» »

Provozierende Fragen und Aussagen von mir - warum wohl?

JeensGxB hat die Diskussion gestartet


Ich wollte durch euch, in meinen Diskussionen und Diskussionsbeteiligungen, herausfinden was ich bis dahin noch nicht in Erfahrung bringen konnte. Das hat genervt, herausgefordert und tat weh! In Büchern steht leider nicht all zu viel und die Ärzte sind nicht selber krank. Wie soll ich denn sonst rausfinden, wie ich mich aus einer akkuten Psychose rauseisen kann? Die Ärzte, die Psychologen, die Angehörigen, die normalen Leute im Internet und auf der Straße haben gut reden, die interessiert das einen feuchten Kehricht, wie es einem in solch einer Situation geht. Schlaue Reden, ja Du mußt eine Therapie machen! Mit einer Therapie läßt sich garnichts lösen, das ist nur ein Heftpflaster wie Elektroschocks. Bei meinem Bekannten hat sich die Situation noch verschlechtert durch die Elektroschocks. Bei den Psychotherapien hat mich ein Arzt gewarnt, sie rutschen dadurch wieder tiefer in die Psychose. Es muß doch andere Lösungen und Wege geben, als nur Medikamente drauf und kalt stellen!?

Grüße, Jens GB

Antworten
J$ensxGB


Ich habe festgestellt, das bei mir die Medikamente die

Psychosen auslösen!!!!

Ich lebe jetzt mit einer sehr geringen Dosis von Psychopharmaka und es geht mir dabei sehr gut! Ich habe über die Jahre festgestellt, das bei einer hohen Dosierung ich gefahrlaufe eine akkute Phase zu bekommen. Ich bin auch gar nicht davon überzeugt, das die Medikamente, egal welche, gut sind! Ich bin davon überzeugt, das sie in erster Linie krank machen. Mir wird das Zeug aufgezwungen, egal welche negativen Folgen das hat. Die Ärzte wissen überhaupt nicht was diese Psychopharmaka für eine verherende Wirkung haben! Bei einer hohen Dosierung bin ich auch selbstmordgefährdet! Wenn ich gar keine nehmen würde, ginge es mir noch besser! Die Psychopharmaka richten in jeder Hinsicht einen katastrphalen Schaden an. Die meisten Selbstmorde gehen auf die Rechnung der Ärzte!

Grüße, Jens

-sLott.ax-


Jens

Wie soll ich denn sonst rausfinden, wie ich mich aus einer akkuten Psychose rauseisen kann? ... Es muß doch andere Lösungen und Wege geben, als nur Medikamente drauf und kalt stellen!?

Die Psychose ist eine chronische Krankheit. Die wirst du nicht los. Wenn eine Phase auftritt, kannst du nur Medikamente nehmen, oder warten, bis die Phase von selbst vorbei geht.

In einer Psycho- (VERHALTENS-) Therapie kannst du lernen, besser mit der Krankheit zu leben. Und du kannst lernen, Auslöser für die Krankheitsphasen zu vermeiden. Vielleicht treten sie dann seltener auf.

Aber die Krankheit wird nicht weggehen.

Und daran sind NICHT die Ärzte oder die Medikamente schuld. Finde dich damit ab, und mach das Beste draus.

Gruß

Gdilgamiescxh


Die Antwort....

...hast Du Dir selbst bereits einmal gegeben!

An anderer Stelle (ich bin jetzt zu bequem, um die zu suchen) sagtest Du sinngemäß, daß du nur die Medikamente absetzen müßtest, um einen angenehmen und rauschhaften Zustand zu erreichen.

Es gibt einen ganz simplen, aber nicht einfachen weg, das zu erreichen (auch wenn das jetzt paradox klingt):

Entscheide Dich dazu, die Psychose aufzugeben!

Sie ist kein Realitätsverlust, sondern eine Realitätsflucht. Ebenso wie Drogenkonsum.

Arbeite an Deinen Lebensängsten und versuche, Dich ihnen zu stellen. Evtl. mit Therapeuten, sofern diese genügend Weitsicht haben.

JQanxka


@ Lotta

Sorry für das falsche Zitieren, neuer Versuch:

Die Psychose ist eine chronische Krankheit. Die wirst du nicht los. Wenn eine Phase auftritt, kannst du nur Medikamente nehmen, oder warten, bis die Phase von selbst vorbei geht.

In einer Psycho- (VERHALTENS-) Therapie kannst du lernen, besser mit der Krankheit zu leben. Und du kannst lernen, Auslöser für die Krankheitsphasen zu vermeiden. Vielleicht treten sie dann seltener auf.

Aber die Krankheit wird nicht weggehen.

Und daran sind NICHT die Ärzte oder die Medikamente schuld. Finde dich damit ab, und mach das Beste draus.

Eine Psychose ist keine chronische Krankheit! Oft endet leider der Weg vieler Betroffener in chronischer Krankheit auch weil ihnen immer wieder gesagt wird, sie seien unheilbar krank und würden an einer Hirnstoffwechselsstörung leiden, was bisher nicht wirklich bewiesen, sondern von ärztlicher Seite nur vermutet wird.

Es gibt viele Menschen, die es schafften wieder zu genesen, weil sie den Sinn ihrer Psychoseerfahrungen erkannt haben. Die Bilder des Wahn (sinns) ihnen symbolisch etwas von ihrem Unbewussten mitteilten, was sie vorher verdrängt haben. Mit der Hilfe eines Therapeuten macht es durchaus Sinn diese Psychoseinhalte zu erkennen und zu deuten, um auch ein Erneutes abrutschen in eine Psychose zu verhindern

Ob Medikamente einem helfen, kann nur jeder für sich herausfinden. Leider ist es gängige Praxis, dass häufig zu hochdosiert und zu lange diese Drogen verschrieben werden.

Lotta, bitte ínformiere dich ausführlicher bevor du einem Betroffenen erklärst, es gäbe keine Heilung, zumal du ihm damit jede Hoffnung nimmst selbst etwas gegen sein Verrücken zu unternehmen!

J;anxka


@JensGB

Bitte lass dich nicht unterkriegen! Wenn du mit einer geringen Dosis Medikamente auskommst, um so besser. Vielleicht kannst du sie ja auch irgendwann ganz langsam(!) absetzen.

Gute Infos auch zu diesem Thema gibt es im Internet auf der Homepage des Bundesverbandes Psychiatrieerfahrener:

www. bpe-online.de

Und evtl. hilft dir auch, was ich an Lotta gepostet habe.

Alles Gute

mdonaRrt


Hey Jens *:)

Wieder einmal , und das ist überhaupt und gar nicht böse oder angreifend gemeint) lese, spüre ich enorme Wut und Verzweiflung aus deinem Text...

Viele, viele Menschen hier versuchen dir zu helfen, aber eines ist ja klar: nur du kannst zu dir selber finden.... Ich finden den Vorschlag weiter oben

..."Entscheide Dich dazu, die Psychose aufzugeben!

Sie ist kein Realitätsverlust, sondern eine Realitätsflucht.............."

SEHR SEHR GUT!!!

Das du die Medis nimmst - keine Frage, ich finde es gut, denn das bringt entspannung in die Sache und wird dir helfen, neue Wege zu finden. Aber Jens, bitte, bitte: Mach was draus, bleib nicht stehen und um Gottes Willen, blick nicht immer nur zurück.... Das ist wie lebendig tot zu sein! Lebe! Beweg dich vorwärts, auch in deinen Gedanken... Wie war das noch mit dem Üben eines Normales Tagesablaufes ???

Sei ganz lieb gegrüßt,

M.

pbhoe{bNe


janka

hast du schon einmal davon gehört das man vielleicht auch einen rat geben kann- der von einem selbst erzählt...?? es ist doch immer so das man nur von sich redet -auch wenn man ratschläge gibt..wie kannst du es dann bringen dich über lottas einwand so zu mokieren?? -sie hat ihre ansichtsweise -und du deine -ihr könnt beide nicht den durchblick haben..sonst gäbe es keine psychosen mehr. jeder soll das beste draus machen..und lotta hat nur einen gutgemeinten rat abgegeben...was sie ziemlich gut gemacht hat wenn ich das so sagen darf.

aStto#L


Janka

Lotta, bitte ínformiere dich ausführlicher bevor du einem Betroffenen erklärst, es gäbe keine Heilung, zumal du ihm damit jede Hoffnung nimmst selbst etwas gegen sein Verrücken zu unternehmen!

Liebe Janke !

Keinesfalls wollte ich Jens jede Hoffnung nehmen,

selbst etwas zu unternehmen.

Im Gegenteil - ich wollte ihm verdeutlichen, daß nicht die Ärzte und alle Anderen schuld sind, daß er krank ist (ich weiß nicht, ob du Jens andere Beiträge gelesen hast, und die Antworten, die ich ihm da schon gegeben habe ??? ) und daß er selbst etwas tun kann und soll !!! (worin ich mit dir übereinstimme)

Jens leidet an der Manisch-Depressiven Krankheit. Manische und Depressive Phasen können durch verschiedene innere und äußere Ursachen ausgelöst werden. (hab ich alles schon mal in einem seiner Fäden geschrieben) innere Ursachen können sein: Verletzungen, mangelndes Selbstwertgefühl, Stress ,Verliebtsein , Über-oder Unterforderung, Unzufriedenheit usw. äußere Ursachen sind z.B. Umzug, Arbeistplatzwechsel oder Verlust, Todesfälle im Bekanntenkreis, Hochzeit - alles mögliche eben.

Menschen mit dieser Erkrankung sind im Allgemeinen anfälliger als andere Menschen, von solchen Ereignissen aus der Bahn geworfen zu werden. Dann reagieren sie mit Manischen oder Depressiven Phasen.

In einer Verhaltenstherapie kann man lernen, bei solchen auslösenden Ereignissen einfach gelassener zu reagieren, so daß die Krankheitsphasen nicht mehr so oft ausgelöst werden.

Deshalb habe ich ihm zu einer Solchen geraten.

Die Veranlagung, auf Auslöser mit manischen oder depressiven Phasen zu reagieren, wird man aber nicht los. Die ist meist angeboren, und genetisch festgelegt.

Daß Psychosen (insbesondere die manisch depressive Krankheit) heilbar sind, ist deshalb schlicht falsch.

Man kann aber lernen, mit der Krankheit zu leben, und durch Gelassenheit und eine positive Einstellung zu sich selbst, ein fast normales Leben zu führen.

Lotta, bitte ínformiere dich ausführlicher

Dazu kann ich sagen, daß ich mich über Psychische Krankheiten im Allgemeinen und die Manisch depressive Krankheit im Besonderen für sehr gut informiert halte.

1. Habe ich eine medizinische Ausbildung (ich bin Krankenschwester/Fachkrankenschwester für Psychiatrie und Neurologie)

2. Habe ich im Laufe der Jahre unzählige Fachbücher und Internetseiten zum Thema gelesen.

3. Bin ich selbst von der manisch-depresspven Krankheit betroffen (und das seit fast 30 Jahren)

4. Kann ich mich durchaus als "psychiatrieerfahren" bezeichnen, auch wenn mir diese Bezeichnung persönlich nicht gefällt. Ich war insgesamt 10 mal als Patientin in der Psychiatrie, ich habe sämtliche Therapiemethoden (Phasenprophylaktika - Jahre lang Lithium, Antidepressiva, Neuroleptika, Elektroschocks, Schlafentzug, verschiedene Psychotherapien usw.usf. ) am eigenen Leibe erfahren.

5. habe ich während dieser Klinik-Aufenthalte und in jahrelanger Mitgliedschaft in 2 Selbsthilfegruppen (von denen ich eine 3 Jahre lang selbst geleitet habe) unzählige an Psychosen erkrankte Menschen kennengelernt, und bin mit ca. 30 von ihnen seit Jahren sehr gut bekannt. Aber keiner von diesen vielen Bekannten ist von seiner Erkrankung vollkommen geheilt worden.

Deshalb halte ich deine Behauptung:

Eine Psychose ist keine chronische Krankheit!

schlicht und einfach für falsch.

Dazu fällt mir noch ein - wenn eine Psychose keine chronische Krankheit ist - warum bekommt dann jeder, bei dem diese Diagnose gesichert ist, anstandslos Erwerbsunfähigkeistrente ??? Wo doch sonst an allen Ecken und Enden gespart wird...

Aber vielleicht kannst du deine Theorie ja mal den Rentengutachtern mitteilen ... die sind die sicher dankbar. ;-D

Mich interessiert brennend, woher du deine Erkenntnisse und Informationen zum Thema hast. Vielleicht aus dem Buch :

"Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen" ??? (darüber haben wir hier auch schon öfter diskutiert. :-)

Hast du schon mal einen Menschen, der gerade eine akute manische Phase oder einen akuten schizophrenen Schub hatte, persönlich kennengelernt ???

m3iltBon stxern


~~~ eigene Schiffe ~~\_|||_/~~\_°°°_/~~~

Der Geschichtenerzähler Claudius Aelianus berichtet von Thrasyllos aus Aixone: Eines Tages von Irrsinn befallen, habe er die Stadt verlassen, am Piräus Posten bezogen und im Wahn, die durchziehenden Schiffe seien eigene, über sie Buch geführt, sie ausgesendet und es mit größter Freude registriert, wenn sie wieder wohlbehalten im Hafen einliefen; nach vielen Jahren der Geisteskrankheit habe sein Bruder einen Arzt gefunden, der ihn heilte. Thrasyllos vergaß aber sein Leben im Wahn nie und sagte, daß er keine solche Freude je wieder erlebt habe wie damals, als die Schiffe, die er für die seinigen hielt, wohlbehalten im Hafen anlegten.

aus dem FAZ-Magazin / Johannes Groß-Kolumne (undatiert)

mMiss.ionimppossibxle


Wouw.. attoL*-)

:)^ :-o ;-D

a~ttxoL


Schöne Geschichte !!! :-)

nach vielen Jahren der Geisteskrankheit habe sein Bruder einen Arzt gefunden, der ihn heilte.

Stand da auch, wie der Arzt ihn geheilt hat ???

a@ttxoL


Wouw.. attoL*-)

|-o

Wenn die Suche schon wieder richtig gehen würde, hätt ich einfach meine ganzen Beiträge rausgesucht, die ich schon zu dem Thema geschrieben hab. Früher hab ich viel mehr geschrieben - aber wenn man schon über 2 Jahre hier ist, dann wiederholen sich die Themen.... dann hab ich oft nicht so die richtige Lust (und Zeit) über alles nochmal und nochmal zu diskutieren. Wirst du auch noch merken, Missie. :-)

m3il8ton =sterxn


T N T

Man muss das Wahnsystem in die Luft sprengen.

Überraschende, zum Teil situativ ausgelöste oder unter Psychotherapie eintretende Auflösung eines Wahnsystems ist nicht extrem selten. Verlaufsweise[10.3.2]. Verlaufseigentümlichkeiten. Situative Abhängigkeit und Wandelbarkeit

aus: Psychiatrie / von Gerd Huber

8-) milton

aXt9t9oL


Psychiatrie / von Gerd Huber

...kostet 59.90 € :-| Soooo sehr interessierts mich dann doch nicht - im Moment. ;-D

:- oder doch ???

Erzähl mal - was für eine Psychotherapie ??? Und waren die Leute dann geheilt - für immer - oder kam die Schizophrenie mit einem anderen Wahnsystem wieder zurück, irgendwann ???

Bist du Arzt ???

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH