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Ich will endlich sterben !!!

L{iesi


Für outside!

kennst du den satz "babyschritte zum lift"? ... aus irgendeinem Film...weiß nicht genau!

Aber immer wenn es mir schlecht geht, und wieder mal alles auf einmal kommt (und glaub mir, ich weiß wie du dich fühlst!!), dann denke ich daran, immer nur eine Minute nach der anderen zu leben, weil wenn man ganz unten ist, kanns nur wieder bergauf gehen! Ich teile mir meinen Tag wirklich in Minuten-Abständen ein, und versuche, diese so gut wie es geht zu überstehen!

Liebe Grüße

Liesi

p&ow?erjpam1


Ich denke

viel über Selbstmord nach, weil ich eifach nicht mehr mir meinem leben zurecht komme. Ich werde oft fertig gemacht und währe mich nicht. Ich weiß nicht wieso ich nichts mache. Ich denke immer ich blamiere mich wenn ich etwas mache, denn so ist er bisher immer passiert. Jetzt habe ich keine freunde mehr, weil die mich für einen feikling halten. Sie denken ich würde ihenen in notsituationen nicht helfen und deswegen haben sie mit mir die freundschaft beendet. ich wünschte ich waär jemand anderes oder tot, denn so kann ich nicht weiterleben. ich konnte nicht mal meinen freunden die meinung sagen. ich wurde viel zu oft fertig gemacht. was kann ich nur tun. ich mache schon kampfsport aber dass bringt nichts. viel mehr selbstvertraunen habe ich auch nicht bekommen. ich komme einfach nicht mehr klar. jetzt erde ich immer alleine dumm rumstehen und alle werden mich auslachen.

könnt ihr mir einen rat geben?

M=inYzchexn


Vor ein paar Jahren...

... hatte ich auch mal eine depressive Phase. Es gibt bestimmt welche, die noch wesentlich schlimmer sind, aber meine Zeit damit fand ich schon schlimm genug. Mit 12 wollte ich schon von zu Hause weglaufen, nicht weil ich es schlecht hatte, sondern weil mir alles so öde vorkam, jeder Tag gleich, immer die gleichen vier Wände, die gleichen Leute, alles grauer Alltag. Ich wollte etwas erleben, etwas sehen von der Welt, einfach raus. Allein traute ich mich nicht und meine Freundin konnte ich nicht überreden. So wurden im Laufe der Zeit aus den Weglauf-Gedanken Selbstmordgedanken. Erst waren sie nur klein und selten, aber irgendwann wurden sie zu meinen ständigen Begleitern. Eine Woche ohne Selbstmordgedanke war rekordverdächtig. Wenn ich unter Leuten war, war ich meistens immer noch die Alte. Ich konnte lachen, Späße machen - aber sobald mich jemand (unbewusst) verletzte, fiel wieder alles in mir zusammen, oder aber auch, wenn ich einfach allein war. Am schlimmsten war es mit 14. Mein Notendurchschnitt sank von 2,3 auf 3,0, ich sah keine Motivation mehr darin zu lernen, weil ich mir sicher war, sowieso bald tot zu sein. Manchmal hatte ich auch nur eine Leere in meinem Kopf, ohne jedes Gefühl. Und ich sah den Tod immer als Hoffnung und Erlösung. Ich habe damals eine schlimme Zeit durchgemacht, denn ich hatte niemanden, der mir wirklich half, niemanden, der mich mal direkt darauf ansprach, mich mal in den Arm nahm - nicht einmal meine Eltern, die machten nur hinter meinem Rücken einen Termin beim Psychologen.

Ich kann Leute nachvollziehen, denen es so schlecht geht, die Selbstmordgedanken haben - und ich bin genauso der Meinung:

Wer sagt "Selbstmord ist die Feigheit vor dem Leben", der kennt einfach dieses Gefühl nicht, kann es nicht nachvollziehen. Denn dieser Satz basiert auf Logik und Verstand. Wenn du dich vom Leben gefoltert fühlst und jede Kraft aus dir geflossen ist, dann hat das nichts mit Feigheit zu tun, sondern damit, dass du seelisch bereits schon fast tot bist. Es gibt nun mal Situationen und Krankheiten, aus denen ein Mensch allein nicht mehr herauskommt - oder nur sehr schwer. Einem Alkoholiker kannst du auch nicht sagen, nun hör doch einfach auf zu trinken, sei nicht so feige dich in eine Rauschwelt zu flüchten. Ein Alkoholiker ist krank. Und eine Depression ist ebenfalls eine Krankheit, kein bloßer Charakterzug wie "Feigheit".

Mir hat damals eine Brieffreundin viel Mut und Kraft gegeben. Ich habe dann den entscheidenden Schritt getan und eine Jugendgruppe einer gemeinnützigen Organisation in meiner Stadt gegründet, dadurch neue Freunde kennengelernt, die ähnliche Interessen hatten, mit denen ich philosophieren konnte, denen ich vertrauen konnte. Wir fuhren oft in andere Städte zu irgendwelchen Aktionen und Treffen, lernten Leute aus ganz Deutschland kennen und engagierten uns für etwas Sinnvolles. Und all das war genau das, was mir gefehlt hatte: Abwechslung, neue Städte, neue Menschen, mal raus aus dem Alltag, aber verbunden mit etwas tiefgründigem, sinnvollen. Nach und nach bin ich dadurch "geheilt" worden. Ich habe weder Medikamente genommen noch eine Psychotherapie gemacht.

Ich konnte mir damals keine Zukunft vorstellen, hatte überhaupt nicht mehr die Fähigkeit eines normalen Menschen, mir meine Zukunft irgendwie auszumalen, zu planen, mir zu überlegen. Ich war mir 100% sicher, dass ich sowieso nicht älter als 18 oder 20 werden würde, maximal 25. Danach Schluss. Auf jeden Fall. - Jetzt kann ich es wieder. Ich habe wieder Träume und Vorstellungen, Gefühle in meinem Herzen, Freude, - Lebensfreude. Und ich glaube an euch, dass ihr da auch rauskommen könnt, gebt bitte nicht auf!

Dqrau;sxi


Hallo Minzchen

Ich habe damals eine schlimme Zeit durchgemacht, denn ich hatte niemanden, der mir wirklich half, niemanden, der mich mal direkt darauf ansprach, mich mal in den Arm nahm - nicht einmal meine Eltern, die machten nur hinter meinem Rücken einen Termin beim Psychologen.

:°_ Genau das ist das schlimmste daran. Nicht ernst genommen und getröstet sondern einfach als krank abgestempelt zu werden. Man fühlt sich dabei ungeliebt und wertlos. Einsam und allein. Abgeschoben. Alles tut doppelt weh wenn einem niemand beisteht. Man muss seine Gefühle unterdrücken und man verliert jegliches Vertrauen zu den Menschen.

Bis bald,

M:inzOcQhen


Trotzdem ist es schwierig...

... Leuten zu helfen, die ernsthafte Selbstmordabsichten haben. Meistens ist der Kopf schon so leer und schwarz, dass man an den Menschen kaum noch rankommt. Irgendwelche guten Ratschläge und vernünftige Argumente helfen da wenig. Ein Mensch in so einer Situation denkt nicht mehr mit Vernunft oder Verstand, er fühlt sich einfach nur gefoltert und will, dass dieser unerträgliche Schmerz endlich aufhört. Irgendwelche Moralapostel sind ihm da ziemlich egal. Man erreicht diese Menschen nur auf der Gefühlsebene, aber auch das ist schwierig, weil die Gefühle vor lauter Schmerz schon fast abgestorben sind. Ich denke man müsste so einen Menschen jeden Tag stundenlang in den Arm nehmen, knuddeln und streicheln und liebhaben und ganz viel reden, und so irgendwie versuchen, sein Gefühl wieder zum Leben zu erwecken, damit er sich wieder öffnen kann und man wieder Zugang hat. :°_

oKuts\idexx


... ich will auch endlich tot sein! :-(

szarxa80


hi outsidex

was ist denn los bei dir??

o/utsIidxex


"los" sind die Ängste, Gefühle und Gedanken... das ist los... und alles ist scheiße. Ich frag mich warum ich überhaupt geboren wurde, wenn ich sowieso nix auf die Reihe kriege. :-( Und ich hasse mich... und ich halt das nicht mehr aus: die physischen Schmerzen und die psychischen Schmerzen (Ängste, Gefühle und Gedanken). Ich will das alles nicht mehr... ich will mein Leben nicht mehr. :-|

sPar:aK8x0


hm

wie alt bist du denn wenn ich fragen darf?? weiss ja immer noch nichts konkretes über dich und deine ängste.. hab auch phasenweise richtig heftige tiefs aber suche mir dann immer was worüber ich mich freuen kann.. bist du in behandlung??

oSut|siwdexx


23 ... und... ja, ich bin in Behandlung. Sollte ihm am Do versprechen, dass ich mich nicht ***. Hab nur gesagt "Ich versuch´s". Aber heute... es ist so scheiße... einfach alles... in letzter Zeit denke ich so oft darüber nach wie ich es machen könnte. In den letzten Stunden ganz extrem: Tablette, das länge am nächsten. Wir haben genug: meine mom hat Bluthochdruck und muss Renacor nehmen; außerdem haben wir z. Z. einen Schmerzpatienten daheim, weswegen wir auch total viele höher Dosierte Schmerzmittel haben. Außerdem hätte ich noch meine alten Psychomedis (soll ich ihm geben oder wegschmeißen) und die neuen.

Aber ich weiß schon... ich bin eh zu feige dazu.

C$ynd)erexl


das

könnte auch so richtig nach hinten losgehen ...stell dir das mal nicht so einfach vor -es sind quälende schmerzen die man vorher erleiden muss..und dann weiß man nicht genau ob man stirbt oder nicht -einen richtigen medikamentencoctail kann nur ein mediziner zusammenstellen -oder ein apotheker...

outside -warum konzentrierst du dich nicht mal auf etwas neues..

ich meine..wenn dein leben schon scheiße ist ..dann versuch doch mal etwas anderes..fang an zu leben..lass die alte scheiße hinter dir..und fang endlich an etwas aus deinem leben zu machen!!!

Egal wie..egal wo!!! hauptsache ein neuanfang.

Cny^nderxel


ich

will mal eben eine episode aus meinem leben erzählen, die mir so richtig mut gemacht hat..

ich war total scheiße drauf..es war heiligabend und ich war in einem tieeeefen loch- wie schon so oft vorher..

dann ...nahm ich mir vor nach hause zu gehen und alles zu einem ende zu bringen -meine kinder waren zu der zeit nicht bei mir ..ich hatte keinen menschen mehr auf den ich bauen konnte (dachte ich zumindest) -da sah ich, bevor ich in die bahn stieg..drüben an der kirche einen menschen, der in der kälte saß...er hatte nichts..nicht mal eine decke..er saß einfach nur auf der kirchentreppe und fror -ich dachte..meine güte ..was bin ich undankbar -ich habe eine wohnung..dort ist es warm und gemütlich..meine psyche ok..die ist hin..aber ..die wird wieder..

der typ hat nicht mal ne wohnung...und seine psyche ist bestimmt auch hin..ich fuhr nach hause -holte decken -und etwas warmes zu trinken..und brachte es ihm...ich erfuhr einiges über sein Schicksal -und..ich war sehr betroffen ..das ich...die sooo viel hatte..so undankbar war.

-das hier..hab ich einfach mal nur so geschrieben..

man sollte sich immer an die positiven dinge erinnern, die einem im leben bleiben, nicht die schlechten dinge sollen dein leben bestimmen ..sondern die guten die bleiben.

o&uet[si1dezx


über den Medicoctail... das weiß ich auch, das ist mir zu unsicher...

lass die alte scheiße hinter dir..

Wenn das mal so einfach wäre...

Und zu der Geschichte mit dem Menschen auf der Kirchentreppe. Vielleicht hatte er augenscheinlich nichts, aber vielleicht hatte er Kraft zum Leben und vielleicht liebt(e) er sein Leben! Das ist viel mehr wert, als das "augenscheinliche Haben".

oAutJsiSdexx


und ich würde gerne jemandem, der leben will, mein Leben geben

wenn ich einen Unfall mit Hirntod, dann könnte mein Körper verwendet werden... aber dann kann meine Seele endlich für immer schlafen und sich ausruhen! :-|

ClyndDerOel


Und zu der Geschichte mit dem Menschen auf der Kirchentreppe. Vielleicht hatte er augenscheinlich nichts, aber vielleicht hatte er Kraft zum Leben und vielleicht liebt (e) er sein Leben! Das ist viel mehr wert, als das "augenscheinliche Haben".

glaubst du wirklich das es angenehm ist draußen zu leben..in der kälte ..und nichts zu haben -was meinst du wohl was der mir erzählt hat..das es ihm gut geht?? :-/ nein, so einfach darfst du dir das nicht machen..es ist ein kampf zu leben..und diesen kampf solltest du aufnehmen..ich wollte dir damit nur begreiflich machen wieviele unterschiede es gibt ..und wieviel du schon im vorteil bist um das beste aus deinem leben zu machen..es gibt menschen, die haben noch weniger..und kommen wieder auf die beine.

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