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Immer wieder Angst und Angst vor der Angst

N_icolxe Kedllxy


Ich habe eine Frage vergessen. Mein Neurologe sagte, bzw. gab mir durch seine Art zu verstehen, dass es ohne Medikamente nicht geht. Das man sie begleitetend zu einer Verhaltenstherapie nehmen müsste. Ich mache aber eine Gesprächstherapie und mein Neurolge sagte, das sei quatsch und würde nichts bringen. Er sagte, Verhaltenstherapie sei wichtig.

Was denkst du darüber? In einem deiner Beiträge las ich was von neuen Räumen in der Seele, die erst eingerichtet werden müssten, ähnlich wie bei einem Umzug. Soll man das mit Medizin unterstützen?

mmm10x0


Jemand sagte mal:

"die intelligenten Menschen unter uns sind sich ja am besten bewusst, welche Folgen ihr jeweiliges Handeln mit sich bringen kann"

ich hab keine Ahnung ob es überhaupt so eine Art Statistik gibt, anhand derer man einen Einblick hat, ob hauptsächlich intelligente Menschen von unserem Problem beeinträchtigt sind.....

Natürlich ist mir bewusst, dass man eine gwisse Logik in das ganze bringen möchte - um besser verstehen zu können. Genau damit, dass ich nicht mehr alles in betsimmte Schemata eingeordnet habe und mein Grübeln gelassen habe konnte ich - wenn auch nur für einige Monate - wieder diesen Teufelskreis der Angst durchbrechen. Nun versuche ich wieder dort anzusetzen und somit mit kleinen Schritten einen "Erfolg" zu erzielen.

*:)

HtDxT


@Nicole

Schön, wenn man für "sooo weise" gehalten wird. (....ich muß dabei an so kleine, alte Männlein denken, die schon weit jenseits von Gut und Böse sind..., dachtest du an sowas? ;-D )

Zum Thema:

Ich sehe keinen Sinn darin, Identität ins Spiel zu bringen, denn "das Wissen" ist nicht mein Wissen. Es ist "verdecktes Wissen", das in jedem ruht. Nicht jeder kann es sehen. Es setzt voraus, daß man zunächst den eigenen Horizont nicht als das Ende der Welt nimmt. Das macht der Mensch immer. Als kleines Kind und als Universitätsprofessor. Wenn es ein kluger Professor ist, dann wird er wissen, daß die ganze Welt eine Illusion ist, die wir alle zusammen und jeder für sich erschaffen. (Und wenn er weise ist, dann hält er den Mund und plappert es nicht überall aus.)

Daß wir keine Logik in seelische Dinge bringen können, heißt ja nicht, daß dem die Logik fehlt. Vieles ist auch erforscht und verstanden, sonst gäbe es ja die Wissenschaft und speziell die Psychologie nicht. Es ist nur so, daß wir versuchen, eine Welt zu begreifen, in der wir den Status von Ameisen haben, oder so ähnlich. Das wirkliche Wissen über die Seele liegt "jenseits" dieser Raum-Zeit-Welt. Der Verstand ist nur Teil des Egos. Das Ego ist nicht die Seele. Es ist Bindeglied zwischen Körper und Seele und bringt die Psyche hervor. Die Psyche bringt die Emotionen hervor, so wie wir sie "erleben". Sie ist sehr an den hormonellen und biochemischen Ablauf des Körpers gebunden. Und das zu überschauen, überfordert den Verstand. Deshalb sieht man in vielen "seelischen Reaktionen" keine Logik.

Wer oder was den Begriff "Seele" geprägt hat, ist doch egal. Ich spreche von etwas, daß es gab, bevor ein Mensch ihm den Namen "Seele" gab. "Seele" existiert auch dort, wo Menschen wie Tiere sind und nie an die Existenz einer Seele denken. (wobei mir der Vergleich nicht gefällt, denn Tiere stehen sehr hoch in meinem Ansehen)

Ob ich an Gott glaube?

Wer ihn sucht, wird ihn finden. Wer meint, ihn nicht zu brauchen, darf trotzdem leben. Aber, wer meint, ihn in eine Religion pressen zu dürfen, der schafft sich einen Götzen. Der Kirchengott wird seine Gläubigen immer enttäuschen, weil er versagt. Spätestens bei der nächsten Naturkatastrophe oder bei einem grausamen Kindermord wird wieder gefragt: Warum läßt Gott das zu? Das ist nicht Gott.

Gott kann nur jeder selber finden. Niemand kann einem anderen diesen Weg abnehmen. Und die größten Verbrechen der Menschheit wurden beim Missionieren im Namen Gotte verübt. Kirche, Glauben und Religion sind trotzdem wichtige Elemente dieser Welt. Nicht jeder hat das Zeug, ein Philosoph zu sein und die Masse braucht "einfache Leitbilder".

Wie man Depression, Angst oder Panik definiert, ist eine Frage der Zeitepoche, des Ortes, der Kultur und der Bildung des Menschen. Und der Situation, ob er damit als Betroffener oder als Therapeut zu tun hat. Und ein Psychoanalytiker wird es wieder ander sehen als ein Psychotherapeut.

Den Zusammenhang sehe ich darin, daß man als Depressiver immer Angst hat. Eine angstfreie Depression wäre eine relativ glückliche, oder zumindest zufriedene Depression. Das gibt es nicht. Es gibt die Melancholie als Charakterzug, aber das ist in der Regel auch etwas Kreatives und sehr Beglückendes. Ein Auf und Ab. Damit kann man eine Depression nicht vergleichen. Und Panik ist gesteigerte Angst, bei der die Selbstkontrolle abgeschaltet ist.

Der Neurologe...

Der Neurologe sagt dies, der Psychiater das und der Psychotherapeut wieder was anderes.

Ich werde mich da raushalten, habe außerdem keine Ahnung. Nur eines kann ich sagen: Von allen drei Berufsgruppen scheinen mir die Neurologen dich wichtigste Anlaufstelle zu sein, zu der man auf jeden Fall gehen sollte, wenn es Probleme gibt. Geht man erst zum Psychiater oder zum Psychotherapeuten, ist man auf der Psychoschiene und kommt so schnell nicht da runter und alle Chancen, eine mögliche körperlich-organische Ursache aufzuspüren, sind erstmal dahin.

Es gibt ein wunderschönes kleines Buch, sehr unterhaltsam für alle, die an Psychologie interessiert sind: "Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte" von Oliver Sacks, Rowohlt-Taschenbuch Verlag, 1690-ISBN 3 499 33121 7.

Oliver Sacks ist amerikanischer Neuropsychologe und erzählt Patientenschicksale, die einen in Erstaunen versetzen. Ich erwähne das, weil die Neurologie, lange bevor es die Psychologie gab, schon mit der Psyche des Menschen vertraut war, mehr oder weniger erfolgreich. (Was Seele ist, kann sie natürlich auch nicht erklären.)

Neue Räume der Seele...

Das ist eine Metapher für eine Metapher..., und trotzdem weißt du offenbar sofort, was gemeint war. Also ist es eine verdeckte Wahrheit, die schon in dir war und die nur aufgedeckt werden mußte. Es ist nicht die Frage, ob dies oder das richtig ist. Man muß das Notwendige tun, dazu gehört die Eigenverantwortung und die medizinische Versorgung. Tut man das nicht, gibt es erst recht Gründe für neue Ängste und Depressionen. Angst vor eigener Unfähigkeit, für sich Verantwortung zu tragen. Daraus resultierend: Angst auch für andere keine Verantwortung tragen zu können. Angst, ausgeliefert zu sein. Angst, zu versagen. Angst, sich nicht verteidigen zu können, etc...

Bleib zunächst bei dem einmal aufgestellten Behandlungsplan, aber laß dir nicht kritiklos alles verordnen. Und wenn du noch was für deine Seelenfreiheit tun willst, dann lese. Man kriegt die gesamte Esoterische Literatur günstig im Internet, über die Suchmaschinen. [[http://Google.de]] und einfach den Buchtitel eingeben. So wird man nicht arm dabei und kann den Schrott bei ebay auch wieder loswerden. Denn das meiste ist wirklich Schrott. Aber es ist wie beim Suchen nach Diamanten. Man muß Tonnen von Geröll durchsieben, um einen einzigen zu finden.

Mach die auf die Suche, deine Seele wird dich dabei wohlwollend begleiten.

Gruß

H.D.T.

H|DxT


@mm100

Wahnsinn, gepaart mit Intelligenz, ist doch nichts Ungewöhnliches.

Es ist bekannt, daß viele Psychologie nur aus einem Grunde studieren: Sich selbst zu helfen. Allerdings sind das nicht gerade ideale Voraussetzungen für ein Studium und viele überstehen das nicht und brechen ab.

Hier sind wir zwar nicht beim Wahnsinn, aber die Grenzen sind fließend.

Ich verweise auf das Buch "Seelenfinsternis" von Piet C. Kuiper, S.Fischer Verlag, ISBN 3-10-040206-5

Der Autor ist international bekannter Psychiater und Psychoanalytiker und beschreibt seine eigene Erkrankung an einer schweren Depression, die zeitweise in Psychosen umschlug, so daß er auch die Geschlossene Abteilung der Psychiatrie von innen als Patient kennenlernen mußte.

Er hat die Krankheit nach Jahren überwunden, aber nicht auf Grund seiner intellektuellen Fähigkeiten, sondern weil ein Medikament gefunden wurde, das ihm half. (Übrigens ein blutdrucksenkendes Mittel.)

Ängste sind die Stimmen von Seelenschichten, die in uns sind. Wir sind nicht nur "eine Seele", sondern viele Schichten. Manchmal hilft es, zu so einer inneren Stimme, auch wenn sie nicht mit Worten spricht, zu sagen: "Schweig!" Oder bei Angstbildern sich einen großen Stift vorzustellen, mit dem man das Bild durchstreicht.

Das sind primitive Hilfsmittel im Vergleich zur Psychotherapie oder Psychoanalyse. Aber wenn wir nicht verlernt hätten, solche einfachen Selbstmechanismen automatisch anzulegen, kämen wir auch nicht in die Notwendigkeit, sie erfinden zu müssen.

Auf jeden Fall wird der Ablauf der Angst- und Pankiattacke durch solche Selbsthilfe regelrecht "unterbrochen". Unter Umständen kann es also hilfreich sein, weil die Angst dann quasi "wieder von vorn anfangen muß". Oder man tritt innerlich einen Schritt beiseite, und reflektiert die eigene Situation. Denkt und beobachtet: "Aha, jetzt läuft das alte Angstschema ab." Das kann auch hilfreich sein.

Dem "Mechanismus Angst" andere Mechanismen entgegensetzen.

Gruß

H.D.T.

NMico\le fKxelly


H.D.T.

danke für deine Antwort. Für einen kleinen alten Mann, der jenseits von gut und böse ist, halte ich dich nicht :-D Aber es kommt dem inneren Bild schon nahe. Ich finde dich schon auf eine art weise, im Sinne von viel Wissen. Auch wenn die Identität keine Relevanz für dich haben mag, für mich schon. Zumindest in dem Punkt, dass ich gerne wüsste, woher du so vieles weißt. Einiges hast du ja schon gesagt. Du liest esoterische und auch Bücher die die Seele, Psysche, wie auch immer betreffen. Ich schließe daraus, dass du daher auch dein Wissen entnimmst. Und du weißt es offenbar, zu verstehen und umzusetzen. Kennst du die Ängste, dei hier beschrieben werden und wolltest dir, wie manche Psychologen, dir selbst helfen? Oder war das reines Interesse an der Seele des Menschen? Ich wünschte, es wäre so einfach, was du schreibst, umzusetzen, wie man es liest, wenn du es erklärst. Das alles klingt einleuchtend und plausibel. Aber es ist wahnsinnig schwer, es auch tatsächlich zu verinnerlichen. Ich weiß nicht, ob es nur mir so ergeht oder die anderen auch so empfinden. Ich habe gleich einen Termin bei meinem Therapeuten. Du hast mich mit deinem Gesagten so sehr beeindruckt, das ich dich, bzw. das was du sagtest, erwähnen werde, wenn es sich ergibt. Ich hoffe noch mehr von dir hier zu lesen. Es ist, als lese ich von einem Schriftsteller meiner Vorliebe und ich finde es nicht langweilig und nicht uninteressant, was du zu sagen hast. Es klingt, wie ich bereits erwänhnte, weise und dennoch einfach und einleuchtend. Nur leider ist das mit der Umsetzung nicht so einfach.

Liebe Grüße

Nicole

NMatuBreBnxgel


Ich bin nicht mehr ich selbst

Trau mich kaum, hier noch mal was so posten, weiss aber nicht wohin mit meinen Gedanken und Gefühlen. Mir geht es jeden Tag schlechter obwohl ich mich sehr bemühe, tagsüber bin ich hundemüde, nachts kann ich nicht mehr schlafen. Habe mir heute Hilfe gesucht, war beim Hausarzt und beginne morgen früh mit dem Medikament. Es ist mir einfach alles egal, kann kaum noch Verantwortung für mich selbst übernehmen. Morgen Mittag gehe ich noch zum Gespräch zum Psyologen. Bin so was am Ende. Hab wohl jetzt nee richtige Drepression. Muss mir Zeit geben, was mir schwer fällt, bin jemand der alles sofort will. Habe das Gefühl mir läuft meine ganze Kraft aus den beiden Händen raus. Spüre ein richtiges fliesen. Die Einsamkeit macht mir sehr zu schaffen, wohne alleine und habe einfach niemanden. Sehne mich sehr nach Geborgenheit, Liebe und Wärme. Fühle mich als hab ich mich selbst verloren.

HxDT


@Naturengel

Du bist nicht mehr allein, wie jeder von uns. Die Gemeinsamkeit, die du dir vorstellst, ist doch eine große Illusion, die sich nur sehr schön anfühlt, solange sie hält. Wirklich verbunden sind wir mit anderen nur auf einer höheren Ebene, die uns allen nicht bewußt ist. Das hat den Sinn darin, daß wir uns von hier aus zu höheren Ebenen aufmachen, indem wir hier unser Leben führen und unser Bewußtsein immer mehr erweitern. Was du erlebst, ist eine Dekompression des Bewußtseins. Dein Bewußtsein ist nun in einem größeren Raum und du hast den Eindruck von Leere. Das braucht jetzt eine Zeit. Du kannst die Leere nutzen, um neue Erfahrungen dort unterzubringen, wo es vorher zu eng war. Deine Sicht hat sich verändert, nicht die Welt.

Der Zustand, den du unerträglich empfindest, ist nicht der Zustand deiner Seele. Du bist nur ein Teil deiner Seele. Du bist hier etwas, wie ein Kind deiner Seele. Sie läßt dich nicht allein. Sie läßt dich nur die Einsamkeit fühlen. Sie hat einen Plan und du mußt herausfinden, was das ist.

Aber dazu braucht es Zeit.

Alles Gute

H.D.T.

m~m8100


@ HDT

Das alles klingt so einfach - manchmal.

Als bräuchte man nur Bestimmtes zu tun und schon wäre einiges leichter; aber es klingt auch danach, dass es aus dem ganzen kein entrinnen gibt und das macht mir auch wieder Angst. Ich denke oft an früher - vielleicht sollte ich das auch lassen - an die Zeit, wo man noch unbeschwert und ohne Ängste sein Leben genoss - das scheint schon so lange her. Erreiche ich wenigstens ansatzweise wieder dieses "Stadium" oder dreht sich mein ganzes Leben nur mehr um die Angst?

Manchmal gelingt es mir auch die "kleinen" Dinge des Lebens zu geniessen; beim Spazierengehen, meine Freunde,... Dann ist das wieder dieses grosse schwarze Etwas, vor dem ich fliehen möchte und ich komm nicht vom Fleck. Mir steht z.B. ein Zahnarztbesuch bevor und auch wenn ich mir 100mal sage, lass locker - was soll schon passieren, schlimmstenfalls kippst du halt um, na wenn schon - diese Angst beherrscht mich sosehr, dass ich mich praktisch schon Wochen vor einem Termin selbst fertig mache, weil ich es nicht mehr schaffe meine Gedanken ruhen zu lassen.

Ich hätt gern einen Schalter mit "ON" und "OFF" - wär das toll

LG

MM100

C_oco\nuxt


HDT kennst du Seth ?

Einiges kommt mir sehr bekannt vor :-)

[[http://www.sethfreunde.org/forum/forum/default.asp]]

Achja und ich decke mich immer tonnenweise mit Büchern bei [[http://www.booklooker.de]] ein. Da kriege ich die meisten um die 1-2 Euro

NEic!ole Kfelly


Hallo Naturengel, Hallo mm100

ich glaube nicht, dass dieser Zustand für immer bleibt und unabwendbar ist. Wir haben alle drei, seit wir an den Ängsten litten, immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es auch bessere Momente gibt. Also ist da auf jeden Fall Hoffnung und die Aussicht auf bessere Tage. Mein Therapeut sagte mir gestern ganz klar, dass er sicher ist, dass diese Ängste auch wieder verschwinden werden. Ich finde Naturengel, dass es eine gute Idee ist, die Medikamente erst mal zu nehmen. Sie werden dir helfen, wieder "mutiger" zu sein und auch zu denken. Dann hast du auch wieder Lust am Leben. Wie wäre es denn, wenn du eine Gruppentherapie machst? Menschen real gegenüberzustehen, die das empfinden, was du empfindest? Oder aber auch die Volkshochschulen bieten viele Kurse. Von Esoterik, über Religion bis zu psychologischen Kursen. Da könntest du auch Menschen kennenlernen und gleichzeitig, wie H.D.T. schrieb, den größeren Raum deines Bewusstseins füllen. Ich weiß nicht, ob dieser Vorschlag gut ist, aber dort triffst du Menschen und die Aussicht, das Gefühl von Einsamkeit loszuwerden, weil du in einer Gemeinschaft bist. Gleichgültig ob sie nur eine Illusion ist. Ich glaube nicht daran, dass sie tatsächlich reine Illusion ist. Zumindest nicht im negativ besetzten Sinne. Ein Traum ist auch eine Illususion, mitunter aber sehr schön. Versuch das doch einfach mal. Ich hoffe, es hilft dir was aus deinem Loch.

mm100,

wie ich eben schon erwähnte, glaube ich nicht, dass dieser Zustand ein Dauerzustand ist. Kein Zustand ist das. Ich weiß, dass man im Augenblick der Attacken und bevorstehdenen, angstmachenden Situationen, keineswegs empfänglich und offen für das ist, was ich dir sage, weil man dann wirklich daran glaubt, dass es kein entrinnen mehr aus diesem Zustand gibt. Aber du hast ja schon die Erfahrung gemacht, dass deine Ängste auch mal komplett verschwunden waren. Und damals hast du gewiss auch befürchtet, dass sie nie wieder verschwinden. So schlimm deine Attacken auch sind. Es kann dir wirklich nichts passieren. Auch etwas, dass mir mein Therapeut gestern sagte. Und schlimmstenfalls, würdest du ohnmächtig. Sie genaus, das doch mal positiv. Denn dann, in der Ohnmacht, würde sich dein Körper wieder von der Angst regenerieren! Aber es ist auch paradox ohnmächtig zu werden. Die Angst suggeriert eine Gefahr und wenn Gefahr droht, setzt unser Körper alles daran, zu flüchten. Das ist noch ein uralter Instinkt aus der Steinzeit. Und es wäre doch völlig unlogisch, wenn ein bedrohtes Wesen ohnmächtig würde, denn dann wäre es der Bedrohung doch erst recht ausgeliefert. Das macht nicht den geringsten Sinn. So funktioniert es auch nicht. Ich kenne niemanden, der durch eine Panikattacke das Bewusstsein verlor. Es wäre ohnehin nicht schlimm.

Sich Ängsten zu stellen und zu fragen, was willst du mir zeigen, ist sicherlich die richtige Weise, damit umzugehen. Wer es aber nicht schafft, sollte wegdenken. So einfach das auch klingt. Sich ablenken. Schöne Dinge vorstellen. Den Kreislauf zu durchbrechen. Denn im Grunde sind es wir, die der Angst den Nährboden geben, uns zu lähmen. Sie macht nur, was wir zulassen. Wollen wir nicht zuhören, denken wir an was anderes. Sind wir stark genug zuzuhören, ist das natürlich klasse. Ich weiß, das geschrieben alles leicht aussieht. Ich kenne es aus eigener Erfahrung! Aber in klaren Augenblicken, seht ihr doch selbst ein, dass ihr diese Erfahrung doch auch alle gemacht habt. Nichts bleibt beständig und im gleichen Ausmaß stark. Alles ändert sich. Auch die Angst. Und mit deinem Zahnarzt kannst du auch reden. Viele sind mit dem Thema Angst vertrauter, als es weitläufig bekannt ist. Sprich mit ihm. Kommunikation ist sehr wichtig. Nicht nach nur nach innen. Auch nach außen.

Alles Gute uns allen

HxDT


@Coconut

Danke für die Links, kann ich beide brauchen.

Die "Seth-Literatur" kenne ich, habe einige Bücher von Jane Roberts.

Ich bin nicht sehr belesen, aber ich kenne noch einige "Informationsquellen" dieser Art. Möchte hier keine Reklame dafür machen, das ist ein Weg, den man nicht nur selber gehen, sondern auch selber "finden" muß.

"Seth-Literatur" und die anderen erwähnten zählen zu den Eckpfeilern meiner Weltanschauung. Daß du jetzt davon etwas hier wiederzuerkennen meinst, liegt einfach daran, "daß sie im Kern ihrer Aussage alle das gleiche sagen". Du hättest das also auch so empfunden, wenn ich Seth nicht und "nur" die anderen gelesen hätte.

Diese Bücher, Seth und "die anderen" erwähnten, sind die Juwelen, die der nach Wahrheit Suchende finden kann. Ich empfinde nicht viel Dankbarkeit für diese Welt. Schon gar nicht für mein "Vaterland". Ich betrachte diese Selbstzerstörung der verfetteten, verlogenen, korrupten Gesellschaft manchmal sogar mit Vergnügen. Leid tun mir nur die, die noch das Leben vor sich haben, die noch eine Familie durchfüttern müssen. Aber was ich sagen wollte: Für diese Bücher bin ich unendlich dankbar. Nicht den Autoren, die haben es zum überwiegenden Teil aus Ehrgeiz oder wegen dem Honorar getan, schon gar nicht den Verlegern. Ich bin dem Geist dankbar, der hinter allem steht.

Man muß aber auch bei allem Wohlwollen für diese Themen gleich eine Warnung aussprechen: Es gibt weder eine Religion, noch eine Ersatzreligion, die allem gerecht wird und einem psychisch angeknacksten Menschen all das ersetzt, was er verloren glaubt.

Das gibt es nicht. Wer davon ausgeht und das erhofft, wird eines Tages wieder enttäuscht werden.

Der Grund liegt aber nicht darin, daß es alles nur dazu dient, uns zu täuschen, sondern daß wir die falschen Erwartungen haben. Nicht die Welt ist es, die uns enttäuscht, sondern wir sind es, die zuviel oder das Falsche erwarten.

Ein Prinzip habe ich erkannt. Und das ist zunächst furchtbar enttäuschend gewesen, dann aber unendlich befreiend: "Alle, Seth und die anderen "Quellen", haben irgendwo in ihren Lehren kleine, unscheinbare Widersprüche. Und darüber hinaus widersprechen sie in ihren Lehren einander in kleinen Details. Das aufzudecken ist teilweise ziemlich schwierig, man muß analytisch lesen und vergleichen. Der Schluß daraus ist der, daß selbst die Bewußtseinsformen, die für uns am entferntesten Horizont gerade noch sichtbar sind, ebenso noch unvollkommen sind. Auch dort ist kein Ende. Auch dort geht es unendlich weiter. Das ist das Prinzip der Welt: Grenzenlosigkeit in allen Dingen.

Gruß

H.D.T.

HxDT


@mm100

...Erreiche ich wenigstens ansatzweise wieder dieses "Stadium" ...

Wissen ist eine Einbahnstraße. Es gibt keinen Weg zurück in den Zustand des Nichtwissens. (wenn man mal Altersdemenz und Alzheimer ausschließt, die ja nur "den Geist" aber nicht "die Seele" befallen)

Niemand kann zurück in die Zeit, wo die Unwissenheit in einigen Dingen die Basis für sein Glück war. Ein solches Glück, das Unwissenheit erfordert, möchte ich nicht haben. Es wäre ein falsches Glück.

"möchte ich nicht haben" klingt überheblich, ist auch mehr theoretisch zu sehen, jedenfalls ist es nicht das, was ich mir bewußt wünsche und worum ich meinen Gott bitten würde.

Nun gibt es Zwischenstadien, in denen ein falsches Glück (vielleicht eines mit Pillen) besser zu ertragen ist als die Realität. Da sind wir aber schon wieder bei einem Irrtum, denn die "Realität", die jetzt alles grau in grau erscheinen läßt, kann doch gar nichts anderes als ein Irrtum sein, wenn das Glück zuvor auch nur ein Irrtum war. Trotzdem, wenn es um Kräfte sammeln oder nur um genügend Schlaf geht, ist auch die falsche Tabletten-Realität zeitweise akzeptabel. Der Mensch muß aber ab und zu seinen Kopf oben aus dem Nebel strecken können und reflektieren, wo er inzwischen ist.

Fazit: Der Fehler muß darin liegen, die Ansprüche selbst (zu hoch) festlegen zu wollen. Das Vergangene wiederhaben zu wollen ist unendlich schwerer, ja sogar unmöglich, als das Kommende "irgendwie" zu meistern und anzunehmen. Wenn wir einmal verstanden haben, daß unser Weg darin liegt, voran zu kommen, egal ob die Landschaften vor uns denen der Vergangenheit gleichen, dann hören wir auch auf, ständig nach der Vergangenheit zu suchen.

Es ist nicht einfach. Es ist auch nicht damit getan, es zu wissen. Selbst wenn man es nicht nur gelesen, sondern selbst erarbeitet hat, muß man es immer wieder neu praktizieren. Das ist schwer. Aber es wird erträglich, wenn man anfängt zu erkennen, daß es einen anderen Sinn geben muß, als sich hier ein paar Jahrzehnte wohl zu fühlen, sich zu vermehren und dann ins Gras zu beißen.

Es ist nicht leicht. Sieht man das ganze als Schule, dann wird man nachher sagen: Leichte Jahre, nutzlose Jahre.

Alles Gute

H.D.T.

N8icol-e KelPlxy


Ich finde, jeder sollte sein eigenes Weltbild haben, womit er am besten klar kommt. Ob es für andere verlogen ist oder nicht. Das ist egal. Solange man selbst damit gut leben kann, finde ich das in Ordnung. Und das was du jetzt geschrieben hast H.D.T., finde ich komplett negativ besetzt und für meinen Geschmack zu ernst. Es klingt entgültig und so, als lässt du mit deiner Weltanschauung nichts anderes mehr gelten. Als sei "deine" und nur "deine" Wahrheit die Einzige und Richtige. Das kann anderen auch Angst machen. Mir persönlich nicht. Vielleicht habe ich das falsch verstanden, mag sein. Aber das schöne am Leben, und das gibt es, ist die Vielfalt der menschlichen Facetten. Und dazu gehört natürlich auch die unterschiedlichen Weltanschauungen und Verständnis des Daseins. Und darüber bin ich froh. Das wir aussuchen können, was wir vertreten oder nicht vertreten können und wollen. Wenn ich es so sehen "müsste", wie du, würde mich das Tag für Tag runterziehen. Das klingt so verloren. Zumindest in deinem letzten Beitrag. Wie gesagt, es ist möglich, dass ich es falsch verstand. Denn sonst fand ich deine Beiträge erkenntnisreich.

Nlic6ole Ke8l*ly


Ich meinte deinen Beitrag, bei dem zu Coconut ansprachst, nicht den für mm100. Denn unsere Beiträge haben sich gekreuzt :-)

HxDT


Ja, ist mir recht. Ich weiß nur nicht, was du speziell meinst.

Gruß

H.D.T.

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