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Absoluter Emotionsverlust und Verlust des "Selbst"

sE21 hat die Diskussion gestartet


Mein Problem ist, dass ich immer mehr meine Emotionen verliere. Besser gesagt, sie sind nicht mehr direkt vorhanden. Ich hab zwar noch so eine Art "Gefühl" aber das sind mehr rationale Gedanken als wirklich Gefühle.

Und das zweite Problem ist, dass ich das "Selbst" verliere, mein Ich. Immer mehr... das ist schwer zu beschreiben. Eins vorweg, alles was ich schreibe mein ich 100%ig wörtlich und nicht irgendwie übertragen, also keine Comments alá "das ist bestimmt nicht so" oder "das kann ich mir nicht vorstellen":

Ich hab keine eigenen Ziele mehr beziehungsweise garkeine. Früher hatte ich zumindest "Ideen" diesbezüglich, aber nichts Konkretes.

Mit Ziele mein ich zweierlei:

1. Langfristige Ziele wie Beruf, Beziehung, Familie, Hausbau, Geld

2. Kurstfristige wie Kinobesuche, Bücher lesen, One Night Stands usw.

Beides hat für mich nicht nur etwas an Bedeutung verloren, sondern es ist schlicht nicht da. Nicht verdrängt, sondern nicht vorhanden.

Ich hab absolut keine Wünsche was einen Beruf angeht, ich will keine Beziehung, keinen Sex, kein Haus, kein Geld, keine teuren Elektrogeräte/Autos/Spiele/DVDs/ was auch immer, ich verspüre keinen Wunsch irgendwelche Filme zu schauen, Musik zu hören, Bücher zu lesen.

==> Wenn ich morgen sterben würde, dann wäre ich wunschlos glücklich!!

Das Problem ist, und mittlerweile seh ich das sogar wirklich als Problem, dass dies nunmal nicht geschehen wird. 40 Jahre werdens wohl mindestens noch. Ich bin nichtmal arg todessehnsüchtig im Moment (das ganze war auch mal anders, denn dieser Zustand lößte auch mal gröbere Depressionen aus), nur ich frage mich was ich denn nun tun soll die ganze Zeit?

Was zum Teufel soll ich machen?!

Zum Punkt 1: Auch das ist wörtlich gemeint. Ich empfinde es nicht mehr als schön geliebt zu werden. Ich meine das nicht negativ, aber es lößt einfach keine positiven Gefühle aus. Nicht schwach oder sonstwie, sonder garnicht. Das widerrum führt zu unangenehmen Gedanken, da ich ja weiß, dass dies für den jeweiligen "Liebenden" doch eher sehr unangenehm sein muss. Wenn Leute sterben die ich kenne und auch mag, dann bin ich auch nicht übermäßig traurig. Ich weiß ja, dass der Tod nichts schlimmes ist und jeden einmal trifft. Auf jeden Fall gehts denen nicht schlecht. Das Problem ist, dass ich bei nichts mehr Freude empfinden kann. Mit Freunden was machen, Filme, Musik (wobei Musik "die Leere" verdrängt... ihr wisst schon), Liebe, Sex (der Trieb ist natürlich da, aber emotionales Verlangen garnicht mehr. ich verspüre absolut keinen wunsch danach weil ich weiß, dass ich nicht wirklich dabei "loslassen" könnte. ich habe mir da auch gedanken gemacht.... im prinzip würde ich versuchen sie zu befriedigen und das wars dann auch schon. für mich selbst ists ja nicht befriedigend =//). usw...

Mir wurde gesagt "ich wäre unfähig Freude und positive Emotionen allgemein zu spüren". Das triffts wohl am Besten. Auf die negativen Emotionen trifft das auch zu. Nur durch diese Leere wirke ich etwas niedergeschlagen, und fröhlich bin ich sowieso nie, weshalb die meisten meinen ich wäre depri.

