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Angst vor dem Neuanfang

Sopa_nieriinHH hat die Diskussion gestartet


Im Grunde genommen hat mich mein Leben angenervt. Immer das selbe, keine Ziele und Perspektiven, immer die gleichen Leute um mich herum mit ihren festgefahrenen Ansichten, Beziehung die nicht mehr funktioniert, zerrüttete Familie voller Probleme. Manchmal habe ich die Krise bekommen und gedacht: ist das alles?! Erwarte ich nicht mehr vom Leben?!

Sicher, aber es war eben so schön bequem.

Dann kam dieser Tag, an dem ich zufällig im Internet meine Traumstelle gefunden habe, es war mehr eine Witzbewerbung, ich hätte nie daran geglaubt, aber plötzlich hatte ich den Job.

Allerdings muß ich 700 km wegziehen und mein Leben hier, das mich die ganze Zeit angenervt hat, aufgeben.

Schön, werdet Ihr denken. Ist es eigentlich auch. Aber jetzt packt mich plötzlich die Panik. Innerhalb von 2-3 Wochen wird sich mein Leben komplett umkehren. Ich freue mich total darauf, aber mich packt so sehr die Angst, wenn ich daran denke:

- neuer Job => werde ich den Anforderungen gerecht werden?

- neue Stadt => Wohnungssuche/Umzug

- Beenden der Beziehung (da sie eh nicht mehr funktioniert und eine Fernbeziehung nicht in Frage kommt=

Das sind 3 große Aufgaben, bei denen mir die totale Angst kommt.

Ich kann meine letzten Tage hier schon gar nicht mehr genießen. Jedes mal, wenn ich hier was mit Freunden mache, kommt Wehmut auf, Gedanken wie: wahrscheinlich ist das heute das letzte Mal.

Klar, viele vor mir haben das geschafft und vielleicht werde ich in 2 Monaten darüber lachen. Aber ich will nicht jeden Morgen aufwachen, über die ganze Sache erschrecken und denken "oh Gott, wie soll ich das alles nur schaffen?!" und in totale Panik ausbrechen...

Vielleicht hat jmd von Euch ein paar Tips für mich.

Liebe Grüße

die Spanierin

Antworten
s&mallxtalk


Kenn ich...

Ich musste auch mal wegen eines Jobs von Hamburg nach Hannover ziehen.

- und stand vor ähnlichen Problemen :

Wohnung : es hängt von der Stadt ab. Ich hatte einen Monat Zeit eine Wohnung zu finden die dichter an Hannover ist als HH. Bei der Wohnungssuche hilft in großen Städten oder Vororten selbiger das Internet. Ich brauchte 24 Stunden um eine Wohnung zu finden (Tip: vorab schonmal in den Ort fahren z.B. DJH und aktiv vor Ort suchen). Das sollte also (je nach Stadt) kein Problem sein - solange man nicht wählerisch ist.

Ob man dem Job gerecht wird ? Ich glaube das es jedem so geht der einen neuen Job anfängt. Ein wenig Nervosität ist angebracht, Selbstzweifel sollten in der alten Stadt zurückbleiben: Wenn man für einen Job ausgewählt wurde kann man davon ausgehen, dass man geeignet ist.

Beenden der Beziehung : wenn es eh schon am Ende ist sollte dieses wohl kein Hinderungsgrund sein. Hängt natürlich etwas von der Persönlichkeit ab.

Wichtiger ist schon bei 700 Km dass man das alse Umfeld und die vertraute Umgebung aufgeben muss. Das macht nervös bietet aber gleichzeitig die beste Chance für einen Neuanfang.

Entscheidender für uns Hamburger ist aber etwas an das man üblicherweise kaum denkt : man muss Hamburg verlassen. Eine liebenwürdige quirlige Großstadt mit ihrem eigenen Charme x:) ... .

In Hannover (ist mit 500.000 Einwohner auch keine Kleinstadt) fehlten mir irgendwie die anderen 1.5 Mio :-) . Auch könnte es in der Anfangszeit zum Problem werden, dass man mit Ausnahme der Arbeit nichts mit dem neuen Ort verbindet. Mir ging es so, dass ich keine Gefühle mit Hannover verband. Die Kindheitserlebnisse, die Erfahrungen alles in Hamburg.

Aber das hängt natürlich immer von der Stadt und der eigenen Persönlichkeit ab. Ich hatte einige Kollegen, die auch zugereist sind und gleichfalls Probleme hatten. Also war ich wohl kein Einzelfall.

Ansonsten : Systematisch an den Umzug herangehen und positiv denken: die Vorteile überwiegen die Nachteile : ich würde nach dem Studium das mich zurückgetrieben hat (man bleibt doch immer an HH kleben :-) ) wieder alles zurücklassen und für einen Job quer durch die Welt reisen ...

S3pan>ierixnHH


smalltalk

Danke für die aufmunternden Worte.

Manchmal ist das echt so ein Wechselbad der Gefühle. Mal freue ich mich voll drauf, denke es ist eine einmalige Chance: klasse Job, neue Erfahrungen sammeln, einfach mal was anderes sehen.

Eine andere Seite in mir hat ständig Zweifel: wird das alles gutgehen? Werde ich das alles schaffen?

Ständig werde ich von Bekannten gefragt:"wie lange bist denn noch da?" was mir wieder bewußt macht, daß es mich hier eben bald nicht mehr gibt. Und mal kurz übers Wocvhenende nach Hause fahren ist bei der Entfernung eben auch nicht...

Irgendwie stehe ich so zwischen Vorfreude und Verzweiflung, das ist wirklich kein angenehmes Gefühl.

Liebe Grüße

die Spanierin

SAu'se12x02


es ist vollkommen normal, das panik aufkommt.

auch denke ich werden die ersten wochen in der neuen stadt sehr schwer.

aber im grunde hast du dich doch schon für das neue und gegen das alte entschieden.

geh den weg einfach und lass alles auf dich zukommen.

es gehört ne ordentliche portion mut dazu, alles hinter sich zu lassen, auch einzusehen, dass die beziehung beendet besser ist, als sie aufrechtzuerhalten.

warte einfach ab, in kürzester zeit hast du neune leute um dich, neue eindrücke.

alles alles liebe!

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