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Elektrokrampftherapie bei Depressionen

wfen5-ki7e hat die Diskussion gestartet


Hallo an Alle,

hätte gerne gewußt, wer schon eine Elektrokrampftherapie hinter sich hat, wegen starken Depressionen.

Könnt ihr mir berichten.

Danke Wenkie

Antworten
-2L}ott/a-


Ziehst du die EKT für dich selbst in Betracht ???

hat sie die dein Arzt empfohlen ???

Gruß

w}en3-kie


Re

Ich ziehe die EKT für mich in Betracht, mein Arzt hat sie mir bis jetzt noch nicht empfohlen

Gruß

Nm Ua Kn e


Stellungnahme d. Bundesärztekammer

Ich habe hier eine interessante Seite gefunden. Mich würde das auch sehr interessieren; mal sehn. :-|

[[http://www.bundesaerztekammer.de/30/Richtlinien/Empfidx/Elektrokrampftherapie.html]]

-ULotxta-


Hallo ihr beiden *:)

Ich selbst konnte 3 mal durch EKT aus schweren depressiven Phasen (Diagnose: Manisch-Depressive Psychose) herausgeholt werden. (es wurden jeweils Serien von 6 oder 8 EKT durchgeführt /3 mal pro Woche)

Man bekommt, wie in dem Link oben beschrieben, eine Kurznarkose (Spritze in den Arm, mit einem Narkosemittel und einem muskelentspannenden Mittel). Von dem Krampf selbst merkt man dadurch nix, aber es kann passieren, daß hinterher die Muskeln (vor allem in den Schultern) sehr verspannt sind. So ähnlich, wie Muskelkater. Einmal hab ich mir dabei einen Schneidezahn abgebrochen, trotz Gummikeil zwischen den Zähnen.

Der Effekt war so, daß es mir immer gleich nach der EKT sehr gut ging, was am Anfang nur an dem Tag anhielt, später 2 Tage, bis es mir nach einigen Behandlungen wieder durchgehend gut ging.

Ich habe (freiwillig) ein Jahr lang (1999/2000) an einer Studie teilgenommen, wo es darum ging, ob monatliche vorbeugende EKT das Rückfallrisiko verringern. Leider weiß ich nicht, was dabei rausgekommen ist, da der Arzt, der mich damals dabei betreut hat, nicht mehr da ist.

Die letzte EKT bekam ich im August 2000. Seitdem habe ich nicht wieder so eine schwere depressive Phase bekommen (leichte/mittelschwere schon). Ich kann aber nicht sagen, ob das an der EKT liegt, oder daran, daß ich in diesem Jahr meine Lebenssituation geändert habe, was die Auslöser für depressive Phasen verringert, und dadurch die Phasen nicht mehr so schwer sind, wie früher.

Bevor die EKT bei mir angewendet wurde, wurden mehr oder weniger erfolglos (in einem Zeitraum von über 10 Jahren) alle verfügbaren Antidepressiva getestet.

Bei leichteren/mittelschweren Depressionen hat mir auch Schlafentzug geholfen.

In den letzten 4 Jahren hat mir bei leichteren depressiven Phasen Edronax geholfen.

Durch die EKT habe ich keine Spätschäden erlitten, mein Gedächtnis ist OK.

Wenn ich noch einmal eine so schwere depressive Phase bekommen sollte, würde ich mich wieder für die EKT entscheiden.

Ich kenne noch eine Betroffene, bei der die EKT genau so gut geholfen hat, wie bei mir.

Und ich kenne 2 Patienten, bei denen die EKT (obwohl sie sie unbedingt haben wollten) nicht angeschlagen hat/sich der Zustand noch verschlechtert hat.

Ich denke, es ist wichtig, eine genaue Diagnose zu haben, die Ursachen der Depression zu kennen, um zu entscheiden, ob eine EKT sinnvoll ist, oder nicht. Bei reaktiven Depressionen, oder bei Depressionen, die auf schlimme Erlebnisse in der Kindheit zurückzuführen sind, halte ich eine EKT nicht für angebracht,

und würde eher zu einer Psychotherapie raten.

Gruß

wsenj-kixe


EKT

Hallo Lotta,

danke für deine Antwort. Ich leide jetzt schon seit einem Jahr unter schweren Depressionen, die von Tag zu Tag schlimmer werden. Bei mir spricht kein einziges Antidepressiva an. Wegen meiner Angst bekomme ich Bromazanil und Tavor. Muß ich diese

Medikamente vor einer EKT absetzen was ich nicht schaffen würde, oder kann man auch da eine EKT machen?

Bitte antworte.

Danke Wenkie

-%Losttxa-


Die mußt du sicher ein paar Tage vorher absetzen, wegen

der Narkose. Und, weil diese Medikamente ja einen (in diesem Fall gewünschten) epileptischen Anfall verhindern. So was gibt man ja Epileptikern, während eines Anfalls, damit er aufhört...

Da das Ganze ja eh nicht ambulant gemacht wird, sondern du dazu ja in eine Psychiatrische Klinik müßtest, ist das Absetzen vielleicht nicht ganz so schlimm.

Warst du denn schon mal in einer Klinik ???

Bist du schon seit einem Jahr krank geschrieben ???

Welche Medikamente hast du denn schon genommen ???

Grüße

wDexn-kxie


Re:

Hallo Lotta, ich war schon mal zum Tranquilizer Entzug in 3 Kliniken,

habe den Entzug auch geschafft, aber konnte dann mit meiner

sehr Starken Angst nicht umgehen und bin wieder nach Hause.

War jetzt ein viertel Jahr krankgeschrieben obwohl ich immer noch

sehr starke Depressionen habe, habe ich mich wieder beim Arbeitsamt gemeldet, damit ich meine Arbeitslosenhilfe weiter bekomme.

Ich vertrage keine Antidepressiva habe alle durch, hier Beispiele:

Cipramil

Fluctin

Remergil

Zelldox

MAO-Hemmer

Trevilor

Maprotelin

Fluvoxamin usw.Ich bin jetzt etwas traurig, weil du sagst ich müsste die Beruhigungsmittel absetzten. Ich hatte aber wegen

2 Operationen schon Narkosen bekommen und zwar mit den Beruhigungsmitteln und es ist alles gut gegangen. Wieder eine Hoffnung die geplatzt ist. Gruß Wenkie

-~LGott/a-


Hi Wenkie !!! *:)

Wie sieht es denn mit einer Psychotherapie aus ???

Von Angststörungen hab ich (zum Glück) nicht sooo viel Ahnung, weil ich selbst fast nie Angst habe. Aber ich denke, daß bei dir zuerst mal die Angststörung behandelt werden müßte. Und zwar nicht nur mit Medikamenten, die die Symptome dämpfen, aber leider abhängig machen, sondern eben durch eine richtige Psychotherapie.

Weiter denk ich , daß die Depressionen bei dir reaktiv sind, also als Folge auf die Angststörung. Weil du eben viele Dinge dadurch nicht machen kannst, die du gern machen würdest. Viele Einschränkungen in deinem Leben dadurch hast. Dich daduch als Versager fühlst usw. - klar, daß man da depressiv wird. Und auch klar, daß man das allein mit Medikamenten nicht wegbekommt.

Mit Elektroschocks sicher auch nicht...

Grüße *:)

SUandrZinep


ekt

Ich habe gesehen, wie eine sehr schwer depressive Frau nach allen möglichen Med. Fehlschläge innerhalb von 3 Tagen aus dem Loch kam.

a*pistuolou


Dieser Mann:

[[http://mf.launch.yahoo.com/artist/photos/1800060229/469352]]

... hatte in den 60ern eine EKT.

Heute genießt er, wie auf dem Foto zu sehen, sein Leben und fährt quietschvergnügt an einem Frühlingstag mit seinem Cabrio durch NYC. ;-D

AEnaxis


Hallo,

die Frau eines Kollegen von mir wurde bei schweren Depressionen (u.a. Sui..versuch) auch damit behandelt. Soweit ich weiss hatte sie schon etwas Gedächtnisstörungen hinterher, aber dafür kommt sie mittlerweile völlig ohne Medikamente aus und hat keine grossen Depriphasen mehr :-)

Liebe Grüße und viel Glück

K?orreGspondexnt


Hallo wen-kie,

bitte siehe Mailbox.

Alles Gute,

wNen-kxie


Re

Hallo Lotta, danke für deine Antworten, aber jetzt gehen unsere

Meinungen zu weit auseinander. Ich denke es muß erst die Depression bekämpft werden, weil diese ja leider auch die Ängste verstärkt. Alles Gute Wenkie

w,ekn-kZixe


EKT

Hallo, kannst du mir mehr darüber berichten. Wäre wichtig für mich.

Danke Wenkie

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