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Immer wieder Angst und Angst vor der Angst

manb


Hallo Naturengel!

Ich hab gerade den Faden hier gefunden, und auch mich erinnert deine Beschreibung an mich selbst. Ich hatte vor etwa fünf Jahren Jahren diese Panik in extremer Form, nachts Todesangst und Atemprobleme, war gerade über Weihnachten bei meinen Eltern... die hatten dann 'ne Ärztin gerufen, von der ich nach einem kurzen Gespräch einen Tranquilizer (Lexotanil (Bromazepam)) bekommen hab. Nach einer Weile waren alle Emotionen abgeschaltet, und ich war so ruhig wie nie zuvor. Allerdings war mir auch alles gleichgültig. Und das hat noch lange Zeit angehalten. Am nächsten Tag war ich in der Praxis zur Untersuchung und hab noch ein paar der Tranquilizer für Notfälle mitbekommen, mit der Bitte, mich bei einem Psychotherapeuten zu melden und dem Hinweis, daß die Bewältigung meines Problems eine Lebensaufgabe sein wird.

Mir gieng es immer wieder schlecht, aber ich hab die Tranquilizer nie genommen. Es war schon eine große Hilfe, sie immer in der Tasche zu haben (was zu Trinken braucht man halt noch). Damit war ich meiner Angst/Panik wenigstens nicht so weit ausgeliefert, daß ich am Ende bewußtlos werd und hilflos wo rumliege. Und allein diese Gewißheit hat schon beruhigend auf mich gewirkt.

Vielleicht kannst du mal deinen Arzt fragen? Ich hab mir vor einiger Zeit neue geben lassen, weil die alten nah am Verfallsdatum waren. Hab ihm meine Situation erklärt und die ohne Probleme bekommen. Sind übrigens rein pflanzlich. Und sollte man nur in Notfällen nehmen, da es im Prinzip 'ne Droge ist (und abhängig macht).

Ich find's übrigens gut, daß du das ohne Medikamente durchstehen willst. Das versuche ich auch.

Ich weiß so ungefähr, woher die Panik bei mir kommt. Hat mit anderen Menschen zu tun (und der Angst vor ihnen). Aber das Problem ist: Ich verlange irgendwie selbst von mir, aus Überzeugung, (zumindest in manchen Situationen) so extrem zu reagieren. Das heißt, die akute Panik hat langsam wieder nachgelassen, aber in vielen Situationen bekomm ich immer noch diese Unruhe, Zittern, Magenschmerzen/Übelkeit, Stechen im Bauch... und es schwächt mich sehr, so daß ich kaum arbeiten kann (bin zum Glück noch am Studieren).

Besonders stark ist die Angst auch, wenn ich über etwas reden möchte, das mir sehr wichtig ist. Da hab ich Angst, als komisch empfunden zu werden, oder abgewiesen, oder daß sich andere lustig über mich machen, mich nicht verstehen....

Vielleicht sind die Gründe bei dir etwas unterschiedlich, aber ich könnte mir vorstellen, daß die Situation mit der Person, in die du dich verliebt hast, zu tun hat. Die beschäftigt dich vermutlich die ganze Zeit, und du kannst es nicht hinter dir lassen.

Wenn es bei dir ähnlich ist wie bei mir, dann würde es dir sicher helfen, mit ihm darüber zu reden und die Sache zu klären und abzuschließen. Und wenn du ihm nur sagst, du hast dich in ihn verliebt, aber es hat aufgrund der Entfernung keinen Sinn... dann hast du es hinter dir und kannst mit dem Thema abschließen.

Ich hab in solchen Fällen aber immer darauf geachtet, daß ich nichts erwarte. Daß ich mich darauf einstelle, das schlimmste zu hören. Aber daß es mir wichtiger ist, das Thema abzuschließen, selbst wenn es schlimm endet. Denn dann kann ich loslassen, dann kann ich mein Leben wieder ein Stück mehr kontrollieren... sonst wird mein Leben vom ständigen Warten und Überlegen, das zu nichts führt, kontrolliert...

Ich hoffe ich konnt dir ein wenig helfen.

Viele Grüße,

mnb

m`effiLstxo


umgang mit betroffenem partner

hallo,

die beschreibet alles ziemlich gut die probleme meiner frau,

z.z. hat sie eine therapie angefangen (4.sitzung)

aber wie verhalte ich mich am besten oder wie kann ich ihr helfen

die probleme zu bewältigen.

k)ajIa1


Viel tun kannst du nicht. Du kannst einfach für sie da sein , ihr zuhören und Arbeiten abnehmen, wenn sie nicht in der Lage dazu ist.

Vielleicht ist es auch hilfreich, wenn du mal mit in die Thera gehst.

LG

v3erda&mmtnetxter


hallo naturengel...

habe deinen beitrag gerade nochmal gelesen,

meine frau hat all die gleichen symtome wie du...schwitzen herzrasen das gefühl zu sterben...

sie ist mittlerweile auch in einer therapie, wird demnächst auch eine klinik aufsuchen....was wir aber auch rausgefunden haben, und das nur durch ein schilddrüsen forum, ist, das meine frau an einer schilddrüsen erkrankung leidet, viele gerade dieser symtome weisen darauf hin...

vieleicht solltest du auch mal einen endokrinologen aufsuchen, unddeine schilddrüse untersuchen lassen...sicherheitshalber...

die angsterkrankung ansich kann dadurch nicht gelöst werden, weil sie sich wahrscheinlich schon zusehr eingenistet hat....

hätten wir vorher einen arzt gefunden, der dieses gleich erkannt hätte, würde es um meine frau bestimmt besser stehen....

du...ich wünsche dir viel kraft...sehe jeden tag aufs neue wie schwer es für meine frau ist....

ps.: erschwerend kommt noch hinzu, das man wenn man ersteinmal psychopharmaka nimmt, meint es geht einem nur noch gut wenn man sie einnimmt....und aus dieser sucht wieder herauszukommen ist wohl das schwerste überhaupt....

nimm alle hilfe an, die du bekommen kannst...ich hoffe in deiner familie bringt man verständnis für dich auf...bei uns ist das nicht der fall....leider...weder meine noch die familie meiner frau hat verständnis....da heisst das immer nur...geh arbeiten.....so schwer ist das doch nicht....

also, ich hoffe du hast verständnisvollere bekannte verwandte und partner...

also nochmal....viel sonne im herzen und

viel kraft wünsche ich dir...und überleg das mit der schilddrüsenuntersuchung mal...schaden kann es ja nicht...

gruss andy

N(atur#eng?exl


Familie versteht es nicht

Hallo Netter,

meine Familie versteht meine Ängst nicht, habe mich aber damit abgefunden und bin ihnen auch nicht böse darüber. Wäre zwar toll wenn sie einem helfen würden. Habe niemand mit dem ich darüber reden kann, denn nach außen versuche ich es zu verbergen. Bin daher auch wohl ziemlich allein. Gehe zum Sport, habe aber kaum nähere Kontakte. Es ist manchmal zum verzweifeln wenn die Angst hochsteigt und Du niemanden hast den Du anrufen kannst, und nur noch die Telefonseelsorge bleibt. Auch auf der Arbeit, bin ich die meiste Zeit alleine, meine Arbeit erledige ich gut und bin überdurschnittlich erfolgreich. Vielleicht auch aus Angst Fehler zu machen.

War bei meinem Hausarzt um mit ihm über meine aktuellen Probleme zu reden, der hatte mich nach 3 Minuten abgewürgt.

Körperlich bin ich 100 %ig gesund, habe alles schon x mal checken lassen, sogar eine Magen/Darmspeigelung habe ich über mich ergehen lassen, ohne Befund.

Es bleibt mich einfach nur der Angst zu stellen und zu hoffen. Kämpfe die letzten Tage mit Antriebslosigkeit. Alles ist schwer, ich leg mich aber nicht ins Bett, sondern gehe Arbeiten, mache die Wäsche, koche mir was, räume auf, sauge durch, gehe zum Sport und lese. Einfach weiter..... und stark sein.

ksaja1


Naturengel!

PN!

H\DT


@Naturengel

Was du beschreibst, ist nun "im zweiten Anlauf" erst recht typisch für die "Soziale Phobie".

Zum Hausarzt: Manche sind Arzt geworden, weil der Vater Arzt war oder weil sie in ihrer Jugend eine Roman gelesen haben, der sie geprägt hat. Sie hätten ebensogut (oder noch besser) Hufschmied werden können.

