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Angststörungen - Immer wieder andere Symptome!

NCK xvS hat die Diskussion gestartet


Wer kennt das auch?

Ich bin seit einigen Jahren angstkrank und habe entsprechende Symptome. Wenn ich die Angst vor den jeweiligen Symptomen überwunden habe, kommt wieder ein anderes Symptom, körperliches Gefühl, wie man das auch beschreiben mag, und sorgt erneut dafür, dass ich mich meiner Angst erlegen fühle. Und immer zweifle ich zu Beginn eines "neuen" Symptoms, dass es nicht von der Psyche herrührt, sondern das es körplich sein muss.

Und dann sind da nicht die typischen Symptome, wie Herzjagen, erhöhter Puls, Schwindel, Übelkeit, Magenschmerzen, Kloßgefühl, usw. Nein, dann kann ich manchmal nur sagen, es fühlt sich "komisch" an. Dann ist das so gut wie unbeschreibbar und völlig, hm, ja, bescheuert. Es sind aber auch dauernd Symptome, die sonst keiner hat oder bei denen mein Therapeut auch nicht gleich sagt, ja, das ist typisch für Angstkranke.

Mich würde interessieren, wer von den angstkranken sich mit welchen Symptomen rumquälen muss. Im Moment habe ich oft das Gefühl von Gänsehaut im Bauch. Als würde jeden Moment was Aufregendes oder Erschreckendes passieren.

Danke schon mal für jede Antwort.

Antworten
m*m110x0


Ich habe seit ungefähr fünf Jahren eine Angststörung und momentan stecke ich wieder einmal in einer schwierigen Phase. Ich plage mich dauernd mit Magenweh herum, mir wird leicht schwindlig und vor allem wenn irgendein Termin ansteht (einkaufen - bis - Arztbesuch), dann bekomme ich auch Durchfall und mir ist eben schwindlig, mein Puls rast, mal ist mir kalt, dann heiss und ich hab so Beklemmungszustände.

Vor einiger Zeit hatte ich das alles schon mal sehr gut im Griff, durch private "Umstände" hat sich das alles aber wieder mal so bei mir eingestellt.

Tja, bis dann *:)

Ejmamga


ich habe auch schon ewig immer mal wieder große und kleine problem mit der angst.

bei mir äußert es sich meist in den altbekannten dingen, wie durchfall (der irgendwie nie wegzugehen scheint ;o)), in einem, ich nenne es flauem gefühl im magen, aber man kann es auch, wie du mit gänsehaut beschreiben (das ist das gefühl, was mich erstens immer wieder dran erinnert, auch wenn ich grade weggedacht habe, dass ich ein problem habe), dann ein schwindel, der sich in den kopf reinschleicht und mich denken lässt, "gleich kippst du um!".

und ja, auch ich denke auch meist erstmal, das kann nicht nur von der psyche kommen. aber mein therapeut nennt dies eine angstverschiebung, man beschäftigt sich dann gedanklich mit anderen dingen, wie z.b. das man unter was ganz schlimmem leidet, und das eigentliche problem wird garnicht aufgegriffen...

kommt gut durch den tag....

NeK xvS


Das kenne ich. Die Erinnerung von der Gänsehaut im Bauch, die daran erinnert, das man Angst hat. Dieses Gefühl ist total mit Angst besetzt. Ich danke euch, dass ihr mir so schnell geantwortet habt.

Ich habe das Gefühl, dass ich schon ein Stück weiter bin mit meinem Symptomen. Das mit Herzrasen und Durchfall, so fing das bei mir an. Ich traute mich nicht mehr das Haus zu verlassen, weil ich befürchtete, Durchfall zu bekommen. Das hatte ich irgendwann im Griff und nun kommen immer wieder andere Symptome, die immer "seltsamer" werden und nicht wirklich typisch, wie Herzrasen, Schwindel usw. für Angst sind. Als ich "eure" Symptome als harmlos begriff, war mir so, als hätte meine Angst gesagt: "Ne, ne, so geht das nun nicht. Jetzt zeige ich dir mal, wie ich es immer wieder schaffe, dir doch Angst zu machen."

Und seit dem ist es so, dass tatsächlich immer wieder neue "Schleichwege" der Angst auftauchen. Wenn ich das eine Zeitlang mitgemacht habe, die Angst davor verliere, ist schon wieder was Neues da. Und wenn dann doch mal eine kurze Pause von angstmachenden Symptomen da ist, denke ich wie besessen darüber nach und horche so in mich hinein, was denn jetzt kommen mag. Wieso es mir denn jetzt auf einmal gut geht. Dann kommts mit einem Riesendonner wieder.

Kennt ihr das auch? Ich "hoffe" ja. Nicht um euch Schlechtes zu wünschen, sondern zu wissen, ich bin nicht verrückt.

:-)

E]maxma


hallo nk vs

ja, das kenne ich auch, bei mir ist es so, dass ich einen schönen tag habe oder etwas schönes mache und auf einmal überkommt mich ein gedanke, z.b. "irgendwann bin ich eh tot" oder so was dämliches (ich sage bewusst dämliches...) und dann knallts mich weg und die ganze angstsymptomatik ist da. manchmal habe ich auch irgendwelche schmerzen, die einem anderen sicher nie auffalen würden, aber mir in dem moment schon und gleich denke ich wieder, ich hab was schlimmes. bei mir kann ein blauer fleck eine massive panik auslösen, wenn ich nicht weiß, wo der herkommt... aber durch meine therapie bin ich da, gott sei dank, schon etwas weiter gekommen und kann, denke ich ganz gut einschätzen, was von der angst herrührt und was nicht. klappt aber nicht immer...

du musst zusehen, dass du dich nicht, von den gedanken um die angst unterkriegen lässt, versuche wegzudenken, sag dir selber, das du dich damit nicht beschäftigen willst. mein therapeut sagt immer zu mir, dass jede wirklich ernsthafte krankheit mehrere gleichrangige symptome hat, ich denk, da hat er nicht unrecht.

ausserdem solltest du versuchen rauszukriegen, was hinter deiner panik steht, welches problem dein körper dir vor augen führen will, das kann etwas sein,was ISt, aber auch etwas von früher, das dich noch heute sehr belastet, sonst kriegst du das nicht unter kontrolle, ohne scheiß, seit ich weiß, was das problem ist, kann ich besser mit der angst umgehen, sie ist nicht weg, leider, aber ich arbeite dran...

liebe grüße

NnKP vS


hallo emama

wie hast du das geschafft, herauszubekommen, was die ursache deiner ängste ist? das ist verdammt schwer und ich kann mir da absolut nicht vorstellen, wie das funktionieren soll. bin zwar in therapeutischer behandlung, aber das ich jetzt tatsächlich herausgefungen hätte, was es 100% ist, wieso die angst da ist, weiß ich nicht. und selbst wenn es das doch ist, was mein therapeut da sagte. wie soll man denn dann damit umgehen? das brachte mich nicht wirklich weiter, die erkenntnis, wieso sie da ist. >:(

was meintest du mit

dass jede wirklich ernsthafte krankheit mehrere gleichrangige symptome hat

das verstehe ich nicht wirklich. gleichrangige symptome.

liebe grüße :-)

Gcreenmxoon


Hey, lies mal mein Bericht "Hyperventilieren?". Mir geht's ähnlich wie dir.

Nui)coleX Kelxly


Wo finde ich den Bericht denn? Hyperventilieren ist doch, wenn man zuviel Luft einatmet und dann glaubt, man bekäme nicht genug oder? Ich kenne das aus Beschreibungen meiner Mutter. Gott im Himmel sei Dank, ist mir das bisher nicht passiert. Und ich bete, dass es auch so bleiben wird. Das kommt eher wie so ein Schauer. Aus heiterem Himmel. Als säße ich gerade vor Gericht und bin darum aufgeregt. Das ist wahnsinnig schwer für mich zu beschreiben.

Aber ganz ehrlich. Ich weiß nicht, ob das für mich gut ist, wenn ich mich mit dem Thema hyperventilieren auseinandersetze. Ich kenne mich. Wenn ich bis jetzt noch keine Probleme damit gehabt habe, dann hab ich sie lol. Auch wenn ich kein Hypochonder bin, aber, vorm hyperventilieren hab ich echt schiss.

N!K vxS


ich glaube greenmoon meinte mich ;-D aber was nicole kelyl sagt kann ich nachempfinden. wenn ich mich zu lange mit einem symptom befasse habe ich auch immer angst das ich es bekomme. und hyperventilieren. nein danke! das brauche ich auch nicht. nicole kelly hast du auch das kribbeln? das mit dem schauer könnte ungefähr bei mir auch hinhauen. ich denke eher dabei an gänsehaut.

N|iciole Ke5llxy


oh sorry |-o wollte mich nicht vordrängen, war keine Absicht :-)

Für mich fühlt sich das eher an wie ein Kribbeln. Ich beschrieb das schon mal in einem anderen Forum. Angst vor der Angst. Das ist bei mir so, als säße man vor Gericht, fährt über einen Hubbel mit dem Auto oder wenn man irgendetwas Unangenehmes zu erledigen hat, was einem schwer fällt. Ob es Behördengänge sind oder wie ich eben das Gericht erwähnte. Nicht das ich schon vor Gericht stand lol, aber ich stelle mir vor, dass das ein Ort ist, an dem man Gewiss so reagiert.

NMK xvS


keine ursache ;-) :-) *:)

...

EAsthewr67


Ich gehöre auch zu der Angst und Schwindelfraktion. Eure Symptome sind mir alle wohl bekannt ;-)

Manchmal fühlt sich mein Kopf irre gross und schwer an, mein Hals ist viel zu dünn für den Klotz auf den Schultern...

Aber Hyperventilieren ist gerade bei Schwindel das Thema schlechthin. Nur über eine vernünftige Atmung kommt man die wieder raus. Hyperventilieren kann man auch unbemerkt. Also nicht so Stories wie im TV, wo plötzlich einer hysterisch in eine Tüte atmet. So etwas passiert unbewusst. Kommt die Angst (woher auch immer) dann macht man sich ganz krumm (alles mal ein wenig übertrieben erklärt). Der Brustkorb wölbt sich nach innen, man schützt sich vor dem, was von aussen kommt. Ist ja logisch, dass man nicht mit stolz geschwellter Brust durchs Leben geht, wenn man Angst hat. Durch die Angst erhört sich die Atemfrequenz, manchmal stockt der Atem in der Panik, was jetzt wieder alles kommt. Dadurch atmet man nur in den oberen Brustbereich. Der Schwindel wird verstäkt und schwups hängt man in einer Angstspirale drin, die sich bis zur Panikattacke ausweitet. Genau das ist mit Hyperventilieren in Zusammenhant mit Angst gemeint.

Eine richtige Bauchatmung mit offenem Brustkorb kriegt man bei Angstzuständen schwer hin. Sollte man aber unbedingt üben. Das hilft einem sehr gegen die Angst anzuatmen.

Im Yoga lernt man z.B. eine gute Atung. Dass beim Einatmen der Bauch nach aussen geht und dass man ein wenig länger ausatmet als ein und dass in einem ruhigen gleichbleibenden Rhythmus.

N-icoGle yKelxly


Also ist hyperventilieren gar nicht so schlimm? Das man da echt immer eine Atemmaske benötigt? Denn das ist es, wovor ich Angst habe. Durch mein Asthma atme ich oft sowieso anders. Wenn ich Luftprobleme bekomme oder meine sie zu bekommen, schwerer atmen usw. was ich aber auf das Asthma zurückführe, dann mache ich zum Beispiel die "Lippenbremse". Mit spitzen Lippen gegen den Druck ausatmen. Oder aber wie du schon erwähntest, länger ausamten, als ein. Aber, das Kribbeln ist bei mir auch da, selbst wenn meine Atmung regelmäßig bleibt. Ohne das ich hektischer im Atmen werde. Früher habe ich dann auch etwas schneller geatmet. Dann hielt ich einfach die Luft immer wieder an. Bis es sich beruhigt hat. Oder aber habe gepresst, so als sei man auf WC. Das schlug mir mein Hausarzt vor bei Herzrasen. Das setzt ein Hormon hinter dem Brustbein frei, dass den Herzschlag beruhigt.

Ich weiß nicht, ob das Kribbeln jetzt tatsächlich vom Hyperventilieren kommt. Wenn ja, macht mir das aber mächtig Angst.

N(ico'lek Kellxy


Schon alleine der Gedanke daran, macht mir Angst und ruft das Kribbeln wieder hervor. Ich hätte auch keine Probleme jetzt damit, mich da hinein zu steigern. Zumal ich niemanden da habe, mit dem ich gerade reden könnte. Bin ganz alleine. Meine Eltern schlafen schon, Freunde habe ich dem Sinne auch keine. Und meine Tochter würde ich gewiss nicht mit belästigen.

Noico-le KJelxly


Das hat mir doch jetzt keine Ruhe gelassen. Ich habe da mal was im Internet rausgesucht über Hyperventilieren :-)

Was ist eigentlich Hyperventilation?

Hyperventilation bedeutet übermäßiges Atmen bei gleichzeitiger körperlicher Passivität. Damit keine Missverständnisse entstehen: Das beschleunigte Atmen z. B. beim Joggen ist nicht gemeint

Hyperventilieren und die Symptome

Wenn wir hyperventilieren, hat das vielerlei direkte Auswirkungen auf unseren Körper und unsere Psyche:

Das Atmen wirkt sich vielfältig auf unser vegetatives Nervensystem und auf unser Herz-Kreislaufsystem aus. Durch beschleunigtes Atmen, erhöht sich die Herzschlagfrequenz, der Blutdruck steigt, die Extremitäten (Hände und Füße) werden kalt und klamm, weil das Blut zu den Muskeln abgeführt wird; im Kopf entsteht ein Benommenheits- oder Schwindelgefühl, da das Blut vorrangig zu den Bewegungsmuskeln gepumpt wird; die Muskeln spannen sich an und wollen Energie loswerden (Angriff, Flucht).

Hier einige typische Symptome:

Schwindelgefühle

Benommenheit

Herzrasen

Engegefühl im Brustkorb

verschwommenes Sehen

Taubheitsgefühle (besonders in Armen und Beinen)

Ohnmacht

Es gibt sogar "neurologische Effekte" wie:

Unwirklichkeitsgefühle (Derealisation)

subjektive Veränderung der Wahrnehmung (alles wirkt lauter, greller, härter, grotesk)

All diese Symptome werden vom Betroffenen häufig als so bedrohlich erlebt, dass noch mehr Angstgefühle entstehen. Der Körper produziert immer mehr vom Stresshormon Adrenalin, die Atmung wird immer schneller, weil man paradoxerweise das Gefühl hat, man bekomme nicht genug Luft. Es entsteht ein regelrechter "Angst-Teufelskreis":

Symptome-> Angst-> mehr Symptome-> mehr Angst -> noch mehr Symptome-> noch mehr Angst etc.

Ein Hyperventilationsanfall kann im Extremfall zu totaler Körperverkrampfung, oder gar zur Ohnmacht führen. [b]Es ist aber noch niemand daran gestorben, da der Körper ja irgendwann selbsttätig die "Notbremse" zieht. Ich betone das deshalb, weil aufgrund der starken Körpersymptome oft auch reale Todesängste entstehen können. Diejenigen, die selbst Panikattacken erlebt haben, wissen wahrscheinlich, wie bedrohlich eine Panikattacke empfunden werden kann.[b]

[[http://www.sozialphobie-do.de/Inhalt/martin/hyperventilation.html#LtohTOCentry-2]]

hier noch mal den Link für diejenigen, die alles lesen wollen. :-)

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