» »

Immer wieder Angst und Angst vor der Angst

HlDxT


@Nicole

Danke für die Bestätigung! (Und für das Interesse.) Über HDT wird aber nichts verraten. ;-D Nur so viel: Ich bin eine sehr alte Seele. Alt im Sinne von Reinkarnation und Wiedergeburt. Habe aber weder "bewußte Erinnerungen an frühere Leben", noch beschäftige ich mich in irgendeiner Weise mystisch damit. Ich weiß nur, daß es so ist und dieses Wissen gehört zu meinem Sein.

Diese alten Seelen haben ein großes Erfahrungspotential, ohne es realistisch nachvollziehbar direkt erlernt zu haben. Es wäre auch ein Fehler, es auf diese oder andere Weise noch näher erklären zu wollen. Es kommt ja jeder einmal dort hin.

Das Kribbeln in deiner Herzgegend sind psychosomatische Störungen. Ebenso deine sonstigen körperlichen Beschwerden. Nun kann man sagen: Es ist "nur" psychisch bedingt. Also "nicht so schlimm", eher "Einbildung als Tatsache". Allerdings greifen diese rein psychischen Regelmechanismen so stark in die körperlichen Mechanimen ein, daß man sie bald nicht mehr voneinander trennen kann. In der Regel kommen und gehen die körperlichen Beschwerden und wechseln einander ab. Herz- und Kreislaufbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, dann wieder Magenbeschwerden, Sodbrennen oder Koliken. Kreislaufschwäche, starkes Schwitzen oder auch mangelnde Durchblutung. So bleibt das ein Leben lang. Und irgendwann hört die Psyche auf, im Körper herumzuwandern und widmet sich bestimmten Beschwerden, die dann zunehmen und dauerhaft bleiben. Dann wird der Mensch für die Schulmedizin erst interessant. Dann sind nämlich Organfunktionen "genügend" ruiniert, um labortechnisch was messen und nachweisen zu können. Hm...

Das eigentlich Kuriose ist, daß man damit eine durchaus "normale" Lebenserwartung hat. Klar, irgendwann stirbt man an was. Aber nicht früher als andere. Zieht man das Resüme daraus, kommt man zu dem Schluß, daß die Introvertierten ständig eine ziemlich unnütze Innenschau halten, die alles registriert und überwacht. Währenddessen leben die Extrovertierten munter drauf los, ruinieren sich auf andere Arten (die wenigstens Spaß machen) und am Ende sterben sie auch. Fazit: Das Leben führt zum Tode.

Der einzige Grund, den ich dafür sehe, den Weg des Leidens zu gehen, ist der, daß man als immer glücklicher Mensch so dämlich bleibt, wie man geboren wurde. Weisheit gewinnt man nur durch Leiden. Wenn wir also eine große Seele haben, die uns in die Welt schickt, dann hat sie wohl auch einen Plan.

Es fängt alles damit an, zu fragen: Wer bin ich, wo komme ich her, wo gehe ich hin?

Es mag simpel erscheinen, aber es könnte doch sein, daß die Seele uns so lange Unannehmlichkeiten bereitet, bis wir dahinter gekommen sind, daß wir "am falschen Ort" sind, mit unseren Absichten und Erwartungen.

Gruß

H.D.T.

*:)

N@icUole Ke}lly


Hallo H.D.T

danke das du so rasch geantwortet hast. Ich hatte eben vor in Ruhe auf dein Schreibe einzugehen, aber im Augenblick fahre ich so auf Hochtouren, durch einen "Streit" mit meinem Bruder und meiner Mutter, die offengesagt nicht viel von mir zu halten scheinen, bei all meinen negaviten Eigenschaften, die sie mir jedesmal wieder unter die Nase reiben, dass ich nicht wirklich in der Lage bin, auch mich zu konzentrieren. Ich befürchte, das ich einfach nicht mehr "runter" komme. Das ich es alleine nicht mehr schaffe. Ich habe so eine Wut in mir und bin so aufgeregt. Ich weiß leider nicht, wie ich mich wieder beruhigen kann. Ich habe Angst, das dadurch wieder eine Attacke mobilisiert wird und ich dann meine Mutter anrufen "muss" (sie wohnt im selben Haus) weil ich glaube, alleine damit nicht fertig zu werden. Ich habe leider sosnt niemandem, mit dem ich mich intensiver beschäftigen kann in solchen Momenten. Im Moment finde ich aber auch alles so schrecklich beschissen. Gott, bin ich ein Jammerlappen, was.... sorry. Will niemanden mit meinem Müll zutexten. Hat ja jeder mit sich selbst genug zu tun. Aber wenn ich mich wieder besser fühle, leiber H.D.T. , dann möchte ich auf das Thema eingehen, das du beschrieben hast. Wiedergeburt und was ich gerne dazu sagen möchte. Danke noch mal für die rasche Antwort. Aber schon seltsam, das ein wildfremder Mensch sich meiner annimmt, während meine eigene Familie, mein besagter Bruder, mich verarscht und noch sagt, ich zitiere: "Ruuuhig, Nicole, gaaaanz ruhig. Scht, sonst hyperventilierst du."

Noch zynischer hätte dieser hirnamputierte Idiot nicht sein können. Doch, wenn er mich "Psycho" genannt hätte. Aber das wird noch kommen. Denn als er neulich meine Attacke das erste Mal miterlebt hat, wird das seine negative Meinung über mich nur noch bestätigen. Vorher hat er mich nicht ernstgenommen, war ich nur die kleine Schwester unter vier Brüdern. Jetzt, jetzt hat er noch die "Bescheinigung", weil ich einen Arzt brauchte. Jetzt höre ich aber wirklich auf zu jammern |-o

N9icolpe Keklly


Ups, habe meine Rechtschreibfehler nicht bemerkt. Hoffe ist trotzdem gut zu verstehen. Ich meine natürlich "lieber H.D.T." nicht "leiber" ;-D

Freue mich, dieses Forum hier gefunden zu haben. Zu sehen, ich bin kein Idiot und es leiden noch viele darunter, obwohl ich es ja auch vorher schon wusste. Nur "direkt" von Leuten davon zu hören, ist wie in einer Selbsthilfegruppe. Ist halt was anderes als das aus der Literatur zu erfahren.

Liebe Grüße an Alle

f6eb


hallo nicole

ja, so was kann auch psychologen passieren. wie du schon sagtest, man kann ein problem rational verstehen, aber es nicht emotional oder in verhalten umsetzen. ich glaube es gibt viele menschen, die ihre seelischen probleme verstehen, aber sie dennoch nicht geändert bekommen. aber dass wir uns hier unterhalten ist doch schon mal gut.

also dieses kribbeln in der herzgegend hab ich nicht, aber manchmal rast es schon ganz ordentlich, halt wenn ich diese panikattacken habe. meist dann, wenn ich merke: es liegt an meiner sozialen phobie, der angst, offen auf andere zuzugehen (um es in meinem falle mal simpel auszudrücken. das problem an sich ist ja auch nicht so wichtig, sondern wie ich oder du oder alle anderen damit umgehen) und vor allem daran, dass ich sie nicht in den griff bekomme, obwohl ich doch weiss, was ich tun müsste.

Naja, auf jeden fall ist es bei mir bestimmt so, dass diese angstgefühle (psychisch und körperlich) schon eine gewisse eigendynamik entwickelt haben – ein selbstläufer quasi. Und das ist ganz schön sch...

Mit "selbsterkenntnis" meinte ich, ob du irgendeine ahnung hast, was genau dein problem ist, wo deine beschwerden herkommen. Ist es auch diese sozialphobie? Dann wüsstest du immerhin schon mal was, das ist besser, als so völlig im unklaren zu stehen.

Scheinst ja zuhause ganz schönen ärger zu haben, was? Lass dich da nicht unterkriegen und verwirren. Immer klaren kopf behalten;) . ach ich könnte noch so viel schreiben, aber so viel geht nicht auf einmal...

