernde Drogen und es geht um nichts anderes, aber es wurde immer über etwas anderes gesprochen. ich wiederhohle mich wahrscheinlich zum xten mal, aber ich behaupte doch nur, dass ADs psychofarmaka sind, genau so wie andere illegale drogen, nur eben geringer dosiert.

aber das wird immer überlesen. und das einzige was ich hören will, ist ein klares ja oder ein klares nein und bitte mit begründung.

thx

Tlrinyxx


also gut...

Antidepressiva = Psychopharmaka: ja!

Aber nicht bewußtseinsverändernd.

Meine persönliche zweimalige Erfahrung dazu:

Mein Denken, Empfinden, Handeln und Emotionalität hat sich während der Einnahme von AD nicht von meinem Denken, Empfinden, Handeln, und Emotionalität nach dem Absetzen - also im gesunden Zustand - unterschieden. Ich hab's vor Monaten abgesetzt, und konnte bis jetzt keine Veränderung (Verschlechterung) meines Zustands feststellen.

Wissenschaftlich kann ich's dir leider nicht erklären, ich bin kein Mediziner/Pharmazeut.

Akzeptierst du das als Antwort?

E^scafFlowne


Grüße *:)

wenn du alle Komentare gelsen hast, müsstest du dir die Frage schon fast/exakt selbst beantworten können. Natürliche kannst du mit einer Überdosierung oder einem falschen Präperat (bezogen auf den Botenstoff) eine drogenähnliche Wirkung erzielen. Warum interessiert dich das so brennend? Du willst es doch nicht selbst ausprobieren? Da muß ich allerdings aufs Übelste von abraten, denn wenn du gesund bist, machen sie dich bestimmt nicht gesünder!

Liebe Grüße Markus

G:a0tsu


na endlich ....

@trinyx

natürlich akzeptiere ich diese antwort, warum sollte ich nicht. sie ist ja auch plausibel. da es ja ein medikament ist.

@escaflowne nein, keine angst. das will ich bestimmt nicht.

ich will eigentlich auf etwas ganz anderes hinaus, aber dazu musste ich euch erstmal meine gedankengänge zeigen. sonst versteht wirklich niemand was ich jetzt gleich schreiben werde.

also: wir sind jetzt soweit anzuerkennen, dass AD's psychofarmaka sind. psychofamaka, tut mir leid trinyx, dass ich das jetzt wieder aufgreife, beeinträchtigen die psyche eines menschen, darin besteht auch ihr sinn.

da die psyche aber die eigenart eines menschen beschreibt oder besser gesagt der sitz des bewusstseins ist, beeinträchtigt es logischer weise auch das bewusstsein.

nun zu meiner schlussfolgerung. wenn ich also ein AD nehme, verändere ich zwangsläufig auch mein bewusstsein. aber bin ich dann noch ich. das will ich eigentlich fragen. eine andere frage ist auch, will ich denn noch ich sein, wenn ich unter solchen depressionen leide.

thx

Tyr[inyx


ui, jetzt wird's philosophisch ;-)

Ich muß gestehen, ich versteh's (noch) nicht ganz, worauf du hinauswillst.

Spontan fällt mir dazu aber ein Vergleich mit körperlichen Schmerzen ein.

Stell dir vor, du hast Zahnschmerzen. Wochenlang. Während dieser Zeit verändert sich doch auch dein Bewußtsein. Du wirst sicherlich mürrisch, gereizt, dich nervt alles und jeder. Das ist demnach deine Psyche und dein Bewußtsein während dieser Phase des Schmerzes. Das bist du.

Dann wird dir dieser Zahn gezogen und die Schmerzen verschwinden. Du bist wieder besser gelaunt, hast wieder Spaß, kannst lachen. Deine Psyche und dein Bewußtsein hat sich somit durch das Ziehen des Zahnes wieder geändert. Aber das bist immer noch du.

Nichts anderes passiert bei Depressionen und AD. Nur sind's keine körperlichen Schmerzen, sondern seelische und das Ziehen des Zahnes ist mit der Einnahme des AD zu vergleichen.

Insofern beeinflußt auch jedes andere Ereignis deine Psyche und Bewußtsein.

Ach, ich weiß jetzt überhaupt nicht, ob ich dich auch nur annähernd verstanden habe. Erklär's mir noch mal, das interessiert mich jetzt ;-)

Eqsca~f]loGwxne


@Gatsu Grüße

Es ist aber auch ein komplexes Thema. AD's beeinflussen nicht die Psyche (Seele), sie beeinflussen den Stoffwechsel der durch eine kranke Seele aus dem Ruder geraten ist um damit den Körper/ also einem selbst zu zeigen mit dir stimmt etwas nicht. Du veränderst damit dein Bewußtsein im sinne der Wahrnehemung aber nicht dein Seele.

Zu deiner anderen Frage: natürlich will ich nicht in Depression verbleiben, die dir ein anderes Bewußtsein (im Sinne... ) verschaffen, du willst wieder zu dem werden, der du mal warst in bezug auf Gesundheit natürlich. AD's beeinflussen nicht deine Denkweise die mußt du durch Therapie verändern. Sie geben dir lediglich die Botenstoffe die dein Körper nicht oder zuviel produziert oder zu schnell abbaut.

Nochmal wegen der vielen Mißverständnisse: AD's verändern deinen Charakter und deine Seele nicht natürlich kann deine Seele durch die Krankheit und ihre Auswirkungen stärker erkranken aber durch die AD's nicht.

Und nun noch zum Schwierigen Thema was ist eine kranke Seele Und demzufolge ein "kranker Charakter". Eine Erkrankung liegt meißten dann vor, wenn bestimmte negative Ereignisse in einem Menschenleben sich sozusagen eingebrannt haben und diese entweder unbewußt oder bewußt dein Unterbewußtsein und Bewußtsein so stark beeinträchtigen, dass dein Körper es nicht mehr verarbeiten kann BSP Mißhandlung, Vergewaltigung die Folgen sind meist Minderwertigkeitskomplexe, Ängste etc. ZU einer Depression kann es dann kommen, wenn wie schon gesagt dein Gehirn diese Emotionsflut (durch zunehmende Ängste etc.) nicht mehr bearbeiten kann und dein Körper "herunterfährt". Dass kann eine von verdammt vielen Auslösern für eine Depression sein. Um ma einen kleinen Umriss von diesem weitumfassenden Thema zu zeigen.

Ich hoffe es beantwortet deine Frage wenigsten etwas

Liebe Grüße Markus

G-atsxu


jaja ...

das ist mir alles klar, was ihr schreibt.

dennoch würde ich mit nein antworten. ich bin nicht mehr ich selbst. meine begründung lautet so: es gibt eindeutig faktoren, die mein bewusstsein definieren. zb meine erlebnisse, erfahrungen, subj. empfindungen und wie ich alles wahrnehme. auch was ich für erkenntnisse in meinem bisherigen leben gewonnen habe. all das trägt zu meinem bewusstsein bei.

und wenn ich mal davon ausgehe, dass mein gehirn die ausschüttung der hormone steuern kann (was ja sein muss, da ich ja, wenn ich AD's nehme um wieder "normal" denken zu können, und dann eine psychotherapie mache und das verarbeite, was ich nicht verarbeiten konnte, und ich dann das AD wieder absetzen kann und trotzdem normale werte habe) dann ist es mein "wille" in diesem zustand zu sein (was auch immer das zu bedeuten hat).

aber wenn ich jetzt AD's nehme, dann greife ich (zu recht) ein, aber schalte somit den prozess des lernens, des empfindens, die fülle meiner erfahrungen sozusagen aus, oder besser gesagt, sie haben keinen einfluss mehr auf meinen willen (bewusstsein). sozusagen bin ich nicht mehr ich um wieder ich zu werden. (irgendwie rübergekommen ?)

a bissl kompliziert gschriebn, oba vielleicht versteht ja jemand was ich meine

thx

Gqatsxu


@trinyx

dein vergleich ist nicht ganz richtig.

ich glaube eher, wenn ich zahnschmerzen habe, dann ist nicht das reißen des zahnes die einnahme von AD, sonder das reißen des zahnes wäre die therapie, die nach einnahme des AD's beginnt und hoffentlich irgendwann endet. das AD könnte man mit einem schmerzmittel vergleichen. und da passt mein vergleich wieder ganz gut. denn um mir den zahn reißen zu können, muss ich erst mein komplettes gefühl verlieren. nur dass das AD nicht lokal betäubt sondern irgendwie alles. es fehlt einfach etwas.

das ist vielleicht etwas einfacher zu verstehen. es ist viel einfacher mit AD zu bohren als ohne und trotzdem fehlt mir etwas, das mich eindeutig definiert.

thx

JCuliTa_20


@gatsu

eigentlich wollte ich gar nichts mehr dazu schreiben aber es juckt mich dann doch noch in den Fingern... :o)

dein wort:

...

ich will damit doch nur untermauern, dass ein AD's die selbe wirkung hat, wie drogen.

das zeigt mir dass du eigentlich noch nicht so ganz verstanden hast was ich dir erklären wollte... aber naja

Zum Thema Depressionen: ich war ein bisschen ausschwenkend weil man dadurch dass man die Depressionen mehr versteht und besser nachvollziehen kann auch die Wirkung von AD´s als außenstehender vielleicht besser beurteilen kann.

und

man liest halt nur das was man lesen will.

das ist schön zu lesen ;o) denn man glaubt auch nur das was man glauben kann und will, und sieht nur das was man sehen will und kann(nicht im Sinne von gucken sondern eher im Sinne von Einsehen)

also ich mehr hab ich dazu auch nicht mehr zu sagen ;o)

In diesem Sinne

Gruß

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