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Krankheitsbild meiner Tochter

d$ob6by


Ich finde auch ihr solltet euch dringend professionelle Holfe holen. Alleine werdet ihr damit wohl nicht fertig. Noch ist sie nicht volljährig. Ihr könnt ja auch erstmal alleine mit einem Therapeuten reden ihm die ganze Sache schildern er kann euch sicher raten was zu tun ist. Ich wünsche euch alles gute !!

T6imo1x8


Ja ist meiner meinung nach die beste lösung meine Schwester war mit 17 auch magersüchtig mit 18 ist sie zu einem Arzt gegangen der sich damit beschäftigt mit 19 war sie damit durch und begann wieder normal zu essen mit 20 hatte sie bereits nen neuen Freund und dann geht meistens alles von selber...... aber ohne Hilfe seh ich schwarz!!

E&dgarA7llexnPoe


Vielen Dank für eure Mithilfe!

Ich habe das Buch "Schluss mit dem Eiertanz" sogleich bestellt.

Jessy war immer sehr schüchtern und ängstlich, aber noch im Bereich des Normalen. Überhaupt war alles OK, Kindergartenzeit, Schule, alles ohne Auffälligkeiten. Auch Zuwendung, Liebe, alles war gegeben.

Die Depression in ihrer akuten Form kam jedoch erst als die Magersucht schon voll ausgebildet war. Ich weiss aber nicht, ob die Magersucht nur die Reaktion auf ein tieferliegendes Problem ist, oder ob die Magersucht schon das grundlegende Problem ist.

Die Ernährungsberatung ist nur das was der Name sagt. Jessy hat meiner Frau auch gesagt, dass sie die Beratung sofort abbricht wenn meine Frau die akuten Probleme anspricht. Dort darf, laut Jessy, nur über Ernährung gesprochen werden. Die Ernährungsberaterin hat keine Ahnung von den Anfällen, den Zwangshandlungen, etc.

Ich habe schon einmal einen Schreikrampf mit dem Handy aufgenommen und Jessy später abhören lassen. Die Reaktion: "Wenn ihr mich so quält ist es kein Wunder, warum hasst ihr mich so, ich halt es bei euch nicht mehr aus, ich will nur noch sterben!" und so weiter. Den Schreikrampf anzuhören ist ein beängstigendes Erlebnis. Ihr könnt euch das nicht vorstellen. Die Schreie sind so schrill und laut, unerträglich, sie gehen durch Mark und Bein. Man hat das Gefühl Glas würde zerspringen.

Heute abend gehen meine Frau und ich, ohne Jessy, zu einer Psychologin bei der Familienberatung. Mir geht es momentan besonders darum zu lernen wie ich mich bei ihren Anfällen und Zwangshandlungen verhalten soll. Soll ich gar nichts machen? Einfach rausgehen? Auf sie einreden? Körperlich einschreiten mit festhalten?

???

EdgarAllenPoe

Kdleixo


EdgarAllenPoe

Du und Deine Frau werdet Euch sicher unterhalten haben, nachgedacht, woran es liegen könnte. Was habt Ihr für eine Vermutung?

Was könnt ihr alles an Eurem Verhalten ausschließen, was Eure Tochter nicht will?? Was ich damit fragen will ist, als ihr gemerkt habt, dass sich ihr Verhalten verändert, was habt ihr alles versucht, damit sie wieder Vertrauen zu Euch hat??

t@ekki_ mausxi


Hallo Edgar,

ich habe deinen Beitrag und die Antworten darauf verfolgt.

Geraten hätte ich dir auch (machst du ja jetzt schon) zu einem Gespräch beim psychologen ohne deine Tochter.

Auf alle Fälle leidet sie unter dem zwangsmäßigen Verhalten.

Zuerst dachte ich auch an das Torett-Syndrom, aber hier kommen die Ausbrüche und Äußerungen ungewollt und unkontrollierbar. Jessy weiß ja anscheindend, dass es mit ihren Anfällen Probleme gibt und ist sich dessen wohl auch bewusst.

Gab es denn ein bestimmtes Ereignis, das dies ausgelöst hat oder wurde es von mal zu mal schlimmer. Die Magersucht habt ihr im August festgestellt.

Vorher muss denke ich irgend etwas passiert sein, hatte sie einen Freund, welcher sie vielleicht zu etwas gezwungen hat oder ähnliches, woraufhin sich dann die Magersucht entwickelte??

Ich kann mir sehr gut vorstellen , dass es die ganze Familie belastet und das Leben erschwert. Sehr gut finde ich, dass du dich damit auseinander setzt. Es gibt viele Männer, die hätten hier sicher schon die Flinte ins Korn geworfen.

Was macht sie denn über Tag, lernt sie ständig oder geht sie auch mal raus? Es muss Momente geben, in welchen sie entspannt und ausgeglichen ist oder? Habt ihr die Möglichkeit, dies zu überblicken?

Vorallem denke ich, dass dies wirklich nicht nur eine Laune oder die Pubertät oder ähnliches ist, hier liegt meiner Meinung nach eine wirkliche Krankheit/ "Störung" vor.

Blöd ist natürlich, dass sie ja auch nicht zum Arzt gehen möchte. Vielleicht könnte mit einer Kernspint ihr Kopf mal unter die Lupe genommen werden. Man weiß ja nie :-(

Ich drücke dir ganz feste die Daumen für heute abend und wünsche dir und deiner Frau ganz viel Kraft!

K-iki X1


@tekki-mausi

Vorsicht, meine Liebe, mit den Dingen, die du hier äusserst.

Das bringt doch wirklich niemandem etwas, mit Halbheiten um sich zu werfen.

Zu deiner Info: es heisst Tourette-Syndrom und auch die anderen Vorschläge sind wenig hilfreich (Kopfuntersuchung - Kernspint etc.!)

Bleib bei deinen Leisten, Tina, hier geht es um weit mehr, als um ein kleines Pläuschchen in das man sich mal eben einklingt.

@Edgar

Was ergab euer Gespräch bei der Psychologin?

tzekki_xmausi


Kiki,

das war doch nicht böse gemeint, ich habe ja auch nicht gemeint, ich würde mich auskennen! Fande das jetzt wenig nett eben.

Ich denke nur, man sollte einfach an ALLE mal denken und Edgar möchte ja auch die Meinungen anderer erfahren.

Ltautsptrexcher


ich fand die Idee mit dem Kernspin nicht so verkehrt. Das ist sicherlich eine Maßnahme, die man im zweiten Schritt durchaus in Betracht ziehen sollte.

@edgar

Mich interessiert auch, was euer Gespräch bei dem Psychologen ergeben hat.

oju-tsidxex


ich schließe mich Lautsprecher an.

Es kann durchaus der Fall sein, dass auf physiologischer Basis etwas mit dem Kopf nicht stimmt (komisch ausgedrück %-|), insofern ist Kernspin vielleicht auch nicht schlecht. Allerdings vielleicht erst, wenn andere Untersuchungen - auf psychologischer Ebene - nicht den erwarteten Erfolg versprechen.

Und mich würde auch interessieren, was bei eurem Gespräch rausgekommen ist.

Ich wollte dir auch noch sagen, dass ich es wirklich toll finde, dass du/ihr euch so um eure Tochter kümmert, euch Sorgen macht und euch so informiert und einsetzt. :)^ Da sollten sich einige Eltern wenigstens ein Scheibchen davon abschneiden. :-|

E)dg{arAllepnPxoe


Durch eure Antworten habe ich schon einige Anregungen erhalten, dafür möchte ich euch danken.

Zu der Frage, ob Jessy schon einen Freund hatte: Nicht dass ich wüßte.

Meine Frau und ich waren gestern also bei einer Psychologin. Nachdem sie die ganze Story gehört hatte, meinte sie, dass Jessy wohl ohne Therapie nicht wieder gesund würde. OK, das wußten wir schon.

Die Psychologin stellte fest, dass wir Jessy's Anfällen mehr Widerstand entgegensetzen sollten. Das heisst, Jessy nicht gewähren lassen, sondern stärker die Grenzen aufzeigen. Was genau die Grenzen sind, sollten wir beide, also meine Frau und ich, festlegen ohne Jessy darüber zu informieren.

Auf der Heimfahrt im Auto legten wir spontan nur zwei Grenzen fest: Rumrennen mit dem Messer in der Hand und Terrorisieren ihrer Geschwister und des Hunds.

Der Test kam schon heute morgen, als Jessy mit dem langen Küchenmesser ihre "Tischrunden" drehte, oder besser gesagt drehen wollte. Wir schritten ein, zuerst mit Worten, und dann mit Taten, da die Worte nichts nützten. Wir entwendeten ihr das Messer und hielten sie fest.

Ihr könnt euch die Reaktion nicht vorstellen: Schreikrämpfe. diesmal bis zum Zusammenbruch. Worte wie: "Ich wünsch euch einen baldigen grausamen Tod, möglichst bald, ich hasse euch...", etc. Und wieder Anspucken. Es war so schlimm, dass wir erwägten den Notarzt zu rufen. Schließlich ging Jessy dann doch in die Schule.

Der Besuch bei der Psychologin hat also zunächst wenig gebracht. Irgendwie wollte die Psychologin dauernd herausfinden, ob unsere Ehe in Ordnung ist (ich glaube, sie ist es). Sie verordnete meiner Frau und mir einen freien Tag, in dem wir was machen sollten ohne die Kinder. Was das Jessy helfen soll, weiss ich nicht. Und sie meinte, dass wir Jessy bringen sollten, allerdings geht es erst am 7. April. Dies ist uns jedoch zu spät.

Wir hatten viele Fragen an die Psychologin, z.B. was wir konkret bei einem Anfall tun sollen. Darauf meinte sie: Das besprechen wir beim nächsten Mal, die Zeit ist jetzt zu Ende.

Wr haben nun schon Kontakt mit einer zweiten Psychologin aufgenommen, der Termin ist am Montag 14.3.05. Ich werde berichten.

EdgarAllenPoe

pNeascUefulxl


hmm edgar.. ich wäre in deiner situation wohl ziemlich überfordert.. kann dir leider auch nicht wirklich sinnvolle ratschläge geben.. finde aber dass alles was ihr unternehmt wohl besser ist als das ganze sausen zu lassen..

so ein gedanke

--> gibt es irgendeine person die ihr besonders nahe steht.. oma opa.. etc.. evt. könnte sie mal ein bisschen mehr herausfinden. ???..

HFundilebini


habt ihr schon einmal über schizophrenie nachgedacht? das könnte durch eine ursache sein? aber solche attacken mit beschimpfungen (die euch den tot wünschen!) sind nicht mehr normal.

viel glück...

k2athRarinxa32


Hallo Edgar,

das Verhalten Deiner Tochter kann sehr viele Ursachen haben, es erübrigt sich jedoch darüber zu spekulieren. Aufschluss kann letztlich nur eine ärztliche bzw. psychologische Untersuchung bringen. So wie ich es verstanden habe, ist Jessy nicht bereit freiwillig zu einem Arzt zu gehen. Falls es in Deiner Gegend eine Kinder-und Jugendpsychatrie geben sollte wäre es vermutlich am besten diese einzuschalten. Möglicherweise kann man schon im Vorfeld mit dieser in Kontakt treten.

Kathy

o:ut5sidexx


EdgarAllanPo

Positiv an dem Gespräch mit der Psychologin fand ich, dass sie euch zum Einschreiten riet.

Negativ fand ich allerdings, dass sie eure Ehe in Frage stellte. UND dass sie darauf spekulierte, dass ihr weiterhin bei ihr bleiben würdet (Zit.: Das besprechen wir beim nächsten Mal, die Zeit ist jetzt zu Ende.). Das hat mich ein bisschen entsetzt.

Mein Arzt überzieht schon mal die Stunde, wenn er merkt dass er es tun sollte! :)^

Gut von dir/euch finde ich, dass ihr sofort nach einer weiteren Stelle geforscht habt und dass ihr auch noch so schnell einen weiteren Termin bekommen habt.

Am Montag könntet ihr ja die neue Psychologin auch bzgl. einer Klinik fragen. Die Idee von Katharina32 ist im Prinzip nicht schlecht, aber besser ist es vielleicht doch, die Situation zunächst ambulant zu bessern/lösen.

Alles Gute für euch. Bis bald.

S`at[ine


@ Edgar

Hallo! Kann nicht viel dazu sagen.

Nur, dass es nicht schlimm ist, wenn Jessy z.B. für einen stationären Aufenthalt in der Klinik die Schule verpassen sollte!

Ich kenne ein Mädchen, dass auch wegen Magersucht (allerdings ohne solche Anfälle) in die Klinik eingeliefert wurde. Ihr hat es nicht geschadet mal ein Jahr Auszeit zu nehmen, und sich voll um ihre Gesundheit (geistig und körperlich) zu kümmern (Sie hatte dann später das Beste Abi in ihrer Klasse; aber ich denke, sie war schon vorher recht begabt...). Also macht euch keine Sorgen wegen der Schule. Die ist momentan wirklich nebensächlich! Wichtig ist, dass Jessy bald gesund werden kann.

Ich finde es toll, dass ihr euch Sorgen macht, und ihr helfen wollt. Es ist ja auch nicht weiter tragbar für euch als Familie.

Drücke euch die Daumen, dass euch die zweite Psychologin besser helfen kann. :)^

Übrigens war mein kleiner Bruder auch mal zur Therapie. Er war 13 und riss von zu Hause aus, wollte sich umbringen und pinkelte nachts wieder ins Bett. Die Therapie hat ihm damals gut geholfen (Jedenfalls gab es fünf Jahre lang keinerlei Probleme mehr). Allerdings war bei uns der Grund offensichtlich: Er litt sehr unter der Trennung unserer Eltern. Hoffentlich lässt sich bei Jessy auch bald ein Grund für ihre Krankheit feststellen, damit ihr geholfen werden kann.

Liebe Grüße,

Satine

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