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Immer wieder Angst und Angst vor der Angst

m&iYstePr77


Lieber HDT...

wenn Du genau mein Posting durchgelesen hast, dann hast Du bestimmt die Zeitspanne von 4 Jahren gelesen...

Es handelte sich um eine schwere Angststörung mit sozialen Phobie und zwischenzeitlichen Depressionen.

Also lass ich mich hier nicht von Dir behleren, sondern habe nur meine Schritte aus dem Teufelskreis aufgezeichnet.

Am Anfang hatte ich nur eine Sache, die mir Spaß gemacht hat, nachdem ich aber entdeckt habe, daß Fortgehen auch Spaß machen kann, wurde es immer besser.

Gruß...

h$ehxa


mister77

ich weiß sehr wohl, das weg gehn einen riesen spaß macht.

schließlich war ich bis vor kurzem angstfrei und konnte machen was ich wollte... weg gehn, einkaufen, mich mit vielen menschen treffen, im mittelpunkt stehn ohne angst zu haben, einfach ALLES!

aber von heute auf morgen ging es nicht mehr und die angst weitet sich immer mehr aus...

es gibt für mich nichts mehr was spaß macht, da alles was draußen geschieht größten körperlichen stress bedeutet...

HU D xT


mister77

...Es handelte sich um eine schwere Angststörung mit sozialen Phobie und zwischenzeitlichen Depressionen...

Du hast doch wohl nicht auf Grund der eingetretenen Umstände Psychologie studiert und das selber diagnostiziert, sondern wahrscheinlich/vielleicht/möglicherweise fachliche Hilfe in Anspruch genommen. (?)

Du hast es aber so ausgedrückt, als hättest du erkannt, wo es langgeht und wärst sozusagen durch diese Erkenntnis da herausgekommen. Hast du dich etwa am eigenen Schopf herausgezogen oder warst du doch in psychotherapeutischer Behandlung?

Entschuldige, aber du erwähnst mit keinem Wort, daß man sich dabei fast immer von kompetenter Seite helfen lassen muß, was für die Ratsuchenden hier enorm wichtig ist. Somit entsteht für Betroffene aus deinen Worten der Eindruck, man müsse nur Sachen finden, die Spaß machen, nichts weiter. Und jeder, der 10 Jahre Angst und Panik hinter sich hat, muß den Eindruck bekommen, sich irgendwie "nicht richtig verhalten zu haben".

Es gibt in der Tat Fälle, da kommt eine schwere Erkrankung und geht auch wieder. Das gilt für schwerste psychische Erkrankungen ebenso wie für organische bis hin zum Krebs. Und Körper oder Seele heilen sich selbst. Aber das sind die Ausnahmen.

Nur, wenn jemand das durchlebt hat, kann er nachher in Demut entweder Gott oder dem Schicksal danken. Oder er kann "alles und jedes" anführen, was er selber ausprobiert hat und diesem die Wirkung zuschreiben. Etwa: "Habe mich vom Krebs geheilt durch Mistelsaft."

Warst du nun in Behandlung oder Therapie? Und wenn nicht, wie kommst du zu der genannten Diagnose?

Viele Grüße

N3a8turxen=gexl


Arzt

Hatte heute einen Arzttermin beim Psychiater, der war echt fürn Arsch. Dafür habe ich fast zwei Stunden im Wartezimmer verbracht. Er meinte ich bräuchte ein anderes Medikament, weil ich ja immer noch so dolle Angst habe und mein Blutbild nicht ok war. Fand ich nicht so gut, habs ihm dann auch gesagt, jetzt wo die Nebenwirkungen besser werden, das ganze nochmal von vorne, ich hab echt keine Lust mehr.

@breez

Wie ist Deine Prüfung verlaufen? Hoffe die Angst hat Dich in Ruhe gelassen und es ist gut verlaufen. Habe heute auf der Arbeit an Dich gedacht und Dir die Daumen gedrückt.

Hatte bis jetzt ein guter Tag, eben beim Sport bin ich etwas unruhig geworden, ist aber jetzt wieder aber weg.

Grüße der Engel

m!is|ter7x7


@HDT

Die Diagnose der Angststörung wurde durch meinen Hausarzt gestellt und später durch einen Psychotherapeuten bestätigt.

Da ich aber über ein halbes Jahr auf eine Therapiestelle warten hätte müssen, habe ich darauf verzichtet und das ganze alleine

bewältigt. Es dauerte auch über ein Jahr...

Was aber die größte Hilfe war, war mein Kumpel, der genau das gleiche hatte. Wir haben oft drüber gesprochen und Wege zur Selbstheilung gesucht. Desweiteren haben wir uns ja fachlich informiert über Bücher, Internet usw.

Darum denke ich auch, daß es sehr wichtig ist, wenn man erkennt, daß viele andere Leute das gleiche Problem haben und man nicht alleine ist. Geteiltes Leid ist nur ein halbes Leid...

Ich war auch an einem Punkt, wo ich lieber daheim war, da ic Angst hatte rauszugehen. Das habe ich akzeptiert und habe für mich was daheim gemacht, was mir Spaß gemacht hatte. Irgendwann wurde es mir aber langweilig und dan habe ic versucht doch unter die Leute zu gehen. Am Anfang war es schwer, doch danach wurde es immer besser. Und ich bin ein Mensch, der bei ersten Anzeichen von Erfolgen auf der Erfolgswelle schwimmt und dann immer weiter macht, auch wenn es Rückschläge gab...

HA Dx T


mister77

Du hast recht, es gibt viele, die an Angst und Depression leiden. Es hat immer mit Einsamkeit zu tun. Auch mit "der Einsamkeit unter Menschen". Du hast einen Kumpel gehabt, der das gleiche Schicksal hatte? Das ist äußerst ungewöhnlich und da kannst du dankbar für sein. Üblicherweise haben Menschen mit sozialen Phobien und Depressionen ein Rückzugsbedürfnis, das mit der Zeit sogar alle alten Kontakte einschlafen läßt. Und manche Menschen hatten niemals einen Freund, weil ihre Isoliertheit in der Kindheit begann. Es treibt diese Art "von Gleichgesinnten" üblicherweise nicht zusammen, so daß sie ihre Lage diskutieren und reflekttieren, sondern es treibt sie immer weiter auseinander. Dennoch gibt es Vereinigungen, z.B. sogar Foren oder Unterforen für Soziale Phobie, die man über [[http://Google.de]] finden kann. Aber der Schwererkrankte läuft davon und sucht nicht nach dem, was er am meisten braucht. Die Seele ist nach außen wie eine offene Wunde und scheut jede Berührung. Sie kapselt sich ab. Viele Krankheiten kommen und gehen, und man kann nicht einmal sagen, ob wirklich jede Behandlung der Sache dient oder sie eventuell nicht sogar verschlechtert oder eine Therapie die Heilung hinauszögert. Es ist alles relativ. In so fern ist die Selbsthilfe oder der natürliche Selbstheilungsprozeß auch ein Weg, der immer möglich wäre. Das wichtigste ist, irgendwo noch einen Schimmer von Hoffnung zu sehen oder neu zu entfachen.

Und was ist aus deinem Kumpel geworden? Hat er das auch überwunden?

b9reezx19


also, ich hatte ja gestern colloq und ich kann euch sagen: so verdammt nervös war ich in meinem ganzen leben noch nicht. ich hab zwar ne tablette gegen angstanfälle etc. genommen, aber keine ganze. jedenfalls kann ich euch sagen, dass gestern alles gut verlaufen ist. mir war nicht schlecht, ich hatte keine angst-bzw. panikattacke. ich war einfach nur nervös, wie jeder andere mensch auch. nur davor!! ich hätte mich erschießen können, so aufgeregt war ich. und viel gegessen hatte ich dann auch nicht. vor allem.. ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie es ist bis 16.10 uhr zu warten, um endlich die letzte abi-prüfung abzulegen.

naja, im enddeffekt ging ja alles gut. ;-D

NJatuCrengxel


@Liebe Breez,

es freut mich für Dich das es einigermaßen funktioniert hat. Du kannst wirklich stolz auf Dich sein, es geschafft zu haben. Wann bekommst Du das Ergebnis? Wie geht es jetzt bei Dir weiter, wenn Du Dein Abi in der Tasche hast? Würde ziemlich bald was neues beginnen, ein Studium, Ausbildungsplatz (wird nicht einfach sein),ein Aushilfsjob. Um sich nicht zu Hause zu verkriechen, und die Angst wachsen zu lassen. Warst Du schon mal in einer Psychosomatischen Klinik?

Wünsche Dir einen schönen Tag

Naturengel

hzehxa


Viele Krankheiten kommen und gehen, und man kann nicht einmal sagen, ob wirklich jede Behandlung der Sache dient oder sie eventuell nicht sogar verschlechtert oder eine Therapie die Heilung hinauszögert.

ich finde das ist wirklich ein ganz wichtiger satz!

ich bin ja selbst in behandlung wegen meiner angststörung (mein homöopath lacht übrigens über so eine diagnose...), aber gebracht hat es mir bis jetzt rein garnichts, im gegenteil!

die therapeutin versucht meine kindheit aufzuarbeiten, die ich längst hinter mir gelassen hab.

sie versucht mir einzureden was alles falsch gelaufen ist und versucht mir klar zu machen dass ich rabeneltern habe....

dabei bin ich super stolz auf meine eltern und würde das niemals sagen! man hat das gefühl, sie wollen einem probleme einreden die es garnicht gibt.

ist es überhaupt immer gut alles nochmal aufzuarbeiten, was man längst verarbeitet hat?

in der therapie kommt man sich nur noch blöder vor wie sowieso schon, man bekommt eine diagnose gestellt... aber was bringt mir das? hilft mir das auch nur ein stück weiter angstfrei zu sein, wenn ich weiß ich hab eine angststörung? NEIN!

m-istMer(77


ich hatte 1 jahr eine angststörung, ohne es gewußt zu haben...

nachdem ich es gewußt habe, konnte ich dagegen gezielt vorgehen...

@hdt

mein kumpel hat es auch geschafft, da rauszukommen...

es ist immer der film im kopf, was schlechtes passiert wenn oder was war schlechtes passiert in der vergangenheit...

man muss sich auf hier und jetzt konzentrieren, dann verliert man irgendwann die angst vor dem Jetzt...

Es bringt nicht aber auch gar nichts die Vergangenheit aufzurollen oder die Zukunft zu betrachten!

hVeha


ja meine therapeutin meint halt dass die angst aus der kindheit kommt...ich frag mich nur immer von was?

es gab keine schlimmen ereignisse oder so...

ich hab auch gar keine lust mehr mit ihr meine kindheit aufzurollen, es nervt mich ganz gewaltig was sie da überall raus sehn will, was ganz oft der größte unsinn ist!

ich versuche mich jetzt auch imme rauf das jetzt zu konzentrieren und garnicht dran zu denken, was wäre wenn....

noch bin ich weit entfernt vom ziel, aber ich glaube ich schaffe das :-)

H! bD xT


@heha

Je beharrlicher du dich sträubst, die Theorien deiner Therapeutin zu akzeptieren, um so verdächtiger machst du dich und um so sicherer wird sie sein, daß sie den Finfer genau an die wunde Stelle deiner Seele gelegt hat. ;-D

Es gibt ja diese speziellen Fragen in Psychotests.

"Sagen Sie manchmal die Unwahrheit?

Antwortest du darauf mit "Nein", dann lügst du, weil niemand immer die Wahrheit sagt.

Antwortest du mit "Ja", dann bist du sowieso ein verlogenes Aas. Denn wer das im Test schon eingesteht, der hat es faustdick hinter den Ohren. ;-D

Hx D bT


"Finger auf die wunde Stelle"

o,utbuxrst


@heha

@ heha !

wechsel deinen psycho !

Ihr scheint nicht auf der selben wellenlänge zu liegen und dann bringt eine therapie null..im gegenteil ihr beide verschwendet wertvolle zeit ;-)

mir hat eine kurzzeit-therapie echt weitergeholfen.

würde gerne eine längere verhaltenstherapie machen, aber leider als kassenpatient so gut wie unmöglich. ich kann es den psychologen nicht mal verdenken, weil auch ich nicht für 15 euro auf die stunde arbeiten würde, vor allem nicht wenn ich gut bin bei dem was ich mache...

viel kannst du aber auch selber machen: erstmal die angst einfach akzeptieren und vor allem bewusst erleben. nicht weglaufen, je mehr du dich bemühst dagegen anzukämpfen je mehr wirst du immer tiefer in reingezogen.

aber ganz ehrlich, such dir eine/n therapeuten/in bei dem du dich gut aufgehoben fühlst und wo du gerne hingehst. du musst das gefühl haben dass dir dort nachhaltig geholfen wird, weil therapie ist eigentlich eine art placebo und das die wirken muss sogar die schulmedizin akzeptieren.

die kraft der gedanken ist stark!

alles liebe

outburst

h"eha


danke @outburst!

die frau bei der ich jetzt bin ist auch noch nicht meine richtige therapeutin, die therapie fängt erst an wenn ich umgezogen bin.

denn jetzt schonmal mit einer anzufangen und dann im september nochmal, würde nichts bringen.

die frau jetzt soll mir nur helfen, meine jetzige situation besser zu schaffen bis zur therapie...

sozusagen dass es nicht noch schlimmer wird.

wie findet man denn überhaupt einen therapeuten?

ich weiß garnicht wie ich da suchen soll...einfach anrufen und hin gehn is ätzend find ich, weil man da ja nie weiß an wen man gerät.

vor allem wenn man dann bei jedem noch ewig auf einen platz warten muss und dann nach nem halben jahr merkt, dass der auf den man da gewartet hat blöd is....

wie habt ihr das denn gemacht?

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