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Immer wieder Angst und Angst vor der Angst

NRaturxengel hat die Diskussion gestartet


Einen schönen Sonntag alle zusammen,

weis gar nicht genau wo ich beginnen soll.

Habe seit über 10 Jahren Probleme mit Angstzuständen, hatte

aber in den letzten zwei Jahren Ruhe davor.

Letzte Woche war ich dann auf einem Seminar, und Abends

begann es dann, ich weiss gar nicht mehr genau wie ich in diesen

Zustand kam. Mir rast das Herz, mir ist heiss und doch kalt, habe

Durchfall und das Gefühl brechen zu müssen, mein ganzer Körper zittert und ich hatte todesangst, aber auch nicht den Mut mir

einen Krankenwagen zu rufen, da ich ja weiss, das es ja vorüber geht und im Krankenhaus man ja auch nur "ruhig"gestellt wird.

Also habe ich meinen Mantel angezogen, bin raus, und bin gelaufen

über ne Stunde bis ich wieder bei mir war.

Nächsten Tag war ich total gerädert.

Und diese Woche hatte ich dann Probleme auf der Arbeit, wäre am

liebsten nach Hause gegangen, versuche aber der Angst nicht nachzugeben, und stark zu bleiben. Selbe Spiel beim Einkaufen,

Schweissausbruch, alles schnell erledigt und ab nach Hause. Aber auch zu Hause bin ich unruhig nervös, habe Angst alleine zu sein.

Bin es aber, aber auch im Moment zu wenig Menschen näheren Kontakt, gehe zur Arbeit, zum Sport, und mache eine Weiterbildung. Versuche mich abzulenken ein Buch zu lesen, habe

aber Null konzentration, und immer ein flaues Gefühl im Bauch.

Jetzt steht die neue Woche vor der Tür, und ich habe schon wieder Angst vor der Angst. Was kann ich tun um sie wieder loszuwerden? Vielleicht habe ich mich in letzter Zeit übernommen, und zu viel für andere getan und mich selbst vergessen, und dann

muss ich noch sagen dass ich in jemanden verliebt bin, der gut 300 km von mir entfernt wohnt, und ich mich nicht traue es ihm zu sagen. Weil es ja Hoffnungslos ist.

Ich hoffe ihr blickt bei dem Chaos noch durch

Würde mich über Eure Antworten freuen

Naturengel

Antworten
SEc8hnuxcke


Hallo Naturengel,

schaue doch mal den letzten Eintrag von gestern an. Ich habe das gleiche Problem wie Du und wenn Du Lust hast schreib doch mal.

Man ist nicht alleine auch wenn man das immer denkt.

Schön das Du Dich eingetragen hast,lieben Gruß

E5stDh9er6x7


Hast Du Dir schon mal überlegt, Dir Hilfe zu suchen.

Bei Angstzuständen hilft z.B. eine Verhaltenstherapei beim Psychotherapeuten.

Ich mache sowas gerade und habe in den ersten Stunden erst einmal richtig atmen gelernt. Was macht man, wenn die Angst kommt, wie atmet man die Angst weg usw. Dazu natürlich auch Ursachenforschung, woher denn die Ängste kommen. Wie man sie verarbeitet oder sie angeht...

Es gibt in vielen Städten auch Selbsthilfegruppen für Angstpatienten. Frag doch mal bei Deinem Gesundheitsamt nach, die wissen, ob es sowas in Deiner Nähe gibt.

Aber da muss man nicht alleine durch. Es gibt Profis, die einem wieder auf den angstfreien Weg helfen. Und Angst kann genauso zu einer Krankheit werden, wie die Grippe.

N>atgureng-el


Schon so vieles versucht

Hallo,

War schon in der Psychatrie, und in einer Psychosmatischen Klinik.

Ich hatte auch schon eine Verhaltenstherapie bei einem Psycholgen über zwei Jahre, ist aber schon eine zeitlang her. Vielleicht sollte ich mir noch mal einen Termin holen. Mir ist es aber peinlich, weil ich es nicht geschafft habe. Bis letzte Woche

ging es mir eigentlich gut, und dann kam diese Panikattacke und ich bin tierisch unruhig und nervös.

Gruss Naturengel

-X-ysommeQrabexnd


Bekannt

Irgendwie kommt das mir das alles bekannt vor. Vor vielleicht 20 Jahren Jahren hatte ich auch solche Angstzustände. Ich hätte mitten auf der Strasse hinliegen können und den letzten Herzschlag erwarten. Es war sehr sehr unangenehm. Und wenn man schon Angst vor der Angst hat, dann kommt sie erst recht. Heute habe ich das nicht mehr. Naturengel, ich weiss nicht, an was es liegt. Ich fühlte mit dir. Und ich fühlte mich damals auch psychisch sehr schwach und anfällig, entzweit in der Beziehung, schwach im Körperbau. Kreislaufstörungen mit Bewusstlosigkeit. Irgendwie habe ich heute mehr Freude am Leben wieder zurück gewonnen, mehr Initiative, ich bin mir selbst treuer und ehrlicher geworden, meine eigenen Gefühlen und Wünschen gegenüber. Ich freue mich bewusst täglich an vielen kleinen Dingen. Das erfüllt mich mit guten Kräften und ich bin überzeugt, es ist mit ein Grund, dass es mir heute gut geht. Probiere, ganz bewusst zu leben, dich zu freuen an allen kleinen Dingen die dir an einem Tag begegnen. Tu deinem Körper Gutes, mit Spaziergängen, mit tief einatmen. Auch wenn es nicht sogleich Erfolge zeigt. so vielleicht langsam mit der Zeit...

NDatGurengxel


Ein herzliches Danke

Erst mal ein herzliches Dankeschön für Eure Antworten. Es gibt mir Kraft weiterzukämpfen, denn ich bin nicht alleine.

Hoffe das ich die Woche irgendwie überstehe, muss wirklich

versuchen bewusster zu leben, und vor allen nicht so viel mit dem

Kopf. Bin ja immer schon Tage voraus.

Gute Träume

Naturengel

Nvat'uren gel


wieder Angst, Angst vor anderen Menschen

Hallo,

bin wie immer am kämpfen und versuche nicht aufzugeben, heute

beim einkaufen, wieder Angst, Übelkeit, Schweissausbruch. Habe mich beeilt, aber trotzdem alles besorgt was auf meiner Liste stand.

Habe mittlerweile einen Stein in der Tasche, wenn die Angst kommt, nehme ich ihn in die Hand und versuche meine Aufmerksamkeit dahin zu lenken. Hilft auch etwas, wenn die blöde Übelkeit nicht währe. Was kann man dagegen tun ? Auch bin

ich immer noch total erschöpft, jeder Tag ist anstrengend und ich fühle mich immer noch so einsam.

Jedes mal wenn ich an den Typ denke in den ich mich verliebt habe, steigt Angst in mir hoch. Denke immer daran, dass diese Liebe vorbei ist, bevor sie jemals begonnen hat.

Ciao

Naturengel

H+DyT


Hallo Naturengel!

Ist die Diagnose "Soziale Phobie" schon einmal gestellt worden?

Einiges deutet darauf hin, daß dieses Problem ursprünglich bestand und nur für ein paar Jahre in Vergessenheit geraten war. Jetzt, durch Fortbildung, Seminar, etc.., treten gehäuft Überforderungen in dieser Richtung auf (viele Menschen auf engem Raum) und lassen alte Ängste wieder aufleben. Das greift dann auf den Alltag über, z.B. im Supermarkt vor der Kasse. Und das wieder löst Panik aus, daß alles wieder wie früher wird. Verstärkend wirkt der Ehrgeiz, daß es nicht so sein darf, daß alles wieder beginnt.

Könnte man das so sehen?

Die soziale Phobie läßt sich sehr gut mit Medikamenten behandeln. Besonders die leichten Fälle. Und dazu zählst du mit Sicherheit, denn du bist nicht total eingeschränkt, kannst noch arbeiten gehen und überhaupt außer Haus gehen. Das können andere nicht (mehr).

Mit den richtigen Medikamenten kann die Aufarbeitung unterstützt werden. Da ist vielleicht einiges verdrängt worden. Das kann man unter Kontrolle kriegen. Im Alter von 40 - 50 gehen die Probleme oft vollständig weg.

Sollte dir der Begriff "Soziale Phobie" fremd sein, dann schau mal hier:

[[http://www.google.de/search?q=Soziale+Phobie&sourceid=mozilla-search&start=0&start=0&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-a&rls=org.mozilla:de-DE:official]]

Viele Grüße

H.D.T.

S=uz>anna


Angst vor der Angst

Hallo Naturengel,

litt auch jahrelang unter einer schweren Angststörung. (Agoraphobie). Mir hat eine Verhaltenstherapie überhaupt nichts gebracht. Nehme jetzt sei Juni 2004 das Medikament Citalopram. Es hat lange gedauert, bis sich eine Wirkung einstellte. Jetzt, nach 9 Monaten geht es mir gravierend besser. Kann es noch kaum glauben. das Medi macht kaum Probleme am Anfang. Gute Besserung von Suzanna

Suzanna

NuatOureEngexl


Angst [:-/]

Hallo,

die Diagnose "Soziale Phobie" ist zwar noch nicht gestellt worden, trifft aber meine Probleme ziemlich auf den Punkt.

Wie es vor Jahren ganz schlimm war, konnte ich auch nicht aus dem Haus gehen, noch nicht mal bis zum Briefkasten habe ich es geschafft.

Manchmal kommen die Ängst auch zu Hause, wenn ich alleine bin. Muss dazu sagen dass ich kaum Freunde habe, und ich im Notfall auf mich allein gestellt bin.

Hatte eine Zeitlang Zoloft genommen, aber wurde nach und nach

abgesetzt. Möchte mich nicht umbedingt mit Medikamenten vollpumpen, würde gern die Angst von Grund auf loswerden. Ich weiß das es einem Helfen würde, den Tag besser zu überstehen, habe aber auch Angst davor.

Heute war ein ganz guter Tag, einkaufen ohne Angst und war auch spazieren. Nur heute Abend fühle ich mich unruhig.

Werde weiterkämpfen, danke das ihr da seid

Naturengel

HxDT


Man sollte die Sache unter dem Aspekt "Soziale Phobie" mit einem Neurologen besrpechen. Der ist bei Kassenpatienten sowieso zwingend vorgeschaltet, wenn es um Therapie geht. Der könnte auch sagen, ob man spezielle Medikamente eventuell "bei Bedarf" und nur dann nehmen kann. Oder er überweist an einen Psychiater, der die Medikamentenfrage besser kennt. Eine Therapie kann zusätzlich angestrebt werden, aber das geht auch nicht von heute auf morgen. Bis man den richtigen Therapeuten gefunden hat vergeht einige Zeit, und dann kommt man erst auf die Warteliste. Kann schon ein halbes bis ein Jahr dauern, bis es losgeht.

Nicht alles muß therapiert werden. Den richtigen Weg zu finden, ist manchmal Glücksache. Gerät man an den falschen Therapeuten, wird die Ursache gar nicht erkannt. (Falls hier eine Soziale Phobie vorliegt, ist das in der Vergangenheit wohl der Fall gewesen.)

Der Weg aus der sozialen Phobie heraus bedeutet einen Weg der seelischen Entwicklung, der eigentlich sowieso gegangen werden müßte. Es ist ein Bedürfnis unterdrückter Seelenschichten, und die lassen keine Ruhe. ("zu Recht", wird man späer vielleicht sagen) Oft stellt aber der eigene Perfektionismus ein großes Hindernis dar, weil man sich (auch hier, bei der Bewältigung der eigenen Probleme) gern überfordert. Der Ehrgeiz, immer etwas Besonderes sein und leisten zu müssen, spielt oft eine Rolle.

H.D.T.l

O'llix26


hatte auch 6 jahre angst vo der ansgt

und das jeden tag, zum schluss war es so stark das ich angst hatte zum wc zu gehen. nun nehme ich seit ca 8 monaten paroxetin und die angst ist weg. alle anderen behandlungen wie zb die verhaltenstherapie konnten mir nicht wirklich helfen.

ich habe ein neues leben keine angst mehr, kann wieder auto fahren, trinken, rauchen usw alles geht wieder. habe einen neuen job :-) bin seit 3 monaten solo :-) nun gehts wieder los :-)

also wer mehr wissen moechte schreibt mir einfach :-)

gruss olli

f3eYb


@naturengel

hy naturengel,

was haben die ärzte denn so zu dir gesagt? ich meine damit, wenn du schon so vieles probiert hast bei ärzten, kliniken usw. müssen die ärzte doch irgendeine diagnose getroffen haben, oder? vor allem der verhaltenstherapeut.

Ich habe auch oft eine diffuse angst, aber ich weiss auch woher sie kommt. ist das der unterschied?

v.g. feb

Awnxe


Hallo Naturengel

wenn Du wüßtest wie gut ich dich verstehen kann!! Habe 20 Jahre meines Lebens Angstzustände. Ich weiß das ist die Hölle, alle Ratschläge nutzen nicht und die Zukunft scheint aussichtslos. Aber so ist es nicht! Echt, es gibt auch für dich einen Weg. Ich konnte früher auch nicht aus dem Haus, jetzt geh ich ins kino, fahre in Urlaub und tue all die schönen Dinge, die andere auch tun. Zwar nie ohne Angst aber ich kann sie aushalten. Je öfter du in die Situation hineingehst, um so weniger wird die Angst werden. Ich weiß das hört sich für dich blöd an, aber es ist so. Immer und immer wieder bin ich in die Stadt gefahren, bin einkaufen, Kino usw. Manchmal hab ich gekniffen und manchmal bin ich weggelaufen, habe aber immer wieder vorne angefangen. Es lohnt sich, glaube mir!!! Scheiß auf Tabletten (hatte ich über 10 Jahre), sie halten nur davon ab zu lernen, wie das Leben geht. Im Moment hab ich auch wieder eine Krise und bin wieder mit großen Schritten dabei hervorzukriechen. Komm, mach mit!!!

Liebe Grüße

Ane

NHatureBngel


Hallo,

erst mal ein herzliches Danke für Eure Antworten.

Bei mir wurde die Diagnose Konversionneurose vor Jahre gestellt. Hatte aber seit mehren Jahren keine Panikattaken, aber dann vor zwei Wochen von einem Tag auf den anderen, und kein Ende in Sicht.

Wenn ich wüßte wo die Angst genau herkommt, dann könnte ich was dagegen tun. Natürlich war meine Kindheit nicht die beste, aber das Thema habe ich schon so oft angegangen. Glaube auch nicht mehr das es daran liegt.

Kämpfe jeden Tag, gestern ein relativ guter. Heute ein schlechter.

Gehe immer noch arbeiten, halte die Angst aus. Ich weiss aber nicht wie lange noch. Meine Kraft ist ziemlich am Ende. Doch ich werde nicht aufgeben, ich werde nicht zu Hause bleiben !!

Bin irgendwie benommen, alles geht langsamer wie sonst. Nach außen bin ich ein starker Mensch, aber in mir zerbricht alles.

Ich muss etwas tun um meinen Körper wieder mehr zu spüren, um aus dem Kopf rauszukommen.

Danke dass ihr daseit

Gemeinsam können wir es schaffen

der "Angstengel"

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