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Antidepressiva und Alkohol

jbens x1980 hat die Diskussion gestartet


Wie der Titel schon sagt, möchte ich das Thema Antidepressiva und Alkohol ansprechen. Ich weiß, das empfohlen wird, kein Alkohol zu trinken. An alle, die es trotzdem machen, was habt ihr für Erfahrungen, was für Nebenwirkungen habt ihr?

Ich selbst nehme seit 2 Jahren regelmäßig Antidepressiva. Zuerst Citalopram, bei den sich die Wirkung durch Alkohol schon sehr verstärkte, was zu extremen Hochs, aber auch Tief führte, gerade bei stärkeren Alkoholmengen, wie auf Parties.

Seit einen Jahr nehme ich Cipralex, die Wirkung wird durch Alkohol nicht sehr verändert.

Allerdings habe ich doch etwas Angst, dass es irgendwann zu Schäden führen könnte, doch trotzdem trinke ich fast täglich ein bisschen.

Ich bitte um weitere Kommentare bzw Erfahrungen

Jens

Antworten
V^iviZan2x0


warum lässt du es dann nicht einfach sein? wenn man solche medis nimmt dann hat man nunmal die finger von drogen zu lassen. kann ich echt nicht verstehen sorry! ich nehm auch seit einem monat antidepressiva und würde auch mal gern wieder was nehmen aber ich lass es einfach weil ich weiß das es nicht gut ist und sogar gefährlich sein kann.

h!artmuut20x1


hallo

ich nehme seit ca. 1 Jahr regelmässig AD. Ich habe festgestellt, daß nicht die Wirkung der Medikamente durch den Alk verändert wird, sondern daß die AD die Wirkung von Alk verstärkt. Ich nehme meine Pillen vor dem Schlafengehen. Im Sommer im Urlaub haben wir ziemlich viel getrunken und ich habe mich dann mit einer schönen Bettschwere schlafen gelegt. Nach ca. einer halben Stunde war ich dann auf einmal so betrunken, als ob ich noch viel mehr getrunken hatte. Seitdem trinke ich auf Parties nur 2-3 Bier oder Gläser Wein. Das hat auch den Vorteil, daß man noch die Kontrolle über sich behält (:-)

j,enOs "198x0


danke für den Beitrag Hartmut.

Man darf wirklich nicht zu viel trinken, mit AD verstärkt sich die Wirkung schon sehr, gerade wenn es nicht nur zwei Bier sind.

Und es geht mir mit den AD und manchmal Alkohol realtiv gut, gegenüber den Zeiten vorher. Jeder muß für sich den Weg finden.

Deshalb möchte ich hier gerne andere Erfahrungen hören und darüber reden

SftermngeEsichxt


Ehrlich gesagt kriege ich von AD Lust auf Alkohol, sie verstärken das Verlangen. Wenn ich darauf trinke merke ich keine Nebenwirkungen, ganz normal wie immer geht es mir nur das ich schneller eine Wirkung des Alkohols verspüre.

Ehrlich gesagt sollte man auf Alkohol verzichten, aber wenn man eine kleine Dosis AD nimmt, dürfte nichts großartig passieren! Bei einer grösseren Dosis sieht das schon wieder anders aus, dann sollte man den Alkohol komplett weglassen. Gegen ein bis zwei Bier sollte aber nichts vorfallen.

sochneckgex1985


Ich hab keine Veränderung bzgl. des Rauschzustandes bemerkt, eher bin ich mit den ADs trinkfester ;-D

Allerdings hat Alk auf meine Psyche seit einigen Jahren einen nachteiligen Effekt, weswegen ich mich als nahezu-Abstinentler bezeichne :-)

c\irgmezxz


Ehrlich gesagt kriege ich von AD Lust auf Alkohol, sie verstärken das Verlangen

Da die AD in den Hirnstoffwechsel eingreifen und (auch durch evtl. Verhaltenstherapie) neue (positive) Strukturen aufgebaut werden sollen, kann es auch sein, daß dadurch eine Struktur hin zum Alk aufgebaut wird, sprich durch AD ist die Suchtanfälligkeit viel größer. Die sich evtl. verstärkende Wirkung ist also nicht das Hauptproblem, sondern das erhöhte Suchtpotenzial (Quelle: Meine Therapeutin).

SJprilngcFhild


Antidepressiva und Alkohol waren bei mir (die ich eh schon nichts vertrage aufgrund seltenem Alkoholkonsum) die Todeskombination. Nach bereits sehr geringen Mengen hatte ich Filmrisse.

Abgesehen davon zerstört Alkohol Serotonin, einen Transmitter für Glückshormone – ist also bei Depressionen allgemein sehr kontraproduktiv.

BBellax29


also ich nehme auch Citalopram und war gestern feiern,das erste mal mit alkohol. heute geht es mir richtig dreckig, übelkeit und mega kopfschmerzen, aber nur einseitig. fühlt sich an wie migräne...

habe nun gestern die pille weggelassen und heute auch, denn ich mußte schon 2 paracetamol nehmen. nun habe ich wieder totale angst...

habe angst davor eine gehirnblutung zu haben :-(

lzeaCsel%otte


Hey ;-)

Die Frage wurde zwar schon vor seehr langer zeit gestellt dennoch will ich darauf antworten. Einfach weil ich selbst die Erfahrung gemacht habe wie es ist das Internet durchzusuchen nach hilfreichen Antworten

die einem helfen das Chaos zu ordnen oder es wenigstens zu verstehen. Ich wurde im Februars dieses Jahres krank, vollkommen unerwartet, kein Hunger mehr , kein Schlaf mehr nur noch Angst.

Das ganze wurde bei mir dadurch ausgelöst das ich für einige zeit nach dem Abitur weg von meiner gewohnten Umgebung ging und somit auch weg von Familie, Freunden und allem was mein Leben ausgemacht hatte. Ich war ungeplant worein geschlittert und bald ging es mir immer schlechter.

Ich wusste nicht mehr wer ich war, was ich will, was ich fühle. Alles war durcheinander und ich verstand nichts mehr.

Das ich eine Depression hatte wurde mir irgendwann klar, Therapie hielt ich für unnütz und Medikamente nur was für echt schlimme Fälle. Es war mir unendlich peinlich. Mit großer Überwindung nahm ich schließlich Cipralex.....

Tausend Fragen

Ich lieebte es wegzugehen mit Freunden und Alkohol trinken gehörte einfach dazu Also las ich viel und immer las ich dasselbe : Spinnst du in so einer Situation noch Alkohol, komm erstmal klar... Ich hatte Angst das sich die wirkung von cipralex veränderte obwohl in der Packungsbeilage stand es sei nichts zu erwarten

---> es passierte nichts. UM aus einer Depression herauszukommen muss man aus dem grübeln herauskommen, die Krankheit darf nicht zu einem Hobby werden, verdränge sie nicht( gehe zur Therapie) aber lass es zu sie einfach auch einmal zu vergessen. -> Wenn du also Alkohol trinkst in geselliger Runde mit Freunden: dann trink und kapsel dich nicht ab indem du grübelst darf ich oder darf ich nicht sondern mach wie du lust hast (ich Spreche nur für Cipralex)

Natürlich solltest du jetzt nicht anfangen zu saufen, weil du in einer Depression bist nein! das meine ich nicht! Lass dich nur nicht ganz von der Krankheit vereinahmen. Wenn du sonst im gesunden Zustand getrunken hast, dann mache es auch jetzt.

Depressionen sind tödlich, und wenn es dich glücklich macht in geselliger Runde einen zu trinken dann tue es! Alles was irgendwo sinnstiftend ist oder normalität schafft ist wichtig.

Wie gesagt ich beziehe meine Angaben auch Cipralex( Escitalopram) es gibt andere Medikamente welche in Wechselwirkung mit Alkohol schwere Nebenwirkungen haben können ( also informieren und Risiken abwägen)

Tut was euch irgendwo einen Funken Glück im Herzen, tief im inneren beschert und wenn ihr Glück habt kriegt ihr eure Flame wieder zum brennen ;-)

jvennyfgromthceblxock


Hallo an alle,

ich nehme jetzt seit einem halben jahr venlafaxin und muss sagen, dass ich ganz schlechte Erfahrungen gemacht habe. In der Regel vertrage ich relativ viel Alkohol und kenne meine Grenzen. Gestern habe ich dann zur Geburtstagsfeier meines Freundes etwas ouzo und wein getrunken. Mir ging es die ersten 1-2 Stunden sehr gut. und dann wurde mir plötzlich schlecht und ich War so betrunken, als hätte ich heiter weiter getrunken, dabei hatte ich seit eben ein paar Stunden nichts weiter getrunken. Heute morgen wurde ich dann mit einem kompletten filmriss wach, was ich vorher noch nie erlebt habe. auch nicht bei deutlich mehr konsum.

Vor ca. 2 Wochen ereignete sich etwas ähnliches. Trotz wenig Alkohol Konsum War ich völlig betrunken und dazu sehr aggressiv, was normalerweise überhaupt nicht meine Art ist.

Also ich denke, dass die AD die Wirkung des Alkohols deutlich verstärken. Zwar kann ich natürlich nicjt für alle sprechen, aber meines auf jeden fall.

Fazit ich werde bis auf 1/2 Bier keinen Alkohol mehr trinken. :)^

Ccytexx


eher bin ich mit den ADs trinkfester

War mit Cymbalta eindeutig der Fall bei mir. Ich wurde und wurde einfach nicht betrunken.

SQabic3


@ jennyfromtheblock

Deine Symptome klingen mir sehr nach einem pathologischen Rausch :/

Das darf man wirklich nicht unterschätzen!

Mir ging es erst gestern so dass ich nach 2 Bier plötzlich so betrunken war wie ich es noch nie gewesen bin. Konnte mich nicht mehr bewegen und habe teilweise auch nicht mehr reagiert. War dann auf der Intensivstation...

Nehme seit einigen Monaten Citalopram und hatte bisher nie irgendwelche Probleme wenn ich Alkohol getrunken hab. Die Ärztin meinte allerdings, dass das nicht immer gleich ist und ziemlich viele Faktoren eine Rolle spielen.

Werde nun künftig auch mehr aufpassen :(

AOnka_1x01


Ich nehme auch seit längerer Zeit ein AD. Mein Neurologe hat gemeint, ich könnte durchaus ein Glas

Wein trinken, wenn ich danach nicht mehr Autofahren würde. Nach einem Glas Wein fühle ich mich

gut, aber eben so, als hätte ich 2 Gläser getrunken.

Also ich mach das so, wenn ich bei speziellen Anlässen (Silvester, Geburtstage usw.) vorhabe,

etwas mehr zu trinken, nehme ich an diesem Tag mein AD nicht ein. Man kann es durchaus für einen Tag

aussetzen.

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