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Ständiges Sorgen-machen, wie kann man sich das abgewöhnen?

Zsinax 5 hat die Diskussion gestartet


hallo!

ich gehöre zu den Leuten, die meistens die Dinge nicht einfach auf sich zukommen lassen können , sondern schon Tage oder Woche mit "Problemlöse-Strategien" beschäftigt sind - für Probleme, die meistens gar nicht eintreten...

Mein Freund antwortet meistens auf meine Tiraden (nach dem Motto "wenn dies passiert, was mache ich dann, und wahrscheinlich passiert dann noch das und das, und wie soll ich das dann hinkriegen...") recht lapidar, ich solle doch erst einmal abwarten, wahrscheinlich würde alles gar nicht so schlimm. Während ich eher nach dem Motto lebe "der Optimist weiss nichts von den angenehmen Überrraschungen im Leben eines Pessimisten" ;-)

Normalerweise praktiziert sich das ja auch halbwegs gut. Irgendwie hat sich die Erfahrung bei mir festgesetzt, dass die Dinge meistens dann schiefgehen, wenn ich in froher Erwartung und nichts Böses ahnend in die Situation reingehe. PENG - schon passiert irgend etwas unangenehmes Unerwartetes und haut mich um. Lamentiere ich dagegen vorher tagelang und "mache mich verrückt", geschehen oft die oben erwähnten "positiven Überraschungen"....

Die Sache ist nur, wenn - wie momentan - wirklich einige handfeste Probleme da sind - und vor allem zu erwarten sind! - verliere ich komplett den Kopf. Ich mache mir soviel Sorgen und eine Gedanken drehen sich nur im Kreis, dass ich zu nichts Produktivem mehr in der Lage bin. Das ist natürlich fatal, weil ich freiberuflich zuhause arbeite, hier zuhause aber so wenig Abstand von dem ganzen Problemwust habe, dass ich schier meine Konzentration nicht mehr zusammenbekomme. Das bedeutet, seit gestern mittag habe ich keinen Handschlag für meine Arbeit tun können :-(

Ich weiss, es ist absolut unproduktiv, seine Zeit mit Grübeln, sich-Sorgen-machen und dem Lösen von Problemen (die zum Teil noch gar nicht eingetreten sind) zu verbringen .... Wie kann ich das durchbrechen ???

Ich habe eben mal angefangen, eine "Sorgen-Liste" zu erstellen. Nach 2 Minuten hatte ich 25 Dinge notiert, die mir momentan Sorgen machen, und ich könnte wohl den ganzen Tag weiterschreiben.

Kennt das jemand ??? Wie kann ich das abstellen, oder produktiv damit umgehen, und vor allem wie schaffe ich es, meine Konzentration wieder zusammen zu kriegen? :-/

viele Grüße

Zina

Antworten
MWo4n:ikax65


ich dagegen vorher tagelang und "mache mich verrückt", geschehen oft die oben erwähnten "positiven Überraschungen"...

Das kenne ich auch. Ich würde es zwar nicht lamentieren nennen, aber ich mache auch häufig die erwähnten Problemlösungsstrategien, die in den meisten Fällen unnötig waren. Und weil ich diese Erfahrung nun so häufig gemacht habe, wirds besser.

Allerdings, wenn man so ein Typ ist, muss man damit leben. Ich glaube nicht, dass man das "Sorgenmachen" ganz los wird. Ich mache mir inzwischen weniger Sorgen um mich als um die Kinder, aber einen Anlass habe ich dadurch erst recht. Wie gesagt, es wird einfach durch positive Erfahrungen besser.

Wenn allerdings ein völlig neues Problem ins Leben träte, das ich nicht mit Erfahrung füllen könnte, hätte ich das Problem auch wieder verstärkt. Zumindest bis ich dann mittendrin bin und die Sache wirklich angehen muss, was immer es sein mag. Leider kann ich dir kaum Strategien anbieten, am ehesten noch die, nicht allzu sehr dagegen anzukämpfen. Lass es einfach zu, dann sind die Gedanken auch mal zu Ende gedacht und es bleibt eher so ein dumpfes GEfühl, mit dem man sich aber durchaus konzentrieren kann. Wahrscheinlich musst du aber auch akzeptieren, dass es eine zeitlang schwierig wird mit der Konzentration. Einfach abstellen wäre schön, aber man kann halt nicht völlig aus seiner Haut.

Da fällt mir noch ein: Hilfreich ist es, je nach Art des Problems, sich Infos zu holen und mit Leuten zu sprechen, die eventuell das gleiche Problem haben. Ich weiß ja jetzt nicht, worum es sich dreht bei dir.

Txo7daJy


@Zina 5

Hallole,

eine Bekannte sorgte sich ständig um Geld - dies ging so weit, daß sie bei der Arbeit so daneben griff, daß sie selbst das gefährdete, was ihr Geld verschaffte: ihren Job!

Irgendwann steckte sie sich einen "großen" Geldschein in eine der beiden hinteren Hosentaschen, den sie immer dann berührte, wenn diese Sorge wieder akut wurde. Der Griff an die Tasche gab ihr nach und nach "Ruhe" .... .

Dieses Prinzip kannst Du, mit etwas Phantasie, auch auf andere Sorgen übertragen.

*:)

pgipiHfax


Du kannst beeinflussen, was in der Zukunft geschieht?

Hallo Zina,

das ist interessant! Du kannst beeinflussen, was in der Zkunft geschieht... schreibst du! Wenn du dir wegen etwas Sorgen machst, treten die positiven Überraschungen ein, wenn du dir keine Sorgen machst, passiert irgendwas. ... ... öhm... hm... sind wir mal ehrlich... wenn du das wirklich kannst... da wäre viel Geld drin. Aber eiegntlich sind wir uns doch beide darüber klar, dass du es nicht kannst - oder?

Was also führt zu dieser seltsamen Beobachtung? Wie wohl jeder Mensch magst du vermutlich keine negativen Überraschungen. Mir scheint es sogar so, als habest du regelrecht Angst davor, dass unerwartet Negatives eintritt. Und wenn du es schon nicht verhindern kannst, so willst du zumindest gewappnet sein. Daher entwickelt du Szenarien zur Reaktion auf eventuell eintretende, negative Situationen. Kommt nun der Moment, in dem eigentlich etwas passieren müsste, dann passiert entweder wirklich etwas oder es passiert nichts. Passiert wirklich etwas, dann sagst du: "Siehste, hab ichs doch gewusst", passiert hingegen nichts, merkst du es in den meisten Fällen gar nicht - denst vielleicht erst später oder sogar niemals mehr darüber nach. Eher selten passiert in dem Moment nicht nur nichts Negatives, sondern sogar etwas Positives - dann sagst du: "Gut, dass ich vorher gegrübelt habe, denn sonst wäre das Positive vielleicht gar nicht eingetreten". OK, so weit.

Werfen wir nun einen Blick darauf, was wirklich passiert:

Zina stolpert so durch ihr Leben. 99,9% der täglich 24 Stunden verlaufen mehr oder weniger ereignislos. In den verbleibenden 0,1% passiert zwar was, aber meistens ist es eher belanglos. Meistens! Denn alle paar Wochen versteckt sich in den 0,1% ein Highlight... ein positives oder ein negatives. Wann das geschieht, kannst du kaum wissen. "Kaum" sage ich, weil du natürlich wissen kannst, dass die meisten Dinge tagsüber passieren, und dann auch vor allem, wenn du nicht stundenlang aus dem Fenster guckst. Aber vorhersagen, wann ein solches Highlight kommt, das kannst du nicht.

Lohnt es sich denn da wirklich, sich über Dinge Sorgen zu machen, die du eh nicht vorher beeinflussen kannst? Nicht wirklich - oder?

Ist jetzt ziemlich rational gedacht und Sorgen bzw. Ängste sind selten rational... aber vielleicht hilft es dir ja, zu erkennen, dass deine These nicht stimmen kann.

A'n^tjfe88


@ Zina

Also, einen Knopf zum Abstellen der Sorgen gibt es nicht, und wenn, dann haben ihn die meisten nicht gefunden.

Aber man kann durch eine bestimmte Einstellung zum Leben auch ein Vertrauen in das Leben gewinnen, und Vertrauen ins Leben bedeutet auch, dass man etwas gelassener herangehen kann.

Vielleicht wäre ein erster guter Schritt, sich bewusst zu machen, wovor genau man sich fürchtet, oftmals steckt ein Grundmuster dahinter, auch wenn die Sorgen und Ängste sich ganz verschieden äussern. Wenn man die Grundängste herausgefunden hat, bekommt die Angst erst mal ein Gesicht, und etwas, was ein Gesicht hat, ist greifbar.

Als nächstes kann man sich überlegen, welche Bewältigungsmechanismen uns Gott oder die Natur oder wie auch immer Du es nennen magst, mitgegeben hat. Der Körper z.B. verfügt über sehr viele Selbstheilungskräfte, ein Mensch mit seiner Lernfähigkeit kann für viele Probleme eine Lösung finden - kurz: wir sind nicht völlig hilflos gegenüber der Welt.

Wie steht es mit Deinem Selbstwertgefühl? Wieviel traust Du Dir zu? Traust Du anderen mehr zu als Dir? Wenn ja, warum, und ist das begründet?

Das sind vielleicht ganz nützliche Fragen, die man sich für den Anfang stellen kann, sie vielleicht auch aufschreibt und schriftlich beantwortet, damit man die Gedanken besser sortieren kann.

Zein^a =5


hallo Monika,

bei mir wird es leider trotz positiver Erfahrungen nicht besser :-(

Und gestern habe ich erst wieder eine negative Erfahrung gemacht - bin ganz entspannt in einen wichtigen Termin reingegangen und -zack- passierte etwas (negatives), was ich gar nicht mehr erwartet hatte.

Das hat jetzt meine Grübelei und "Sorgerei" wieder verstärkt.

Ich könnte ja noch den Trick der "Sorgen-Stuhls" anwenden: Mich 10 Min. lang auf irgendeinen Stuhl in der Wohnung, auf dem ich normalerweise nicht sitze, setzen und ganz bewußt nur - und NUR - an die Probleme denken. Früher hat das schonmal geklappt, mir wurde es schon nach 4 Minuten sehr langweilig... Das ganze hat den Vorteil, dass man die Inhalte seiner Gedanken "räumlich trennt" , mal sehen, vielleicht klappt es ja wieder.

*:)

Zina

Zgi=na x5


hallo Today,

dieser Trick scheint mir gar nicht schlecht.

Ich müßte nur irgendwas symbolisches finden, das den gesamten "Sorgenbereich" abdeckt... hmh...

*:)

Zina

Z$inax 5


@ pipifax,

natürlich ist das ganze bei mir schon so eine Art "magisches Denken". Und es bewahrheitet sich ja deshalb auch immer, weil es da diese Formel gibt: Je mehr und je besseres ich erwarte, desto höher ist beim Nichteintreffen die Enttäuschung oder der Frust oder der Ärger. Erwarte ich Fürchterliches, gar katastrophales, kann ich mich in 90% der Fälle "freuen" und wieder entspannen.

99,9% der täglich 24 Stunden verlaufen mehr oder weniger ereignislos. In den verbleibenden 0,1% passiert zwar was, aber meistens ist es eher belanglos.

Schön wärs... Vielleicht liegt meine momentane Tendenz, mir über alles mögliche Sorgen zu machen, darin begründet, dass ich auch wirklich ein paar fette Probleme am Hals habe. Schon existenzieller und finanzieller Art, und das geht schon sehr lange so. Nur ist es einfach unproduktiv, den ganzen Tag über Zukünftiges, was sich vielleicht noch daraus entwickeln könnte, nachzugrübeln. Denn ich habe alle möglichen Lösungsmöglichkeiten ausgereizt und momentan kann ich eh nichts tun.

Tja, und leider komme ich rational gegen den ganzen Wust nicht an.

Es stimmt, ich möchte gewappnet sein und in dem Moment meine Lösungsmöglichkeiten "parat" haben. Das hat aber auch etwas positives.... Zum Beispiel hatten wir gestern hier im Haus eine Versammlung, und ohne dass ich es noch erwartet hatte, kam ein Sache zur Sprache, die für mich sehr wichtig ist. Ich war darauf nicht vorbereitet...hatte meine ganzen Argumente nicht parat... und fühlte mich hilflos und auch wehrlos. Diese Gefühle möchte man ja vermeiden, indem man sich vorher Lösungsmöglichkeiten und Strategien zurechtlegt...

Aber ich schieße halt momentan mit der Grübelei übers Ziel hinaus.

*:)

Zina

ZLin4a x5


hallo Antje,

ich habe leider kein Vertrauen in das Leben. Und zwangsläufig (?) auch wenig Vertrauen in meine Fähigkeiten, mit den ganzen Schicksalschlägen, Problemen oder was einem sonst noch so im Leben in die Suppe spuckt, umgehen zu können. Auch das ist eigentlich unbegründet, da ich schon mit so vielem in meinem Leben fertig werden musste - und es auch konnte - und da ist manches darunter, bei dem andere die Waffen gestreckt hätten.

Und dennoch - fühle ich mich bei jedem neuen Problem wieder hilflos ausgeliefert. Ist doch schon komisch :-/

Offenbar lerne ich nicht dazu.

*:)

Zina

MBoni_kaH65


Vielleicht liegt meine momentane Tendenz, mir über alles mögliche Sorgen zu machen, darin begründet, dass ich auch wirklich ein paar fette Probleme am Hals habe. Schon existenzieller und finanzieller Art, und das geht schon sehr lange so.

Ich finde es normal, so darauf zu reagieren. Vielleicht ist nicht jeder genauso disponiert, aber es ist sicher auch nicht ungewöhnlich. Ich denke, die größten Probleme bekommt man, wenn man ständig sich selber in Frage stellt und ständig gegen sich ankämpft. Ich würde dir raten, dich einfach so wie du bist "sein" zu lassen. Du bist ein Mensch, der sich leicht Sorgen macht und du hast ja im Normalfall mit deiner "Magie" gute Strategien. Ich mach das auch oft so und viele andere Leute auch. Momentan steckst du in einer Krise, also sei nicht so fürchterlich kritisch mit dir, dann kann es sein, dass du dich besser entspannen kannst. Die Zauberformel ist wirklich das "lassen", auch das lassen von Gedanken. Sie kommen und gehen dann auch wieder. Und in einer Krise wie der, in der du steckst und du offensichtlich wenig Handlungsmöglichkeit hast, geht es manchmal nur darum, sie einfach durch zu stehen, bis die Zeiten wieder besser werden.

l;uomarxen


@ Zina5

Ich würde mal versuchen, nicht für alles einen 100%ig durchdachte Lösung zu finden. Vielleicht geht es Dir schon etwas besser, wenn Du etwas mehr improvisierst. Ich weiss, dass das nicht unbedingt einfach ist und auch Zeit braucht. Es sollte Dir auch die Möglichkeit geben, mit unerwarteten Situationen besser umzugehen. Vielleicht reicht ja auch schon eine 80%ige Lösung, um die wichtigsten Probleme zu beheben.

Es ist tendenziell gut, auch einen Plan B zu haben. Man muss es nicht übertreiben und noch den Plan G bis J entwickeln. Ansonsten halte ich es mit einer Zeile aus Everybody's free von Baz Luhrman (in deutscher Übersetzung): Du darfst Dir Sorgen mache, aber bedenke, wenn Du Dir Sorgen macht, dass es ungefähr so effektiv wie Kaugummikauen zur Lösung einer mathematischen Gleichung ist. (Obwohl: Kaugummikauen erhöht die Durchblutung des Gehirns und damit auch etwas die Denkleistung.) Aber ohne mathematische Kenntnisse hilft auch Kaugummikauen nichts. ;-)

Sei "einfach" etwas lockerer.

Gruß,

H8DwT


@Zina 5

Bist du schon auf Schilddrüsenüberfunktion untersucht worden? Ich meine jetzt nicht, "großes Blutbild" beim Hausarzt, das ist für den Ars...

Richtig beim Internisten oder Facharzt?

Dein Problem haben im Prinzip alle. Es tritt aber nur hervor, "wenn Kapazitäten frei sind" oder "frei gemacht", bzw. "erzwungenerweise frei gemacht" werden. Durch eine Schilddrüsenüberfunktion kann es zu einer massiven Hyperaktivität kommen. Auch durch andere hormonelle Störungen.

Das wäre dann der nächste Ansatz. Den Hormonspiegel untersuchen zu lassen. Vielleicht läßt sich das mit der Schilddrüsenuntersuchung kombinieren.

Weiterhin "der Weg zum Neurologen". Dort sind nicht nur "Verrückte", sondern bekanntlich auch Patienten mit Muskelzucken, Nervenlähmungen etc.. Man ist dort also (noch) nicht unbedingt auf der Psychoschiene. Der Neurologe kann möglicherweise die Symptome zuordnen und mit Ersatz für natürliche Botenstoffe des Gehirns ausgleichend helfen. Wenn es das ist...

Diese Wege würde ich dir empfehlen.

Der "ganz andere Weg" ist der über die Philosophie. Die Welt ist das, was wir denken. Wir produzieren tatsächlich die Dinge selbst. Aber nicht in der simplen Weise, die wir uns dabei vorstellen. "Geld denken" und dann "Geld bekommen", das wäre das Primitivste, was man sich darunter vorstellen könnte. Wer solche Dinge aber völlig ausschließt, weil sie hinter seinem Horizont liegen und dahinter nichts sein darf, weil er dann ja nicht "das Zentrum der Welt" wäre, sondern nur "ein Geschöpf Gottes", umgeben von anderen Geschöpfen, der soll sich nicht auf diesen Weg begeben, soll aber auch anderen den Weg nicht madig machen. Das nur vorbeugend für alle Klugscheißer, die regelmäßig wie Pilze hervorschießen, wenn es um Grenzgebiete geht.

Gruß

H.D.T.

EIulxe1


Hallo!

Ich bin durch die Suchmaschine auf dieses Thema gestossen, denn ich mache mir auch ständig Sorgen, meist um meine Familie...

Ich kann diese Gedanken auch nicht abstellen, sogar bei der Arbeit tauchen sie auf, obwohl die Arbeit mich sehr gut ablenkt. Dennoch schaue ich öfters aufs Handy, ob auch alles ok ist...und freue mich dann, wenn nichts da steht.

Jedenfalls denke ich kommt es daher, dass meine Mutter seit 1 Jahr an etwas erkrankt ist, dass noch niemand erforscht hat!! Seitdem geht es ihr zunehmends schlechter, auch körperlich ersichtlich...Die fehlende Diagnose macht mich soooo fertig!!! Ich will dass es ihr gut geht, denn nur dann kann auch ICH mich besser fühlen! Es ist so! Sie arbeitet nämlich nicht (60 Jahre) und ist den ganzen Tag alleine zuhause. Erst wenn ich nachmittags von der Arbeit komme, dann lenkt sie jem. vom Alltag ab. Doch die Gespräche gehen meistens um ihre Symptome...

Als mein Vater mal Urlaub hatte und er den ganzen Tag zuhause war, wusste ich, dass sie einen Ansprechpartner hatte und ich konnte ruhigen Gewissens einkaufen gehen...Doch meistens ist es so, dass ich von der Arbeit aus hingehe und dann stundenlang dableibe (habe keinen Freund oder Kinder)...weil ich mich so sorge und will, dass es ihr gut geht! Ihre vielen Symptome, die sie hat, habe ich ALLE im Internet abgecheckt und ihr schon jede Menge Krankheiten "angedichtet"...Aber es kann ja soviel zutreffen, denn wenn die Ärzte nichts finden, dann deswegen, weil sie sich keine Mühe geben und oberflâchlich gucken (ist echt oft so!!!) oder etwas vergessen, dass ein Hinweis sein könnte!!! (so denke ich immer). Also recherchiere ich, doch macht mich das bekloppt :-(

Ich lerne immer mehr Krankheiten kennen, rede schon wie ein wandelndes Medizinerbuch...

Aber so geht es mit allem, ich will immer, dass es meinen Mitmenschen gut geht und verbiege mich dafür, dass es so ist.

Nun bekommt meine Mutter in 2 Wochen eine Darmspiegelung und ich bete jeden Tag, dass sie dort nichts finden!!!!! Meine Gedanken kreisen nur um diesen einen Tag! Dann werde ich sicher völlig aufgelöst sein an dem Tag und erst recht, wenn das Resultat kommt!!!!!! Ich glaub ich müsste mal ne Verhaltenstherapie machen, wenn das so weiter geht :-( Habe Angst, dass ich mich in was reinsteigere...

Doch solange es ihr nicht besser geht, werde ich wohl weiter suchen, forschen und mir Sorgen machen...

LG Eule

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