Dein Hausarzt muß dich auf Verlangen zu einem Facharzt überweisen, wenn er selbst nicht in der Lage ist, darauf einzugehen. Und wenn nicht, gehst du halt direkt zum Neurologen. Du mußt nicht gleich zum Psychiater gehen, beim Neurologen sind auch Patienten, die Muskelzucken oder Gesichtslähmungen haben, oder sonstwas an Nervenleiden.

"Schilddrüsenerkrankung", vor allem Überfunktion, wie hier erwähnt wurde, ist nicht typisch für Angstleiden. Aber sie ist fast immer Auslöser von psychischen Leiden. Das heißt: Es gibt kaum jemanden mit Überfunktion, der nicht psychische Probleme damit hat. Die Schilddrüse sollte aber nicht vom Hausarzt untersucht werden. Diese Untersuchungen sind rein für den Ars.... Da, bei diesen billigen Standard-Laboruntersuchungen werden nur die schon Halbtoten gefunden. Da könnte dich dein Hausarzt auch zum Internisten überweisen.

Dein eigentliches Leiden ist dein "Introvertieres Wesen". Du lebst in einer Innenwelt, nicht außen, wo die anderen sind. Oft haben diese Menschen auch leicht authistische Züge. Daß deine Familie damit nichts anfangen kann, ist "ganz normal". Verlaß dich in dieser Sache nur auf dich selbst. Notfalls mußt du diese Angelegenheit zu deiner Privatangelegenheit machen und deine Familie da ausschließen. Eine Familie kann einem echt schaden, indem sie Psychische Leiden bagatellisiert, ins Lächerliche zieht oder sogar mit Verachtung straft.

Die Soziale Phobie ist heute gut behandelbar, wenn es sich nicht gerade um extreme Fälle handelt. Aber du bist in der Lage, dich noch in der Öffentlichkeit zu bewegen. Darum nutze die Chance und tu was. Laß dir nicht von Laien die Medikamente ausreden. Das sind Pauschalurteile, die weder Sachverstand noch persönliche Erfahrung voraussetzen. Medikamente gegen die Ängste der Sozialen Phobie hat man als "Notbehelf" für Belastungssytuationen dabei. Man muß sich nicht damit volldröhnen, sondern kann sie in der Tasche mit sich tragen und entscheidet selber von Fall zu Fall, ob man sie einnimmt oder nicht. Sie dabei zu haben, erbübrigt oft schon die Notwendigkeit der Einnahme.

Und nun das Wichtigste:

Ganz bezeichnend für Menschen, die darunter leiden ist: Sie fühlen sich "als Sonderfall", egal wohin sie gehen. Überall haben sie das Gefühl, nicht dorthinzupassen. Auch hier in den Foren ist es so. Sie leugnen, daß es Millionen sind, die auch darunter zu leiden haben.

Und: "Sie jammern ewig herum und tun nichts." Das ist kein Vorwurf gegen dich, das ist eine Feststellung. Hier und anderswo gibt es Treads, die sich wochenlang hinziehen und wo es neben vielen Ratschlägen immer um das Thema geht: "Wann gehst du endlich zum Arzt?"

Diese Einsamkeit, die du beschreibst, ist in dieser Welt ebenso eine Illusion, wie die Gemeinsamkeit der anderen. Nur, wenn du es hier, wo du "mental" bist, nicht aushältst, mußt du den Standort wechseln. Man bleibt ja nicht unter der kaputten Dachrinne stehen, genau dort an der einzigen Stelle, wo es einem auf den Kopf tropft. Manchmal genügt es im wahrsten Sinne, einen Schritt in eine andere Richtung zu machen.

Und dann gibt es im Web Foren, in denen sich Leute speziell mit Sozialer Phobie aussprechen. Hast du danach schon mal geschaut?

Es ist ein Unterschied, die Merkmale der Krankheit im Gedankenaustausch mit anderen kennenzulernen und zu wissen: "andere haben das auch", oder sich auf so ein "Gipfelchen" abseits zu stellen und das allein zu erfahren. Manche halten an ihrer Krankheit fest, weil diese ein System im "Chaos Welt" erkennen läßt. Es gibt aber auch anderes, was System hat.

Tu was! Aber nicht morgen, sondern "jetzt".

H.D.T.

CPhicxky


ich bin mir selbst treuer und ehrlicher geworden, meine eigenen Gefühlen und Wünschen gegenüber. Ich freue mich bewusst täglich an vielen kleinen Dingen. Das erfüllt mich mit guten Kräften und ich bin überzeugt, es ist mit ein Grund, dass es mir heute gut geht.

Diese Sätze finde ich ganz besonders wichtig! Nicht einfach nur lesen, sondern umsetzen!

Und vor allem Probleme lösen und sie nicht vor sich her schieben.

Angst ist ein Hilfeschrei der Seele; hört man sich selbst nicht zu, ist man unzufrieden, muss etwas geändert werden, aber man beachtet die Anzeichen nicht, dann suchen sich seelische Probleme / Unzufriedenheiten einen anderen Weg, um auf sich aufmerksam zu machen - den Körper, Zittern, Beklemmungen, Schweißausbrüche etc. Und wenn man es dann immer noch nicht ernstnimmt, dass man etwas in seinem Leben unbedingt ändern muss, dann gehen diese Angstgefühle auch nicht mal eben wieder so weg. Sie haben schließlich einen Grund warum sie da sind. Angst ist kein Feind sondern ein Freund, der dir helfen will, dass du wieder glücklich wirst. Hört sich vielleicht ziemlich sülzig an, ist aber so! Ein erster wichtiger Schritt ist daher, dass man die Angst akzeptiert und nicht gegen sie ankämpft.

@meffisto

Du kannst einfach für sie da sein, ihr zuhören und Arbeiten abnehmen, wenn sie nicht in der Lage dazu ist.

Dieser Antwort auf deine Frage stimme ich nur halbwegs zu. Sicherlich ist es wichtig für sie da zu sein, da stimme ich völlig zu, ihr zuhören ist natürlich auch wichtig. Arbeiten abnehmen sehe ich allerdings nicht so ganz ein. Natürlich, wenn sie total überlastet ist, dann ist es auf jeden Fall gut, wenn sie mal eine Pause einlegen kann und du dich vielleicht ein paar Tage um die anfallende Hausarbeit oder ähnliches kümmerst. Aber nimm ihr nicht zu viel ab. Sie darf sich entspannen, mal ausruhen, aber sie muss auch wieder "zurück ins Leben". Es gilt nicht, dass sie sich nun dauerhaft sozusagen auf der faulen Haut ausruht, weil sie ja ach so arm dran ist und du ihr ja alles abnimmst. Verständnis ist wichtig, aber gerade Angstpatienten benötigen auch oft mal einen (leichten) Tritt in den Allerwertesten. Du kannst sie beim Üben unterstützen, also ihr helfen, Angstsituationen aufzusuchen und zu meistern. Gib ihr zu verstehen, dass du gerade anfangs immer zur Stelle bist und niemals plötzlich und unerwartest verschwindest, so dass sie erst recht Panik bekommt, weil du nicht mehr in der Nähe bist. Aber gib ihr auch zu verstehen, dass SIE diejenige ist, die etwas gegen ihre Angst unternehmen muss. Du kannst sie dabei nur unterstützen, helfen muss sie sich selbst. Das kann niemand anders!

Ich möchte noch kurz ein Buch empfehlen, ich selbst habe einige Bücher zu dem Thema gelesen und fand dieses aber am hilfreichsten. Darin werden übrigens auch Tips für Angehörige von Betroffenen gegeben.

[b]Angst bewältigen - Selbsthilfe bei Panik und Agoraphobie von Sigrun Schmidt-Traub, erschienen im Springer-Verlag

T3illlpe


hallo Naturengel

Ich leide auch unter Angstzuständen.

Will mal zu ein paar Sachen was sagen.

Also sich der Angst zu stellen ist glaube ich ganz wichtig. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Wenn es nicht klappt, dann bin ich oft depri danach, aber ich habe auch manchmal die Kraft nicht dazu. Ist das vielleicht normal habe ich mir überlegt? Ich meine, wenn man lange Angst hatte dann kann man wohl nicht verlagen, dass die aufeinmal weggeht, oder?

Tabletten habe ich genommen. Obwohl ich strikt gegen Medikamente bin, aber ich hatte so gelitten, dass ich echt alles nur stressig fande. Ich hatte Angst- Zwang- gefühle. Naja und ich muss erschreckender Weise sagen, dass die Tabletten mir weitergeholfen haben. Ich war zwar oft müde, aber sie haben ihren Zweck wohl erfüllt, natürlich habe ich auch Psychotherapie nebenher gemacht. Also Tabletten kann ich schon empfehlen zu nehmen, natürlich nur von einer Psychaterin verschrieben, die du auch vertraust, ob du das tust, merkst du ziemlich schnell.

Leider muss ich aber zu dem ganzen auch sagen, dass ich gerade immer wieder öfters von solchen Angstdingern angeflogen werde.

Trotzdem, geb nicht auf, überlege dir Hilfe zu holen, wenn es auch zum xten mal ist und stelle dich der Angst!

Vielleicht kannst du ja mal sagen, wo du herkommst, dann gibt es vielleicht ja jemand hier, der auch Ängste hat und ihr euch dann gemeinsam dagegen stellen könnt.

C]hicxky


Natürlich hast du mal Phasen, wo die Angst wieder öfter auftaucht. ABER so ziemlich jeder Mensch hat in seinem Leben schonmal eine Art Panikattacke erlebt. Nur meist bleibt es dann dabei und hinterher geht es ihnen wieder gut. Bei ihnen kommt es nicht zur ständigen Angst. Wieviele Menschen werden kreidebleich wenn sie auf der Kirmes auf gewisse Geräte gehen, wie viele Menschen hatten schonmal eine Art Schwächeanfall, der nur aus der Überanstrengung heraus entstanden ist!?

Jeder Mensch hat mal seine Phasen wo es ihm schlechter geht. Wicihtig bei Angst ist, dass man weiß, dass einem nichts passiert. Man stirbt nicht an einer Angstattacke. ist das nicht das, wovor wir scheinbar in der entsprechenen Situation glauben Angst zu haben? Glauben wir nicht, wir müssten tot umfallen? oder in ohnmacht fallen? oder uns absolut zu blamieren? Das ist aber so ziemlich niemals der Fall, niemand stirbt an einer Angstattacke. Weil es ganz normale körperliche Reaktionen sind die eben nur im falschen Moment auftreten. Wenn du Fallschirm springst, dann gibt dir genau dieser Adrenalinstoß den Kick, vielleicht schreist du in der Luft, um deinen Gefühlen freien Lauf zu geben. wenn du an der Supermarktkasse stehst und dir das Adrenalin ins Blut schießt, wäre es ziemlich peinlich zu schreien. Also empfindest du diesen Adrenalinstoß als schrecklich, du zitterst, dir wird schwindlig,du denkst du drehst gleich durch, du denkst du musst einfach nur laut schreien... Aber dir passiert nichts, du wirst nicht schreien, du wirst nicht tot umfallen, denn dein Körper reagiert völlig normal, nur eben in der falschen Situation.

N#atureXngexl


Leere

Hallo alle zusammen,

die Angst ist die letzten Tage deutlich zurückgegangen. War sogar am Wochende im Kino. Also hab ich mir wieder ein Stück Leben zurückgeholt. Aber was bleibt in mir. LEERE. Ich weiss das niemand ausser mir selbst sie füllen kann. Ich sag Euch ich kämpfe verdamt hart, beginne jeden Tag aufs neue, versuche Freunde zu finden. Doch irgendwie gehöre ich nicht dazu. Ich bin es leid es noch hundertmal zu probieren und doch frist die Einsamkeit mich auf. Und dann die ewigen Stimmungsschwankungen, ich kann mich fast nicht mehr selbst ertragen.

Danke

HdD1T


Du wirst mit deiner eigenen Seele konfrontiert, das ist alles. So viel und so wenig. Alle Erklärungsversuche der Psychologie, auch die der Philosophie, der Physik und aller Wissenschaften, reichen nicht an die Seele heran. Die Gemeinsamkeit, die du hier vermißt, ist in Wahrheit die größte Einsamkeit. Jeder lebt in seiner eigenen Illusion "Welt". Und bestenfalls kommen sie sich nahe. Aber Berührung findet nur auf Ebenen der Seele statt. Das sind Dimensionen, die nicht in Schulbüchern beschrieben werden. Aber jeder findet sie, wenn er danach sucht.

Die Leere, die du empfindest, ist vielleicht der neue Raum, den dein Bewußtsein für sich erweitert hat. Du bist irgendwie durch eine Tür gegangen und nun in einer leeren Welt. Das ganze gehört zur Bewußtseinserweiterung dazu. Auch das Gefühl des Alleinseins. Das Haus war zu klein, darum mußtest du umziehen. Jetzt ist das neue groß und leer. Du mußt dich orientieren und alles neu einrichten. Dann ist es dir wieder vertraut. Und irgendwann wird es dir wieder zu eng und du ziehst wieder um.

Ziel ist immer, die Erweiterung des Bewußtseins und am Ende zu sich selbst zu finden. Das ist wohl das große Erlebnis des Todes. Aber bis dahin gilt es, den leisen Stimmen der Seele zu folgen. Das tust du ja auch. Horche in dich hinein, da findest du alle Antworten.

Und auf dieser Ebene ist auch niemand allein.

H.D.T.

N5icole? Kexlly


Hallo an alle, Hallo an H.D.T.

ich würde sehr gerne wissen H.D.T. "wer" du bist. Woher du das alles weißt. Ob du etwas mit Psychologie zu tun hast oder selbst diese Ängste erlitten hast. Ich hoffe, diese Fragen empfindest du nicht allzu aufdringlich und zu persönlich. Aber ich finde das was du schreibst, sehr treffend und fundiert. Ich finde, in deinen Beiträgen kommst du arg kompetent rüber. :)^

Und nun zu meinem Beitrag :-)

Ich kenne die verschiendenen Symtpome, wie sie hier beschrieben werden. Und ich merke, dass meine Angst sich immer wieder andere Wege sucht, um auf sich aufmerksam zu machen. Ob es das Kloßgefühl war, ob es Übelkeit war, Kopfschmerzen, Herzrasen, Augenbeschwerden und, und, und. Ich kämpfe wie jeder von euch gegen die Angst an. Ich lasse sie nicht zu. Eben aus Angst. Ich bin auch in Psychotherapie. Das seit 1998. Immer wieder mal. Nicht durchgehend. Egal mit welchem körperlichen Symptom ich konfrontiert wurde, durch die Angst, ich wurde irgendwann damit fertig. Dann suchte die Angst einen neuen Weg um Aufmerksamkeit zu erlangen. Zurzeit kribbelt es mir in der Herzgegend. So, als würde man mit einem Auto über einen kleinen Hubbel fahren. Ich schätze jeder von euch kennt das. Ich hoffe es. Das macht mit zurzeit unter anderem Angst. Ich würde mich freuen, wenn mir jemand von euch sagt, ob er dieses Gefühl auch kennt. Zumindest würde es mich beruhigen. Dann weiß ich, es ist wieder meine Angst und ich erspare mir lästige Arztbesuche und unangenehme Blicke.

Letzten Freitag hatte ich eine so schlimme Panikattacke, das ich den Notarzt rief, der mir wiederum Diazep 20 mg injizierte. Ich muss sagen, außer einem Gefühl was getrunken zu haben (am nächsten Tag), habe ich keine Erleichterung empfunden. Sehr unangenhm zu wissen, das es kein "Notfallmedikament" gibt, das mich wie einige von euch, trösten kann. Vielleicht war es auch das falsche Präparat. Ich weiß es nicht.

Von meiner Familie bekomme ich auch keinerlei Verständnis entgegengebracht. Im Gegenteil. Ich bin die Bekloppte oder die Seltsame. Die andersartige. Und wie es ausschaut, kommt meine Angst auch aus genau dieser Ecke. Meiner Familie. Schlechte Erlebnisse in der Kindheit usw.

Mich würde noch interessieren, wie werdet ihr mit Ängsten vor Nebenwirkungen fertig? Ich hatte den Notarzt da, weil ich ein Antiobiotikum nahm, das ich nicht kannte und mich dann so in die Angst hineinsteigerte, das eben dieses Antibiotikum Auslöser meiner Attacke war, dass ich nicht mehr alleine damit fertig wurde. Mir kam es vor, als sei diese Attacke anders, als alle die ich bisher kannte. Und ich kenne diese Attacken seit mehr als 7 Jahren. Ich hatte den Eindruck, das sei eine chemisch ausgelöste Attacke. Zu allem Überfluss las ich vorher in den Nebenwirkungen, das Avalox, so der Name des Antibiotkums, unter Umständen Angstzustände hervorrufen kann. Ich merke selbst, wie ich in mich hineinhorche, sobald ich ein neues Medikament nehmen muss, ob und wann etwas passiert, das mir Angst macht. Und ich als Asthmatikerin, bin gezwungen, Medizin zu nehmen. Bei einer Infekt auch mal andere, als meine Standardmedizin. Zudem ist mein Hausarzt (Internist), der mich schon seit Jahren kennt und zu dem ich Vertrauen habe, ausgerechnet dann in Urlaub, wenn ich mir einbilde, ihn am nötigsten zu brauchen. Bitte sagt mir, wie schafft ihr das, wenn ihr denn überhaupt diese Angst vor Nebenwirkungen kennt, damit fertig zu werden ??? ?? Ich fühle mich so blamiert vor meinem Bruder und meiner Mutter, dass ich derart ausgetickt bin am Freitag, das ein Notarzt her musste. So weit war ich noch nie.

f+e~b


hallo nicole

ja, ich kenne diese probleme die du beschrieben hast ziemlich gut von mir - auch wenn es einige unterschiede gibt. habe ja schon vor einiger zeit mal was in diesem thread geschrieben.

ich habe auch oft - oder eher gesagt ständig - diese diffuse angst, die ich mit mir rumschleppe und ich weiss auch das es von der sozialen angst kommt. hatte dadurch auch schon öfters körperliche probleme, z.b hörsturz und ein pfeiffen im ohr, manchmal auch hautprobleme. mir scheint es aber so, dass ich diese körperlichen symptome überwunden habe, weil ich direkt an den ursachen kämpfe (wenn auch mit bescheidenem erfolg, aber immerhin :-)) das einzige, was ich noch öfter habe, sind diese panikattacken, aber die sind nicht so stark.

diese leere bleibt auch in mir immer zurück, egal was ich mache. auch wenn ich in letzter zeit einen netten freundes- und bekanntenkreis aufbauen konnte - über meine inneren probleme hab ich mit noch niemandem gesprochen. es weiss auch keiner, merkt mir vielleicht auch keiner an, ausser die tatsache, dass ich keine freundin habe, aber sonst wirke ich ganz "normal". jaja, ist schon krass, wie man sein inneres verbergen kann, schwerer wäre es wohl für mich , mein inneres zu zeigen.

habe auch das glück, psychologie zu studieren. das macht auch super spass, aber ich bin noch ziemlich am anfang und wie HDT schon sagte: die erklärungsversuche der psychologie reichen nicht an die seele ran. zum teil stimmt das schon. daher kann ich dir auch nicht viel helfen, aber neugierig bin ich schon, wegen der gemeinsamkeiten. hast du denn durch die psychotherapie irgendwelche erkenntnisse gewonnen? quasi so was wie selbstkenntnis?

lieben gruß

N*icoole "Ke_lly


Hallo feb,

du hast es in einigen Punkten recht gut. Das die Panickattacken nicht mehr so stark vorkommen, das ist ein echter Fortschritt. Aber wenn du Psychologie studierst, sag ich dir da ja nichts neues. Du sagst, das du "diese" Probleme auch kennst. Wie ist es mit dem Kribbeln das ich in meinem Beitrag beschrieb? Das habe ich zurzeit am laufenden Band. Auch bin ich schreckhafter seit einigen Tagen, wodurch sich dieses hässliche Gefühl noch steigert.

Selbsterkenntnis habe ich bisher keine erlangt. Ob das tatsächlich möglich ist? Ich höre immer wieder davon, aber ich gelange in keinsterweise an irgendeinen Punkt in mir, an dem ich sagen kann, jetzt habe ich spürbar eine Erkenntnis gemacht, die mir bisher verborgen blieb. Manchmal denke ich, entweder das bleibt mir vorenthalten oder das ist ein sogenannter neumodischer Mist, der über den Atlantik zu uns geschwappt kam, wie so manches aus den Staaten. Ich bin auch ein ungläubiger Thomas. Misstrauisch bis zum Letzten. Es fällt mir wohl schwer etwas anzunehmen. Und wenn, kann ich es nicht emotional umsetzen. Ich kann von der Logik verstehen, was ich tun soll, aber mit dem verinnerelichen funktioniert es einfach nicht.

Studierst du Psychologie, weil du diese Panikattacken hast oder wolltest du das immer schon machen? Wie sieht es mit "jemandem" wie dir aus, kannst du dich irgendwann selbst "heilen"? Oder brauchst du, wenn du fertig mit dem Studium bist, trotz allem, eventuell selbst einen Therapeuten? Denn ich habe bislang immer die Psychologen beneidet, weil ich glaubte, sowas passiert ihnen wohl nicht.

Liebe Grüße *:)

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