Mein Hauptproblem ist, dass ich einfach nicht weiß was ich denn jetzt tun soll das ganze restliche Leben... ich mein, es gibt ja absolut garnicht was ich will. Das ist für viele sicher schwer vorstellbar, aber ich hab absolut keine Wünsche... da mir auch nichts Spaß macht bin ich auch nicht wirklich motiviert für komplexere Dinge. Psychologie und Philosophie reizen mich etwas, aber Psychologie wohl eher aus dem altbekannten Grund (ein hoher Anteil der Psycho-Studenten studiert wegen sich selbst) und Philo weil ich es irgendwie interessant finde. Allerdings bedeutet dies nicht, dass mir das Spaß macht, das ist widerrum nicht wirklich der Fall (was für viele jetzt ein wenig seltsam klingt).

Insgesamt ist meine Motivation für ein Studium eher gering, da ich ja weiß, dass es mir nicht gefallen wird (jedenfalls nicht so wie anderen) und dass mir die jeweiligen Berufe danach auch keinen Spaß machen werden.

Wenn ich allerdings nur 400€ Jobs und ähnliches annehme, dann habe ich mehr Freizeit. Allerdings hab ich keine Ahnung was ich in dieser tun soll, denn meine Hobbies sind mehr eher Dinge zum Zeit tot schlagen als Dinge die mir Spaß machen (täglich 15 Stunden schlafen oder stundenlang einfach nur rumsitzen und garnichts (!) tun ist nach paar Monaten nicht mehr so der Bringer).

Ein Studium wäre also eine "Aufgabe". Ehrlich gesagt wärs mir aber auch scheiss egal wenn ich durchfallen würde oder sonstwas passiert.

Mein Leben ist eine einzige Gleichgültigkeit gepaart mit Langeweile.

Stellt euch vor euch würde nichts Spaß machen, ihr würdet nie richtig trauern, euch würde euer ganzes Leben einfach total sinnlos vorkommen. Die ganzen Dinge die andere so machen und toll finden sind mir völlig fremd (Beziehungen, Sex, Geld verdienen, anerkannt sein, usw.) =//.

Hab deshalb auch schon oft an Selbstmord gedacht. Mein Leben ist ja nicht wirklich schrecklich. Nur so absolut leer... einfach als wäre mein Körper da, mit dem Geist, aber ohne Ego...

Hat einer von euch schonmal davon gehört, weiß jemand Rat?

Das Gefühl ist echt nicht mehr zum aushalten. Wenn ich nicht arbeite sitze ich den ganzen Tag rum oder schlafe, esse, schlafe und tue sonst nichts. Und das ist nicht nur so eine kurzzeitige Psycho-Phase von paar Tagen... also dass mir jetzt ja keiner schreibt "ja ja, so Phasen hab ich auch manchmal" =//

Antworten
szch/inzXi


Hi,

sorry aber ich find die Geschichte echt mal interessant (soll keine Beleidigung sein), aber ist Selbstmord die Lösung?

Was hat Dir den vor Jahren Spaß gemacht?

Irgendwas was du lange Zeit nicht getan hast?

Freunde?

s'21


@schinzi:

Selbstmord ist ansich keine Lösung...

Also ich hab vor paar Jahren angefangen mich mit Zen zu beschäftigen, und da paar meiner Sympthome auch im groben auf paar der dorten Ziele zutreffen (gefühle bissl einschränken - vor allem die negativen und ... keine ahnung wie man das sagen kann; loslassen lernen; das ego verlieren; usw.) wollt ich erst einen meister fragen... aber ich hab ja nahezu nie zazen praktiziert und das ganze sollte ja eigentlich was schönes sein, also wirds das bei mir wohl nicht sein (der zusammenhang ist echt nicht vorhanden, da ich das alles ja nicht steuere und so).

Aber zurück zum Thema Selbstmord:

Lösung nein, aber ganz unabhängig davon: Was ist an Selbstmord schlimm? Ich hab das auch nicht so ganz verstanden. Wenn jemand nicht mehr leben will, warum auch immer, dann hört er halt damit auf. Warum ist das so tragisch? Früher oder später stirbt doch eh jeder. Und dass man in Hölle schmort und von Dämonen gefoltert wird, ich mein diesen Schwachsinn glaubt man ja nicht mal mehr beim Hardcore-Katholizismus.

Als mir gesagt wurde, dass ich wohl einfach nicht so richtig in der Lage wäre positive Gefühle zu haben hab ich versucht mich zu erinnern was das schönste Erlebnis in meinem Leben war. Ehrlich gesagt ist es mir überhaupt schwer gefallen mich an irgend ein "schönes" Erlebnis zu erinnern. Auf Anhieb ist mir ein Geschenk eingefallen dass mir meine Mutter gemacht als ich 4 war, und das ist ja nun doch schon sehr lange her. Da waren noch paar Sachen, aber die waren alle in der Kindheit, und so der Hammer waren die eigentlich auch nicht. Eigentlich hab ich schon früher meine größte Zeit damit verbracht Zeit tot zu schlagen, da ich einfach nicht wusste was ich tun soll.

Zuerst dachte ich, beim Analysieren des Problems, dass das wohl erst in der Pubertät nach ein paar enttäuschen "verliebt-sein"-Geschichten angefangen hat. Aber wenn ich zurück denke fällt mir eins auf, dass wohl sehr absurd klingen muss:

Meine Hobbies haben mir nie Spaß gemacht, mich teilweise sogar angeödet. Ich hab Klavier gespielt, freiwillig, trotzdem nicht gern. Genauso Judo... und falls jetzt jemand kommt mit "weil die Eltern dich dazu überredet haben":

Selbst Computerspielen, womit ich sehr viel Zeit verbracht habe in meinem Leben, hat mir nie richtig Spaß gebracht. Ich hab kaum ein Spiel fertig gespielt und fast immer gecheatet, aus dem simplen Grund, dass mich die Games irgendwie angekotzt haben. Und zum Computerspielen haben meine Eltern mich natürlich nicht grad gezwungen ums mal dezent auszudrücken.

Aber ich hab einfach keinen Wunsch nach irgendwas. Ich bin neugierig, aber wenn bestimmte Dinge um diese Neugierde zu befriedigen nicht passieren, dann ist mir das eigentlich auch egal. (ich würde gern mal nach Asien oder überhaupt gern viele Länder sehen.... aber wenn ich nie wieder aus dem Zimmer rausgehen würde in dem ich jetzt bin, dann wäre mir das auch mehr oder weniger egal).

Es ging mal um Innenarchitektur. Eine Freundin (platonisch) hat total das Raumdesign durchgezogen.. extrem komplex, künsterlerisch sehr hochwertig. Eine andere anders, aber ebenso gut. Dann kam zum Thema wie ich meine Wohnung denn gerne gestalten würde... weiße Wände, alles gleichfarbig, gleichfarbige kleider, gleichfarbige möbel, keine poster, nichts was sinnlos rumliegt, keine deko.

Früher hab ich noch mit TV Zeit vertrieben... aber ich muss sagen, Ende 80s, Anfang 90s war das Programm irgendwie besser. Als wollten die Sender noch Qualität bringen und nicht nur scheisse für Idioten (die Werbeindustrie interessiert sich teils wohl nicht so sehr wie intelligent die Zuschauer sind, die die Quote machen...). Von daher schau ich nichts mehr im Tv und hab auch keinen eigenen mehr...

Ah, noch ein Beispiel, dass es früher auch schon so war: mein fast-Stiefvater (wollten kurz danach heiraten) den ich sehr sehr gern hatte ist plötzlich gestorben und ich habs fast als erster erfahren. Ich hab da nicht viel dazu gesagt und mir auch nicht viel mehr gedacht... ich mein klar, mir wars ganz sicher nicht egal, aber getrauert hab ich auch nicht. Ist halt passiert, fertig... aber mehr war da einfach nicht - was ich selbst seltsam fand.

Ich hab dann auch irgendwie mit "Symbiosen" angefangen. Das klingt jetzt sicher total hacke, aber okay:

Ich hab Leute kennen gelernt und schlicht ihre Hobbies und Interessen übernommen. Wirklich Spaß gemacht hats in dem Sinne zwar auch nicht, aber zumindest wars interessant, da ich das halt hauptsächlich bei Leuten und Sachen gemacht habe, die neu für mich waren.

Das "Coole" ist jetzt aber, dass ich eigentlich in allem wo ich mich rein hänge wirklich sehr sehr schnell Fortschritte mache. Wenn andere bei irgendwelchen Sachen "nur was Essen wenn sie grad Hunger haben" stürz ich mich in der Anfangszeit drauf wie in Besessener (halt aus Langeweile)...

So kams, dass ich ein "autonomes Wohngebiet" (ich nenns es "Organic Plaza") entwickelt hab, mit eigenen Geschäften, Netzwerken usw...; ein Einfamilienhauskonzept welches ein rundes Atriumhaus mit Innengarten darstellt; ein Notwohnungskonzept für die dritte Welt; ne Art "Schnell-Seilbahn" die viel weniger Energie braucht; Drehbücher; Bücher, usw....

.... mein Kopf explodiert regelrecht vor Ideen. Das Problem ist nur, dass meine Psyche nicht wirklich Interesse an irgendwas hat. Wenn ich wollt könnt ich damit sicher viel Geld machen oder zumindest könnt ichs versuchen... aber ich hab einfach keine Lust. Ich weiß ja nichtmal was ich mit Geld machen soll. Wenn ich eine Million gewinnen sollte würd ich mir n Haus kaufen (das zweite was ich oben geschrieben habe ... nur halt kleiner, weil keine familie und so dazu kommt), n Bett, ne Microwelle, ein Laptop mit Internet... und das wars dann wohl auch schon.

Mir ist einfach alles absolut egal. Jetzt nicht so im Sinne von ner Null-Bock-Phase, sondern richtig.

Am Anfang der Pubertät hab ich mich zwar paar mal verliebt, aber immer erfolglos und wirklich bemüht hab ich mich nie. Am ende war ich sogar so weit, dass ich diese Gefühle nurnoch verdrängt habe und eigentlich nichtmal mit denjenigen zusammen sein wollte (!!).

"Hasig" war ich auch immer nur, wenn ich betrunken war. Sicherlich war (und bin) ich rein körperlich öfters mal erregt, aber nie geistig, nie so, dass ich wirklich gern was mit einer anfangen würde...

Um nochmal zum Anfang zu kommen.

Sicher ist Selbstmord nicht die beste Lösung, da's das dann gewesen wäre, aber ich hab null plan was ich tun soll. 40 Jahre langweilen kanns doch nicht sein... das alles ist so unbefriedigend...

=/

p*eacefxull


du erwartest schlichtweg zuviel vom leben.. so wie ich dies verstanden habe hast du keine wirklichen probleme.. dein ganzes leben fliesst in ruhigen bahnen.. kein grosses auf und ab..

...

ich würde dir vorschlagen..

...

...

--> gehe nach sri lanka oder indonesien und setzte deine intelligenz deine kraft und alles was du hast ein um den leuten dort vor ort zu helfen...

--> ich denke die qualifikation für einen guten start hast du

...

...

brich alles hinter dir ab.. studium, wohnung, familie, freunde.. geh dort hin und hilf..

...

...

falls dies dir auch nicht nützen sollte hast du wenigstens einen sinnvollen beitrag geleistet und vielen leuten helfen können..

...

...

--> frag mich nicht wie wann wo.. aber ich gehe mit dir einig.. es ist ein totaler schwachsin dein leben so weiter zu führen.. ändere es heute noch.. schau diese welle als chance an für dich.. endlich mal alle deine fähigkeiten einsetzten zu können.. jeden tag bis ans äusserste gehen zu können.. und zuzusehen wie unter deinen händen die chaotische welt in den verwüsteten gebieten wieder erblüht..

M a}ry-9Annx4


Hmmm also Punkt A da schließe ich mich schinzi an...Selbstmord ist keine Lösung, klar das würde auch vermutlich jeder sagen den Du um Rat fragst :-| Ich war auch mal - Gott sei dank nich all zu lange, somit scheinbar nicht ansatzweise vergleichbar mit dir, in so einer Lebensphase - da hatte ich ähnlich bzw. teils die gleichen Gedanken. Daher könnte ich auch nachvollziehen wie Du deine Einstellung zum Thema Selbstmord gewonnen hast :-( Trotz allem, und mir ist das zum Glück klar geworden, ist dieser Weg nicht die Lösung - sondern nur ein Aufgeben. Wie Du schon sagtest, sterben wird jeder früher oder später...EBEN so wie ich, jeder andere und auch Du. Aber bis es soweit ist (und das dauert hoffentlich noch ziemlich lange!!!) lass dich doch vom Leben leiten/überraschen oder wie man es auch immer nennen mag! Oder bist Du ein Hellseher und weißt schon was in den nächsten 20-50 Jahren deines Lebens noch passieren wird ??? ;-) Klar in der jetzigen Situation ist es unmöglich daran zu glauben, dass es jemals anders sein wird als jetzt oder wie die letzten Jahre.

Ach es ist wirklich verdammt schwer dir als aussenstehende/r die/der deine genauen Lebensumstände nicht kennt (auch was das ganze evtl. mal unbewusst ausgelöst hat) einen vernünftigen Rat zu geben oder dir wieder Mut und Hoffnung zu machen. Deinen Schilderungen nach hört sich das ganze wie eine ziemlich schwere Depression an :-( zumindest die Symtome sprechen dafür. Ein Therapeut wäre glaube ich eine ziemlich gute Lösung- denk dran Du tust es nur für dich, vielleicht nimmst Du es als neues Ziel, neue Aufgabe das es dir selbst bald wieder besser geht!! Und dann hast Du die Kraft deine ganzen Ideen die dir im Kopf herumschwirren wahr zu machen-solche Ideen braucht die Welt doch immer :-)

M8ary-WAnnx4


@peacefull

ich hatte schon Angst das Thema hier anzuschneiden aber- bei dem Vorschlag stimme ich dir 100% zu!!

p[eDacEef|ul>l


mary

s21 ist doch eigentlich wie geschaffen dafür.. intelligent.. jung.. flexibel (keine kinder kein haus.) .. nicht materiell eingestellt (was soll ich mit ner million ??? ).. nicht ängstlich (jeder stirbt mal).. kann sich in was reinbeissen.. lernt schnell etc etc..

..

..

also wieso nicht all diese talente und die speziellen lebensumstände.. sowie die lebenseinstellung kombinieren.. loslassen und sich in die wirkliche welt hineinstürzen mit all den emotionen, ängsten, sehnsüchten, wünschen, freuden, tränen. etc... und wirklich LEBEN

s/21


leute, erstmal danke für eure tipps, aber:

ich bin mehr oder weniger emotionslos, aber das liegt nicht direkt an meinem jetzigen leben oder an einer depression.

"loslassen und sich in die wirkliche welt hineinstürzen mit all den emotionen, ängsten, sehnsüchten, wünschen, freuden, tränen. etc... und wirklich LEBEN "

Ich bin an nichts gebunden, also gibts auch nichts wo ich loslassen können würde. Nur wie gesagt, mein "Problem" hat nichts mit den Umständen zu tun. Wenn ich morgen meine "Traumfrau" treffen würde, dann könnt ich mich darüber nicht freuen, ich würde wahrscheinlich kaum bis garkein sexuelles Verlangen aufbauen usw... schwere Depression... puh ich weiß nicht. Wie gesagt, das alles war schon immer so.

Und zu dem Thema mit der Welle:

... nuja, ich hab keinerlei Ausbildung als Rettungshelfer, Identifizierer, Arzt, sonstwas dieser Art. Und es dort erst lernen ist wohl ja nun wirklich nicht grad möglich oder sinnvoll. Wie gesagt, der Rat ist zwar gut gemeint, aber meine Kenntnisse sind nicht wirklich passend für die dortigen Probleme.

Nebenbei: Ich bin tatsächlich Gründer und Leiter ein Hilfsorganisation speziell für das mit dem Tsunami... (ja wirklich jetzt und auch genau aus den besagten Gründen), allerdings eher auf den finanziellen Aspekt fixiert. (wobei das ein seltsames Gefühl ist in einem ganzen Bundesland insgesamt nicht soviel zu sammeln, wie manche Reiche Leute im Alleingang spenden °_O.)

Aber back to Topic:

Mein Problem ist nicht, dass mein Leben langweilig wäre oder nur negative Aspekte hätte, sondern, dass ich weder positive noch negative Gefühle wirklich empfinden kann. Da ändert eine Lebensumstellung auch nicht viel, auf solche Ideen bin ich in den letzten Jahren auch schon gekommen (inkl. spontanes Auswandern, welches zwar irgendwie ne ganz lustige Idee war, aber nunmal nichts an meiner psychisch/physichen Zuständen ändern kann).

MPary:-Anny4


Tja

in so einem Fall ist guter Rat wirklich teuer :-( Was hälst Du denn von der Idee mit dem Therapeuten? Schaden kann es doch eigentlich nicht- und ein Versuch ist es doch wert!?

Zum Thema bzgl. der Helfer: Habe aber doch gestern noch in den Nachrichten gehört das die dort noch zig freiwillige Helfer suchen (dabei war jetzt nicht von geschulten Personal die Rede) alleine zum Aufräumen-wieder aufbauen etc. schließlich haben die dort nicht so viele Hilfsmittel (Geräte, Baustopffe..) wie hier in der Gegend. Du kannst dich ja sonst einfach mal erkundigen ??? (Natürlich nur wenn sowas überhaupt für dich in Frage käme)

M0ary-tA1nn4


Achsoo, hab schon wieder vergessen was zu Fragen: Du sprichst von Ideen auch von Ideen Auszuwandern- ein anderes Leben anzufangen etc. und das es nichts ändern würde an deinem psychischen/physischen Zustand. Aber Du lässt auch all deine Ideen unversucht und beschließt sozusagen schon im Voraus das es nichts bringen wird ??? Lass es doch auf einen Versuch ankommen! Und wenn es echt nichts gebracht hat, dann hast Du zumindest wieder etwas neues von der Welt entdeckt...

s@21


nach meinen infos wollen eins absolut nicht: ausländer die keine ahnung von der gegend haben, keine erfahrungen mit solchen situationen und zusätzlich nicht einmal die sprache sprechen. die wahrscheinlichkeit ist einfach zu groß, dass man selbst verloren geht oder keine hilfe ist.

Dass mir eine Therapie "hilft"... ich weiß nicht. Sicher, mittlerweile sind da auch wirkliche Züge einer schweren Depression, aber die enstanden eher durch das andere als andersherum.

Ich hab keine Wünsche, hab kaum ein Ego (im Sinne des Egoismus oder aus der egozentrischen Perspektive), usw. Ansich ist das ja alles eher positiv. Nur die frage ist halt, was man dann tun soll.

Wenns allen Menschen so gehen würde, dann wärs kein Problem. Ich glaub das Problem entsteht erst dadurch, dass ich ja logischerweise weiß, dass es bei anderen anders ist.

Ich frage mich zum Beispiel oft warum Menschen bei bestimmten Dingen glücklich oder unglücklich sind. Ich kanns oft in vielen Fällen immer weniger nachvollziehen... ich werd immer rationaler und mein Verstand sagt mir irgendwie, dass das meiste was andere tun einfach extrem dumm ist.

Sachen wie Beziehungen, Liebe, Sex... ist ja sicher alles schön und so, aber irgendwie auch wieder nicht. Aber es ist ja nicht so als könnt ich selbst entscheiden ob ich meine Gefühle will oder nicht (denn so wurd es bei mir schon oft dargestellt.... als ob ich mich dazu entschieden hätte, dass es so ist... schwachsinnig).

Ich weiß, welche Dinge mir "liegen" und welche weniger. Zum Teil wären das wohl dann auch die Dinge die mir normalerweise Spaß machen würden oder halt nicht. Unter diesen Umständen ist beides nicht so sehr der Fall (wobei es natürlich dinge gibt, die mir absolut nicht gefallen, aber das ist ja dann nicht emotional bedingt).

Ausser meiner sicht sind jedenfalls die meisten andere Leute irgendwie verblendet... sie tun seltsame sinnlose Sachen, die scheinbar irgendwie Spaß machen, aber ich hab kein Plan warum.

Andersrum genauso.

Beispiele:

Bei Beziehungen betrügen sich Partner manchmal. Rational kann ichs nicht verstehen, aber unter Umständen (Alkohol) kann sowas passieren... ich versteh aber nicht warum sich dann oft die beiden trennen und was das soll. Davon hat man dann doch garnichts?! Oder warum kaufen Leute teuere Sportautos?

Vielleicht ist die Welt seltsam, vielleicht ich. Vielleicht beides.

Vielleicht ist auch nichts von beidem der Fall und ich bin nur der falsche Typ für diese Welt oder diese Welt ist die falsche für mich.

Versucht echt mal alle Wünsche und Gefühle zu ignorieren und betrachtet dann so für diesen kurzen Moment die Welt... ist das alles nicht total bizarr und falsch? =//

Also entweder es passt, oder es passt nicht. Momentan passts nicht, aber wenns passen würde, dann würde das ja bedeuten, dass ich so bin wie die, die ich jetzt seltsam finde - eklige vorstellung - oder dass die welt mit der menschheit gut wird, was aber wohl leider eher unwahrscheinlich ist. ich versteh nur nicht, wie sich überhaupt menschen wohlfühlen können so wie jetzt alles ist... überall egozentrische leute die materielle dinge anhäufen die ihnen garnichts bringen, die gedanken und ideen nachjagen die egoistisch sind auch nur in "urtrieben" begründet sind...

*sry wenn wir, aber ich bin totmüde*

sC21


"Du sprichst von Ideen auch von Ideen Auszuwandern- ein anderes Leben anzufangen etc. und das es nichts ändern würde an deinem psychischen/physischen Zustand. Aber Du lässt auch all deine Ideen unversucht und beschließt sozusagen schon im Voraus das es nichts bringen wird Lass es doch auf einen Versuch ankommen! Und wenn es echt nichts gebracht hat, dann hast Du zumindest wieder etwas neues von der Welt entdeckt... "

Ich weiß nicht, vielleicht hab ichs falsch formuliert, aber das war nicht nur eine Idee die ich hatte, sondern was was ich getan habe ... und gebracht hats nunmal garnichts.

Im übrigen kann ich mir sehr gut vorstellen was mich glücklich machen würde und was nicht (in meinem fall nunmal garnichts). Ich meine, ich stell mir vor wie gewisse Dinge wären und ich weiß, dass ich da auch keine positiven Gefühle entwickeln würde. Bei Geld nicht, bei Liebe nicht bei garnichts... ein blinder fängt ja auch nicht an zu sehen nur weil er plötzlich vor einem besonders schönen Bild steht und er weiß das auch wohl schon vorher. Bei mir genauso.

p0eacQefKulxl


..nach meinen infos wollen eins absolut nicht: ausländer die keine ahnung von der gegend haben, keine erfahrungen mit solchen situationen und zusätzlich nicht einmal die sprache sprechen. die wahrscheinlichkeit ist einfach zu groß, dass man selbst verloren geht oder keine hilfe ist...

--> schon klar ist mit aufwand verbunden das ganze

--> trotzdem why not.. wie du ja selber schreibst wirst du hier nicht glücklich

--> versuch was in der fachrichtung die dir liegt.. habe heute gelesen dass in zukunft versucht wird tsanumi sichere bauten zu haben.. für dies müssen konzepte entwickelt werden.. baut man neu.. oder um.. oder nimmt man schulen und hotels oder macht man türme oder was..

--> sprache na klar ich gehe aber davon aus dass du englisch kannst.. den rest lernst du vor ort..

--> du kannst ja auch mal hier dich in eine organisation einklinken und anfangen von hier aus projekte zu begleiten.. da du dies ja ohne entgelt machen wirst bist du sicher irgendwo willkommen.. also ein versuch ists wert..

p=ea3cexfull


ohh habe das mit dem hilfsorganisation von dir überlesen :-) .. hmm kannst ja versuchen dies auszubauen..

...

ich traf übrigens mal auf bali einen architekten.. der seit 30 jahren erdbebengebiete bereiste und untersuchte und dort in bali zuständig war bei grossen hotelbauten zu prüfen ob die baupläne auch wirklich ok waren im falle eines wirklich grossen bebens..

s721


nuja, dass hier nicht "glücklich" werde liegt aber nicht am hier. dort werde ich sicher auch nicht "glücklicher"...

davon ab leit ich ja grad die organisation von hier. ist ja immerhin auch nicht völlig unnötig.

ich kenn mich damit schon grob aus und ganz so einfach geht das alles echt nicht. man würde dort wohnraum und nahrung für qualifiziertes personal binden und man müsste selbst einen finanziellen background haben und sowas völlig aus dem nichts aufzuziehen. den hab ich nicht. allein die flüge kosten ja schon sehr viel...

aber wie gesagt: dass ich momentan nicht "glücklich" bin liegt nicht am hier und jetzt. durch chaotische zustände werd ich in der regel auch nicht viel glücklicher ;-)

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