Wer leidet auch an Emetophobie (Angst vor Erbrechen)?

DloFkavao To)rrot


Sagt mal, gibt es eigentlich irgendwelche Anlaufstellen, Institute, spezielle Kliniken oder Therapeuten, die sich mit Emotophobie auskennen oder wird diese spezielle Phobie eben nur als eine von vielen speziellen Phobien geführt?

Mich interessiert das deshalb, weil ich selbst seit Jahren darunter leide und weil ich, was total widersinnig klingt, im Medizinsektor tätig bin. Mir macht sonst nichts an Infektionskrankheiten Angst, habe viel gesehen, gemacht und erlebt, stand und stehe mit vielem in Kontakt – aber einen Patienten mit MDG würde ich in jeder Hinsicht meiden.

Ich habe auch versucht, mich selbst zu therapieren, indem ich bewusst einen Tag lang die Pflegemaßnahmen einer Patientin übernommen habe, die stündlich 3 bis 6 Mal erbrach (ungeklärte Ursache, mehrere Magenoperationen). Es fiel mir sehr, sehr schwer das zu ertragen und nur weil ich wusste, dass sie nichts Ansteckendes haben konnte, konnte ich mich überwinden da zu bleiben.

Meine Phobie schränkt mich insofern ein, als dass ich täglich mit der Angst lebe, mich irgendwo anzustecken. Diese Angst macht mich manchmal kirre und sie begleitet mich seit frühester Kindheit, obwohl keines meiner Familienmitglieder ein Problem mit der Sache hat. Mir wird ja schon übel und ich kriege Panik, wenn ich in diesen Faden reinlese.

Ich hatte durchaus ein paar MG-Infektionen in den vergangenen Jahren und musste mich auch letztes Jahr einmal wegen einer Lebensmittelvergiftung oral entledigen ;-) – aber all diese Erfahrungen nützen mir überhaupt nichts. Die stetige Angst vor dem nächsten Mal begleitet mich tagtäglich.

Ich achte sehr auf das, was ich esse. Ich trinke Alkohol nur im Rahmen der absoluten Kontrolle und bin sehr großzügig im Wegschmeißen von Lebensmitteln, die meines Erachtens zu alt sind oder zu lange rumstanden. Ich meide öffentliche Toiletten so gut es geht und fasse in der Öffentlichkeit weder Türklinken noch sonstige Ablageflächen für Hände an.

Nun ist es so, dass ich, wie ich schrieb, im medizinischen Sektor tätig bin und forsche. Und als Betroffene fällt mir zunehmend auf, dass ich über meine Problematik nur wenig Material finde. Vielleicht ist es eine Thematik, die es wert wäre, genauer untersucht zu werden. Es sei denn, ihr sagt mir nun, dass es genug Informationen und Hilfe gibt, von der ich nichts weiß?

Liebe Grüße

D9o!k$ava Txorrot


Verzeiht die beiden unglücklichen Tippfehler mit der Emetophobie und der MD-Infektion. Mein Latop liegt ungünstig. *:)

t[eati<me91


Jaa mir geht es meistens beim Lesen der Geschichten hier auch schon schlecht.

Ohh sorrow das klingt gut. Trinkst du denn jetzt wieder Kaffee? Ich liebe Kaffee aber habe ewig keinen getrunken. Ich meide Kohlensäure und stark säurehaltige Lebensmittel, sowie scharfes. Ich achte auch penibel darauf, was ich wann esse. Wenn ich zum Beispiel mal viel Cola getrunken habe (was so gut wie nie vorkommt) würde ich niemals etwas wie Eis O.ä. essen. Echt krank..

Ich weiß nicht ob es da genauere Literatur gibt oder Spezialisten. Wüsste ich auch gern

sJorroLw1x0


Es gibt kein essen oder trinken was ich wegen der emo meide.

N}ela


Ich verkünde: Mein Magen hat sich gerade seines Inhaltes entledigt und ich lebe noch... Ich hab Angst/ Panik gehabt vorher und währenddessen, hatte auch nach wie vor das Gefühl zu ersticken, aber jetzt ist mein Magen leer und ich hab Hunger. Ich geh wohl mal an den Kühlschrank. Ich denke nicht, dass ich krank bin, sondern vielmehr, dass das noch der Ekel vom Mittagessen war.

t'eatqimex91


Sehr gut Nela!

Freut mich... meistens ist es auch gar nicht so schlimm,wenn es mal so weit ist. Dennoch bleibt die Angst. Ich weiß nichtmal, weswegen genau. Ich habe keine Angst davor, mich bei anderen Menschen, die erbrechen, anzustecken... es ist einfach nur der Akt des Brechens selbst... keine Ahnung.

Vfijo


Es gibt die Seite www.emotophobie.de. Ob da auch Kliniken und ähnliches drauf sind, kann ich leider nicht sagen.

Jemand hatte mal gefragt, wie sie das ihrem Freund am besten erklären kann. Auf dieser Internetseite sind auch Tipps für Angehörige, wie diese sich am besten verhalten sollen. Mein Freund hat damals diese Seite gefunden. Ich hatte ihm von meiner Angst erzählt (wußte da gar nicht, wie es heisst) und er hat dann im Internet nach Infos gesucht, um das Problem bzw. mich besser zu verstehen. Diese Seite ist da sehr hilfreich.

Nela: Cool :)^ Hoffe, es geht Dir immer noch gut.

Ich hatte ja letztens behauptet, dass die Konfrontation mir helfen könnte. Ob es immer noch so ist, weiss ich nicht.... im Kiga hängt ja wieder dieser Zettel mit MD aus. Seitdem beobachte ich meine Tochter wieder mit Argusaugen und sobald sie sagt, sie hat Bauchschmerzen, wird mir gleich Angst und Bange. Und eigentlich haben Kinder ja öfter mal Bauchschmerzen, ohne das sie sich gleich übergeben müssen. Da muss ich wohl durch. Meine Gedanken kann ich im Moment nur schwer beruhigen, dementsprechend unruhig bin ich zur Zeit :-(

Zwergi: Wie läuft es bei Dir? Hat sich Dein Sohn tatsächlich angesteckt? Ich finde es übrigens bewundernswert mit dieser Phobie beim Kinderarzt zu arbeiten und dadurch ständig damit in Berührung zu kommen. Aber auf der anderen Seite auch merkwürdig, dass Du durch diese Tätigkeit dort nicht geheilt wurdest.

zlwe'rgi2x5


Vijo

soweit gehts mir ganz gut. Mein Sohn hat sich wohl doch angesteckt.

Gestern morgen hatte er über Bauchschmerzen geklagt, hat aber dennoch gut gegessen und war gut zufrieden. Habe es damit in Verbindung gebracht das er nur sagt Bauchschmerzen zu haben, weil sein bester Freund mit Bauchschmerzen zu Hause war. Er meinte noch so: Mama dann kann ich ja mit .... spielen. :-o

Habe dann im Kiga mit der Erzieherin gesprochen und sie meinte ich solle ihn da lassen, die würden sich melden wenn was wäre.

Eine Stunde später vergewisserte ich mich telefonisch, ob alles gut ist. Die Erzieherin meinte alles sei bestens. Gestern mittag wurde mir nochmal von der anderen Erzieherin bestätigt, das er nicht einmal über Bauchschmerzen klagte und auch gut gegessen hat. :-)

Heute morgen stand er knatschig auf, hat aber gut gefrühstückt. Als wir los wollten zum Kiga meinte er seine Bauchschmerzen wären wieder da. Hab es natürlich nicht ernst genommen, und ihm dann nur gesagt das die gleich wieder weg gehen und das sein Freund heute wieder da ist.

Ich verabschiedete mich im Kiga und fuhr nach Hause. Ca. 15 Min. später rief der Kiga an. Die Erzieherin meinte er hätte gebrochen und ich möchte ihn bitte abholen. :°(

Bin natürlich sofort zum Kiga gefahren. Bis jetzt hat er noch kein weiteres mal gebrochen. Hoffe das bleibt auch so. :-/ Er hat auch kein Fieber, ist gut zufrieden und hat den ganzen Tag Hunger. Er hat eben 2 scheiben Knäckebrot mit Marmelade und ein halbes Brötchen gegessen. Morgen bleibt er auf jeden Fall noch zu Hause.

Aber die meisten Kinder aus seiner Kigagruppe haben ein oder zweimal gebrochen und waren dann wieder fit.

Ich habe von 2002 bis 2006 in einer Kinderarztpraxis gearbeitet. Zu der Zeit hatte ich kein Problem damit wenn sich jemand in meiner Anwesenheit übergeben musste. Warscheinlich weil es da Gewohnheit war. Kam ja manchmal sogar mehrmals am Tag vor.

V|ixjo


Zwergi, ich drücke die Daumen, dass es bei Deinem Sohn wieder schnell vorbei geht (klingt ja ganz danach) und dass Du verschont bleibst.

Hast Du eher Angst, dass andere sich übergeben oder wenn Du Dich übergeben musst?

zpwergix25


Vijo

Danke! :-) Nun schläft er. Bislang hat er alles drin behalten. Es wäre ja schön wenn es wirklich so bleibt. :)z

Damals hatte ich nur Angst wenn ich mich selbst übergeben musste, seit ein paar Jahren habe ich zusätzlich Angst davor, wenn sich jemand anderes übergeben muss.

t.eatimex91


Das freut mich dass es dir gut geht Zwergi, und deinem Sohn im Moment auch.

Mir geht es momentan eigentlich auch ganz gut. Habe eben einen Salat und ein Mehrkornbötchen mit Butter gegessen und jetzt wieder dieses schreckliche Völlegefühl, dass ich nach fast jedem Essen momentan habe...

Langsam fängt auch der Lernstress für die Uni an, zusätzlich muss ich viel arbeiten... möchte Geld zurück legen um meinen Freund in Amerika vielleicht doch zu besuchen. Aber vor dem Flüge graut es mir... :(

zTwergxi25


Wie geht es euch? :-)

Mir geht es gut. Teatime das hört sich stressig an, aber nach Amerika würde ich gerne mal fliegen. Saß als Kind ein einziges Mal im Flieger und es war wunderschön. Schlecht wurde mir nicht. :)z

Mein Mann holte mich heute nachmittag von der Arbeit ab und erzählte mir dann direkt das er heute morgen brechen musste. Ihm ist zwar den ganzen Tag ein wenig flau im Magen, isst aber fleißig und bis jetzt ist alles drin geblieben. Nun ist er zum Nachbarn rüber auf ne Flasche Bier. :-/

Seit heute späten Nachmittag bzw. Abend isst unser Sohnemann kaum was und klagt wieder über Bauchschmerzen. Sein Bauch grummelt auch fleißig vor sich hin. :(v :-/

Aber er war bis neun heute abend auf und super zufrieden. Am Toben und Lachen. Ich weiß nicht was ich davon halten soll. ":/ ???

Hat er nur den vielen Fruchtsaft heute nicht so gut vertragen? Oder ist es Stressbedingt

(Kiga/ Oma) ? Oder doch wieder Magen-Darm? Och manno, ich dachte er ist durch damit.

t.eatiiYmxe91


Oh Zwergi das tut mir leid dass es deinem Mann nicht gut ging... ist es besser? Wie geht es deinem Sohn?

Ich weiß nicht was ich tun soll... ich würde wirklich gern zu meinem Freund nach Amerika fliegen, aber der Flüge macht mich fertig. Mir selbst wird nicht schlecht, das weis ich. Es ist wieder die angst dass jemand anderem schlecht wird... und das auf so einem langen flug auszuhalten... also erst fliege ich bis Amsterdam (nur eine stunde) und dann 8 stunden nach Detroit und dann 5 nach San Diego. Und zurück 5 nach New York und 7 nach Paris und nochmal 1,5 nach Hamburg .... was soll ich tun? Es würde nur an dieser angst scheitern.

Mein freund hat vorgeschlagen demnächst endlich einen Termin bei einem Therapeuten zu machen der mir dann Tipps für den flug geben kann.... was meint ihr??

VOijo


Teatime: die gleiche Angst habe ich auch, dass es anderen schlecht wird. Habe ich aber bisher noch nicht erlebt. Ich nehme immer Ohrenstöpsel mit und sitze am Fenster. Und dann Ablenken durch Lesen, Film schauen oder am besten Schlafen. Wäre schon schade, wenn wegen dieser blöden Angst eine solche Reise platzen würde.

Zwergi: Und wie ist die Lage mittlerweile bei Euch?

t^eat-imxe91


Ich hätte sogar eher am Gang sitzen wollen, um aufstehen zu können, falls dem neben mir schlecht wird.. denn sollte ich am Fenster sitzen und dem in der Mitte wird schlecht, stecke ich fest. Ich bin auch schon viele Male geflogen und habe es bewusst auch noch nicht mitbekommen... aber bin halt nie so weit geflogen!

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