» »

Wie überzeuge ich jemanden mit einer Psychose?

-TEiak7ex- hat die Diskussion gestartet


Hi!

Einer meiner besten Freunde dreht seit letzter Woche ziemlich und jetzt völlig am Rad!

Nachdem er bereits letztes Jahr zusammen mit einem Freund in Berlin meinte, "die" würden ihn verfolgen und Sie müssen hier jetzt sofort weg- was Sie dann auch halsüberkopf machten, meint er jetzt, wir wollen Ihn jetzt fertig machen wo es geht...

Er hat das goldene Los der MPU mit Haarprobe gezogen, weil er sich jetzt mit THC und vor 7 (!) Jahren mit Alk am Steuer hat erwischen lassen. Darum hat er aufgehört zu kiffen, was ihm aber offensichtlich gar nicht gut tut.

Wir (die ursrüngliche Clique) sind inzwischen alle durchs Studium quer über Deutschland verteilt und er ist relativ alleine wieder zu Hause. Als wir da waren war er völlig überdreht und hektisch, meinte wir würden alle versuchen Ihn unter Drogen zu setzen, dass böße Hacker in seinem PC sitzen und wir selbstverständlich wahrscheinlich abgehört werden...

Ich hab die letzten Tage (bisher glaub ich vergeblich) versucht Ihm klarzumachen, dass ich Ihm nichts böses will.

Um endlich zu meiner Frage zu kommen: Wie kann ich (wenn er mir wieder glaubt), oder ein anderer Freund Ihn dazu motivieren, da mal nach professionellem Rat zu fragen, den er eindeutig nötig hat?! Das kann so nicht weitergehen

Danke Euch, Grüße

Antworten
S0t$effxii


Hi,

Tja weißt du ich kann ihn verstehen. Ich hatte bei einer Freundin auch immer das Gefühl das sie mir was böses will. Ich habe auch gedacht das sie mich unter Drogen setzen will um mich umzubringen. Ich dachte sogar einige Zeit das sie eine Camera an meiner Lampe versteckt hat und das die Lampe sich bewegt. Weißt du dein Freund will bestimmt Hilfe haben, aber er traut sich nicht darum zu bitten. Villeicht weiß er auch nicht wie er erklären soll, warum er so denkt. Versuch doch mal mit ihm in einer ruhigen Minute zu sprechen. Villeicht erzählst du was von einer bekannten die ähnliches mitgemacht hat, die aber jetzt ne Therapie macht oder sowas. Vielleicht kannst du ihm damit helfen. Ich wäre damals froh gewesen wenn mir jemand daraus geholfen hätte. Egal, ob deine bemühungen was bringen oder nicht, gib deinem Freund das Gefühl das er immer auf die zählen kann. Ich denke das brauch er jetzt!!!

S1tWew


Zuersteinmal, Überzeugen zieht nicht.

probiers erst gar nicht.

-> mach für ihn einen termin beim Psychiater, zu dem du dann mit ihm gehst. Wenn er sich absolut weigert dahinzugehen mit der Begründung er sei ja nicht krank usw.

----> Zwangseinweisung. darum musst du dich dann kümmern.

Mfg

Stew

SbteEffi0i


Also, ich sehe die Sache anders. Eike kann ihren Freund nicht einfach einweisen lassen. Wenn er zum Beispiel keine Hilfe will, kann sie ihn nicht zwingen. Und wenn er Hilfe will, muß sie einen anderen Weg finden. Wenn das einer mit mir machen würde, egal ob er mir damit hilft oder nicht, würde ich ihm das nie nie im Leben verzeihen!!!

SOteffxii


oh, naja villeicht wäre es dann doch besser wenn deine mam ihn rausschmeißt.

sie muß ja auch an sich denken. naja und du, also wenn er dich fast zusammen

geschlagen hat und sowas, dann glaube ich einfach nicht das du ihm helfen

kannst. lass ihn machen. mein bruder, hat auch ne lange zeit harte drogen

genommen und wenn ihn jemand darauf ansprach hat er nur abgeblockt.

allerdings ist er auch schon über 30!!! schwere situation in der du steckst,

ich kann verstehen das du dein bruder nicht im stich lassen willst. das ehrt

dich sehr, ich wünschte meine brüder würden sich so für mich

interessieren!!! also an deiner stelle würde ich nocheinmal mit ihm reden,

bzw. sage ihm das du ihn vollkommen in ruhe lässt, aber das du immer für ihn

da bist. ich kenne zwar nicht die ganze geschichte, aber villeicht wenn er

irgendwann zu vernunft kommt brauch er dich!!! sei einfach für ihn da!!!

S tew


@ Steffi:

äähm...hallo?

Hier geht's leider nicht um eine mehr oder weniger "harmlose" Midlife-depression sondern um eine Psychose.

"Wenn er zum Beispiel keine Hilfe will, kann sie ihn nicht zwingen. Und wenn er Hilfe will, muß sie einen anderen Weg finden."

*Warum* will er keine Hilfe? Weil er krank ist, und denkt, er bräuchte keine. Weil er sein kranksein verleugnet! Psychotiker haben keine Krankheitseinsicht.

Und wie willst du ihm bitte sonst helfen?

Ihn zum Tee einladen und mit ihm die Lage checken?

Deine Meinung ist ziemlich naiv.

Ich glaube, du hast noch niemanden gesehen, der an einer Psychose leidet.

pk456x7


bester freund hatte psychose...

also,so vor drei jahren (beide 16) hat mein ehemals bester freund angefangen zu kiffen. unsere wege haben sich irgendwie getrennt und ich hab dann nur immer davon gehört. das war ja auch gar nicht soo dramatisch- heute kiffen ja unheimlich viele jugendliche- aber dann hörte ich was, das hat mich voll umgehauen.

er wurde von der polizei gesucht, mutter hatte ihn als vermisst gemeldet, und wurde dann fast nackt (winter) und völlig in panik aufgegabelt. daraufhin wurde erdann eben zwangseingeliefert.

er hätte wohl schon viel früher in die klinik gemusst, aber sein verhalten war bis dahin nicht "extrem" genug.

er hat eine psychose, bei der eben auch tierische ängste hatte und sich eingebildet hat alle hätten sich gegen ihn verschworen und sowas...

heute muss er total harte psychopharmika nehmen und kommt auch nur mit dem nötigsten klar.

leider kann man da als nebenstehender nicht viel tun, erst recht nicht, wenn der betroffende volljährig ist. man kann auch kein problembewusstsein erwarten, sondern eben nur immer für den jenigen da sein. vielleicht findet er doch irgendwann freiwillig den weg zum psychologen. leider bleibt nichts andres als abzuwarten und mit dem schlimmsten zu rechnen, nämlich dass er zwangseingewiesen wird weil er sich oder anderen gefährlich wird.

tut mir leid für dich eike, aber ich kann das gefühl trotzdem verstehen, obwohl mein freund auf medikamenten ist, fühle ich mich oft hilflos, weil ich nicht weiß wie ich ihm helfen kann!

H^oscheek


will nicht entmutigen aber...

wie stew schon sagte: Zwangseinweisung wäre die einzigste Möglichkeit, falls er sich weigern sollte zum Psychiater zu gehn (was er mit sicherheit tun wird).

Ein ehemaliger Klassenkamerad musste auch zwangseingewiesen werden. Er kiffte sehr lange und zudem sehr viel, jedoch war seine Psyche für den dauerhaften Konsum von THC nicht geschaffen, sodass er sich mehr und mehr veränderte. Er wurde mehr und mehr paranoid. Selbst als er mit den Kiffen aufhörte, verschlechterte sich sein Zustand. Letztenendes verkroch er sich nur noch in seinem Zimmer und schirmte sich komplett von der Außenwelt ab. Seine Mutter sowie sein Bruder mußten sich Tag für Tag das elend anschauen und flehten ihn fast schon an, zum Psychiater zu gehn, jedoch weigerte er sich. Also ließen sie ihn zwangseinweisen. Er ist nie wieder geworden und so wies aussieht wird er das auch nicht mehr.

Das find ich sehr schade, da ich mit ansehen durfte, wie er sich selbst zerstörte und nun für den rest seines lebens geschädigt ist.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH