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Aids-Phobie

mZontybuXrnsx80 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Leute!

Ich leide an einer voll ausgeprägtne AIDS-Phobie - jeden Tag hab ich mind. 3 Situationen, wo ich mir einbilde, mich gerade angesteckt zu haben... Ständig sehe ich irgendwelche "Blutflecken" oder "Spermareste", außerdem trau ich mich in keine öffentliche Toilette mehr so richtig...

Vor ca. 3 Jahren hat das ganze mit AIDS angefangen, zwischenzeitlich wars besser (dafür hab ich mir eingebildet, ich hätte Diabetes, wäre schwer herzkrank, hätte TBC, dann mal Creuzfeld Jakob und so manches mehr... - leider kein Scherz)

Jetzt mach ich alle paar Wochen einen Test und komm trotzdem nicht zur Ruhe...

Sobald ich irgendwo ein Tupferl seh oder Halsweh hab, glaub ich, das muss die Primärinfektion sein....

Hab auch schon einiges zum Thema "Infektionen" gepostet, gehöre aber wohl eher hier her...

Jedenfalls seh ich mich echt nicht mehr aus und möchte nun eine Therapie machen - hab auch schon einen ersten Termin...

Gibts vielleicht unter Euch jemanden, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat und mir erzählen kann, ob man so was auch wieder los werden kann ??? Ich werd echt noch verrückt!

Jedenfalls Danke für eventuelle Replies, liebe Grüße aus Wien

Antworten
MOando!lo5x9


bei mir nicht ganz klar

also ich habe wohl auch eine solche art. Obwohl, ich natürlich ehrlich sein muss, und auch manchmal mich mit anderen Männern unbekannten Ursprungs getroffen habe. Meiner Ansicht nach habe ich aber eigentlich keine Risikosituation gehabt.

Aber das komische daran: ich habe nun jetzt eigentlich 4 Tests hinter mir und vor allen Tests hatte ich wirkliche Anzeichen einer Primärinfektion. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie mich das beschäftigt. Und ich komme einfach nicht davon los.

Ich muss wohl noch einen Test machen und dann weiss ich hoffentlich wirklich, dass alles in Ordnung ist.

Aber woher stammen denn die grauenhaften Schmerzen hinter den Ohren. Komisch - schlafen kann ich prima und Fieber hab ich auch nie welches gehabt. Aber das soll ja nichts heissen.

V,i@viaxn20


montyburns80

Das hört sich schlimm an! Weißt du denn über alles bescheid also wie man sich anstecken kann und so? Aids kann man nicht einfach durch ne öffentliche toilette bekommen weil die viren ja nicht so lang überleben. Die meisten die Aids haben, haben es über den sex oder über bluttransfusionen bekommen. Aber ich denke beim sex schützt du dich auch oder? Ich hatte auch mal extrem angst das ich aids hab obwohl ich in einer festen beziehung bin. War ne ganz blöde geschichte mit der ex meines freundes. Die rief plötzlich an und meinte sie hätte aids. Hatte dann natürlich höllische angst. War gottseidank aber negativ. Also ich seh das bei dir schon so daß es eine phobie ist und das du hilfe in anspruch nimmst ist schonmal ein ganz guter schritt. Wichtig ist hald das du weißt wodurch man es bekommen kann und wodurch nicht. Aber überleg doch mal, woher solltest du es denn bekommen wenn du allen möglichen gefahren aus dem weg gehst?

lg

m:ontyjbu(rn^s80


An sich weiß ich ja ganz genau, wie mans bekommt oder nicht, aber trotzdem bild ich mir ständig ein, dass ich es bekommen könnte - ich male mir da immer irgendwelche konstruierten Sachen aus... :-(

J]essjiey84


mir gehts genauso!

hab mich vor ein paar wochen an einem draht im baumarkt gepiekst und hab nun total panik infiziert zu sein.

ich weiß natürlich, dass es vollkommen verrückt ist, aber meine angst ist stärker, als der verstand.

habe auch am bahnhof angst in blut oder so zu fassen und wasche mir tausend mal danach die hände.

jetzt war ich auch erkältet-was ja im winter normal ist- und habe schmerzen überall. das ist echt total grausam.

habe angst einen test zumachen. ich glaub ich muss auch mal zum psychologen. trau mich aber nicht.

war schon immer ein hypochonder. hab schon alle krebsarten durchgemacht.

vor 2 tagen hab ich sogar geträumt ich sterbe.

m#ontybcurnTs8x0


Naja da hab ich ja einen Leidensgenossen gefunden!

Ich kann Dich ja informieren, was so am Donnerstag abläuft (da hab ich mein erstes Treffen mit einem Psychologen...)

Ansonsten - Kopf hoch!

DCixiOe-Lxine


Die Angst,krank zu sein....

Hallo Leute,

hier ist noch ein Leidensgenosse von Euch. Ich habe auch ständig Angst schwer krank zu sein. Mit 20 Jahren fing das an, heute bin ich 42. Von Aids,über Knochenkrebs bis hin zur Leukämie habe ich alles durch.Die Ärzte nahmen mich schon gar nicht mehr ernst. Bin dann auch beim Nervenarzt gelandet,der verschrieb mir einen Tranquilizer ohne mich vorher darüber aufzuklären, daß das Medikament auf Dauer abhängig macht. Bin dann in Therapie gegangen,da wurde es besser, aber diese Angst krank zu sein überfällt mich auch heute noch.Inzwischen habe ich gelernt damit zu leben. Ich lenke mich bewußt mit irgendwas ab, damit ich mich nicht ständig beobachte und in mich hinein horche: Beispiel:Was war denn das gerade für ein irrer Schmerz hinterm Ohr?Ist bestimmt ein Tumor, der den Hörnerv befallen hat!- Ihr seht also,Ihr seid nicht allein mit Eurer Angst krank zu sein. Viele Grüße, Dixie-Line

V(erenxa79


Hallo ihr lieben Leidensgenossen,

ich leide auch seit mittlerweile über drei Jahren an einer Aids-Phobie. Zeitweise war es so schlimm, daß ich nur noch mit Desinfektionsmitteln durch die Gegend gelaufen bin und sogar Heulkrämpfe bekommen habe, wenn ich nur ein blutverschmiertes Taschentuch auf der Straße gesehen habe.

Ich war auch fast 2 Jahre mit kurzen Unterbrechungen in therapeutischer Behandlung.

Am Anfang hieß es, ich habe einen Waschzwang.....Eine zweite Therapeutin sagte mir dann, daß es keine Zwangsstörung ist, sondern eben eine Aids-Phobie.

Naja, sie konnte mir jedenfalls auch nicht wirklich helfen. Sie meinte man müsse bei mir eine tiefenpsychologische Therapie machen.....also alles was ich seit meiner Kindheit so erlebt habe aufarbeiten. Sie hat mir jedoch davon abgeraten, weil es wahnsinnig anstrengend und zeitaufwendig ist und mich im Moment nicht weiterbringen würde. Ich solle lieber versuchen gegen die Ängste anzukämpfen und mich auf mein Studium etc. konzentrieren.

Ach ja,......sie sagte noch, daß meine Ängste verschwinden würden, wenn ich ganz viel Sex habe.....Ha, Ha, Ha.......

Naja, Fakt ist, daß es mir wesentlich besser geht, wenn ich viel Stress habe. Wenn ich mich um wirklich wichtige Dinge kümmern muß, dann habe ich nämlich gar keine Zeit mehr über mögliche Infektionen nachzudenken.

Leider passiert aber dann immer irgendetwas, was mich wieder total zurückwirft. Letzte Woche hab ich mal wieder einen Super-Gau erlebt. Eigentlich ging es mir ziemlich gut und ich habe mich halbwegs normal verhalten...nicht alles auf Blutflecken etc. kontrolliert. Ich habe letzte Woche im Keller Wäsche gewaschen (Mehrfamilienhaus) als ich dann festgestellt habe, daß die Tür um das Schlüsselloch herum mit Blut verschmiert war. Dummerweise hatte ich an dem Tag schon ein paar mal die Tür aufgeschlossen und bin im Flur auch öfters dem Hausmeister und anderen begegnet. Naja, ich bin auf jeden Fall mit dem Blut in Kontakt gekommen, weiß aber nicht ob es da noch frisch war. Zu allem Übel habe ich zur Zeit auch einige offene Risse an den Fingern.

Für mich war es dann wieder klar, daß mich infiziert habe. Habe richtige Angstanfall bekommen. In den Nächten Albträume......

Tja, meine Freunde haben zwar wieder versucht mich zu beruhigen, aber....letzlich muß man doch wieder alleine damit klar kommen. Ich überlege ernsthaft, ob ich mich vielleicht nochmal testen lassen soll. Mein letzter Test ist auch 2,5 Jahre her.

Obwohl mir kein Therapeut wirklich geholfen hat, so möchte ich dennoch meinen Leidensgenossen empfehlen einen Therapeuten aufzusuchen. Mir hat allein der Schritt einen Therapeuten zu konsultieren sehr geholfen. Dieser Schritt zeigt nämlich, daß man etwas ändern und gegen seine Ängste kämpfen will.

Im Übrigen hat es mir auch geholfen mit ihm bzw. ihr zu reden, da meine Freunde und Familie irgendwann von dem ganzen Sch... nichts mehr hören wollten und konnten.

Irgendwie ist es etwas beruhigend zu wissen, daß man nicht der einzige ist, der solche Probleme hat.

Juessxie84


Oh Gott, dass ist ja genau wie bei mir.

Ich bin auch immer noch total fertig.

Nerve meinen Freund jeden Tag damit. Achte jetzt auch auf alles was auf eine Infektion hinweisen könnte.

Finde immer wieder was, obwohl es eigentlich total ausgeschlossen ist. Zur Zeit habe ich Schmerzen in den Oberschenkeln und in der Leiste. Wahrscheinlich eine Zerrung (habe den Weihnachtsbaum alleine von einer Ecke in die andere gestellt.) Aber trotzdem könnte ich heulen. Es verletzten sich so viele Menschen bei der Arbeit usw.

aber Ich muss mir natürlich immer alles einreden. Da hat man wirklich keine Lebensfreude mehr. Werde bald -wenn ich Mut habe- bei einem Neurologen anrufen und einen Termin vereinbaren. Hoffe er überweist mich zu einem Therapeuten. Und ich lassen mich testen. Wahrscheinlich bei einer Blutspende. Zum Hausarzt trau ich mich nicht, habe mich näml. vor einem halben Jahr schon mal wegen so was testen lassen.

Also Leute, kopf hoch.

Ich werde mich jetzt wieder in die Arbeit stürzen, das lenkt nämlich wirklich ab.

Liebe Grüße

Jessie

V|eren(ax79


Hallo Jessie84

warum zum Neurologen? Ich würde mir an Deiner Stelle eine Überweisung bei Deinem Hausarzt besorgen und mich dann selbst um einen Therapeuten bemühen. Allein schon wegen der Praxisgebühr. Ich weiß ja nicht wo Du herkommst, aber gerade in ländlicheren Gegenden kann es äußerst schwer sein einen Therapieplatz zu bekommen. Da kann es passieren, daß man jahrelang auf der Warteliste steht.

Aus meiner Erfahrung heraus hat man ganz gute Chancen, wenn man in einer Praxisgemeinschaft nachfragt. Dort arbeiten meist verschiedene Therapeuten und auch Psychiater. Nach einem Vorgespräch wird man dann zu dem Therapeuten geschickt, der sich am besten mit Deinem Problem auskennt.

Handele am besten schnell, damit Du Dich nicht noch mehr fertig machst.

Achja und nochwas, eigentlich sind solche Foren für uns pures Gift. Die Angst wird nämlich durch das ständige Informieren aufrecht erhalten.

Einen HIV-Test brauchst Du im Übrigen wirklich nicht machen, aber das weißt Du ja eigentlich auch selbst. Du wirst Dich schließlich immer wieder an irgendetwas verletzen usw.

Ich drücke Dir die Daumen, Daß Du schnell Hilfe bekommst und es Dir dann besser geht.

J5esbsiex84


Mir wurde gesagt, dass ich erst zum Neurologen muss. Der soll mich dann überweisen. Da ich sowieso erst mal eine Überweisung vom Hausarzt zum Neurologen brauche, werde ich noch mal nachfragen. Wohne übrigens in der Nähe von Frankfurt/Main.

Ja, das Forum hier kann einen wirklich fertig machen. Ich bin aber echt froh, dass ich nicht die Einzige bin, die so ist.

Der Drang immer nach Information zu suchen ist wirklich ziemlich stark. Hatte jetzt knapp 3 Wochen Urlaub und war kein einziges Mal im Internet. Hat mir richtig gut getan.

@monty

wie geht es dir denn?

Wie war "das Erste Mal"?

LG

Jessie

T;opfp*flanzxe


Hallo ihr Lieben!

Ich bin zwar selbst psychisch gesund (wenigstens nicht schlimmer als der Rest der Welt), aber mein Lebensgefährte teilt euer Problem. Diese Situation ist auch für mich belastend, vor allem wenn er eine Attacke hat und sich komplett abschottet, dann weiß ich genau er steigert sich wieder in eine Ich-habe-Aids-und-werde-sterben-Logik hinein und ich kann ihm nicht helfen, ich dringe überhaupt nicht zu ihm durch. Deshalb tut es gut,hier zu lesen, dass mein Lebensgefährte kein Einzelfall ist. Allerdings ist er seit kurzem bei einem guten Therapeuten (war nicht einfach zu finden) und es geht ihm langsam aber beständig besser. Die Anfälle werden weniger und auch weniger schlimm. Ich glaube zwar, dass er nie ganz darüber hinwegkommen wird, aber vielleicht auf einem Level ankommen wird mit dem er bequem leben kann. Ich hoffe, dass auch die anderen hier an einen entsprechend kompetenten Therapeuten geraten, der ihnen hilft. Wenn jemand Fragen hat, zu der Art der Therapie oder was mit autogenem Trainung machbar ist, versuche ich gerne bestmöglich zu antworten.

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