HDT schreibt auch klasse sachen. Und hat ein tolles ausdrucksvermögen. respekt

Gruß, feb

T2illxle


hi nicole

Hey sag mal was ist denn dein Bruder für einer? Also ich will ihn ja nicht schlechtreden, ohne, dass ich ihn wirklich kenne, aber mir scheint so, dass er mal sozial, menschlich nicht viel drauf hat. Klar ist man bei Geschwistern anders, aber so krass auch wieder nicht. Und die anderen drei, sind die wenigstens nett? Ist schon eine dumme Lage, dass du dann deine Mama um Hilfe bitten musst, wenn du mit ihr auch nicht so gut auskommst, aber sehe es doch so, dass es auch normal ist, dass sie dir hilft, dann ist es vielleicht leichter für dich sie anzurufen.

Ist das überhaupt dein Problem, oder rede ich dich hier nur zu?

Dass du zu einem Artz gehst und Hilfe holst, ist voll ok. Das ist einfach so, dass du es eben eingesehen hast, dass du es aus welchen Gründen auch immer, nicht selber schaffst, also gehst du zum Artz. Ich habe mich am Anfang auch sehr dafür, ich will nicht gesagt geschämt, aber so was ähnliches war es schon, dass ich zu Ärtzen wegen so psychischen Sachen bin, aber irgendwann mal habe ich die Einsicht bekommen, denn schau mal, wegen einem gebrochenen Arm geht doch auch jeder zum Artz und das ist doch auch ganz normal.

Angst vor der Angst habe ich auch oft. Keine Ahnung was ich da mache, es wurde aber schon echt viel besser als vor ein- zwei Jahren. Allerdings bin ich beim Psychologen und beim Psychater und wenn du meinst, dass ein normaler Artz schon zu krass für dich ist, dann ist das vielleicht keine Lösung für dich, aber überlege es dir.Du tust es schliesslich für dich und nicht für irgendjemanden, schon gar nicht für deinen Bruder. Der wird schonmal einsehen, dass du damit auch Stärke beweist und sich dann gegebenenfalls auch mal entschuldigen oder so bei dir, dass er dich so fertig gemacht hat und wenn nicht, dann steh einfach drüber.

Darf ich noch wissen, was für Anfälle du da bekommst?

N-icole 3Kellxy


Hallo Feb, Hallo Tillle

woher meine Ängste kommen, weiß ich noch nicht. Ich war vor kurzem das erste Mal ehrlich meinem Therapeuten gegenüber. Z.B. das mein Vater immer wenn er betrunken war, meine Mutter schlug, wir des öfteren in Frauenhäusern waren und wie asozial das so ablief bei uns zu Hause. Nun müssen wir das erst mal angehen. Schätze ich mal. Aber eine soziale Phobie habe ich, wie ich glaube nicht. Es fing mit einer Agoraphobie an. Plötzlich traute ich mich nicht mehr außer Haus. Das wurde ausgelöst von einem Mann, der meinem Vater sehr ähnlich war, mit dem ich zu dieser Zeit liiert war. Das legte sich in der Therapie wieder. Zu Hause fühlte ich mich aber immer sicher. Zu dieser Zeit. Heute nicht mehr. Heute ist die Angst sehr oft in den unterschiedlichsten, für mich nicht erklärlichen Gründen vorhanden. Ich schätze mal, das viel aus meiner Kindheit herrührt.

Und zu Tillle, mein Bruder ist ein echter Idiot. Meine anderen sind nicht viel besser. Aber nicht ganz so krass im Umgang wie der vorhin beschriebene. Und wirkliche Hilfe erhalte ich von meiner Mutter nicht. Sie sagte, als ich diese heftige Panikattacke hatte, ich sei "bekloppt", ich solle mich doch mal zusammenreißen, man würde mich ja wegsperren, mir mein Kind abholen und hat gemeckert. Wie immer. Unter Hilfe verstehe ich da was anderes. Mein Therapeut nannte das Regression. Das ich immer wieder, wenn ich mich krank fühle, in ein kindliches Verhalten zurückfalle, bzw. in dem Moment von den schützenden Eltern wieder geschützt werden wollte, obwohl genau sie der Auslöser oder zumindest Mit-Auslöser sind. Wenn ich das jetzt richtig erklärt habe. Ich greife da wohl immer wieder auf frühere kindliche Entwicklungen zurück. Das ist dann der Grund warum ich da anrufe, obwohl ich ihre Reaktion mittlerweile kenne. Mit ihr hatte ich mich eben auch noch diskutiert am Telefon. Ich sagte ihr, mein Bruder solle sich bloß nicht wagen, mich von nun an auf die spöttische Psychoschiene zu schieben. Dann sei gewaltig was los. Aber gegen ihren Lieblingssohn darf man ja nichts sagen.

Tillle, was meinst du mit "Anfällen noch erlebst"?

Das einzige das ich an einer "richtigen" Krankheit habe, ist Asthma. Aber Gott im Himmel sei Dank, bisher noch nie einen richtigen Asthmaanfall gehabt. Meintest du das, Tillle?

Liebe Grüße

P.S.: Feb, wieso kannst du nicht so viel schreiben wie du möchtest? Würde gerne mehr lesen. Das baut auf, das es Leute gibt, die wirklich "zuhören". Danke

T7i#llxle


hi Nicole

Hey ich höre auch richtig zu!

Naja ob du so zitteranfälle hast, das hatte mal eine und da war es immer gut, dass jemand noch da war.

Du ich schreibe später mehr, muss jetzt weg.

svcHni lScHna sScHnaOxmi


Ich leide auch unter Panikattacken!

*:) hallo erstmal !

ich finde es total gut, das ihr hier so offen über euer probleme redet...

ich leide auch unter panikattacken und vor der angst vor der angst...ich leide darunter seit ca. 4 monaten..ich habe angst in ohnmacht zu kippen..es fing by mir so an, das ich wirklich unter schwindel leide, dies aber auch vorüber ging, leide unter niedrigen blutdruck ...mein hausarzt checkte mich durch und auch ein kardiologe prüfte dies..alles war inordung..seit 1nem monat ca bin ich by einer psychologin..by mir ist es so das ich garnicht mehr mit freunden raus gehe,nur mit meinem freund oder eltern, da fühle ich mich am sichersten..aber ich will weggehen weiss nur net wie ich das angehen soll...kann man die panikattacken ganz überwinden und kann man auch noch nach einer heilung einen rückschlag erlangen?

hoffe ihr schreibt mir mal etwas dazu..würde mich freuen ...

liebe grüsse schni schna schnaomi :-x

c8ustxoza


finde eure beiträge echt klasse, nur weiter so

N[icole\ Kewlly


Hallo

Heute hat meine Mutter Geburtstag. Ausgerechnet nachdem ich gestern mit meinem Bruder Streit hatte und meine Mutter auf seiner Seite stand. Ich finde eins schon seltsam. Man (Bruder/Mutter) wirft mir hier zu Hause vor, ich würde zu viel reden, immer vom selben Thema und alle Gespräche an mich reissen. Konkrete Beispiele kann mir mein Bruder allerdings nicht aufzählen. Ich weiß mittlerweile das er es aus mindestens 2 Gründen macht. Weil er genau das, was er mir vorwirft selbst macht und weil er meinen Gesprächen mit seinem Mangel an sozialen Intellekt nicht folgen kann. Es überfordert ihn schlicht. Denn, ich kann gar nicht viel reden wenn er da ist. Sobald ich einen Ansatz mache, werde ich sofort unterbrochen. Das ist immer so. Also habe ich jetzt beschlossen, nachdem ich mich gestern so aufregte und bis um Mitternacht brauchte, ehe ich wieder "runter" kam, mich nur noch auf die nötigste Kommunikation mit meiner Familie zu beschränken. Nicht unhöflich, aber wenig. Und eben war es auf einmal so still oben (meine Eltern wohnen über mir). Es war eine gedrückte Stimmung. Obwohl ich meiner Mutter gratulierte, mit meiner Nichte lachte und mit meiner Schwägerin sprach, wenn sie das Wort ergriff. Den Rest der Zeit tat ich, als schaute ich interessiert in einem Katalog. Dann sagte mein Vater: "Was ist los? Du hockst da rum wie ein motziges Kind." Ich sagte nur, nichts, ich bin satt und wenn ich rede, soll ich die Klappe halten, tu ich das, bin ich das motzige Kind. Dann sah ich, wie meine Mutter ihm mit den Blicken zu verstehen gab, das sein zu lassen. Nun nahm ich mir zudem noch vor, nichts mehr über meine Ängste zu sagen bei meiner Mutter. Und jetzt merke ich, wie die Angst wieder kommen will und mich regelrecht dazu zwingen, eben doch wieder mit meiner Mutter zu reden. Das ist so wahnsinnig schwer, sich nicht ausschließlich auf solche Gedanken zu konzentrieren. Gerade dann, wenn der Körper wieder mal anfängt sämtliche Symptome durchzuspielen. Ich würde gerne wissen, was macht ihr in solchen Augenblicken? Wie lenkt ihr euch von solchen Zwangsgedanken ab? Das schlimme ist, ich habe eine Tochter die in am weißen Sonntag zur Kommunion geht und heute Abend auch zum Gottesdienst muss. Das heißt, ich muss aus dem Haus raus. Das macht mir jetzt schon wieder Angst. Es ist wirklich schwer, mit niemandem darüber reden zu können, wenn man eher der kommunikative Typ ist. Darum texte ich euch jetzt damit zu. Ist einfacher als in einem Tagebuch rumzutippen. Hier wird es wenigstens gelesen und wenn ich Glück habe, was ich bisher hier hatte, erhalte ich ein Feedback.

