» »

Immer wieder Angst und Angst vor der Angst

NPatur=engQexl


innere Verzweiflung

Nach Ausen läuft mein Tag, ganz normal ab. Aber in mir ist die Angst so stark, das ich nicht mehr kann. Ich bin todmüde, aber an schlafen ist nicht zu denken. Mein Herz rast fast ununterbrochen, und es mag nicht langsamer werden. Ich bin nur noch Fassade, aber nicht ich. Dann wenn ich nach Hause komm, setz ich mich nur hin, und heule.

hieha


@ naturengel

das kenn ich, die leute haben keine ahnung wie es einem geht.

hast du was mit dem du dich ablenken kannst, wenn du nach hause kommst, damit es dir wenigstens zu hause besser geht?

kannst du mit jemandem über die angst sprechen (hab leider nicht den ganzen thread lesen können)?

es ist wirklich wichtig, dass du dir es wenigstens zu hause gemütlich machen kannst und es zu hause so sicher für dich machen kannst, dass deine angst nach lässt!

fühl dich von mir gedrückt...

ich finde es tut wenigstens gut hier zu lesen, dass man nicht die einzige mit einer angststörung ist...

N6atuSre;ngexl


@heha

Zu Hause ist es immer ein Stück besser, als wenn ich unterwegs bin. Doch ich kann nicht abschalten und muss schon an die nächste Situation/Anforderung denken die das Leben bietet. Nein ich kann mit niemand über die Angst regen, außer hier im Forum schreiben und eben die Ärzte. Es ist schön zu wissen ,das man damit nicht ganz allein dasteht.

Drück Dich auch ganz fest

h2eha


hast du keine gute freundin die dich versteht und dir helfen kann?

mir fehlt so jemand leider auch...bin letztes jahr im august umgezogen und hier hab ich niemanden ausser meinem ex freund mit dem ich noch zusammen wohne, was die situation auch nicht leichter macht.

es wäre schön einfach mal wieder ganz entspannt mit einer freundin lachen zu können, aber leider ist keine da...

nimmst du medikamente gegen die angst?

hast du schonmal so sachen wie tai chi, yoga oder sowas ausprobiert?

dabei lernt man auch wie man sich entspannen kann.

ich hab mal ein paar monate tai chi gemacht und es hat mir echt gut getan, leider war der kurs nur so kurz!

wo wohnst du denn eigentlich?

ich finde es auch schwer sich zu hause zu entspannen, grade wenn man wieder mal eine schlimme attacke hatte, dauert es ewig bis man sich wieder entspannen kann, finde ich.

gibt es irgendwas was dir hilft dich zu entspannen?

denn der anspannungszustand, ist wirklich schlecht bei einer angsterkrankung...

denke nicht an das was morgen wieder alles ansteht wenn du zu hause bist, sondern daran, dass du jetzt zu hause bist und dich entspannen kannst :-)

hPeRha


ich hab langsam keine lust mehr auf diese scheiß angst...

diese woche hatte ich noch dazu ne akute depression und die angst steigert sich ins unermessliche.

ich kann jetzt nicht mehr alleine an einer befahrenen straße lang laufen,weil ich mir einbilde alle leute aus dem auto klotzen mich an und dann beginnt die aufregung und das zittern, dann wird die angst noch schlimmer vor dieser zitterei und dass es jemand sehn könnte.

gestern war ich einkaufen mit einem freund und da hab ich mich noch nicht mal mehr getraut was aus dem regal zu nehmen, wenn jemand neben mir stand aus angst vor dem zittern.

an der kasse kann ich ja schon seit langer zeit nicht mehr selber zahlen.

es macht mich fix und fertig, ich würde am liebsten nie mehr raus gehn...

was kann man denn gegen die angst tun, damit ich endlich wieder ein normales leben führen kann.

es reciht mir jetzt schon nur dran zu denken, dass ich einkaufen gehn müsste und schon gehts los bei mir...

ich kann nicht mehr.....ich bin doch erst 20 :-(

NNatu)re_ngexl


Angst

@heha

Gehe zum Tai Chi seit über 5 Jahren, und es tut mir gut. Das ist der einzige Kurs wo ich teilnehme, wo ich keine Angst habe. Mit Autogenem Training, Reiki, Muskelentspannung nach Jakobson habe ich alles durchprobiert, bleibe aber bei Tai Chi.

Eine Freundin habe ich keine. Würde am liebsten auch nicht mehr kaufen gehen, aber ich habe niemand der mich begleitet, und es für mich erledigt. Also schreib ich mir vorher einen Zettel, damit es schnell geht. Gehe erst wenn alles eingekauft ist. Das schlimmste ist die Schlange an der Kasse, würde manchmal am liebsten wegrennen und an anderen Tagen ist es überhaupt kein Problem.

Versuch es doch mal mit Atemübungen. Ich habe oft einen Stein in der Tasche, den in dann in der Hand drehe, und meine Aufmerksamkeit dorthin lenke.

@Alle Leser/inen

hatte heute wieder eine Panikattake, und ich bin es so Leid. Sie kam so plötzlich, war vorher so gut drauf. Versuche mich abzulenken, aber es fällt mir schwer. Bin aber froh die Arbeitswoche einigermaßen hintermich gebracht zu haben.

Warum habe ich bloß solche Angst vor anderen Menschen? Fühle mich immer so unsicher, kennt ihr das auch. Dann mach ich mir solche Gedanken über Dinge die erst in 2 Wochen sind, und kann nicht abschalten.

Liebe Grüße, Naturengel

h]eyha


@ naturengel

das geht mir genauso...die attacken kommen manchmal ganz unerwartet. an einem tag kann ich alles machen und am nächsten tag geht garnichts mehr.

bei mir war zuerst nur dieses zittern und dann kam bei mir auch die angst vor anderen menschen dazu, weil ich angst habe jemand sieht das wie unsicher ich bin und könnte es ausnutzen...

ich mache mir jetzt schon gedanken vor dem studium dass im oktober anfängt und würde mich am liebsten nicht bewerben, ich hab ne riesen panik davor...vor der vorstellungsrunde vor mir und meiner aufregung :-(

ich hoffe das sich wenigstens eine andere angstpatientin finde mich der ich zusammen ziehn kann evtl. beim studium...

bei mir war tai chi übrigens auch das einzige, was ich ohne angst machen konnte.

werde mir auch einen neuen kurs suchen!

vor was hast du denn angst, wenn du an der kasse bezahlst?

wenn du eine angstattacke hattest, machst du dann auch mal ein paar tai chi übungen zu hause? vielleicht hilft dir das ja dich zu beruhigen und abzuschalten...

ich wünsche dir dass du schnell wieder ruhig werden kannst *ganzvielruherüberschick*

N'aturWenmgel


@heha

Würde nicht mit einer anderen Person die Angst hat zusammen ziehn. Du brauchst jemand der ein "normales Leben" führt, jemand der Dir Kraft gibt, und hilft Dein Leben wieder eine positive Richtung zu geben. Mit jemand der das gleiche Schicksal hat, würdet ihr euch nur noch in der Angst bestätigen.

Die Angst an der Kasse, ich weiss es nicht, das warten, Angst umzufallen.

Tai Chi hilft mir auch, aber wenn ich Panik habe, brauche ich erst mal richtige Bewegung. Was für eine Form hast Du gelernt? Mache die Peking Form.

Liebe Grüße

Naturengel

H} D( T


_Die Angst an der Kasse..._

Angsterkrankte behelfen sich mit vielen Tricks, die sie tunlichst geheim halten. Im Supermarkt kann man so lange hin und hergehen und auch den Menschen unauffällig aus dem Weg gehen, bis zu dem Moment, wo man an die Kasse tritt. Da muß man stehen bleiben oder man erregt Aufmerksamkeit. Das ist genau das, was man nicht braucht: noch mehr Aufmerksamkeit. Jetzt kann man nicht weg und die Angst steigert sich. Das gleiche könnte auch für Wartezimmer gelten. Es kann auch für das Essen bei Tisch gelten. Oder eine Fahrt im Zug, eingekeilt von anderen.

Das Wichtigste dabei scheint immer der Ehrverlust, der durch die Offenbarung der Angst eintritt. Den gilt es zu vermeiden, koste es, was es wolle. Dabei ist ganz entscheidend, daß es nicht allein die Scham vor anderen ist, obwohl es so empfunden wird. Eigentlich ist es die Scham vor sich selbst oder noch genauer: Vor dem, was, was sich von der peinlichen Situation als Erinnerung einbrennt. Somit ist es letztlich eine Angst vor dem, was der eigene Kopf aus der Situation macht, wie er es wertet und ob er es als Selbstvorwurf einsetzt.

Aus alle dem schlußfolgert: Man liebt sich nicht selbst. Man verachtet sich, hat Angst vor sich und nur selten Grund, stolz auf sich zu sein.

Es gibt andere, die sind stolz auf sich, haben aber viel weniger Grund dazu. Also kann es an der "Basis" nicht liegen. Es muß an den inneren Wertmaßstäben liegen, mit denen man sich mißt.

Aber damit mißt man auch die Welt. Vielleicht sollte man damit anfangen. Nicht so viel von der Welt verlangen.

M3a9rie-Thderexs


Angst an der Kasse

Bei mir ist es so, dass ich eine Agoraphobie in Kombination mit Emetophobie habe. Das heißt, mir wird bei einer Panikattacke oft furchtbar schlecht, und dann kommt die Angst, mich übergeben zu müssen. Gegen diese Angst habe ich immer eine Plastiktüte dabei. Die Panik kam bei mir oft an der Supermarktkasse, wenn viel los war.

Da ich gezwungen bin, einzukaufen, habe ich mir Folgendes zurechtgelegt: Ich lasse die Angst kommen, versuche, ruhig zu atmen, an etwas anderes zu denken. Irgendwann ist der Angsthöhepunkt erreicht, und es wird wieder besser. Bis ich endlich dran bin, ist die Attacke dann vorüber.

Da das Schlimmste aber die Angst vor der Angst ist, musste ich mich erst einmal überlisten, mich überhaupt freiwillig in die Situation zu begeben. Ich habe mir dazu überlegt, ob es ein "Hintertürchen" gibt. Und kam zu dem Schluss, dass ich ja im Supermarkt im schlimmsten Fall auch meinen Wagen im Stich lassen und einfach rausgehen kann! Wenn ich es wirklich nicht aushalte ... Seither hatte ich durchaus die eine oder andere Panikattacke im Supermarkt, aber ich habe sie ausgehalten, weil ich die Erfahrung gemacht habe, das ich es schaffe, dass die Angst auch wieder geht! Dadurch sind die Attacken in dieser Situation seltener geworden.

Ich weiß nicht, ob das einer von euch hilft. Es beseitigt sicher nicht den Auslöser der Angst, aber es ist eine Strategie zur Situationsbewältigung. Denn Vermeidungsverhalten führt immer tiefer in die Angst (vor der Angst) hinein, das habe ich leider auch erlebt.

N,aturxengel


Psychosomatische Klinik

wie komme ich dahin, kann der Hausarzt eine Einweisung schreiben, oder muss ich zum Psychiater gehn. Wie ist das, denn ich war in meinem Leben (vor 6 und 7 Jahren) schon zwei mal in einer Psychosomatischen Klinik. Ist es überhaupt möglich noch mal einen Aufenthalt genehmigt zu bekommen.

Ich kann nähmlich nicht mehr. Die Angst vor dem Alltag frist mich auf. Denke ununterbrochen an die Anforderungen, der nächsten Woche, und der einzige Gedanke der bleibt. Ich will nicht mehr. Mir fehlt die Kraft meine Fassade aufrecht zu erhalten, und allen eine heile Welt vorzuspielen. Ich brauche einen Ort, wo sich meine Seele erholen kann, heulen kann, schreien kann und kein Gefängnis. War heute Nacht draußen und war an der Stelle, die ich den Notausgang aus dem Leben nenne. Doch ich will kämpfen, es wäre feige, so einfach zu gehn. Vor allem möchte ich noch so viel von der Welt sehn, und erleben. Doch der Horizont ist nicht zu sehn, und vor allem nicht zu greifen.

Wünsche Euch einen schönen Sonntag

h=ehxa


@ hdt

das stimmt! ich habe keine angst vor anderen menschen, sondern vor mir selber, weil mir das ganze so peinlich ist...

ich schäme mich für mich und meine angsterkrankung und würde am liebsten nie mehr raus gehn...

H\ D xT


Naturengel

Das geht über den Hausarzt, der muß eine Kur beantragen. Der Antrag wird dann bei der Krankenkasse eingereicht (obwohl die Rentenkasse später die Kur bezahlt), die schicken dich zum Sachverständigen, der über die Notwendigkeit entscheidet. In deinem Falle dürfte das dann ein Neurologe sein.

Bis du dann in der Kur bist, vergehen ein paar Monate. Es sei denn, überall wird die Dringlichkeit bestätigt, dann kann es innerhalb von 14 Tagen gehen. So eine Kur dauert 4 Wochen. Wird aber bei Bedarf verlängert, kann auch 6 Monate dauern.

Viele Grüße

NZaturdenmgel


Psychosomatische Klinik

Geht es nicht mit einer Einweisung ins Krankenhaus? Glaube so wurde es bei mir vor Jahren gahandhabt. Wer kann eine gute Klinik empfehlen.

Ich weiss nur nicht ob es so gut wäre, aus dem Alltag und seinen Anforderungen zu entflien. Ob mir ein Aufenthalt was bringt, und vor allem macht mein Arbeitgeber da mit. Auf der anderen Seite bin ich total am Ende. Was würdet ihr tun?

H. D xT


@Naturengel

Die Einweisung in die Psychiatrische Abteilung, auch wenn es die offene Abteilung ist, wird im Fall der Selbstgefährdung (oder anderer) gerechtfertigt sein. Das ist aber hier wohl nicht gegeben. Außerdem haftet dem Aufenthalt in der Psychiatrischen naturgemäß ein negatives Image an. Man glaube nicht, daß das absolut diskret gehändelt wird. Es weiß die Krankenkasse, es weiß der Hausarzt, die Sprechstundenhilfe und irgendwie kann es der Arbeitgeber auch erfahren, wenn auch über Umwege. (denke ich)

Wenn es sein muß, dann natürlich ja.

Eine Kur ist keine reine Notmaßnahme, sondern soll der Wiederherstellung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit dienen. Kur ist Kur, mehr gibt es nicht an Informationen. Höchstens das Wissen, daß die Kurklinik eine für Psychosomatik ist, aber das kann vieles bedeuten.

Ich würde mich um einen Kur bemühen.

Gruß

H.D.T.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH