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Immer wieder Angst und Angst vor der Angst

NGicol}e Kellxy


Hallo H.D.T.

mir geht es ähnlich wie Naturengel, was die Medizin betrifft. Nicht das ich sie nicht will, weil ich mich gegen medizinische Hilfe streube, sondern weil ich schlicht Angst vor Nebenwirkungen habe. Darum fragte ich neulich, ob es auch jemanden so geht wie mir, in diesem Punkt. Und was sie dagegen machen. Leider bekam ich keine Antwort darauf. Ich würde gerne Medizin nehmen, wenn sie mir denn helfen würde. Nur die Angst vor Nebenwirkungen, was wiederum Angstattacken auslöst, hält mich bislang davon ab, sie zu nehmen. Ich soll Jarsin (Johanniskraut) und Insidon nehmen. Und im absoluten Notfall Xanax. Weil es ein Benzodiazepin ist, wirklich nur im "Notfall". Aber ich hab so ein schiss, das ich ähnlich reagiere, wie bei dem Antibiotikum. Das ich so eine heftige Attacke bekomme, das ich einen Arzt rufe. Der gab mir eine Valium und ich muss sagen, die wirkte kein bißchen. Nur dusselig war ich am nächsten Tag. Noch ein Grund zu denken, die helfen mir eh nicht. Weil ich ja schon auf Valium nicht ansprach. Zumindest nicht auf Diazep. Siehst du das bei mir ähnlich oder genauso wie bei Naturengel? Das ich mir möglicherweise nicht helfen lassen will? Ich muss dazu sagen, ich will mir helfen lassen. So empfinde ich das. Mich würde deine Meinung dazu interessieren. Aber auch, ob jemand noch so eine Angst vor Nebenwirkungen hat, wie ich sie habe.

N#atjurlecngxel


Hallo HDT

Du hast ja recht. Werde mir morgen das Notfallmedikament beim Hausarzt verschreiben lassen. Über eine Dauerhafte Medikametion haben wir nicht gesprochen, werde es beim nächsten Termin ansprechen. Aber wie komme ich jetzt weiter ? Es ist nicht so das ich nichts für mich tue. Aber wie Du schon schreibst meine Seele brennt richtig auf einen Neuanfang. Sorry, das ich hier mit meinen Beiträgen nerve, aber so etwas geht von heute auf morgen eben nicht weg, und der leidenstruck ist enorm. So werde jetzt in die Sauna fahren, und die Angst lass ich zu Hause.

Schöne Ostern

HQDT


@Naturengel

Du "nervst" überhaupt nicht. Ich hab es mit Absicht so formuliert. Ist ja auch angekommen. ;-D

Du wirst sehen, wenn du die Tabletten mal ausprobiert hast und weißt, daß sie wirken, ist es leichter. Auch wenn sie nur da sind, ohne sie einzunehmen.

Frag nicht so viel, wie es weitergeht. Das meiste geht von alleine weiter. Der Mensch fühlt sich immer für alles verantwortlich, in Wahrheit ist es aber nur die Sorge, er könnte in dieser Welt unbedeutend sein.

Die Philosophen haben es leichter. Will man die Welt anders (be)greifen, braucht man Psychologie oder Physik, Mathematik, Sozialwissenaft und, und..., je nachdem, wo man sich angesiedelt hat. Der Philosoph braucht nur die Philosophie, mehr nicht.

Die Seele ist ein ganzes Volk von Einzelindividuen. Herrscht im Inneren Demokratie, ist der Mensch in Handeln und Urteilen ausgewogen. Manchmal gibt es Krieg. Dann kämpfen Teile der Seele gegen andere Teile der Seele. Ein Krieg, der Erneuerung und Neuaufbau hervorbringt, ist manchmal wichtig. Jedenfalls besser als ein falscher Frieden im Inneren, wo alles versumpft und verrottet.

Bei einer sozialen Phobie gibt es große innere Kämpfe. Die Menschen wirken nach außen ruhig, still, manchmal unauffällig. Aber im Inneren tobt ein Kampf. Und der muß ausgetragen werden. Es wäre falsch, anzunehmen, daß es in einigen Wochen vorbei ist. Das wäre dann wieder nur ein falscher Friede. Es ist wie in der Weltpolitik: Zwingt man Völkergruppen zum Frieden, kämpfen sie heimlich weiter.

Mach dich darauf gefaßt, daß dies mehr eine Lebensaufgabe ist, als nur ein vorübergehendes Übel. Allerdings ist es keine "unnütze Quälerei", sondern eine von der Seele gewählte Form der Erneuerung. Deine Seele hat es beschlossen, und du als das Kind weißt nicht, worum es geht. Das herauszufinden, ist die Aufgabe, die du dabei hast. Die Seele weiß es schon, du bist der Schüler.

Die Antwort findest du, indem du deinem Herzen folgst. Es gibt keinen vorgeschriebenen Plan. Die Psychologie ist nicht die Lösung, sie kann die Hilfe sein, aber mehr nicht. Die Lösung ist ein ständiges Wachsen auf dem Wege der Selbstfindung. Das kannst du über die Psychologie, aber auch über die Philosophie oder über die Kunst, irgendein Handwerk, was immer deine Talente sind. Nimm dir ein paar Jahre Zeit, und du wirst es wissen.

Vorerst solltest du keine großen Veränderungen planen, aber auch nicht das Geplante aufgeben. Folge erst mal den gesteckten Zielen und verwirkliche sie. Dann sieh weiter. Es wird sich alles ergeben.

Viel Erfolg

H.D.T.

CUhixcky


Ich habe ein bißchen das Gefühl, dass ihr euch leider noch nicht darüber informiert habt, was da eigentlich in eurem Körper vorgeht. Lassen wir die Seele einmal außen vor, auch wenn ich absolut nicht widersprechen will, dass Angst durch seelisches Ungleichgewicht ausgelöst wird.

@Nicole und Naturengel

ihr habt doch beide scheinbar einen Psychologen. Habt ihr mit ihm noch nie über die rein biologischen Vorgänge in eurem Körper zum Thema Angst gesprochen? Ich habe das Gefühl, dass es nicht so ist. Vielleicht täusche ich mich auch. Für mich war das damals ein sehr wichtiger Punkt, durch den ich die Angst auch viel leichter ertragen konnte. Natürlich ging sie dadurch nicht einfach weg, aber es war ein sehr wichtiger Schritt.

Auch hatte ich in einem vorherigen Beitrag ein sehr gutes Buch zu dem Thema empfohlen. Natürlich müsst ihr dieses Buch nicht kaufen, nicht dass ihr das falsch versteht, aber ich habe allgemein das Gefühl, dass hier viele Beiträge einfach nur mal kurz überflogen werden aber gar nicht mal wirklich darüber nachgedacht wird bzw. versucht wird, sich die Worte hier mal richtig zu verinnerlichen! Da kommt es dann wirklich so rüber, als wolltet ihr euch gar nicht helfen lassen. Ihr scheint auf die absolute Lösung zu hoffen, ihr scheint zu hoffen, dass hier jemand schreibt: morgen haust du dir mitm kochlöffel 3 x aufn Kopf und du bist wieder vollkommen geheilt! So einfach ist das nur leider nicht. Es gibt da ein passendes Sprichwort: Leiden ist leichter als Lösen. Und da ist was wahres dran.

Es geht hier auch gar nicht wirklich darum, ob ihr nun Medikamente nehmt oder nicht, diese Medikamente können nur eine kurzfristige Lösung sein, das eigentliche Problem muss von euch selbst angegangen werden, da hilft kein Medikament, es sei denn, ihr wollt den Rest eures Lebens Pillen schlucken und das scheint ihr ja nunmal nicht zu wollen!

Ich selbst habe Medikamente auch von Anfang an abgelehnt, habe dann aber trotzdem eines bei mir gehabt (kann mich nicht an den Namen erinnern) Dieses war dann, wie HDT schon sagte, für den Notfall gedacht, nur als von mir "eingebildeter" Helfer. Ich hatte das Gefühl, etwas dabei zu haben,was mir helfen würde, wenn die Angst käme, ich musste so eine Tablette aber dann nie wirklich nehmen. Sie gab mir lediglich durch ihre "Anwesenheit" ein sicheres Gefühl.

Von den meisten dieser Medis wird man auch leider sehr schnell abhängig, so dass es in jedem Fall gut ist, wenn man sich dieser Gefahr bewusst ist und sich nicht Hals über Kopf auf die Medikamente stürzt. Und wenn man doch mal eine Tablette nimmt, ist es kein Weltuntergang, von einer einzigen wird man nicht abhängig. Man muss aber eben wissen, dass es nicht zum Normalzustand werden darf, also dass man sich nicht darauf ausruht, dass es einem ja mit diesen Tabletten gut geht und man also gar nicht mehr versucht, die Probleme anzugehen!

@Naturengel

wenn ich dich so lese, habe ich ein bißchen das Gefühl, dass du einerseits unabhängig sein möchtest (von Brüdern und Mutter) aber andererseits ganz stark nach Geborgenheit suchst und dich daher in einem ziemlichen Konflikt befindest. Vielleicht ist das einer der Punkte, die deine Angst unterbewusst auslösen? Nur eine Vermutung.

NAico-le Ke`lly


Hallo Chicky,

wie du schon sagtest. "Vielleicht täusche ich mich auch". Tust du. Das mit Bruder und Mutter war nicht Naturengel, sondern ich und mit meinem Psychtherapeuten habe ich auch schon über körperliche Reaktionen und Vorgänge gesprochen. Aber ich glaube, dass eh jeder Therapeut da etwas anderes sagt. Was sagte deiner dir? Würde mich mal interessieren. Ich kenne das mit den biochemischen Reaktionen, die allerdings durch ein seelisches Ungleichgewicht ausgelöst wurden. Ähnlich wie bei einer Trauer, ist der Tränenfluss ein biochemischer Vorgang, der allergings von einer Emotion ausgelöst wurde. Ist nicht so, dass ich nicht "aufgekärt" wäre. Was mir wiederum nur begreiflich macht, dass die Angst "seelisch" bedingt ist und nicht tatsächlich ein Herzinfarkt oder eine Bedrohung darstellt. Lösungswege habe ich auch durch meinen Therapeuten nicht erfahren. Literatur habe ich auch schon einiges. Darunter waren einige Bücher die ich gut fand, andere die ich weniger gut und hilfreich fand. Und mit Sicherheit erwarte ich hier nicht, das mir jemand so etwas wie: "morgen haust du dir mitm kochlöffel 3 x aufn Kopf und du bist wieder vollkommen geheilt" sagt. War kein guter Vergleich. Kommt etwas zynisch rüber. Nicht für jeden ist dein Weg der richtige. Was ich wissen wollte, war lediglich, wie die anderen Umgehen mit Angst vor Nebenwirkungen. Nach mehr habe ich nicht gefragt. Und wer sehnt sich nicht nach Liebe und Aufmerksamkeit? Doch wohl die meisten. Und so ein "Notdallmedikament" habe ich auch. Was mich nicht tröstet, weil ich auf eine Valium i.v. nicht angesprochen habe. Wieso sollte mich denn dann ein solches Präparat trösten? Was mir gewaltig auf den Nerv geht, ist, das diese Attacken wiederkehren. Die Angst vor der Angst. Und ich erwarte hier kein Patent wie man damit umgehen soll oder solche Ratschläge, wie du sie eben erwähntest. Sondern, wie in jeder "Selsbthilfegruppe" Gleichgesinnte und Erfahrungsaustausch. Und weniger Vorwürfe und Missverständnis. Das erfährt man fast täglich in unterschiedlichen Situationen. Dazu braucht man nicht ein solches Forum.

C(hicxky


Gut, dann habe ich mich getäuscht - was den NickNamen der betroffenen Person angeht (Nicole statt Naturengel) und was deine Aufklärung über körperliche Vorgänge betrifft. Wie du ja auch schon richtig festgestellt hast, war es eine Vermutung, ich kann nunmal nur aus dem schlließen was hier geschrieben wird. Mehr weiß ich nunmal nicht. Und ehrlich gesagt wundert es mich, dass du nun gleich so bösartig reagierst. Vielleicht täusche ich mich da auch wieder, aber du klingst schon ziemlich feindseelig. Ich wollte Ratschläge geben, aufmerksam machen, dass hier Eigeninitiative gefragt ist und andere einem nur beistehen, nicht aber wirklich helfen können. Wenn du keine Tips haben möchtest, dann lasse ich es eben. Ich kann dir schließlich auch nur meine Erfahrungen mitteilen, weil es nunmal kein Patentrezept gibt und ich finde meinen Satz was den Kochlöffel betrifft gar nicht so abwegig! Immerhin habe ich dich hier darauf aufmerksam gemacht, dass du in einem emotionalen Konflikt steckst was deine Familie betrifft - sicher, das wusstest du auch vorher schon aber vielleicht kann es in Bezug auf deine Angstattacken sehr hilfreich sein, diesen Konflikt endlich mal zu lösen! DAS wollte ich damit sagen. Und sicher muss das auch absolut nichts damit zu tun haben, aber es könnte ja sein und wenn ich deine Texte so lese, dann bin ich mir sogar sehr sicher, dass es sehr sehr viel damit zu tun hat!

Die körperlichen Reaktionen sprach ich deshalb an, weil es viele Angstpatienten gibt, die ständig denken, es würde etwas schreckliches passieren, somit steigern sie sich immer weiter in ihre Angst hinein und die Attacke wird noch viel schlimmer als sie geworden wäre, wenn sie gewusst hätten, dass sie nicht in Ohnmacht fallen werden oder durchdrehen werden, laut schreien oder sonstwas. Gut, wenn du darüber informiert bist. Andere sind es nicht und für mich war es damals auch eine sehr große Hilfe.

Medikamente habe ich selber abgelehnt, weil ich auch Angst vor Nebenwirkungen hatte.Was war bitte nun daran falsch dass ich zu dem Thema meine Erfahrungen mitgeteilt habe?

Und in einer Selbsthilfegruppe wirst du sicherlich auch solche Erfahrungen hören. Vielleicht hörst du zusätzlich noch negative Erfahrungen die dich noch mehr runterziehen, die wollte ich dir hier nicht geben, aber scheinbar möchtest du meine Ratschläge ja tatsächlich nicht.

N5icolTe KYelxly


Hallo Chicky,

ich bin nicht böse. Scheinbar haben wir beide den falschen Anfang gemacht. Das was du sagst, weiß ich (leider) alles schon. Leider deshalb, weil es mir sonst helfen könnte. Das nur ich selbst mir helfen kann, ist mir auch klar. Wollte das halt nur mit den Nebenwirkungen wissen. Das mit der Familie ist offensichtlich. Das ist nicht neu für mich. Aber mit dem "verarbeiten" ist das so ne Sache. Mit Hammer und Meisel geht sowas leider nicht. Und Anweisungen wie man es macht, kann mir auch niemand geben. Womit ich und viele andere in der Zwickmühle stecke. Konflikte zu lösen sind nicht einfach. Wie hast du das mit deinem geschafft? Welcher war dein Konflikt? Mit der Familie ist man so verstrickt, das ein aufarbeiten und lösen nicht einfach und manchmal auch nicht möglich ist. Ich glaube nicht daran, das alles funktioniert. Manchmal ist es eben so, wie H.D.T sagte, das es sich ein lebenlang oder über lange Zeit hinzieht. So unterschiedlich sind die Meinung zu diesem Thema. Les mal das von H.D.T durch. Er schreibt völlig anders, als Therapeuten reden oder sonst jemand hier.

Und er schlägt Naturengel vor, sich ein paar Jahre Zeit zu nehmen. Du sagtest: "Leiden ist leichter als Lösen". H.D.T. sagt: "Die Lösung ist ein ständiges Wachsen auf dem Wege der Selbstfindung". Und man wächst nicht innerhalb von ein paar Monaten oder aufgrund irgendwelcher (gutgemeinten) Ratschläge. Weil nicht jeder Weg für jeden der selbe und richtige ist. Aber der Erfahrungsaustausch finde ich sehr wichtig als Nahrung zum Wachsen.

Gute Nacht und ich hoffe das Missverständnis ist geklärt. Ich war nicht böse.

mMiBelsa22


"Re:

Hallo Naturengel,

habe mindestens ebensolche Angst vor Medikamenten wie du.

Vor gut 1 1/2 Jahren hatte ich die erste Panikattacke. Bis ich überhaupt wußte was das ist, war ich der Meinung ich bin Herzkrank.

Puls und Blutdruck spielten total verrückt. Mir wurde sofort ein

Betablocker oder Antidepresiva verordnet. Habe beides nie genommen.

Zu meinem Glück hat mir eine Bekannte, die ebenso damit zu tun hatte, eine Ärztin empfohlen die nur mit klassischer Homöopathie arbeitet. Das hat bei mir super geholfen. Sicher kommt ab und an die Angst immer noch, aber nicht mehr so elementa und ich kann damit umgehen. Ebenso habe ich einige Dinge in meinem Leben geändert, denn solch Attacken sind ein Warnhinweis, dass irgendetwas verkehrt läuft.

Viele Grüsse

NqicVoleZ Kelxly


Hallo Miela 22,

was hast du in deinem Leben geändert? Worauf wollten deine Attacken dich hinweisen? Und wie hast du es geschafft, darauf einzugehen?

m^i|elax22


hallo Nicole,

was ich geändert habe:

nach 15-jähriger Berufspause hatte ich endlich meinen Traum erfüllt und bin wieder eingestiegen. War super hatte die Bestätigung die man zuhause ja nicht unbedingt immer bekommt, da alles was so anfällt sebstverständlich ist. Mein Mann ist selbständig hatte völlig andere Arbeitszeiten als ich, ist selten zuhause, infolge dessen haben wir uns auch nicht mehr oft gesehen, meine Kinder 13 und 15 sind aus dem gröbsten heraus -dachte ich- .

Die erste Attacke ereilte mich auf meiner Arbeitsstelle, wie ich vorher schrieb,dachte ich jetzt ist alles aus- mein Herz.

Als mir bestätigt wurde, dass mit mir körperlich alles in Ordnung ist, fing ich an mich zu fragen - woher das kommt , was ist der Grund?

Da merkte ich, dass ich das Gefühl hatte meiner Familie und meiner Arbeitsstelle nicht gerecht zu werden. Beides ging nicht.

Ich hatte mich überschätzt.

Meine Arbeitsstelle habe ich gekündigt, obwohl alle mich für verrückt hielten "so einen Arbeitsplatz hinzuschmeißen" das war der erste Schritt.

Der zweite: Ich habe gelernt öfter "nein" zu sagen, oder "möchte ich das wirklich" zu fragen.

Der dritte: Eine Gesprächstherapie die mir sehr geholften hat.

Viele Grüsse

Der vierte: Meine Ärztin - Homöopathie

NuicoJle Kelxly


Hallo,

ich habe eine miserable Nacht hinter mir. Und ich fühle mich noch immer nicht besser. Meine Angstattacken kommen fast wöchentlich. Vielleicht nicht auf den Tag genau, aber in einem ähnlichen Rhythmus auf jeden Fall. Ständig wenn ich einschlief, erwachte ich mit heftiger Angst. Kurz nach vier Uhr rief ich einen Freund an, mit dem ich mich unterhielt. Gott sei Dank ließ es dann nach. Aber ich fühle mich noch immer beklommen. In zwei Stunden muss ich meine Tochter in die Kirche fahren und wollte eigentlich noch einige Kleinigkeiten erledigen. Ich fühle mich dazu kaum in der Lage. Und Sonntag ist noch Kommunion. Ich weiß gar nicht, wie ich das alles überstehen soll. Ich fürchte mich vor diesem Tag. Viele Leute, und nicht nur hier im Forum, sagen, dass man die Angst annehmen soll, sie als Freund betrachten, sie akzeptieren zur Bewußtseinserweiterung und entsprechend bearbeiten oder verarbeiten, nur niemand sagt, WIE man das macht. In meiner Attacke und auch jetzt, sehe ich keine Weise, wie ich das machen könnte. Ich würde gerne wissen, ob mir jemand in dieser Hínsicht helfen kann und, naja, keine Anleitung geben, aber doch einen Hinweis auf welceh Art und Weise man das angeht. Denn wie gesagt, in Augenblicken der Angst und auch jetzt, wo sie noch immer vorhanden ist in einem gewissen Ausmaß, ist mir nicht möglich, einen klaren Gedanken zu fassen. Es ist, als sei man ein anderer Mensch, als sonst. Wie soll ich denn dann "zu mir finden"?

m5ielax22


hallo Nicole

Kann dir nur sagen wie es bei mir funktioniert. Ich habe es nicht mehr oft, es kommt bei mir meist z.B. wenn ich alleine , oder mit Kind auf der Autobahn unterwegs bin, dann kommt der Gedanke "bis jezt ein Arzt kommen würde" !! dann geht es los Herzrasen....,

dann sage ich mir, du bist ok es kann nichts passieren!! lass dich nicht so hängen. Nach einigen Minuten ist es dann auch vorbei.

Hast du es schon mit Homöopathie versucht. Es hat bei mir

wirklich geholfen.

liebe Grüsse

m=mB1c00


Hallo zusammen.......

Habe heute euren Threat gelesen. Ich habe seit ungefähr fünf Jahren diese Panikattacken, die eben hauptsächlich dann auftreten, wenn ich irgendwo allein unterwegs bin oder mit einer Situation einfach überfordert bin. Wenn mein Partner z.B. dabei ist geht mir alles wesentlich leichter "von der Hand". Bis letzten Hebst hb ich es sogar geschafft alleine schon viele Dinge zu unternehmen, von denen ich vorher nur hätt träumen können. Nun leider ist es wieder so, dass ich den vollen Rückschlag erhalten habe. Ich glaube auch dass es mit dem Tod meiner Oma (bei der ich aufgewachsen bin) zusammenhängt. Sie ist weihnachten an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben und seitdem kommt mir vor wird wieder alles schlimmer. Jetzt bin ich wieder soweit dass ich sogar wieder jemanden brauche, der mit mit einkaufen geht; vom Autofahren allein ist sowieso schon seit zwei Monaten keine Rede mehr. Noch dazu kommen jetzt solche Panikattacken immer öfter Nachts und da weiss ich nicht wie ich damit umgehen soll. Ich versuch zwar mich selbst zu beruhigen, tief atmen, an was anderes denken und so, aber ich glaub ihr wisst wie hilflos man sich mitten drin in einer Attacke fühlt.

Ich überleg jetzt doch Medikamente zu nehmen (hab bisher keine genommen), denn diese Nachtattacken sind fast nicht auszuhalten. Da wird mir voll übel, krieg Durchfall, mir ist einmal kalt, dann heiss und schwindlig ist mir sowieso. Und deshalb denk ich mir kann mir vielleicht sogar der Hausarzt helfen (ich hab von vielen Leuten gehört, dass unser Arzt eine zeitlang ebenfalls mit sowas kämpfen hat müssen - also stell ich mir vor der weiss wenigstens Bescheid).

Ich find es oft irgendwie beruhigend, dass ich "nicht allein" bin und mich nicht für meine "Schwäche" genieren muss. Ich hoff nur, dass ich irgendwie wieder diesen Weg finde, der es mir ermöglicht wenigstens einige Sachen wieder zu schaffen.

Lg an alle

MM100

HiDT


@mm100

Eine allgemeine Antwort möchte ich mal vorwegschicken (weil du den Hausarzt erwähnst und seine besonderen Umstände).

Nur weil er selber Angstzustände gehabt hat (wer sagt, daß er sie nicht noch hat?), ist er nicht automatisch besonders geeignet, zu Helfen. Nicht einmal besonders geeignet, andere Betroffene zu verstehen. Das schließt sich nicht aus, keineswegs. Aber es läßt sehr präzise erkennen, was immer wieder gemacht wird: "Man versucht, eine Logik hineinzubringen!"

Man versucht also, eine Logik hineinzubringen...

Deine Annahme ist durchaus logisch, aber mit Logik und Verstand kommt man in Dingen der Seele nicht weit. Wäre es so, dann wären die klügsten und intelligentesten Menschen auch automatisch die besten Therapeuten, ja, sie selber würden niemals selber in seelische Nöte geraten. Und? Ist das so auf dieser Welt? Nein! Wirklich nicht!

Angst- und Panik fallen für meine Begriffe in den weiten Bereich der Depressionen. (Einsprüche sind gestattet. Mir egal, was die Psychologen sagen.)

Es ist naheliegend, daß man sich auf seinen Verstand besinnt und versucht, ein logisches Schema zu erkennen. Das wiederum würde bedeuten, daß Menschen mit Mittelmaß von Intelligenz schlechtere Chancen bei der allgemeinen Lebensbewältigung hätten. Das ist keineswegs so. Es lassen sich sogar viele Beispiele dafür finden, daß Probleme erst aus Grübelei und somit aus dem Verstand heraus entstehen.

Es geht also um andere Dinge, als um ein kluges, gut durchdachtes Weltbild. Es geht um "die Welt der Seele". Und "Seele" ist nicht das, was die Psychologie darunter versteht. Auch nicht das, was die Religion dazu sagt. Und die Philosphie erst... Seele ist "alles".

Seele ist viel mehr. Seele ist Ursprung allen Seins und Heimat in die alles zurückkehrt. Jeder Mensch hat in sich eine Verbindung und ist niemals allein. Manches kann uns die Seele nur lehren, wenn sie uns das Gefühl des Alleinseins gibt. Und trotzdem ist sie in der Nähe. Die Seele ist wie eine große Mutter. Wir können nicht verlorengehen. Selbst wenn wir wahnsinnig werden und ins Koma fallen oder grausam umgebracht werden. Wir können nicht verloren gehen. Niemand!

Geh zu deinem Hausarzt. Hausärzte sind heute in Psychologie gut ausgebildet. Und ein alter Hausarzt versteht mehr von der Psychologie als mancher studierte Diplomspychologe. Wichtig ist, daß er menschlich ist.

Menschlich kann auch der Tankwart sein, oder die Zeitungsausträgerin oder der Türke an der Dönerbude. Für dich wäre es eine gute "Aufgabe", beim nächsten Ausgang die Menschen anzusehen und nicht Scheuklappen anzulegen. Schau sie an und frage still für dich: "Könnte der oder die Menschlichkeit besitzen?"

Wenn du das eine Woche lang jeden Tag einmal für ein paar Minuten praktiziert hast, wirst du etwas neues erfahren. Vielleicht lernst du auf diese Weise selber erst die eigene Menschlichkeit kennen. (?) Du mußt es "draußen" machen, nicht zu Hause in Gedanken.

Am Ende gibt es nur ein Resultat: Die Welt muß überall wenigstens einen kleinen Überschuß an Menschlichkeit haben, sonst könnte sie keinen Tag lang bestehen. Und wenn überall Menschlichkeit ist, dann brauche ich mir auch keine Sorgen um mein kleines Leben zu machen. Angst und Panik Ade. Hauptsache die Welt lebt weiter und die Menschlichkeit.

H.D.T.

Nsic3ole yKelxly


H.D.T.

Ich finde es erstaunlich, wie du in vielen Dingen, meiner Meinung nach recht hast. Ohne das du selbst Psychologe bist. Willst es ja leider nicht verraten, woher du diese Weisheit hat. Finde ich schade. Das mit der Grübelei, dass daher viele Probleme entstehen, kann ich nur unterschreiben. Ich neige stark dazu, alles kaputtzudenken. Das ist so anstrengend und ehe ich es bemerke, dass ich soviel dachte, habe ich mich schon "blöd" gegrübelt. Und Logik hineinzubringen, hat mir mein Therapeut und auch mein Neurologe gesagt, sei völlig sinnlos. Mein Neurologe sagte, das hat nichts mit Logik zu tun. Und das ist es, was ich immer wieder versuche. Zu verstehen, wieso ist das denn jetzt so? Es geht mir doch eigentlich gut. Und dann überlege ich, was ich falsches getan habe, weil wieder so eine Attacke kommt. Ich empfinde sie als eine Strafe. Man könnte fast sagen, wenn ich nicht "artig" war, um es etwas zugespitzt zu formulieren.

Ich habe einige Fragen an dich H.D.T., weil du mir so weise erscheinst. Wieso glaubst du, sind Angst und Panik aus dem Bereich der Depression? Ich dachte, wenn man an Angststörung leidet, dann folgt erst die Depression. So habe ich es oft gelesen.

Und dann sagst du in deinem Beitrag, die Seele sei "alles" und das sie auch nicht das ist, was die Religion sagt. Die Religion hat doch erst den Begriff Seele aufgeworfen. Es muss nicht die christliche Religion gewesen sein, aber ich kenne Seele eben durch die Religion. Lag ich da falsch? Glaubst du an Gott?

"Die Seele ist wie eine große Mutter. Wir können nicht verlorengehen. Selbst wenn wir wahnsinnig werden und ins Koma fallen oder grausam umgebracht werden. Wir können nicht verloren gehen"

Ich würde sehr gerne wissen, was du damit meintest.

Liebe Grüße :-)

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