Ich wünsche euch allen viele, viele angstfreie Tage, ach was sage ich da? Jahre, Jahrzehnte ;-)

T{illlxe


hi Nicole

Erstmal wünsche ich dir einen schönen Tag!

Ich wollte noch was zu einem Beitrag weiter oben was schreiben.

Und wirkliche Hilfe erhalte ich von meiner Mutter nicht. Sie sagte, als ich diese heftige Panikattacke hatte, ich sei "bekloppt", ich solle mich doch mal zusammenreißen, man würde mich ja wegsperren, mir mein Kind abholen und hat gemeckert. Wie immer.

Ist komisch! Kann dich dabei nicht beruhigen, nur dir sagen, dass es leider wohl so öfters ist. Als ich früher, mit 12 oder so, Zwangsgedanken hatte und die eben auch 'ausleben' musste, machte sich meine Mutter auch immer nur lustig dadrüber. Voll komisch, anstatt sie mir geholfen hätte und mit mir darüber geredet hätte! Anscheinend sehen es Mütter nicht an, da es bei ihren Kind ja nicht sein kann, dass es sowas hat, blenden es also aus, aber ich finde nicht, dass das eine Entschuldigung dafür ist.

Also musst du wohl einen eigenen Weg finden, aber das tust du ja schon, indem du zu einem Therapeuten gehst. Wie lange gehst du da eigentlich schon hin?

Also und dass du das aus irgendwelchen kindlichen Trieben oder wie auch immer machen sollst, finde ich auch eher zweitrangig. Der Grund ist ja eigentlich egal, solange man ihn rausbekommt und dann bekämpfen kann, da gibt es keinen Guten oder schlechten Grund.

Man (Bruder/Mutter) wirft mir hier zu Hause vor, ich würde zu viel reden, immer vom selben Thema und alle Gespräche an mich reissen. Konkrete Beispiele kann mir mein Bruder allerdings nicht aufzählen.

ja genau, das ist es ja, also sage ihm, dass er dich wohl eigentlich nur ärgern will, denn immerhin kann er es ja nicht begründen... Und dann versuche dadrüber zu stehen. Zudem ich eh auch glaube, dass dein Bruder mit sich schon alleine wohl ein Problem hat, warum sonst würde er so zu dir sein.

um Mitternacht brauchte, ehe ich wieder "runter" kam, mich nur noch auf die nötigste Kommunikation mit meiner Familie zu beschränken.

gut! Wenn es für dich so besser ist, dann halte es so durch egal wie die anderen dadrauf reagieren, denn es soll für dich ja schliesslich ein akzeptabler Weg werden.

Wohnt die ganze Familie eigentlich in einem Haus in verschiedenen Wohnungen? Du hast doch ein Kind, oder habe ich das falsch erfasst? Hast du dann auch ein Lebenspartner der bei dir wohnt? Hast du dir schonmal überlegt woanders hinzuziehen? Ich denke das wäre ganz gut, denn dann hättest du mehr Abstand.

Gruß

N'a.tur.engxel


Wieder ein Tag voller Angst

Liebe Zuhörer,

bin am verzweifeln. Wieder ein Tag voller Angst. Ich kann einfach nicht mehr. Stehe total neben mir, und alles ist sooo anstrengend.

Das ging mir heute noch so durch den Kopf:

Ich glaub meine Ängst hängen mit dem Thema verlassen werden zusammen. Meine Angst hat ja ganz plötzlich wieder begonnen, als ich bei einem Seminar war. An dem Tag kam ich nicht mit, und habe einen Kollegen um Hilfe gebeten, doch als Komentar kam nur "hast du deine Unterlagen noch nicht gelesen". Niemand hat mir geholfen, ich kam mir da ziemlich verlassen vor. Obwohl ich mit dem Kollegen eine Fahrgemeinschaft hatte und ich ihn zum Essen eingeladen hab, kam keine Hilfe. An dem Abend hatte ich ganz starke Angst. Langsam wird mir klar, das ich Angst habe neue Leute kennenzulernen, weil ich nicht wieder im Stich gelassen werden möchte. Also grenze ich mich aus. Es hat wohl in meiner Kindheit begonnen, den meine Eltern haben sich Scheiden lasse, und ich hatte keinen Kontakt zu meinem Vater. Meine Mutter hat mich dann zu meinen Großeltern abgeschoben, wo ich noch nicht mal ein kindgerechtes Zimmer hatte. Nur alte Möbel + Blumentappete. Niemand stand hinter mir als ich das in späteren Jahren selbst verändern wollte, niemand hat mich unterstützt. Auch heute ist meine Familie zwar da für mich. Aber richtig im Rücken hab ich sie nicht, denken eh ich krieg das alles allein hin.

So zieht sich das durch mein ganzes Leben.

Wie bekomme ich das Gefühl im Stich gelassen zu werden, aus meinem Kopf?

Nnicole /Kelly


Hallo Tillle,

Mit meinem Bruder hast du sicherlich recht. Das er selbst ein Problem mit sich hat. Und mit dem Ärgern hast du sicherlich auch recht. Eine Tochter habe ich. Die geht nächste Woche zur Kommunion. Ans Ausziehen ist gar nicht zu denken. So günstig wie hier, werde ich nie wieder wohnen. Finanziell günstig. Ich habe keine Arbeit und mehr kann ich mir nicht leisten. Meine Tochter hängt sehr an meinen Eltern. Mit einem Auszug, würde ich ihr nur einen seelischen Tiefschlag versetzen. Und wer weiß, wie der sich später bemerkbar macht?! Außerdem zahlen sie so gut wie alles was meine Tochter betrifft. Dann hat sie ihre Freundin direkt neben an wohnen und noch viele andere Dinge, die ihr nur schaden, statt gut täten. Daran ist gar nicht zu denken. Ich weiß auch nicht ob es mit Ausziehen getan ist. Vielleicht wäre das nur ein weglaufen. Oder? Es würde finanziell ohnehin absolut nicht funktionieren. Dann würde erst recht eine Kluft zwischen meinen Eltern und mir entstehen, weil sie nicht vestünden, warum ich so etwas meiner Tochter antäte. Einen Lebenspartner habe ich seit 4 Jahren nicht mehr. Glück hatte ich in der Hinsicht nicht wirklich. Angefangen haben meine Attacken 1998, als ich mit einem echten Arsch zusammen war. Der Mann danach, der Vater meiner Tochter, der war auch nicht besser. Also hab ich es gleich gelassen. Verliebt habe ich mich ohnehin nicht mehr.

Hallo Naturengel,

ich glaube, du solltest mit einem Therapeuten über die Angst verlassen zu werden, reden. Ich würde dir gerne Tipps geben, wie man das "wegbekommt", aber irgendwie hat doch so gut wie jeder diese Angst. Der eine stärker, der andere weniger stark. Ich denke schon, dass es aus deiner Kindheit kommt. Vielleicht warst du nicht in der Lage, ein Urvertrauen aufzubauen. Das macht man im Alter von 0 bis 1 Jahr. Wenn man das nicht kann, aus welchen Gründen auch immer, ist das auch nicht wieder nachzuholen. Und wenn es einen Weg gibt, diese Ängste zu verlieren, dann will ich ihn auch unbedingt wissen. Eben gings mir soweit noch ganz gut, aber im Augenblick bin ich auch in so einer "Entschiedungsphase". Bekomme ich Angst, lasse ich es zu oder nicht? Ich hoffe, es wird mir gelingen, sie nicht zu bekommen. Ich wünsche dir alles Gute und das du wieder zur Ruhe kommst.

N=at/u=rengevl


Ich weiss nicht mehr weiter

Habe Ende der Woche mit meinem Psychologen gesprochen. Er hat mir empfohlen für den Notfall mir ein Medikamt vom Hausarzt verschreiben zu lassen. Doch das mag ich eigentlich nicht. Jeden Tag versuche ich aufs neue die Angst-Wand zu durchbrechen. Mein Kopf ist wie vernebelt und alles kostet mich sehr viel mühe.

Nun steht nächste Woche wieder ein Seminar vor der Tür, und ich bekomme nur schon Bauchschmerzen, wenn ich daran denke. Weil ich da ja im Februar den ersten Anfall seit langem hatte. Ich weiss es wäre falsch nicht zu fahren. Aber wo soll ich die Kraft noch hernehmen? Morgens brauche ist Stunden um richtig in die Gänge zu kommen, und abends komme ich nicht ins Bett. Und dann noch zur Angst die ewigen Stimmungsschwankungen. Ich will mein Leben dass ich vor gut einem Monat hatte zurück....

und nicht das hier, ich kann einfach nicht mehr.

HxDT


Entschuldigung! Aber man muß es dir wirklich "ganz deutlich" sagen:

---Du willst gar keine Hilfe!---

Du willst auch keine Ratschläge. Du willst ganz einfach, "daß es aufhört". Und dahinter steckt der Wille, es aus eigener Kraft zu schaffen. Du verzeihst dir diese Schwäche nicht. Was dich kaputt macht, ist die Forderung an dich selbst, "perfekt sein zu müssen".

Es wurden dir hier schon genügend Hinweise auf Soziale Phobie und auf Medikamente gegeben. Dein Psychologe rät dir ebenfalls zu einem Medikament. Aber du willst weder das eine, noch das andere. Du willst nicht in eine Schublade von Menschen mit Sozialer Phobie gesteckt werden, weil du dort nur eine von vielen wärest, und du willst nicht die Krücke "Psychopharmaka".

Ich fasse es mal für dich zusammen: Du bist in den Anforderungen an dich und deine Fähigkeiten maßlos unbscheiden und gestattest dir nicht, das Schicksal von Millionen anderer zu haben.

"Krank sein" kommt nicht in Frage. "Psychisch krank sein" erst recht nicht. Das ist dir zu profan, andere haben das ja auch, es muß aber immer was besonderes sein. Und darum gehst du lieber vor die Hunde. Du wirst das auch schaffen, zumindest liegt das im Rahmen der Möglichkeiten.

Ich habe das hier glaube ich schon einmal geschrieben und kann es runterleiern, ohne nachzudenken. Speziell die Menschen mit Sozialer Phobie jammern hier Wochen und Monate herum. Aber sie weigern sich in der Regel sogar, zum Arzt zu gehen. Du warst nun beim Psychologen, aber du weigerst dich, seinen Rat anzunehmen. Dann hättest du auch nicht hingehen zu brauchen. Dann steh das doch allein durch. Mit Schweißausbrüchen, Herzrasen und Angst vor Ohnmacht. Mach das! Du wirst es schaffen und "unten ankommen", so richtig am Ende.

Möglicherweise ist es das, was deine Seele sucht: Einen Neuanfang. Die Seele ist viel mehr als wir ahnen und mehr als alle Psychologie uns erklären kann. Und wenn wir uns ein Gebäude aus Unwahrheiten und unmöglichen Forderungen an das Leben aufgebaut haben und alle wirklichen Werte immer wieder verleugnen, dann macht die Seele irgendwann nicht mehr mit.

Alles Gute trotzdem

H.D.T.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH