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Provozierende Fragen und Aussagen von mir - warum wohl?

m!iltoni stRern


An Lotta

Es gibt meines Wissens keine dokumentierte Beschreibung einer Heilung. Der Satz, die auf den oben zitierten Satz folgt, lautet:

Die Remissionen und Rezidive provozierenden situativen Bedingungen bei Schizophrenien sind vermutlich nicht grundsätzlich anders als bei Zyklothymien oder bestimmten organischen Hirnerkrankungen.

[und weiter:]

Gesetzmäßigkeiten hinsichtlich der gefährdenden situativen Konstellationen i. S. einer (Schizophrenie-)Spezifität lassen sich nicht aufstellen (s. S. 283).

[der nächste Satz ist aus meiner Sicht brauchbar:]

Wesentlich ist das subjektive Gewicht eines Erlebnisses, sein Bedeutungsbezug für das je einmalige Individuum; die auslösenden Anlässe sind insofern individuum- bzw. persönlichkeitsspezifisch, aber nicht schizophreniespezifisch.

In dem dritten von den vier Sätzen ist von gefährdenden situativen Konstellationen die Rede, nicht von welchen, die eine Remission (Rückgang von Krankheitserscheinungen) provozieren könnten. Der erste, Hoffnung machende Satz über die Wahnauflösung ist da eine der Ausnahmen, auch in punkto Einfachheit in dem schwer verdaulichen, andererseits doch wieder faszinierenden Lehrbuch: Der Huber. (1992: 64.-)

verständliche Sätze:

Es gibt keine einfachen Lösungen für sehr komplizierte Probleme. Man muss den Faden geduldig entwirren, damit er nicht reißt.

von Michail Gorbatschow

***

Ich weiß, dass ich nichts weiß.

von Sokrates

;-) hobby-doc milton

aitt\oxL


hobby-doc. milton stern

Na ja - da schreibt der Herr Huber eigentlich das Gleiche, was ich weiter oben auch geschrieben hab. :-) Über die Auslöser. Was eine Krankheitsphase/einen Schub auslöst, ist bei jedem Mensch verscheiden, je nachdem, wie empfindlich er auf äußere/innere Ereignisse reagiert. Und an dieser Empfindlichkeit kann man arbeiten, in einer Verhaltenstherapie. Aber die veranlagung zu solchen Reaktionen (also die Grundkrankheit ) geht nicht weg.

Früher wurden Psychoanalytische Therapien (die also in der Kindhiet rumstochern, und alles mögliche an Verletzungen usw. aufwühlen ) bei Psychosen als kontraindiziert beschrieben. Weil dadurch natürlich bei vielen Patienten Krankheitsphasen/Schübe wieder ausgelost werden konnten.

Heute sieht man das etwas lockerer. Natürlich kann man auch mit einer solchen Therapie das Ziel erreicht, die individuelle Verletzlichkeit herabzusetzen. Vielleicht sogar dauerhafter, als mit einer Verhaltenstherapie. Trotzdem ist solch eine Psychoanalytische Therapie mit Vorsicht zu genießen, eben wegen der großen Gefahr des Auslösens von Rückfällen und wenn, dann muß sie unter ständiger Kontrolle und in ständigem Kontakt zu einem sehr erfahrenen Therapeuten erfolgen. :-)

Wenn dich das Thema interessiert, kann ich dir die Webseite und die (allerdings auch sehr teueren) Werke von Dr.Volker Faust empfehlen.

[[http://www.volker-faust.de/psychiatrie/]]

Zum Thema "Spontanremission" kann ich dir aus eigener Erfahrung berichten, daß sowohl meine manischen als auch depressiven Phasen völlig spontan beginnen (von einer Sekunde auf die andere) dann einige Wochen, Monate, Jahre anhalten, und genau so spontan wieder verschwinden. Egal, was für eine Therapie gerade angewendet wurde. natürlich könnte ein unerfahrener Therapeut oder ein Laie in solch einem Fall an eine "Wunderheilung" glauben... ;-)

Wenn so was bei einem Patienten zum ersten Mal auftritt, und z.B. ein schwerer manischer Zustand, der viele Wochen gedauert hat, plötzlich verschwindet - z.B. nachdem der Patient zufällig zum Mittag grüne Bohnen gegessen hat - so könnte man natürlich das Verspeisen von grünen Bohnen als allgemeingültiges Wunder-Psychosen-Heilmittel propagieren - aber das ist natürlich... Quatsch. ;-)

Grüße !!! *:)

mliltoCn Istexrn


Rad ab..

2 facts:

1_Es gibt keine schlüssige Theorie, die die Entstehung der Grundkrankheit erklärt.

2_Antipsychotika verwandeln Patienten in willenlose Parkinson-Zombies. Es gibt keine gute Behandlungsmethode.

Auf der anderen Seite ist alles, was du schreibst, nicht von der Hand zu weisen. In der täglichen Praxis muss man das Beste versuchen, also das, was dem Patienten am wenigsten schadet.

trotzdem: ein (überheblicher) Psychiater kommt mir wie ein Autofahrer vor, der über alle Einzelteile und Ausstattungsmerkmale seines Wagens stundenlang referieren kann, aber nie unter die Motorhaube blickt, weil er das, was er da sieht, nicht versteht, und weil er's nicht versteht, mag er's nicht, und die Finger macht er sich schon mal gar nicht gern schmutzig. Fuck.

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