Wer leidet auch an Emetophobie (Angst vor Erbrechen)?

z5werxgi25


Teatime für uns ist es normal so oft nach dem Kind zu schauen, für dich warscheinlich auch, weil du direkt nachempfinden kannst wie ich mich in dem Momet gefühlt habe. Aber für einen Nicht-Emo ist es nicht normal so oft nach dem Kind zuschauen, obwohl es ganz normal schläft, sogar so tief und fest, das er nicht mal was mitbekommt. Normal wäre es gewesen, wenn es ihm wirklich schlecht gegangen wäre. ;-)

Schön das es dir Magen-/ und Bauchtechnisch besser geht. Das es dir schwer fällt, das dein Freund weg ist, glaub ich. :)_

Klar ist es nicht einfach, sich einem Arzt so anzuvertrauen. Obwohl ich meine Ärztin schon einige Jahre kenne, und auch Vertrauen zu ihr habe, fiel es mir auch nicht leicht den Schritt zu machen. Hatte Angst, das sie darüber lacht, das sie mich nicht ernst nimmt. :-/

Aber ich habe diesen Schritt gewagt und bin heute froh darüber! Ihre Reaktion war völlig anders. Sie hatte Verständnis, hat mir zugehört und sich richtig Zeit genommen. Sie meinte sie fände es gut das ich zu ihr gekommen wäre und meinte das sie mehrere Patienten mit dieser Erkrankung hätte. :)^

Wenn du unter dieser Erkrankung sehr leidest und dein Leben dadurch total eingeschränkt ist(wie du schreibst hört man raus das du sehr darunter leidest), würde ich auf jeden Fall mit einer Therapie beginnen. Kannst du denn nicht erst noch zu deinem alten Hausarzt gehen? Oder hast du Bekannte die du nach einem guten Hausarzt fragen kannst?

t@exat9imex91


Jaa ich denke dass vieles von Nicht-Emetophobikern oft nicht verstanden wird, was natürlich auch total normal ist :)

Ja also es geht besser aber nicht gut. Ich muss noch immer stark darauf achten was und wann ich esse aber es war schonmal schlimmer.

Ja vielleicht sollte ich meinen alten Arzt demnächst mal besuchen :) es wird für mich dennoch ein großer und schwieriger Schritt, offiziell "zuzugeben" dass ich diese Störung habe und dass sie mich so sehr belastet. Machst du auch eine Therapie?

z{we5r2gix25


Ja ich bin seit März 2013 in therapeutischer Behandlung.

Mache eine verhaltenstherapie.

Das kann ich gut nachvollziehen. Aber du hast ja nichts zu verlieren. :)z

Jetzt muss ich aber erstmal schlafen. zzz

Morgen früh kommt um halb neun mein Schwiegervater zum Frühstück.

taeatifme91


Und wie ist die Therapie? Was macht man dort? Hat sich schon Besserung eingestellt?

Ich hoffe ihr habt ein schönes Frühstück!

z}wer8gi2x5


Danke, Frühstück war lecker!

Also die Therapie ist gut. Ich merke schon eine positive Veränderung!

Am Anfang der Therapie wollte er mich in Hypnose versetzen, mir unter Hypnose das Übelkeitsgefühl geben und zurück in die Kindheit gehen um herauszufinden, was die Ursache ist. Ich hatte natürlich Angst, das ich mich währenddessen übergeben muss. Ich hatte richtig Panik. Letzendlich haben wir das nicht gemacht, weil er aus Erzählungen schon sagen konnte, das es definitiv an den Ereignissen in meiner Kindheit liegt.

Nun macht er mit mir die Klopftherapie. Es bewirkt einiges. Allerdings ist es eben noch nicht weg. Ich bin aber ruhiger geworden. Damals wenn mein Mann auf einer Feier war, lag ich zitternt, mit Herzrasen und flauen Magen im Bett und konnte nicht schlafen bis er wieder zu Hause war. Eben aus Angst er könnte so besoffen sein, das er sich dann erbrechen muss. Dazu gesagt kam es in den ganzen sieben Jahren erst einmal vor, das er sich durch Alkohol übergeben musste.

Er hatte nun am 28.12. Weihnachtsfeier und ich war viel ruhiger. Es war zwar noch Angst da, aber lange nicht so extrem wie sonst. Ich war am schlafen als er wieder kam, und bin nur durch das knarren der Holztreppe wach geworden.

Trotzdem bin ich mit mir nicht zufrieden. Ich möchte dahin kommen, das es mir völlig egal ist, wenn jemand erbricht, und auch das ich mit mir selber kein Problem mehr habe, was das erbrechen angeht.

Ich würde gerne einfach mal feiern gehen können, und einfach so viel Alkohol trinken wie ich lust habe, ohne mir Gedanken machen zu müssen, das ich ja aufpassen muss, weil es mir sonst schlecht geht. Bei einer MDG würde ich gerne einfach mal "loslassen" können und kotzen, damit es mir schneller wieder besser geht. Ich weiß nicht wie, aber irgendwie kann ich das Erbrechen unterdrücken. Im Dez. 2012 hatte ich MDG, mir war total schlecht, ich habe mir ein Eimer geholt und jedesmal wenn ich gedacht habe, gleich geht es los, habe ich mich wieder dagegen gewehrt. Ich habe nicht einmal erbrochen, aber dafür eine ganze Woche mich mit Bauch-und Magenkrämpfen gequält.

Und im Falle das es mir schlecht geht und ich kotzen müsste, das ich dann sagen kann " ist zwar nicht so toll, aber man überlebt es und hinterher ist alles wieder gut" . :-|

Aber auch das schaffe ich noch, auch wenn es noch lange dauern wird und viel Arbeit sein wird. :)z

taeat5ime91


Ich möchte auch dahin kommen, dass es mir egal ist, wenn jemand oder ich selbst breche.

Ich habe selten Magen-Darm und auch dann eher nur Durchfall, aber für den Fall der Fälle möchte ich sicher sein, dass es mir nichts ausmacht.

Ich trinke seit einem halben Jahr keinen Alkohl mehr weil ich Angst davor habe, dass mir schlecht wird. Wenn ich meinen Freund übers Wochenende besuche, kann er nicht mehr ausgelassen feiern, weil ich unter der Angst leide, dass er brechen könnte.

Das würde so vieles im Leben einfacher machen. Auch das Zusammenleben mit meiner Mitbewohnerin, die ich seit 6 Wochen habe... ich habe immer Angst, dass sie krank werden könnte, und ihr sagen, dass ich Emo habe... das traue ich mich noch nicht..

skobrro6w10


Als meine Wohnung noch eine WG war, habe ich drei Jahre mit der selben Mitbewohnerin zusammen gewohnt. Sie wusste nichts von meiner Emo und weiß es auch bis heute nicht. Sie hat sich ständig übergeben. Also ca. 1x im Monat. Sie hat a einen empfindlichen Magen und b gerne und viel getrunken. Furchtbar, aber ich wollte nicht das auf mich künstlich Rücksicht genommen wird.

tVeatiMme9x1


Nein, ich möchte auch nicht, dass sie meinetwegen auf Sachen verzichtet, die ihr Spaß machen (zB Trinken) oder sowas. Sie weiß, dass ich allgemein empfindlich reagiere, wenn jemand krank ist. Aber dass es (eigentlich ausschließlich) vor allem um Erbrechen geht, das versteht sie nicht. Sie übergibt sich wohl selten, hat aber oft Bauchweh. Und sie ist ein Mensch, der schnell behauptet, dass ihm schlecht ist. zB wenn sie viel gegessen hat oder 10 Minuten Bus gefahren ist. Dabei ist ihr in Wirklichkeit gar nicht wirklich schlecht sondern vielleicht nur komisch.

zFwerg[i2x5


Alkohol trinke ich schon noch, aber eben nicht viel. Auf der weihnachtsfeier bekam ich auf mal Panik das mir schlecht werden könnte, und dann hab ich nur noch Wasser getrunken. Zum schluss war ich die einzigste die nüchtern dort rum lief. Ich mein es hat ja auch vorteile, aber mir hat es den Abend in gewissem Maße versaut.

Ich gehe selten Feiern, vielleicht 2-3 x im Jahr.Die abende würde ich gerne einmal wieder genießen. Bald ist wieder Karneval und ich gehe mit ein paar Kollegen hin. Die feiern dann wieder ausgelassen und ich bin dann wieder die Spaßbremse. Da hab ich kein Bock mehr drauf. :-( Ich will auch einfach mal schön feiern können, ohne mir den ganzen abend mein Kopf darüber zu zerbrechen, was ich wohl an Alkohol vertrage, und wann ich wohl aufhören muss, damit ich nicht brechen brauche.

Eine Kollegin von mir, trägt auch den gleichen Vornamen wie ich und ist auch mein Alter, die geht da ganz locker mit um. Ein paar Kollegen gehen dieses WE auch zusammen weg, und da meinte sie noch, ihr wirds dann wohl nächsten tag schlecht gehen und müsse sich dann wohl mit Sicherheit übergeben, aber das wäre ihr der Spaß wert, so selten wie sie noch feiern geht.

Ich mein drauf anlegen würde ich es nicht wollen, aber einfach Gleichgültigkeit empfinden. Wenn es passiert dann ist es so und wenn nicht dann ist es doch gut. Aber das kann ich nicht...

Ich kann dich verstehen. Ich würde ihr es auch nicht erzählen, nicht nach so kurzer Zeit. Ich selber habe ein Problem damit es jemanden zu erzählen. Es weiß nur mein Mann und meine beste Freundin. Und natürlich meine Hausärztin und mein Therapeut.

tLeatxime91


Ich kenne sie zwar auch schon etwas länger, aber trotzdem vertraue ich das nur wenigen an. Auch aus Angst, nicht verstanden zu werden. Ich habe auch schon welche erlebt, die sich tatsächlich drüber lustig gemacht haben...

Mein Problem ist auch dass ich nur weniges trinken kann.Ich kann an sich schon nicht so gut Kohlensäure ab und auch zB Säure aus Saft nicht. Und dann bleibt nicht mehr viel übrig :D

z2wherBgi25


teatime ganeu da liegt das Problem. Diese Krankheit ist eine sehr unbekannte jedoch nicht seltene phobische Erkrankung! :-|

Daher muss man damit rechnen das man belächelt wird. :-(

Das ist auch der Grund warum es von mir so gut wie keiner weiß. Ich hatte mich sogar gewundert das meine Hausärztin dieses Krankheitsbild kannte. Aber dennoch war ich dann froh, als ich gemerkt habe, das sie Verständnis hat.

Unser Versicherungsmakler hat Schweigepflicht, aber ich konnte ihm das nicht sagen, das hätte ich nicht geschafft. Ich denke der hätte mich belächelt und gesagt das ist doch keine Krankheit! Nun habe ich ein wenig angst das die Versicherung den ausgefüllten Fragebogen als kopie oder ein Ähnliches Schreiben mit der Diagnose drauf ihm zukommen lässt. Es läuft alles generell über den Makler. Der bekommt sämtliche Post und leitet diese an uns weiter.

":/ :-/

Momentan ist die emo eh wieder stärker da. Im Kiga hängt seit gestern ein Zettel das Magen-Darm rund geht und die Erzieherin von meinem Sohn ist auch daran erkrankt. :-(

Da ist es ja nur wieder eine rage der Zeit bis der Kleine das kriegt. :°(

Mein Mann fand es gestern und heute recht witzig sich darüber lustig zu machen. Er hat mir gestern schon das Mittagessen versaut damit. %-| >:(

War vorhin stinkesauer auf ihn und am heulen. Erst da hat er dann gemerkt das er zu weit gegangen ist. %-|

tre9atixme91


Ich mag es auch gar nicht, wenn mein Freund mich damit ärgert, indem er zB Würgegeräusche macht oder spaßeshalber behauptet, dass es ihm schlecht geht...

Hm warte erstmal ab, ob dein Sohn es bekommt... vielleicht kommt er ja davon. :)

s\orroUw1x0


Den vollen Ausmaß meiner Angst kennt nur mein Freund. Meine Mutter weiß es auch aber sie nimmt es nicht ernst. Mein Freund macht auch gerne Witze dadrüber und wenn er mich zb fragt wollen wir ... Machen und es ist etwas wo er weiß das ich Respekt davor hab, dann sagt er direkt dazu und nein dir wird nicht schlecht oder sagt und frag jetzt nicht was ist wenn ich mich übergeben muss. MIR tut genau diese Lockerheit und der unbeschwerte Umgang damit gut. Ich kann brauchen das sich jemand auch mal dadrüber lustig macht und mir verdeutlicht wie irrational meine Angst ist. Mir würde es nicht helfen, wenn jemand Rücksicht nehmen würde.

tReat4ime9x1


Hm das klingt auch ganz logisch eigentlich... ich habe es so noch gar nicht gesehen, vielleicht würde es mir auch helfen. Aber sobald sich jemand lustig macht, mache ich direkt zu und werde panisch. Ganz merkwürdig... und vor allem nervig!

zkw|ergxi25


Hallo zusammen! *:)

Wie geht es euch?

Mir geht es soweit ganz gut.

Ich hatte heute wieder ein Termin bei meinem Therapeuten. Heute hat er mir nochmals die Augen geöffnet, wie irrational die angst vor dem Erbrechen eigentlich ist.

Er meinte, was ich machen würde wenn ich ein Medikament bekomen würde wo ich jeden abend von Erbrechen müsste... meine Antwort war natürlich sehr logisch. Ich antwortete ihm darauf das ich diese Medikamente dann nicht nehmen würde. Er hat mir eben wieder nahegelegt das ich mich meiner Angst stellen muss. Augen zu und durch! Das heißt Konfrontation, Konfrontation und nochmals Konfrontation! :-/ :-|

Bei mir selber, aber auch bei anderen. Er meinte, wenn ich jetzt eine Woche jeden Tag erbrechen würde, würde ich die Angst verlieren. :-o Umso öfter man durch die angst durch geht, umso eher verliert man sie!

Meine Aufgabe ist es demnächst wenn ich auf einer großen öffentlichen Veranstaltung bin ( Ende Februar), nicht wegzulaufen wenn jemand erbricht, sondern diese Situation auszuhalten. :-|

Wenn ich diese Angst verlieren will, werde ich da durch müssen. Irgendwie werde ich es schaffen. :-/ :-)

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